Nachgang zum ersten Gruppentreffen in Köln am 31.1.2014

Ich möchte kurz von unserem ersten Gruppentreffen in Köln berichten. Es war eine kleine Runde von sechs Personen – ich muß sagen, ich war ein klein wenig traurig, dass es nicht mehr waren. Abgesagt haben auch nur zwei. Daher gab es einige, die es nicht einmal für nötig befunden haben, abzusagen.Aber trotzdem gibt es Positives berichten, zumal wir bunt gemischt waren von Hand- und Fuß-Betroffenen. Ich hatte sogar noch kurzfristig einen Fachgast einladen können: Carsten Hillebrand, Physiotherapeut aus Köln, der schon seit der Jahrtausendwende Sudeckpatienten behandelt. Themen waren Schwerbehindertenausweis, Grad der Behinderung (GDB) und Merkzeichen. Hier wird leider oft sehr unterschiedlich und nachteilig von den Behörden entschieden. Hilfreich kann hier der VDK sein, der in der Vertretung chronisch Erkrankter gute Unterstützung leistet.
Carsten hielt ein kleines Referat, wie sich die Sudeckbehandlung über die Jahre verändert hat. Noch bis vor Kurzem (1-2 Jahre) durften die Patienten nie über ihren Sudeck informiert werden. Heute dagegen soll man eher aggressiv damit umgehen und den Patienten die ganze Wahrheit sagen. Aber was kann hier die Begründung sein? Ist es wie in der Krebsbehandlung? Dort wird auch nicht vom „Krebs“ gesprochen…
Weiterin gab es das Thema multimodale/interdisziplinäre Behandlung/Versorgung. Eine Frage in die Runde zeigte, dass es eher selten dazu kommt, obwohl die Leitlinie als Behandlung Nummer 1 davon spricht. Leider behandelt meist der Orthopäde für sich selbst, man sieht vielleicht ab und an einen Schmerztherapeuten, der sein Glück versucht, und man geht zur Physiotherapie und oder auch zur Ergotherapie. Die Therapeuten sehen in die Karte, wenn man kommt, macht 45 Minuten eine Behandlung nach Leitlinie und dann wird man wieder entlassen, als Patient Nr. xxx. Und beim nchsten Mal gehts mit dem Leitlinienprogramm weiter. Hier macht sich niemand mal einen Gedanken, was für diesen Patienten genau am besten passt und ob auch vielleicht zu Hause bis zum nächsten Termin etwas getan werden kann, quasi Hausaufgaben. Wir haben später nochmal über die Psychotherapie separat gesprochen, aber die gehört auch als wichtiger Teil zur multimodalen Behandlung. Zum einen weil der Sudeck doch auch eine Kopfsache ist und weil man manchmal nicht mehr weiss, wie man mit dem Schmerz und der Krankheit umgehen soll. Aber alle bestätigten, dass jeder so sein eigenes Ding macht. Ich kann selbst von meinen Physio- und Ergotherapeuten positiv sprechen, weil die sich auch einen Gedanken um meinen speziellen Sudeck machen und mir so eine ganz spezielle Therapie zukommen lassen. Zur Psychotherapie befragt, kam auch nur meist heraus, dass es auch eine Kostenfrage ist. Nicht jeder kann es selbst bezahlen, oder auch nicht die Kostenerstattung nutzen. Und es ist oft schwierig, überhaupt einen geeigneten Psychotherapeuten zu finden und die Chemie muss ja auch noch stimmen. Daher lassen viele es dann ganz sein, oder suchen sich tot und rufen shcon mal 60 Therapeuten an, um dann doch keinen zu finden….
Zum Organisatorischen konnte ich nochmal die Terminplanung im Wechsel mit Bremen vorstellen, auch wenn es für manchen aus dem Süden doch weiter ist bis Bremen. Dafür wurde die NRW-Gruppe gelohnt, weil es jetzt nicht mehr so weit ist. Weiterhin wurde der CRPS-SOS-Ausweis vorgestellt, und die Pläne zum bundesweiten SudeckSelbsthilfeNetzwerk wurden kurz angesprochen.
Nach dem Treffen haben wir dann alle gemeinsam noch die kleine Entfernung von 500 Metern zu Fuß, auf Krücken oder im Rolli aufgenommen, und sind im MyIndigo eingekehert, einer neuen interessanten Restaurantsidee: hier ist alles frisch, man stellt sich selbst etwas zusammen (Nudeln, Reis, Suppen, Salate, Sushi, Desserts) und kombiniert nach eigenen Wünschen. Und die Preise sind sehr moderat niedrig. ich glaube, das kann eine dauerhafte Location für uns werden….

Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis

Was die Zeichen G, aG, B, H, BL, 1. Kl., GL, RF und T bedeuten

Auf dieser Seite bekommt man einen ersten Überblick über die Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis. Außerdem werden die Nachteilsausgleiche aufgezeigt, die man beantragen kann, wenn die Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis eingetragen sind.

Weitere Informationen zu den Nachteilsausgleichen findet man auf speziellen Seiten der jeweiligen Stadtverwaltung.

Bitte beachte, dass die Informationen auf diesen Seiten eine persönliche Beratung nicht ersetzen können.

Merkzeichen G
Dieses Merkzeichen erhält man im Schwerbehindertenausweis, wenn man gehbehindert ist. Das bedeutet, dass man nur noch kurze Wege laufen kann.
Dies kann auch bei einer Beeinträchtigung durch erkrankte innere Organe, einem Anfallsleiden oder wenn die Fähigkeit sich zu orientieren gestört ist, der Fall sein.
Mit dem Merkzeichen G kann man folgende Nachteilsausgleiche beantragen:

  • Beiblatt mit Wertmarke zur kostenlosen Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln gegen Zahlung eines Eigenanteils

Merkzeichen aG
Voraussetzung für dieses Merkzeichen ist eine außergewöhnliche Gehbehinderung. Damit ist gemeint, dass man sich außerhalb eines Autos nur mit großer Anstrengung oder fremder Hilfe bewegen kann. Dies gilt bei Lähmungen der Beine, Amputationen an beiden Beinen sowie schweren Herzschäden und Erkrankungen der Atemwege.

Mit dem Merkzeichen aG kann man folgende Nachteilsausgleiche beantragen:

  • Mobiltätshilfe
  • Beiblatt mit Wertmarke zur kostenlosen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gegen Zahlung eines Eigenanteils
  • Parkausweis für öffentliche Behindertenparkplätze
  • Einrichtung eines persönlichen Behindertenparkplatzes
  • Kraftfahrzeugsteuerbefreiung
  • Fahrten mit dem Auto in der Umweltzone ohne gültige Plakette
  • steuerliche Absetzbarkeit von Fahrkosten

Merkzeichen B
Wenn man regelmäßig auf eine Begleitperson angewiesen ist, kann man das Merkzeichen „B“ im Schwerbehindertenausweis beantragen. Dieses bekommt man, wenn man

  • querschnittgelähmt ist
  • beide Hände nicht nutzen kann
  • erblindet oder stark sehbehindert ist
  • geistig behindert ist
  • anfallskrank ist
  • stark schwerhörig oder ertaubt ist oder eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit hat und im Schwerbehindertenausweis deshalb das Merkzeichen „G“ eingetragen wurde.

Mit dem Merkzeichen „B“ können Sie folgende Nachteilsausgleiche beantragen:

  • kostenlose Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln für eine Begleitperson
  • Ermäßigungen bei Eintrittsgeldern für eine Begleitperson
  • steuerliche Absetzbarkeit von Reisekosten, die durch eine Begleitperson entstanden sind

Merkzeichen H
Dieses Merkzeichen erhalten Sie, wenn man dauerhaft fremde Hilfe für alltägliche Tätigkeiten braucht. Das Merkzeichen „H“ ist deshalb die Abkürzung für hilflos. Zu den Menschen mit Behinderungen, die als hilflos gelten, gehören:

  • Blinde und hochgradig Sehbehinderte
  • Querschnittsgelähmte
  • Menschen die von Armen/Händen und Beinen/Füßen mindestens zwei nicht nutzen können
  • Hirngeschädigte, Anfallskranke und Menschen mit geistiger Behinderung, wenn der Grad der Behinderung mit 100 Prozent bewertet wurde.

Mit dem Merkzeichen „H“ kann man folgende Nachteilsausgleiche beantragen:

  • Beiblatt mit Wertmarke zur kostenlosen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ohne Zahlung eines Eigenanteils
  • Kraftfahrzeugsteuerbefreiung
  • Parkerleichterung durch Ausnahmegenehmigung
  • steuerliche Absetzbarkeit von Fahrkosten

Außerdem kann es sein, dass man Anspruch auf Leistungen zur häuslichen Pflege habt. Das Merkzeichen „H“ ist hierfür aber keine Voraussetzung.

Merkzeichen BL
Dieses Merkzeichen erhalten Blinde in ihrem Schwerbehindertenausweis. Auch als stark Sehbehinderter kann man es bekommen, wenn man auf dem besseren Auge nicht mehr als 2 Prozent sehen kann. Damit kann man Hilfen bekommen, um sich in fremder Umgebung zurecht zu finden.

Mit dem Merkzeichen „BL“ kann man folgende Nachteilsausgleiche beantragen:

  • Beiblatt mit Wertmarke zur kostenlosen Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ohne Zahlung eines Eigenanteils
  • Kraftfahrzeugsteuerbefreiung
  • Parkausweis für öffentliche Behindertenparkplätze
  • Einrichtung eines persönlichen Behindertenparkplatzes
  • Fahrten mit dem Auto in der Umweltzone ohne gültige Plakette
  • erhöhter Freibetrag bei der Einkommenssteuer
  • Rundfunkbeitragsbefreiung, nur wenn gleichzeitig das Merkzeichen GL eingetragen ist
  • Sozialtarif für einen Telefonanschluss der Deutschen Telekom AG

Wenn einem das Merkzeichen „BL“ zuerkannt wurde, wird man zu dem Personenkreis gehören, dessen Anträge auf Blindengeld Aussicht auf Genehmigung haben. Das Merkzeichen „BL“ ist hierfür jedoch keine Voraussetzung.

Merkzeichen GL
Das „GL“ wird im Ausweis eingetragen, wenn man gehörlos ist. Man erhält es aber auch als Schwerhöriger, wenn die Lautsprache nur schwer verständlich ist.

Mit dem Merkzeichen „GL“ kann man folgende Nachteilsausgleiche beantragen:

  • Beiblatt mit Wertmarke zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gegen Zahlung eines Eigenanteils
  • oder eine Ermäßigung der Kraftfahrzeugsteuer
  • Rundfunkbeitragsbefreiung, nur wenn gleichzeitig das Merkzeichen BL eingetragen ist
  • Sozialtarif für einen Telefonanschluss der Deutschen Telekom AG

Außerdem kann man Gehörlosenhilfe beantragen. Das Merkzeichen „GL“ ist hierfür aber keine Voraussetzung.

Merkzeichen 1. Kl.
Mit diesem Merkzeichen werden einem bei Bahnreisen die Leistungen der 1. Wagenklasse mit einem Fahrschein für die 2. Wagenklasse gewährt.

Diesen Nachteilsausgleich erhalten nur Menschen mit Behinderungen, die als Schwerkriegsbeschädigte oder Verfolgte Ansprüche im Sinne des Bundesentschädigungsgesetzes haben.

Merkzeichen RF
Das Merkzeichen ist die Abkürzung für Rundfunkbeitrag. Der mögliche Nachteilsausgleich erfolgt in Form einer Ermäßigung des Rundfunkbeitrags, die auf Antrag vom Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio gewährt wird. Außerdem ist dieses Merkzeichen die Voraussetzung für den Sozialtarif eines Telefonanschlusses bei der Deutschen Telekom AG.

Wenn es einem durch Ihre Behinderung schwer fällt, öffentliche Veranstaltungen zu besuchen, kann man das Merkzeichen „RF“ erhalten. Hierfür ist jedoch Voraussetzung, dass technische Hilfen oder eine Begleitperson keine wesentliche Erleichterung sind.

Hierzu zählen:

  • Blinde und Sehbehinderte, die nur für die Sehbehinderung einen Grad der Behinderung von mindestens 60 Prozent erhalten haben
  • Gehörlose und Schwerhörige, denen auch mit Hörhilfen eine ausreichende Verständigung nicht möglich ist
  • Menschen, die einen Grad der Behinderung von mindestens 80 Prozent haben und wegen ihrer Behinderung an öffentlichen Veranstaltungen ständig nicht teilnehmen können

Merkzeichen T
Das Merkzeichen „T“ berechtigt zum Beispiel in Berlin zur Benutzung des „Sonderfahrdienstes“ für Menschen mit Behinderungen.

Wissenswertes rund um Grad der Behinderung, Schwerbehindertenausweis, Erwerbsminderungsrente usw.

Da CRPS bis heute noch nicht ausreichend erforscht ist und man weder genaue Ursachen oder tatsächliche Auslöser dieser Krankheit kennt, bleibt einem Betroffenen meist nur ein monate- wenn nicht jahrelanger Ärztemarathon bei dem in manchen Fällen zumindest etwas gegen die Symptome aber niemals gegen die Ursachen tun kann. Da diese Krankheit oftmals den Alltag mehr oder weniger einschränkt, sollte jeder Betroffener frühzeitig über die Beantragung eines GDB (Grad der Behinderung) und den sogenannten Schwerbehindertenausweis nachdenken. Dieses Stück Papier klingt für manche Betroffene und öfter deren Angehörigen wie endgültig oder abgeschlossen. Aber im Gegenteil kann der Ausweis helfen, vielleicht eines Tages die Krankheit zu besiegen oder zumindest dauerhaft symptomfrei machen. Und aus diesem Grund kann und wird der Ausweis auf Zeit ausgestellt und nicht auf Dauer und er kann einem den Alltag ein Stück erleichtern.

Wenn man eine über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten eine sich erstreckende Gesundheitsstörung hat oder chronisch krank ist, kann man viele Hilfen beantragen oder nutzen. Hierzu benötigt man einen Schwerbehindertenausweis. Den Antrag für den Ausweis sollte man sofort stellen und nicht erst nach sechs Monaten. Im Ausweis wird der „Grad der Behinderung“ eingetragen, das heißt in welchem Ausmaß man durch die Gesundheitsstörungen beeinträchtigt ist. Die zusätzlichen „Merkzeichen“ im Ausweis geben an, welche weiteren Nachteilsausgleiche man in Anspruch nehmen kann. Das bedeutet beispielsweise, wenn man auf die ständige Benutzung eines Rollstuhls angewiesen ist, kann man das Merkzeichen „aG“ für „außergewöhnliche Gehbehinderung“ erhalten.

Bisher gab es die städtischen Versorgungsämter in jeder Stadt. Heutzutage ist die Abteilung zur Ausstellung aber meist in de Stadtverwaltung oder im Rathaus zu suchen. Hier werden die Anträge auf die Feststellung einer Behinderung entgegengenommen. Ebenso stellen die den Grad der Behinderung und die jeweiligen Merkzeichen fest. Abhängig davon kann man bestimmte Leistungen und Hilfen erhalten, zum Beispiel Freifahrt für Bus und Bahn, Parkerleichterungen oder reduzierte Steuersätze. Wenn man schon einen Schwerbehindertenausweis besitzt und diesen verlängern möchte, kann man dies dort ebenfalls machen und benötigt einen Änderungsantrag.

  • Grad der Behinderung
  • Merkzeichen im SchwerbehindertenausweisMit Inkrafttreten des Gesetzes zur Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit zum 1.1.2001 erfolgte eine Neuordnung der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit. Die bisherige „Rente wegen Berufsunfähigkeit“ ist mit der Neuregelung weggefallen. Die neue Rente wird auch EM-Rente genannt.Die Deutsche Rentenversicherung hat in ihrem „Netz für alle Fälle“ ein ausführliches Informationsportal für den Fall, dass man durch CRPS nicht mehr (volle EM) oder nur noch eingeschränkt (Teil-EM) arbeiten kann.Externer Link