Neue Selbsthilfegruppe »CRPS Berlin« gegründet

In unserer Hauptstadt Berlin leben etw 3,4 Millionen Menschen. Wenn man sich vorstellt, wieviele davon ebenfalls an CRPS leiden, wurde es Zeit, dass sich endlich mal jemand darum kümmert…

Und so hat in Berlin gerade eine neue Selbsthilfegruppe zur Krankheit Morbus Sudeck / CRPS / RSD aufgemacht.

Diese Gruppe ist die erste Selbsthilfegruppe im CRPS Netzwerk, die vom Netzwerk geleitet wird. Der Grund dafür ist, dass die Betroffene vor Ort, trotz ihrer CRPS Erkrankung an der Hand, ein Bachelor- und Masterstudium absolviert hat und anschließend wieder berufstätig sein wird. Sie hat entschieden, dass sie ihre Krankheit erst einmal nicht bekannt geben und den Moment einer Bekanntgabe ihrer Krankheit gerne selbst wählen möchte. So hat sie ein paar Regeln und Vorgaben für eine Selbsthilfegruppe im Netz zusammengesucht, hat die anderen Gruppenleiter nach Tipps und Hinweisen gefragt und hat dann mithilfe ihrer lokalen Selbsthilfekontaktstelle www.sekis-berlin.de ihre eigene gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppe gegründet.

Da es für Berlin noch keine eigenständige Webseite gibt, wurde ein Platzhalter unter berlin.sudeckselbsthilfe.eu bzw. berlin.crps-netzwerk.de eingestellt mit einem Countdown bis zum tatsächlichen Webauftritt der neuen Selbsthilfegruppe in Berlin.

crps berlin logo

Die neue CRPS Berlin Morbus Sudeckselbsthilfegruppe für Berlin und Umland bisher wie folgt zu erreichen:

telefonisch über die lokale Rufnummer +49 (0)3379 35 92 579 oder die CRPS Hotline +49 (0)221 355 33 83 971

per Email über die Adresse berlin@sudeckselbsthilfe.eu

oder über das Kontaktformular auf der Webseite berlin.sudeckselbsthilfe.eu bzw. berlin.crps-netzwerk.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Morbus Sudeck – Krankheit oder Irrtum?

Morbus Sudeck

Krankheit oder Irrtum?

Annegret Dreyer

Alster-Drift-Verlag

ISBN 3000141693

»Annegret Dreyer wurde 1941 in Hamburg geboren. lhr Leben verlief wie das anderer mit Höhen und Tiefen, mit Freude und Hoffnungen. Also ganz normal. Bis zu jenem Tag, an dem sie sich bei einem Sturz den Arm brach und sich alles änderte. Die Aufzeichnungen der Autorin beschreiben ihren Leidensweg seit ihrer Erkrankung an Morbus Sudeck und den Umgang mit dieser Krankheit. Um Hilfe zu bekommen, suchte sie Betroffene. Dadurch ist sie zur Ansprechpartnerin ür andere mit diesem Krankheitsbild geworden. Die von ihr gegründete Selbsthilfegruppe, zu der Morbus-Sudeck-Erkrankte aus ganz Deutschiand kommen, findet immer mehr Beachtung. Mit diesem Buch möchte die Autorin den Betroffenen Mut machen, sich über Morbus Sudeck eingehend zu informieren und bei der Wahl der möglichen Behandlungsmethoden sehr sorgfältig vorzugehen. Ebenso hofft sie, dass sich die Mediziner von alten immer noch bestehenden Klischees trennen, um so den an Morbus Sudeck Erkrankten vorurteiisfrei zu helfen. Vielleicht wird dann das bis heute relativ unerforscht Krankheitsbild bis in alle Einzelheiten geklärt. Aber das wird die Zukunft zeigen.«

Nachfolgend einige Links, wo man das Buch kaufen kann:

https://www.eurobuch.com/buch/isbn/3000141693.html
https://www.abebooks.co.uk/book-search/isbn/3000141693/page-1/
https://semesterbooks.de/isbn/3000141693
https://www.amazon.de/3000141693-B%C3%BCcher-Trade-In/s?ie=UTF8&keywords=3000141693&page=1&rh=n%3A771391031%2Ck%3A3000141693

Neue Therapieoption auf dem Prüfstand

Neue Therapieoption auf dem Prüfstand

s1
Weniger los in S1: Bei CRPS-Patienten geht die Schmerzreduktion nach einer Kombi-Therapie von Opioid und dem Wirkstoff Memantin einher mit einer geringeren Aktivität in einer S1 genannten Hirnregion. Diese spielt bei der Schmerzverarbeitung von CRPS-Patienten eine Rolle.

Eine Therapie, bei der ein Opiod mit dem Wirkstoff Memantin kombiniert wird, scheint die Schmerzen bei dem kurz CRPS genannten »Komplexen regionalen Schmerzsyndrom« besser lindern zu können als eine reine Opiodbehandlung. Das berichtet ein Team von Psychologen und Ärzten von den Universitäten Tübingen, Mannheim und Greifswald im internationalen Fachblatt PAIN.
Die Wissenschaftler hatten Patienten mit einem CRPS an der Hand in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe erhielt ein Opioid zusammen mit Memantin, einem Arzneimittel, das zur Behandlung der Alzheimerkrankheit zugelassen ist, das aber auch die Ausbildung des Schmerzgedächtnisses hemmen soll. Die andere Gruppe wurden ebenfalls mit Opioiden behandelt, erhielt aber an Stelle von Memantin ein Scheinmedikament (Placebo). Bei jenen Patienten, die die Kombinationstherapie bekamen, sank die Schmerzstärke – gemessen mit einer 0 (=kein Schmerz) bis 10 (=stärkste Schmerzen) reichenden Skala – im Schnitt von 5 auf 1 in Ruhe und von 8 auf 2 bei Bewegung der betroffenen Hand. Bei einer reinen Opioidbehandlung verminderte sich die Schmerzstärke in Ruhe hingegen von nur 6 auf 4 und blieb bei Bewegungen unverändert. Die Forscher untersuchten bei den Patienten mittels funktioneller Kernspintomographie auch die Reaktion des Gehirns auf die Behandlung. Resultat: Die verminderte Schmerzstärke nach der Kombi-Therapie ging einher mit einer reduzierten Aktivität in einer Hirnregion, die bei der Schmerzverarbeitung von CRPS-Patienten eine Rolle spielt. CRPS, früher auch »Morbus Sudeck« genannt, kann ach Verletzungen an Gliedmaßen auftreten, Symptome: Durchblutungsstörungen, Ödeme, Hautveränderungen, Schmerzen und Funktionseinschränkungen.

Quelle: NOVA – dem Magazin Deutsche Schmerzliga