GBA ermöglicht Telefon-AU ab Montag

Arbeitsunfähigkeit

Im Frühjahr war sie möglich, dann wurde sie wieder gestrichen, nun kehrt sie zurück: Die Selbstverwaltung genehmigt erneut die telefonische Krankschreibung. Allerdings nur befristet. Veröffentlicht: 15.10.2020, 14:45 Uhr

Telefon/AU
Mit dem Telefon zu Muster 1: Ab Montag bei leichten respiratorischen Erkrankungen wieder möglich.
© Fotostand / Schmitt / picture alliance

Berlin. Ärzte können ab Montag (19. Oktober) wieder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nach ausschließlichem Telefonkontakt ausstellen. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) am Donnerstag in Berlin entschieden.

Die Telefon-AU auf Muster 1 soll danach für Patienten leichten Atemwegserkrankungen möglich. Ärzte sollen sie nach Telefonkontakt bis zu sieben Kalendertage krankschreiben können. Der Beschluss ist befristet bis 31. Dezember 2020.

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Quelle: Ärztezeitung.de

Bürokratieabbau: Nur noch ein Formular für Krankschreibungen ab 2016

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16.06.2015

Bürokratieabbau: Nur noch ein Formular für Krankschreibungen ab 2016

Weniger Bürokratie bringt ein neues ab dem Jahr 2016 geltendes Formular, auf dem Vertragsärzte eine Arbeitsunfähigkeit sowohl während der Entgeltfortzahlung als auch während der Krankengeldzahlung bescheinigen können. Auf diese Änderungen hat sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit dem GKV-Spitzenverband verständigt. Das bisherige Formular zum Bezug von Krankengeld fällt dann weg.

Der sogenannte Auszahlschein für Krankengeld (Muster 17) wird in die klassische Arbeitsunfähigkeits(AU)-Bescheinigung (Muster 1) integriert. Auf dem neuen Muster 1 bescheinigen Vertragsärzte sowohl eine Arbeitsunfähigkeit während der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber als auch während der Krankengeldzahlung durch die Krankenkasse. Mit der geplanten Änderung greift die KBV Vorschläge von Vertragsärzten auf. Die AU-Bescheinigung gehört neben dem Arzneimittelrezept zu den am häufigsten ausgestellten Formularen.

Neu ist außerdem, dass Patienten künftig einen Durchschlag der Krankschreibung erhalten. Bislang bekommen nur die Krankenkasse und der Arbeitgeber eine Kopie. Der Durchschlag enthält einen Hinweis, dass für den Bezug von Krankengeld ein lückenloser Nachweis der Arbeitsunfähigkeit erforderlich ist. Mit dieser Information auf dem neuen Formular reagieren KBV und Krankenkassen darauf, dass Patienten in der Vergangenheit den Anspruch auf Krankengeld verloren haben, weil sie gegenüber ihrer Kasse ihre Arbeitsunfähigkeit nicht lückenlos nachgewiesen haben. Den Vertragsarzt sichert der Hinweis zudem vor möglichen Schadensersatzansprüchen ab.

(Quelle: Patienten-Newsletter der KVN)