Wenn Schmerzkliniken im Off-Modus arbeiten

„ArzteTag“-Podcast

Ärzte in der Schmerz- und Palliativmedizin sind alarmiert: Seit März ist ein Großteil der Schmerzkliniken im Off-Modus, da elektive Behandlungen auf Eis gelegt wurden. Schmerzmediziner Dr. Andreas Böger aus Kassel erläutert im „ÄrzteTag“-Podcast, was das für chronische Schmerzpatienten bedeutet und warum die Politik mehr Augenmaß bei solchen Verordnungen braucht.

Von Ruth Ney
Veröffentlicht: 15.04.2020, 18:08 Uhr

Dr. Andreas Böger
Dr. Andreas Böger ist Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin, Manuelle Therapie und Naturheilverfahren, DRK-Kliniken Nordhessen, in Kassel.
© BVSD

Seit Anfang März sind 75 Prozent der stationären schmerzmedizinischen Einrichtungen in Krankenhäusern, die Patienten mit schweren chronischen Schmerzen teil- und vollstationär behandeln, wegen der Corona-Krise geschlossen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Berufsverbands der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland e.V. (BVSD) hervor. Hintergrund ist, dass elektive klinische Eingriffe und Behandlungen vermieden werden sollen, um im Falle einer größeren COVID-19-Erkrankungswelle vorbereitet zu sein.

Doch für die Versorgung von Patienten mit schweren und chronischen Schmerzen bedeutet das eine noch längere Wartezeit auf eine multimodale Behandlung, die ambulant kaum zu bewerkstelligen ist, wie Schmerzmediziner Dr. Andreas Böger vom Schmerzzentrum Kassel – DRK Kliniken Nordhessen in dieser Episode unseres „ÄrzteTag“-Podcasts erläutert. Er erwartet von der Regierung, auch einen Blick darauf zu werfen, wo wirklich aktuell Intensivbetten benötigt werden und wo Kliniken mehr Nutzen schaffen, wenn sie sich um die aktuell behandlungsbedürftigen anderen Patienten kümmern.


Podcast anhören
Dauer 13:50 Minuten


Quelle: Aerztezeitung.de

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