Studie zur neuen Klassifikaton chronischer Schmerzen (ICD-11)

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Liebe Betroffene, liebe Angehörige,

wie Sie vielleicht gehört haben, wurde vor kurzem von der WHO eine Neuauflage der sogenannten „Internationalen Klassifikation der Krankheiten“ (ICD), fertig gestellt. Diese Neuauflage ist die elfte in der Geschichte der ICD (ICD-11). Nach einer Abstimmung im nächsten Jahr wird sie dann in der Folgezeit in den verschiedenen Gesundheitssystemen, darunter auch dem deutschen, eingeführt werden.

Um die Abbildung und Sichtbarkeit chronischer Schmerzen in diesem wichtigen Diagnostik-Manual zu verbessern, hat eine internationale Arbeitsgruppe unter der Leitung von Herrn Professor Treede von der Universität Heidelberg und Herrn Professor Rief von der Universität Marburg eine neue Klassifikation chronischer Schmerzen für die ICD-11 erarbeitet. Diese neue Klassifikation wurde bereits in die ICD-11 aufgenommen und erste Feldstudien zu ihrer Bewertung durchgeführt.

In einem nächsten Schritt möchten Frau Dr. Barke und ich mit Hilfe einer kurzen Online-Umfrage erfahren, wie betroffene Patientinnen und Patienten zur neuen Klassifikation stehen. Dieser wichtige Aspekt wurde bisher wenig beachtet. Dafür möchten wir so viele Menschen mit chronischen Schmerzen erreichen wie möglich. 

Die Teilnahme an der Umfrage wird ca. 15-20 Minuten dauern. In der Online-Umfrage werden folgende Punkte erfasst:
– Eine kurze Schmerzanamnese
– Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem im Zusammenhang mit den Schmerzen
– Erwartungen und Einstellungen zur neuen Klassifikation nach einem ca. 5-minütigen Informationsvideo
(z.B. der erwartete Einfluss der neuen Klassifikation auf die Kommunikation mit anderen (Familie, Behandlern oder Personen am
Arbeitsplatz) oder die Behandlung)
– Die schmerzbedingte Beeinträchtigung und die allgemeine Belastung durch die Schmerzen und andere Symptome
– Etwaige Erfahrungen mit einer Stigmatisierung aufgrund der chronischen Schmerzen.

https://www.unipark.de/uc/patientenbefragung/

Für eventuelle Fragen stehen ich Ihnen (telefonisch 06421-2822839 oder per E-Mail
ginea.hay@staff.uni-marburg.de) natürlich jederzeit zur Verfügung.

Nach Frakturen sind chronische Schmerzen häufiger

Risiko mehr als verdoppelt

Nach Frakturen sind chronische Schmerzen häufiger

Quelle: SpringerMedizin.de

 

Gebrochene Knochen erhöhen das Risiko für "Chronic Widespread Pain" (CWP) signifikant. © Springer Verlag GmbH

Gebrochene Knochen erhöhen das Risiko für „Chronic Widespread Pain“ (CWP) signifikant.
© Springer Verlag GmbH

Ein Knochenbruch prädisponiert offenbar dazu, ausgedehnte chronische Schmerzen zu entwickeln. Besonders gilt dies für Hüft- und Wirbelbrüche, wie eine englische Studie zeigt.

 

 

 

 

 

 

Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen („Chronic Widespread Pain“, CWP) sind definiert als Schmerzen, die länger als drei Monate bestehen und das Achsenskelett, die rechte und linke Körperhälfte sowie Regionen oberhalb und unterhalb der Taille betreffen. Je nach Studie und Falldefinition liegt die Prävalenz des CWP zwischen 5% und 24%. Als Risikofaktoren gelten – neben sozialen und psychologischen Einflüssen – Schleudertraumata.
Knapp jeder Zehnte hat eine Fraktur in der Anamnese
Ob auch Knochenbrüche mit einer erhöhten CWP-Prävalenz einhergehen, haben britische Forscher um Karen Walker-Bone von der Universität Southampton zu ermitteln versucht. Die Wissenschaftler unterzogen die UK-Biobank-Daten einer Kohorte von mehr als 500.000 Personen einer Querschnittsanalyse. Die Berechnungen wurden unter anderem nach Geschlecht, Alter, Body-Mass-Index, Rauchen, Alkoholkonsum, Ernährungsgewohnheiten, körperlicher Betätigung und dem Vorliegen einer Depression abgeglichen.
9,5% der Untersuchten berichteten von einer Fraktur. Gebrochene Knochen erhöhten das Risiko für CWP signifikant. Stark ausgeprägt war die Steigerung bei Wirbelbrüchen, die mit einem relativen CWP-Risiko von 2,7 bei Männern und 2,1 bei Frauen einhergingen. Bei Frauen erweisen sich zudem Hüftfrakturen als Gefährdungsfaktor; solche Brüche in der Anamnese führten zu einer 2,2-fachen CWP-Erhöhung.
Kausalzusammenhang fraglich
Insgesamt lag die CWP-Häufigkeit in der untersuchten Kohorte aber mit 1,4% relativ niedrig. Auch erlaubten die Daten keine Aussage über den kausalen Zusammenhang. Es ließ sich nicht einmal ermitteln, was zuerst da war – die Fraktur oder die chronischen Schmerzen.

Walker-Bone und Kollegen schlagen daher vor, ihre Ergebnisse in einer prospektiven Studie zu prüfen. Sollte sich dabei eine Kausalbeziehung herauskristallisieren, ließen sich Risikokandidaten für CWP besser identifizieren, so die Forscher. „Das würde es erlauben, präventive Maßnahmen zu ergreifen und den Einfluss dieser beeinträchtigenden Folgen von Frakturen zu mildern.“ Aus Studien mit Patienten nach einem Schleudertrauma beispielsweise ist bekannt, dass ihre Beschwerden mehr mit ihrem Gesundheitszustand vor dem Unfall zu tun haben als mit der Art des Unfalls selbst.
publiziert am: 2.2.2016 14:00 Autor: Robert Bublak Quelle: SpringerMedizin.de basierend auf:
Walker-Bone K et al. Chronic widespread bodily pain is increased among individuals with history of fracture: findings from UK Biobank. Arch Osteoporos 2016; 11: 1; doi: 10.1007/s11657-015-0252-1

Chronischer Schmerz: Herzliche Bitte um Teilnahme an Online-Fragebogen

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Online-Umfrage

 

Liebe CRPS Betroffene, liebe Angehörige,

über die Technische Universität Chemnitz erhielten wir eine freundliche Anfrage zu einer Online-Umfrage zu chronischem Schmerz, die wir hier gerne zur Teilnahme veröffentlichen möchten.

Für die Fragen und die Inhalte der Online-Umfrage sind allein die genannten Personen der TU Chemnitz verantwortlich. Bei Fragen bitte an die unten angegeben Emailadressen wenden.

Stefan von CRPS NRW

 

 

 

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Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Patientenorientierung in der Behandlung chronischer Schmerzen an der Professur für Klinische Psychologie der Technischen Universität Chemnitz unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Mühlig untersuchen wir Behandlungsziele in der Therapie chronischer Schmerzen aus Sicht von Experten, Betroffenen und Angehörigen.

Bisher gilt eine Therapie dann als erfolgreich, wenn sie den von Experten gesetzten Zielen möglichst nah kommt – ohne zu beachten, welche Behandlungsziele für die Patienten selbst wichtig sind. Das Projekt verfolgt u.a. das Ziel, die Wichtigkeit unterschiedlicher Behandlungsziele aus Sicht der Patienten zu erheben.

Wir möchten Sie mit diesem Schreiben bitten, unseren Fragebogen an die Teilnehmer Ihrer Selbsthilfegruppe weiterzuleiten. Die Befragung wird maximal 20 – 30 Minuten dauern. Gern schicken wir Ihnen auf Anfrage die Fragebögen für die Mitglieder Ihrer Gruppe schriftlich zu. Für Ihre Mithilfe im Rahmen unseres Projekts sind wir Ihnen sehr dankbar.

Unter folgendem Link können Sie die Umfrage starten:

https://bildungsportal.sachsen.de/survey/limesurvey/index.php/survey/index/sid/542821/newtest/Y/lang/de

Außerdem würden wir uns freuen, wenn Sie die nachfolgende Umfrage an Ihre Angehörigen weiterleiten könnten, um möglichst so viele Teilnehmer wie möglich zu erreichen.

Unter folgendem Link finden Sie die Umfrage für Ihre Angehörigen:

https://bildungsportal.sachsen.de/survey/limesurvey/index.php/survey/index/sid/326617/newtest/Y/lang/de

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme! So leisten Sie einen bedeutsamen Teil in der patientenorientierten Forschung bei chronischen Schmerzen.

Mit freundlichem Gruß,
Ricarda Vagi & Patricia Maier

Bei Fragen oder Anmerkungen können Sie sich jederzeit bei uns melden.
Ricarda Vagi, E-Mail: ricarda-katharina.vagi@s2013.tu-chemnitz.de
Patricia Maier, E-Mail: patricia.maier@s2012.tu-chemnitz.de

Ärzteschaft: Schmerzmedizinische Versorgung stärken

Ärzteschaft

Schmerzmedizinische Versorgung stärken

Mittwoch, 28. Mai 2014

Düsseldorf – Etwa zehn Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Im Durchschnitt dauert die Leidensgeschichte eines Schmerzpatienten sieben Jahre, jeder Fünfte kämpft sogar 20 Jahre und länger gegen den Schmerz an. „Patienten haben ein Recht auf eine strukturierte und wirksame Schmerztherapie“, erklärt Martina Wenker, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer.

Deshalb fordert der 117. Deutsche Ärztetag in Düsseldorf einen niedrigschwelligen Zugang für alle betroffenen Patienten zu den erforderlichen schmerzmedizinischen Versorgungsebenen. Der Hausarzt sei in der Regel der erste Ansprechpartner für alle Gesundheitsprobleme, so auch für Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen. „Ihm kommt dabei die Aufgabe zu, das Leitsymptom ,akuter Schmerz‘ vom chronischen Schmerz abzugrenzen und eine weitere Diagnostik und Differenzialdiagnostik einzuleiten“, heißt es in dem Ärztetags-Beschluss.

[…]

→ Link zum kopletten Artikel: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/58859

Quelle: Gesundheitsnachrichten der Deutschen Schmerzliga e.V.

Leitlinie für die ärztliche Begutachtung von Menschen mit chronischen Schmerzen

Bei AWMF Online habe ich eine weitere wichtige Leitlinie gefunden, die zur Begutachtung von Menschen mit chronischen Schmerzen, herangezogen werden sollte. Auch wenn dieses Dokument öffentlich sowie in einer ärtzlichen bzw. wissenschaftlichen Datenbank veröfentlicht wurde, ist es fraglich, ob sich ein Gutachter oder Amtsarzt oder sonstige Personen, die sich mit der Klassifiezierung von CRPS bzw. chronischen Schmerzen, auch an diese Leitlinie hält und so auch zum Beispiel die McGill Schmerzskala im Blick hat.

→Link zur Leitlinie im PDF-Format

→Link zum AWMF-Portal

Quelle: AWMF online, Portal der wissenschaftlichen Medizin, www.sudeckselbsthilfe.de