Ich bin NICHT behindert – Ich WERDE behindert!

Kampagne des SoVD NRW

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„Ich bin nicht behindert, ich WERDE behindert“?

„Behinderung? Was hab ich damit zu tun?“ Von wegen! Ob Menschen mit einer Behinderung zurechtkommen oder auf Barrieren stoßen – das geht uns alle an! Wir haben in NRW 2,8 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen: Bundesweit gerechnet ist die Behinderung bei gerade mal vier Prozent aller Betroffenen angeboren. Ungleich häufiger sind Unfälle und Erkrankungen die Ursache für eine Behinderung. Es sind Schicksalsschläge, die jeden treffen können, egal welchen Alters, egal welcher Herkunft. 2,8 Millionen Menschen alleine in unserem Bundesland. Das ist eine beeindruckende Größe. Das ist keine Randgruppe. Umso unverständlicher ist es für uns als Sozialverband, dass die Politik sich nicht mit voller Energie, Tatendrang und Entschlossenheit um die Belange dieser vielen Menschen kümmert. Kein Mensch darf aufgrund einer Behinderung benachteiligt werden. So steht es schon lange im Grundgesetz. Und alle Menschen haben ein Recht auf Teilhabe. Sie müssen „inkludiert“, einbezogen und dürfen nicht ausgeschlossen werden. So regelt es die UN-Behindertenrechtskonvention, die seit 2009 in ganz Deutschland, also auch in NRW, geltendes Recht ist.

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Was kann ich tun, um Teil der Kampagne zu werden?

Schauen Sie sich die Fotos unsere „Kampagnenmodells“ an. Lesen Sie, was diese Menschen auf die Palme bringt. Machen auch Sie ein Foto von sich und laden es hier hoch! Schreiben Sie uns einige Zeilen, worüber Sie sich ärgern – was sich Ihrer Meinung nach ändern muss. Haben Sie Teil an dieser Teilhabe-Bewegung. Machen Sie unsere Forderungen bekannt. Lassen Sie uns gemeinsam den Druck auf die Politik erhöhen. Damit sich etwas ändert.

pdf Wichtige PDF-Dateien zum Thema:

Sparen am Patienten: Trick der Krankenkassen

Sparen am Patienten: Trick der Krankenkassen

von Nils Kasjens, Elena Kuch

Rollstühle, Prothesen, Seh- oder Hörhilfen – das alles sind medizinische Hilfsmittel, die Patienten das Leben erleichtern. Darauf haben sie Anspruch, damit ihre Behinderung ausgeglichen wird. So steht es im Sozialgesetzbuch. Da viele dieser Hilfen sehr teuer sind, können die Krankenkassen laut Gesetz den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, kurz MDK, losschicken, um die Notwendigkeit und medizinische Indikation zu überprüfen. Doch Krankenkassen versuchen offenbar zu sparen, indem sie den MDK umgehen und private Gutachter einschalten, in Branchenkreisen „externe Hilfsmittelberater“ genannt.

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→Link zum ganzen Artikel beim NDR.de

Grad der Behinderung

Mit dem „Grad der Behinderung“ (GdB) wird bewertet, wie stark die Auswirkungen einer Behinderung sind. Dabei werden geistige, seelische und soziale Nachteile berücksichtigt. Die Ursache ist bei dieser Bewertung unwichtig. Verglichen wird die gesundheitliche Einschränkung immer mit dem, was für einen Menschen ohne Behinderung normal ist. Wenn ein Kleinkind nicht laufen kann, ist das bis zu einem bestimmten Alter ganz normal. Erst wenn ein Kind so alt ist, dass es laufen können müsste, kann das Nicht-Laufen als Folge einer Behinderung bewertet werden.

Liegen mehrere Behinderungen vor, so werden diese nicht einfach zusammen gerechnet. Wenn eine Behinderung mit einem Grad von 50 und eine zweite mit einem Grad von 40 bewertet werden, ergibt sich daraus kein Grad der Behinderung von 90. In der Bewertung wird berücksichtigt, wie sich die Funktionsbeeinträchtigungen auswirken. Geprüft wird auch, wie sich mehrere Einschränkungen gegenseitig beeinflussen. Im Ergebnis kann so zum Beispiel aus Behinderungen mit einem Einzel-GdB von 50 und 40 ein Grad der Behinderung von 70 heraus kommen.

Damit die Beurteilung einer Behinderung bundesweit einheitlich ist, erfolgt die Bewertung nach der Versorgungsmedizin-Verordnung (früher: Anhaltspunkte). Die Versorgungsmedizin-Verordnung wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales erarbeitet und regelmäßig aktualisiert.

Auf den Webseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, kann man die Versorgungsmedizin-Verordnung herunterladen.

Die Angabe zum „Grad der Behinderung“ wird ergänzt durch einige Merkzeichen, die sich auf die Art der Beeinträchtigung oder die Nachteilsausgleiche beziehen. Hierzu geben die Webseiten Ihrer Stadt(verwaltung) ausführlich Auskunft.