Nachgang zum NDR Fernsehbeitrag »Visite: Wenn die Schmerzen nicht verschwinden: Morbus Sudeck nach Verletzungen«

Stopp HandSo, jetzt kam seit Langem mal wieder ein Beitrag über Morbus Sudeck im Fernsehen, genauer gesagt im NDR Fernsehen, und was ist danach?

Alle sind enttäuscht, weil der Beitrag nicht sehr realitätsnah war. Es wurde oberflächlich und wenig detailgetreu berichtet, die gezeigten Patienten hatten einen leichten Fall von CRPS. Und die gezeigten Interviews mit einem Arzt, führen eher dazu, dass jeder meint, dass die Krankheit mit ein bisschen Physiotherapie heilbar ist. Ausserdem entsteht der Eindruck, dass CRPS immer an der Hand entsteht.

Direkt im Anschluss an den Beitrag im Fernsehen, gab es auch schon reichlich Kommentare in unserer WhatsApp-Gruppe »CRPS Family«. Das Ergebnis wird sein, dass wir einen offenen Brief an die Redaktion verfassen werden. Wer ebenfalls den offenen Brief unterschreiben möchte, sendet bitte eine Email an support@crps-nrw.de mit dem Betreff „Visite“ und seinem Vor- und Zunamen und bestätigt, dass wir den eigenen Namen unter den Brief setzen dürfen. Über diesen Brief und die Reaktionen des Senders werden wir natürlich hier berichten….

Ebenfalls werden wir den Beitrag in Kürze hier bereitstellen, damit auch Betroffene, die ihn nicht gesehen haben, noch einmal anschauen können.

Und wenn das Ganze nicht schon traurig genug war, wurden wir in der Sendung doch nicht genannt, und der Link zu unserem Netzwerk auf der Webseite der Redaktion wurde falsch hinterlegt, so dass uns niemand erreichen kann. Der korrekte Link lautet https://www.crps-netzwerk.org

→Link zum Ankündigungsbeitrag

→Link zum Video »Visite: Wenn die Schmerzen nicht verschwinden: Morbus Sudeck nach Verletzungen« (215 MB, MP4-Format, Link führt zum Video-Ordner von CRPS NRW, Beitrag beginnt bei 00:12:48)

Krank vor Schmerz

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Krank vor Schmerz

Schmerzen sind ein Alarmsignal des Körpers. Wer sie dauerhaft hat, leidet oft erheblich. Wie Schmerz entsteht, was Sie tun können

Schmerzen quälen, martern, klopfen, pochen oder stechen. Manchmal bohren sie, brennen, drücken, kribbeln oder elektrisieren. Viele Wörter eignen sich, um Schmerzen zu beschreiben, denn jeder fühlt und erlebt sie anders. Trotz der Vielfalt der Begriffe findet sich eine Gemeinsamkeit: Schmerz erfüllt eine Funktion. Er signalisiert: „Vorsicht, hier stimmt etwas nicht.“

Denn normalerweise schmerzt es, wenn dem Körper Schaden droht – durch äußere Einflüsse oder Erkrankungen. Wie wichtig diese Funktion ist, lässt sich an jenen Menschen erkennen, die Schmerzen gar nicht oder kaum wahrnehmen. Beispiel Diabetes: Schreitet die Zuckerkrankheit voran, funktionieren die Nerven in den Füßen oft nicht mehr. Eine solche Polyneuropathie kann die Füße schmerzunempfindlich machen, zu deformierten Zehen sowie chronisch infizierten Wunden führen.

Wie Schmerz entsteht

Das Alarmsignal Schmerz nimmt seinen Ausgang in Haut und Organen. Dort verfügt der menschliche Körper über spezielle Fühler, die Nozizeptoren. Sie senden elektrische Impulse aus, wenn sie Kälte, Hitze, Strom, bestimmten chemischen Stoffen oder hohem Druck ausgesetzt sind. Oder bei Verletzungen. Die Signale der Nozizeptoren werden über spezielle Schmerzfasern ins Rückenmark weitergeleitet und dort verarbeitet.

Über die Schaltstelle im Rückenmark können Reflexe ausgelöst werden: Beispielsweise aktiviert sie jene Muskeln, die die Hand von der heißen Herdplatte ziehen. Dabei nimmt der Betroffene noch keinen bewussten Schmerz wahr. Das geschieht erst, nachdem die Signale vom Rückenmark ins Gehirn gelangt sind und dort mehrere Kontrollinstanzen in Hirnrinde, Zwischenhirn und Hirnstamm angeregt haben.

Was die Schmerzwahrnehmung beeinflusst

Die vielen Verschaltungen und Verarbeitungsprozesse beeinflussen die Wahrnehmung akuter Schmerzen. Dabei spielt nicht nur der aktuelle Gemütszustand eine Rolle. Von großer Bedeutung sind bisherige Schmerzerfahrungen. Denn diese Informationen verändern jene Nervenzellen von Gehirn und Rückenmark, die eintreffende Impulse hemmen oder verstärken und damit die Wahrnehmung beeinflussen. Welche Macht diese unzähligen Sachbearbeiter des Schmerzes haben, zeigt sich nicht zuletzt in Ausnahmesituationen: Verletzen sich beispielsweise Sportler während eines Wettkampfs, spüren sie – selbst bei schwerwiegenden Verletzungen – oft keinen Schmerz. Erst nach der Belastung machen sich die Beschwerden bemerkbar.

Verletzungen der Haut oder der Schleimhaut, Muskeltraumen, Prellungen, Knochenbrüche oder auch Operationen aktivieren die Schmerzfühler im Gewebe und erzeugen sogenannte somatische Schmerzen. Liegt die Ursache in einem Organ, bezeichnen Ärzte die Beschwerden als viszerale Schmerzen. Das ist beispielsweise bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, bei Tumoren oder einem Herzinfarkt der Fall. Akute Schmerzen erfordern oft Sofort-Maßnahmen: Ein verstauchter Knöchel gehört beispielsweise entlastet, gekühlt, mit einem Verband versehen und hochgelagert (PECH-Regel). Eine Wunde am Finger sollte je nach Art und Größe desinfiziert und mit einem Pflaster oder Verband versorgt werden.

Wenn Schmerzen chronisch werden

Nicht immer verschwinden Schmerzen wieder. Bisweilen bleiben sie für Wochen, Monate oder sogar Jahre – oder sie kommen in regelmäßigen Abständen wieder.

„Die Ursachen chronischer Schmerzen unterscheiden sich erheblich“, sagt Professor Christoph Maier, Leiter der Abteilung für Schmerzmedizin am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum. Manchmal beruhen sie auf einer Dauerreizung der Schmerzfühler (Nozizeptor-Schmerz). Dies ist bei bestimmten chronischen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis, Wundschmerzen oder Bauchkrämpfen (Koliken) der Fall.

Neuropathischer Schmerz

Auch Schäden an jenen Nervenfasern, die Schmerzsignale weiterleiten, können für Dauerschmerzen verantwortlich sein. Werden die Fasern an einer Stelle beschädigt oder zusammengedrückt, büßen sie ihre Funktion ein und senden ständig Impulse. Diese neuropathischen Schmerzen beschreiben die Betroffenen als kribbelnd, elektrisierend oder einschießend. Oft fällt es schwer, den Schmerz exakt zu orten. Denn die beschädigten Nerven liefern falsche Informationen.

Sie täuschen den Betroffenen, sodass es ihn oft gar nicht an der eigentlichen Stelle schmerzt, sondern woanders. Ein extremes Beispiel sind Phantomschmerzen nach einer Amputation: Hier empfinden die Patienten Schmerzen in einem Körperteil, das nicht mehr da ist. Neuropathische Schmerzen können auch im Verlauf einer Zuckerkrankheit auftreten (diabetische Neuropathie), bei Bandscheibenvorfällen sowie nach Nervenentzündungen wie einer Gürtelrose (Herpes zoster) oder nach einem Schlaganfall.

Bei vielen Krankheitsbildern überlagern sich Nozizeptor-Schmerz und neuropathische Schmerzen. Das gilt insbesondere für Tumorschmerzen.

Fehlsteuerungen und psychische Belastungen

Als weitere Ursache chronischer Schmerzen kommen Fehlsteuerungen infrage. Beispiel Rückenschmerzen: Diese beginnen oft mit der Funktionsstörung eines Muskels, einer Muskelverspannung. Die sorgt für weitere Verspannungen, was die Schmerzen wiederum verstärkt. Dem Komplexen Regionalen Schmerzsyndrom (Morbus Sudeck) liegt ein Steuerungsfehler des vegetativen Nervensystems zugrunde. Bei Migräne-Attacken ist wohl der Blutfluss im Gehirn, bei Spannungskopfschmerzen vermutlich die Funktion der Nackenmuskulatur gestört.

Für manche chronischen Schmerzen wiederum lässt sich trotz aller Untersuchungen und Tests keine plausible Erklärung finden. Das gilt vor allem für einige Formen anhaltender Magen-Darm-Beschwerden, Herz- oder auch Kreuzschmerzen. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, psychische Belastungen sowie Stress im beruflichen und privaten Umfeld als Ursache heranzuziehen (psychosomatischer Schmerz).

Das „Schmerzgedächntis“

Bei manchen Patienten verselbstständigt sich der Schmerz und wird zu einem eigenen Problem. Ärzte sprechen von Chronifizierung, Patienten oft vom Schmerzgedächtnis. Der populäre Begriff dient dazu, jene biochemischen und physiologischen Veränderungen an Rezeptoren im Rückenmark und Gehirn zu beschreiben, die Dauerschmerzen hervorrufen. Doch anders als von vielen Patienten vermutet, geht es bei einer effektiven Schmerztherapie nicht darum, die Veränderungen im Gehirn rückgängig zu machen und damit das angeblich vorhandene Schmerzgedächtnis zu löschen. Vielmehr sollen die Betroffenen vor allem lernen, mit den Schmerzen zu leben und mit der Angst vor ihnen umzugehen.

Als hilfreich hat sich ein multimodaler Ansatz erwiesen, bei dem die Therapie auf verschiedenen, individuell abgestimmten Pfeilern ruht. Dabei kommen neben Medikamenten (Schmerzmitteln) auch psychotherapeutische Verfahren (verhaltenstherapeutische Ansätze, Einzel- und Gruppentherapien, Entspannungsverfahren), Physiotherapie (zum Beispiel Massagen, Krankengymnastik, Lymphdrainage, Wärme- und Kältereize, Strom), Sport– und Ergotherapie sowie komplementäre Verfahren (zum Beispiel Phytotherapie, Akupunktur) zum Einsatz.

Hinweis: Wir übernehmen keine Verantwortung für die angegebenen Verlinkungen, die im Text der apothekenumschau.de angegeben sind. Bitte Verlinkungen immer mit Vorsicht benutzen und auf die tatsächliche Zieladresse in der Statusleiste (meistens unten) achten.
(Quelle: Dr. Ralph Müller-Gesser / www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 12.06.2014, erstellt am 07.09.2009)

Dringender Hilferuf für eine Betroffene

Liebe CRPS-Betroffene und Angehörige,

ich möchte heute kurz von einer CRPS Betroffenen aus dem Ruhrgebiet berichten. Sie hat sich den Sudeck am Fuß und ist dadurch sehr stark im Gehen eingeschränkt, da ihr Fuß sich oft stark verfärbt, anschwillt und eine sehr starke Berührungsempfindlichkeit hat. Sie hat fünf Kinder, die sie jetzt auch alleine versorgen muß, da sie seit Kurzem alleinerziehend ist. Trotz der Krankheit und vor allem trotz der Schmerzen, muß sie den Haushalt schmeissen, in der Küche stehen um ihr Kinder zu versorgen, muss einkaufen, muss sich um die Termine der schulpflichtigen Kinder kümmern, und die lokalen Ärzte sind wie so oft eher weniger hilfreich. Unglücklicherweise oder auch passenderweise hatte sie vor längerer Zeit eine Ausbildung zur Ergotherapeutin angefangen, die sie leider niemals beenden konnte. Nun steht sie relativ alleine da, muss sich um diverseste Anträge kümmern und mit der „servicefreundlichsten Krankenkasse Deutschlands“ rumschlagen, weil man ihr nicht einmal eine Haushaltshilfe oder auch eine (Mutter&Kind)Kur zugesteht. Als ich ihre Geschichte gehört habe – die sich abgesehen vom Kindersegen der Erlebnisse vieler von uns nicht unähnlich ist – war ich erst einmal sprachlos über die Stärke dieser Frau mit dieser schwerwiegenden chronischen Krankheit und konnte ihr nur pausenlos meinen Respekt zollen. Nun spitzt sich die Situation bei Ihr besonders stark zu, sie steht vor dem Hartz IV-Antrag und hat keinerlei professionelle Unterstützung. Ich weiß, dass viele von uns vielleicht in der selben Situation stehen, aber dennoch ist es mir wichtig, hier einmal einen Aufruf zum Zusammenhalt in der Gruppe und auch im Netzwerk zu starten.

Wenn viele von uns vielleicht auf einen Minimalbetrag verzichten können, wäre es für sie möglich, sich vom VDK vertreten zu lassen. Bei Anträgen zur Rente, Schwerbehinderung, Sozialleistungen usw. können so viele Fehler gemacht werden. Daher sollte jeder zumindest einen Fachmann dabei haben.

Natürlich sind der Betroffenen auch Kontakte zu anderen CRPS Betroffenen wichtig. Eine Kontaktaufnahme könnt Ihr über die Administration starten. Ich werde alle Nachrichten an (koeln@crps-nrw.de) direkt an die Betroffene weiterleiten. Es gibt eine Möglichkeit einfach über Paypal zu spenden oder auch eine Überweisung zu tätigen.

Für die Spende mit PayPal, einfach auf den ersten Button klicken. (Voraussetzung ist ein vorhandenes PayPal-Konto, oder im Zahlvorgang dafür registrieren)

Für die Überweisung können nachfolgend die Bankdaten angezeigt werden. Bitte als Verwendungszweck unbedingt »Stern 2014« angeben, damit die Spende auch zweckgebunden genutzt werden kann.

ueberweisen

(Hinweis: Die unter dem Stichwort »Stern 2014« gehen ausschliesslich und abzugsfrei an die besagte CRPS Betroffene. Im Namen der »CRPS NRW Morbus Sudeckselbsthilfegruppe Nordrhein-Westfalen«, des »CRPS Netzwerk – Gemeinsam stark.« sowie natürlich auch der Betroffenen möchten wir bereits jetzt vielen herzlichen Dank sagen. Da unsere Selbsthilfegruppe sowie das CRPS Netzwerk noch kein eingetragener Verein ist (in Vorbereitung), können wir leider noch keine Spendenbescheinigungen nach § 10b EStG ausstellen. Für jede freiwillige Zahlung erstellen wir aber einen Zahlungsnachweis, der in der Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Sonderausgabe angegeben werden kann.)

Ärztezeitung: Medikation bleibt Einstellungssache

Schmerzen

Medikation bleibt Einstellungssache

Schmerzmediziner schlagen Alarm: Die Austauschpflicht für Opioide schadet vielen Patienten. Der GBA lässt sich Zeit damit, sie auf die Substitutionsverbotsliste zu setzen.
BERLIN. Schmerztherapeuten und Patienten mit chronischen Schmerzen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Seit Jahren fordern medizinische Fachverbände und Patientenorganisationen ein Austauschverbot für stark wirksame Opioid-Analgetika. Bislang ohne Erfolg. Und das, obwohl sich in der vergangenen Legislaturperiode sowohl der Petitionsausschuss als auch der Gesundheitsausschuss des Bundestages dafür ausgesprochen haben.

Mehr als 80 Prozent der Umstellungen erfolgten aus rein ökonomischen Gründen, sagte Birgitta Gibson, Vizepräsidentin der Deutschen Schmerzliga, am Dienstag in Berlin.

[…]

→ Zum kompletten Artikel: https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/arzneimittelpolitik/default.aspx?sid=862378&cm_mmc=Newsletter- _-Newsletter-C-_-20140604-_-Arzneimittelpolitik

Quelle: Gesundheitsnachrichten der Deutschen Schmerzliga e.V.

Neue Therapieoption auf dem Prüfstand

Neue Therapieoption auf dem Prüfstand

s1
Weniger los in S1: Bei CRPS-Patienten geht die Schmerzreduktion nach einer Kombi-Therapie von Opioid und dem Wirkstoff Memantin einher mit einer geringeren Aktivität in einer S1 genannten Hirnregion. Diese spielt bei der Schmerzverarbeitung von CRPS-Patienten eine Rolle.

Eine Therapie, bei der ein Opiod mit dem Wirkstoff Memantin kombiniert wird, scheint die Schmerzen bei dem kurz CRPS genannten »Komplexen regionalen Schmerzsyndrom« besser lindern zu können als eine reine Opiodbehandlung. Das berichtet ein Team von Psychologen und Ärzten von den Universitäten Tübingen, Mannheim und Greifswald im internationalen Fachblatt PAIN.
Die Wissenschaftler hatten Patienten mit einem CRPS an der Hand in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe erhielt ein Opioid zusammen mit Memantin, einem Arzneimittel, das zur Behandlung der Alzheimerkrankheit zugelassen ist, das aber auch die Ausbildung des Schmerzgedächtnisses hemmen soll. Die andere Gruppe wurden ebenfalls mit Opioiden behandelt, erhielt aber an Stelle von Memantin ein Scheinmedikament (Placebo). Bei jenen Patienten, die die Kombinationstherapie bekamen, sank die Schmerzstärke – gemessen mit einer 0 (=kein Schmerz) bis 10 (=stärkste Schmerzen) reichenden Skala – im Schnitt von 5 auf 1 in Ruhe und von 8 auf 2 bei Bewegung der betroffenen Hand. Bei einer reinen Opioidbehandlung verminderte sich die Schmerzstärke in Ruhe hingegen von nur 6 auf 4 und blieb bei Bewegungen unverändert. Die Forscher untersuchten bei den Patienten mittels funktioneller Kernspintomographie auch die Reaktion des Gehirns auf die Behandlung. Resultat: Die verminderte Schmerzstärke nach der Kombi-Therapie ging einher mit einer reduzierten Aktivität in einer Hirnregion, die bei der Schmerzverarbeitung von CRPS-Patienten eine Rolle spielt. CRPS, früher auch »Morbus Sudeck« genannt, kann ach Verletzungen an Gliedmaßen auftreten, Symptome: Durchblutungsstörungen, Ödeme, Hautveränderungen, Schmerzen und Funktionseinschränkungen.

Quelle: NOVA – dem Magazin Deutsche Schmerzliga

Galileo Training

Galileo Training / Vibrationstraining

Da beim CRPS die Hand / der Fuß irgendwann nicht mehr beweglich ist bzw. die leichteste Bewegung zu Schmerzen führt, kann man mithilfe des Galileo Vibrationstraning und einem gleichnamigen Trainingsgerät versuchen, kleine Bewegungen wieder möglich zu machen.

Und bei einem längefristigen Training kann man so möglicherweise auch wieder größere Bewegungen ermöglichen. Gleichzeitig werden bei dieser Vibrationstechnik auch vergessene bzw. verkürzte  zurück aktivieren.

Das Gerät besteht zumeist aus einer Rüttelplatte, auf den der Fuß / die Hand aufgelegt / aufgestellt wird. Das kann anfangs nur ein ganz leichtes Auflegen sein und später sicher auch eine komplette Auflage sein.

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Die Firma Galileo biete seit über 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen bildgebende Verfahren für die Analyse von Muskel und Knochen über die Bewegungsanalyse und Leistungsdiagnostik bis hin zu effektivem Muskeltraining.

Unser ganzheitlicher Ansatz reicht von der Diagnose bis zur Therapie rund um den Themenkreis Muskel und Knochen.

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Externer Link

 

Graded Motor Imagery – Verbesserung der Seitenerkennung

In Australien wurde im Rahmen der Ergo- bzw. auch Spiegeltherapie die sogenannte Graded Motor Imagery (GMI) / Seitenerkennung oder Lateralitätserkennung entdeckt. Hierbei wird das Gehirn trainiert, um eine veränderte oder verloren gegangene Fähigkeit der Seitenerkennung zu verbessern oder wieder herzustellen.

Normalerweise erkennt das Gehirn sofort um welche Hand es sich handelt, wenn wir die Hand- oder Fussposition oder -bewegung einer anderen Person imitieren wollen. Bei Personen mit schmerzvollen Extremitäten-Problemen verursachen oftmals schon einfache Übungen Schmerzen, wenn das Gehirn die Verwendung der richtigen Seite nicht mehr erkennen kann.

Da das Gehirn veränderbar ist und Dinge (wieder er-)lernen kann, gibt es das Recognise Lateritäs-Erkennungsprogramm(TM) mit Zeigekarten und auch online.

Kurzes Dossier zur Wirksamkeit des GMI (englisch)

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Hier wird schrittweise mit den Karten die Seitenerkennung des Gehirns traniert. Zur Anwendung gibt einfache Übungen mit reiner Erkennung, Erkennungszeit und auch in diversen Lernspielen.

 

Es gibt noch eine interessante Übungsanweisung, die ich von der Erotherapie erhalten habe.

→ Direkter LInk zur Datei »Vorgehensweise des „Graded Motor Imagery“ Trainings«

 

Der Anbieter in Australien ist zu finden unter
www.gradedmotorimagery.com und www.noigroup.com

Den Lernkartensatz mit 48 Karten, einem kleinen Übungsbuch und einem Übungsstift ist für 69,90 € zu beziehen beim AFH-Webshop

Die genannte Onlineversion wird im Beitrag IPhone-App II vorgestellt.

Histamat-Matte

Der Histamat kann akute und chronische Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule und der Extremitäten lindern. Der Effekt durch den Druck der speziell entwickelten Reizelemente auf die Oberfläche der Haut, dies wird entweder durch das eigene Körpergewicht oder durch lokalen Druck erreicht.

Dirk-Stefan Droste: Ich wurde durch meine Ergotherapeutin darauf aufmerksam gemacht und habe mir gleich so eine Matte bestellt. ich nutze sie in Kombination mit der Spiegeltherapie am gesunden Fuss oder bei einer Schmerzattacke um mir einen Schmerzreiz in der Hand zu setzen und so gegen die Schmerzen anzuarbeiten, das immer in Verbindung mit Entspannungsübungen und Atemtechniken. Darüber hinaus nutze ich im Alltag auch einen Anti-Stress-Ball oder einen Igelball bei Schmerzattacken, den ich immer bei mir habe.

Die Matte kann in verschiedenen Größen (kleine Matte ca. 16 Euro) u.a. erworben werden bei:

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Pyrmonter Straße 5032676 Lügde
Tel. 05281 98712-63Fax 05281 98712-64

www.AFH-Webshop.de

 

Dirk-Stefan Droste: Was mir bei meinem CRPS im Fuß selbst auch hilft, ist anstelle des Barfusslaufens, am gesunden Fuß eine adidas Massagesandale „Santiossage“ zu tragen. Diese ständige Reizgebung macht sich irgendwann auch am kranken Fuß bemerkbar. Probiert’s mal aus…