Lyrica (Pregabalin) absetzen

Ich möchte gerne von einer CRPS-Betroffenen erzählen, die nach einer missglückten Hallux valgus Operation ein weiteres Mal operiert wurde und der Sudeck dann erst recht zugeschlagen hat. (Der Arzt hat auch noch nie etwas von der Richtlinie »Niemals in einen aktiven Sudeck operieren!« gehört??. pers.Anm.d.R.) Die Behandlung des Arztes sah eine ambulante Behandlung mit Physiotherapie und Krankengymnastik vor. Von der Ergo- und Spiegeltherapie erfuhr sie erst durch Gespräche mit mir. Allein durch viel Bewegung und tägliches Yoga hat sie sich selbst wieder mobilisiert, so dass sie mit Stock wieder einigermaßen gehen kann und nicht im Rollstuhl gelandet ist. Nachdem die äußeren Merkmale und vor allem die Schmerzen mittlerweile auch weniger wurden, sollte sie vom Arzt aus, die Lyrica/Pregabalin (2x50mg pro Tag) über drei Wochen absetzen. Jeder hatte ihr davon abgeraten und ihr geraten den Entzug stationär zu machen. Hiergegen hat sich ihr Arzt aber massiv gewehrt. Die Betroffene hat es daraufhin alleine versucht und mit den schlimmsten Nebenwirkungen (Benommenheit, nachlassende Aufmerksamkeit, Trunkenheitsgefühl, Doppeltsehen, Gleichgewichtsstörungen, Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Brustschmerzen usw.) geschafft, das Medikament abzusetzen. Teilweise war sie davor, sich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen, berichtete sie mir.

Nun stellt sie die Frage, ob jemand Gleiches mitgemacht hat. Auch wäre einmal zu diskutieren, ob man Patienten bei einem Entzug von einem Medikament mit so hohen Nebenwirkungen allein lassen kann. Ich möchte noch ergänzen, dass die Betroffene über 80 Jahre alt ist.