Wie chronische Schmerzen sich auf Ihr Immunsystem auswirkt.

16.03.2020 BY PETER ABACI, MD

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Bei so vielen Fragen zu den Gefahren des Coronavirus (COVID-19) fragen Sie sich vielleicht, wie chronische Schmerzen die Fähigkeit des Immunsystems zur Krankheitsbekämpfung beeinträchtigen könnten.

Corona-Virus
(c) WebMD

Seitdem COVID-19 vor einigen Monaten aufgetaucht ist, haben wir gelernt, dass bestimmte Menschen dafür anfälliger sind als andere. Zu den Faktoren, die den Schweregrad der Krankheit zu erhöhen scheinen, gehören Alter, Rauchen, Geschlecht, gleichzeitig bestehende chronische medizinische Probleme, Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Diabetes und die Lungenprobleme, die Krankheiten wie COPD zugrunde liegen. Dies hat zu der allgemeinen Ansicht geführt, dass Menschen mit einem stärker geschwächten Immunsystem mit größerer Wahrscheinlichkeit die schlimmsten Coronavirus-Episoden und eine höhere Sterblichkeitsrate erfahren.

Sowohl chronische Schmerzen als auch anhaltender Stress können die Immunfunktion beeinträchtigen. Nach früheren Untersuchungen an Labormäusen der McGill-Universität können chronische Schmerzen die Funktionsweise der Gene im Immunsystem neu programmieren. Tatsächlich scheinen chronische Schmerzen Veränderungen in der Art und Weise zu bewirken, wie die DNA in speziellen Immunzellen, den so genannten T-Zellen, markiert wird. Es ist zwar unklar, wie sehr sich diese Veränderungen auf die Fähigkeit dieser T-Zellen zur Infektionsbekämpfung auswirken, aber es scheint eine starke Verbindung zwischen chronischen Schmerzen und Veränderungen der DNA-Marker bei diesen wichtigen Infektionsbekämpfern zu bestehen.

Die Erfahrung anhaltender Schmerzen kann sicherlich eine Stressreaktion auslösen, und wenn der Schmerz chronisch bleibt, kann dies zu einem Zustand von Langzeitstress im Körper führen. Stellen Sie sich die Stressreaktion als eine Kombination aus neurologischen, endokrinen und Immunsystemveränderungen vor, die zusammenkommen, um dem Körper zu helfen, eine Art von wahrgenommener Gefahr oder Bedrohung abzuwehren. Wenn die Stressreaktion andauert, dann beginnen die Spiegel des Hormons Cortisol zu steigen. Langfristige Erhöhungen des Cortisolspiegels sind mit einem Rückgang der Funktion des Immunsystems verbunden. So wurde beispielsweise festgestellt, dass ältere Pflegepersonen geringere Mengen an Immunzellen wie Lymphozyten haben, die Wundheilungszeiten langsamer sind und anfälliger für Virusinfektionen sind.

Auch Patienten mit schmerzhaften Autoimmunerkrankungen wie Lupus oder rheumatoider Arthritis, die mit immunsuppressiven Medikamenten behandelt werden, haben ein höheres Infektionsrisiko. Immunsuppressiva hemmen naturgemäß die natürliche Immunantwort des Körpers.

Chronische Schmerzen können auch mit anderen chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht werden, die ebenfalls die Wirksamkeit des Immunsystems beeinträchtigen. Mit Schmerzen verbundene Faktoren wie die Stressreaktion und längere Inaktivität können zu Veränderungen im Körper führen, die den Blutdruck erhöhen und die Gewichtszunahme fördern, die wiederum zu Risikofaktoren für die Entwicklung von Herzerkrankungen, Schlaganfällen, Diabetes und anderen chronischen Krankheiten werden. Tatsächlich haben Studien ergeben, dass die Inzidenz von Herzerkrankungen bei Menschen mit chronischen Schmerzen deutlich höher ist.

Um die Auswirkungen von Schmerzen auf Ihr Immunsystem zu begrenzen, sollten Sie alles tun, was Sie können, um die Stressreaktion Ihres Körpers zu verringern. Erwägen Sie, ein überängstliches Nervensystem durch einfache Entspannungstechniken wie Atemübungen, Meditation, sanftes Yoga zu beruhigen, oder lernen Sie vielleicht spezielle Techniken von einem Psychologen oder Therapeuten. Andere Möglichkeiten, Stress zu verringern, sind Sport, frische Luft, ein lustiger Film und das Herausziehen des Netzsteckers aus dem Gerät.

Verlassen Sie sich auch nicht nur auf Ihr Immunsystem – unternehmen Sie Schritte, die das Risiko, dem Virus ausgesetzt zu werden, von vornherein minimieren:

Waschen Sie Ihre Hände – oft – für mindestens 20 Sekunden mit Seife.
Vermeiden Sie es, Ihren Mund, Ihre Nase und Ihre Augen zu berühren.
Reinigen und desinfizieren Sie die Oberflächen in Ihrem Haus und im Auto.
Üben Sie soziale Distanzierung. Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause, fern von öffentlichen Plätzen und Menschenmengen.
Und vergessen Sie nicht, die praktischen Schritte zu üben, die Ihr Immunsystem am besten funktionieren lassen: Essen Sie gut, versuchen Sie, viel zu schlafen, und bleiben Sie aktiv.


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Quelle: WebMD (English)

Gruppenleitertreffen Kassel 2020 abgesagt/verschoben

Gruppenleitertreffen abgesagt

Das diesjährige bundesweite Gruppenleitertreffen in Kassel ist wegen der Corona-Epidemie abgesagt worden. Unsere Landesgruppe Hessen hofft nun, einen Ersatztermin zu finden.

Das Gruppenleitertreffen Kassel 2020 ist wegen der Corona-Situation abgesagt worden. Das teilte die Landesgruppe CRPS Hessen am Donnerstag mit. Das jährliche Austausch- und Strategietreffen sollte dort vom 21. bis 23. März stattfinden. Die Absage wurde nach Angaben der Gruppenleiterin in enger Abstimmung mit Bundesverband in Köln getroffen.

„Unsere Verpflichtungen, die weitere schnelle Verbreitung des Virus mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern, zwingen uns zur Absage“, sagte Marion-Sybille Burk, Leiterin der Landesgruppe in Weiterstadt in einer E-Mail an alle Beteiligten. Nun wird mit Hochdruck ein neuer Termin in diesem Jahr gesucht, um dieses wichtige Treffen aller Gruppenleiter*innen des CRPS Netzwerk gemeinsam stark. nachzuholen. „Natürlich weiss niemand, wie lange die Corona-Situation anhält und wie lange keine Veranstaltungen verboten bleiben. Wir werden über Neuigkeiten berichten.“, so Burk weiter.

Mitgliederversammlung aufgrund der Corona-Situation abgesagt/verschoben

Absage

Aufgrund der aktuellen Situation durch das Corona-Virus wurde von der Stadt Köln heute eine Allgemeinverfügung zum Verbot von Veranstaltungen und bestimmten Gaststätten zur Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz) herausgegeben. Diese verbietet zur Verlangsamung der Ausbreitung sämtliche Veranstaltungen im Kölner Stadtgebiet bis einschließlich 10. April 2020. Aus diesem Grund müssen wir unsere geplante Mitgliederversammlung 2020 aufgrund höherer Gewalt absagen. Weitere Informationen auf der MV2020-Seite.

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand

Der CRPS Bundesverband und das Corona-Virus (SARS-COV2)

(c) pixabay

Die aktuelle Situation um das Corona-Virus verschlechtert sich nun auch in Deutschland, bekannte Fälle gibt es nun bundesweit und die Zahlen der Betroffenen, sowie der daran verstorbenen Personen steigt stetig.Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, als CRPS Bundesverband Deutschland e.V. ebenfalls darauf zu reagieren. Dies bedeutet, dass die Gruppentreffen in Ahaus, Bremen, Kassel, Köln, Krefeld, Rostock und Uelzen im März und April abgesagt werden. Über die noch bestehenden Termine werden wir in Kürze berichten.

Alle unsere Termine gibt es unter agenda.crps-netzwerk.org

CRPS Hessen hat sich entschieden, die Gruppentreffen in Darmstadt und Kassel erst einmal stattfinden zu lassen, so dass jeder Teilnehmer selbst entscheiden kann, ob er zum Treffen kommt oder nicht.

Anschließend werden wir die Lage erneut bewerten und über die weiteren Schritte beraten. BIs auf Weiteres werden wir Termine nur über Telefon- und/oder Videokonferenzen durchführen.

Zum Schutz unserer Betroffenen und Angehörigen werden wir die Anzahl der persönlichen Kontakte auf das absolut notwendige Maß reduzieren. Diese Vorsichtsmaßnahme sollten alle Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter ebenfalls befolgen.

Wir möchten allen unseren Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter anraten, diesem Schritt nachzufolgen und bevorstehende Gruppentreffen und andere Termine ebenfalls abzusagen. Die Entscheidung liegt natürlich bei jeder Gruppenleitung selbst, dennoch sind wir der Meinung, dass die aktuelle bundesweite Lage nichts anderes zulässt. Darüber hinaus sollten persönliche Beratungen oder Begleitungstermine zur Zeit vermieden werden. Die Beratung per Telefon,  E-Mail oder Chat wird natürlich weiterhin möglich sein.

Wir halten diese Maßnahmen insbesondere mit Blick auf die Menschen mit chronischen Erkrankungen für verantwortungsvoll und danken bereits im Voraus sehr für die Unterstützung und das Verständnis für die genannten Maßnahmen. Wir werden die weitere Entwicklung beobachten und über das Netzwerk auf dem Laufenden halten.

Über die geplanten Mitgliederversammlungen des CRPS NRW Köln e.V. und CRPS Bundesverband Deutschland e.V. am 4. April 2020 werden wir im Laufe der nächsten Woche in Abhängigkeit der Entwicklung entscheiden. Zunächst bleibt der Termin erst einmal bestehen.

Mit freundlichen Grüßen

Für den Vorstand

Dirk-Stefan Droste Melanie Jeschke Andre Rennemann