Vielversprechende Behandlungsoption für das komplexe regionale Schmerzsyndrom

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PRESSEMITTEILUNG 11-JUN-2019

Vielversprechende Behandlungsoption für das komplexe regionale Schmerzsyndrom
UNIVERSITÄT VON LIVERPOOL

Eine heute in PNAS veröffentlichte Studie hat eine mögliche Behandlung von Patienten mit Complex Regional Pain Syndrome (CRPS) gefunden.

CRPS ist eine schwere posttraumatische Schmerzzustände, die eine oder mehrere Gliedmaßen betreffen und mit regionalen Schmerzen und sensorischen, Knochen- und Hautveränderungen verbunden sind. Die Ursachen von CRPS sind jedoch noch nicht vollständig verstanden.

Etwa 15 Prozent der Patienten mit CRPS haben auch ein Jahr nach Beginn noch Symptome, die ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen. Für diese Patienten ist die Prognose oft schlecht und die medikamentöse Therapie zur Schmerzlinderung ist selten wirksam.

Ein Team internationaler Forscher unter der Leitung von Dr. Andreas Goebel vom Pain Research Institute der University of Liverpool führte eine Studie durch, um die immunologischen Ursachen für CRPS besser zu verstehen.

Die Forscher untersuchten Antikörper im Serum dieser Patienten, um die potenzielle Rolle dieser Proteine für die Entstehung der Erkrankung zu ermitteln; sie waren besonders daran interessiert, „Neuroinflammation“ zu untersuchen – antikörperinduzierte erhöhte Konzentrationen von Entzündungsmediatoren wie Interleukin 1 (IL-1) in peripheren Geweben oder im Gehirn.

IL-1 ist bekannt dafür, dass es normalerweise lokale und systemische Körperreaktionen auslöst, die darauf abzielen, Mikroorganismen zu eliminieren und Gewebeschäden zu reparieren. Es wurden jedoch immer mehr klinische Bedingungen identifiziert, bei denen die IL-1-Produktion als unangemessen angesehen wird und IL-1 Teil der Krankheitsursache ist.

Die Forscher übertrugen die Antikörper von Patienten mit lang anhaltendem CRPS auf Mäuse und fanden heraus, dass diese Antikörper konsequent einen CRPS-ähnlichen Zustand verursachten. Ein wichtiges Element der „transferierten CRPS“ war die Aktivierung der Gliazellen, eine Art „Neuroinflammation“ in schmerzbezogenen Teilen des Maushirns. Das Team entdeckte dann, dass die Blockade“ von IL-1 mit einem klinisch verfügbaren Medikament, Anakinra“, dazu beitrug, all diese Veränderungen bei den Tieren zu verhindern und rückgängig zu machen.

Forscher der Universität Pécs (Ungarn), der Universität Budapest (Ungarn), der Universität Manchester, der University of Sheffield und des Walton Centre National Health Service Foundation Trust in Liverpool waren ebenfalls an der Studie beteiligt.

Dr. Andreas Goebel, sagte: „Unsere Ergebnisse unterstützen frühere klinische Beobachtungen, dass Patienten mit persistierendem CRPS auf Immuntherapien mit einer Reduktion von mindestens einigen ihrer Krankheitsmerkmale reagieren sollten.

„Dieser Ansatz hat ein attraktives therapeutisches Potenzial und könnte auch einen echten Einfluss auf die Behandlung anderer unerklärlicher chronischer Schmerzzustände haben; wir planen nun, Mittel zu beantragen, um die Wirkung dieses und ähnlicher Medikamente bei Patienten mit CRPS zu testen.“

Die vollständige Studie mit dem Titel „Transfer of complex regional pain syndrome to mice via humane Autoantikörper wird durch Interleukin-1-induzierte Mechanismen vermittelt“ ist unter https://www.pnas.org/content/early/2019/06/04/1820168116.short?rss=1 zu finden.

Quellenangaben/ Media Contact:
Simon Wood
simon.wood@liverpool.ac.uk
+44-151-794-8356
@livuninews
http://www.liv.ac.uk 

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Mögliche Ursachen für CRPS möglicherweise kurz vor der Entdeckung

Mögliche Ursachen für CRPS möglicherweise kurz vor der Entdeckung

Possible Causes of CRPS May Soon Be Revealed

(aus dem Englischen)

Es wurde kürzlich auf dem Internationalen Kongress für Neuropathische Schmerzen 2013 veröffentlicht, dass Forscher entzündliche, neuropathische und immunologische Ursachen für die Krankheit CRPS gefunden haben Wollen. Es wurde bereits vorher festgestellt, dass CRPS zweifellos ein neuropathisches Leiden ist. Diese Entdeckung bedeutet viel Arbeit, um eine Heilung zu finden. Aber auf dem richtigen Wege zu sein, ist mit Sicherheit ein großer Fortschritt.

Mediziner werden CRPS Patienten nun möglicherweise in drei Gruppen einteilen, abhängig von ihren Einschränkungen. Gemäß anesthesiologynews.com, hier nun, wie die Gruppen wahrscheinlich aussehen können:

Gruppe 1: Patienten mit Defiziten bei der Temperaturprüfung aber ohne Berührungsschmerzen (Allodynie). Sie werden Verluste bei den Nervenfasern, bei der Reizweiterleitung oder gar unter Nervenrückbildung leiden.

Gruppe 2: Normale Temperaturempfindlichkeit, aber übermässige mechanische und thermische Schmerzempfindlichkeit zeigen (Hyperalgesie).

Gruppe 3: Entzündliches CRPS mit sehr starker Schmerzempfindlichkeit (Hyperalgesie) und thermischer Schmerzauslösung aber ohne Schmerzempfindlichkeit bei der Prick-Testung (Allergietests).

Dr. Goebel von der Universität Liverpool glaubt, dass manche CRPS Patienten eine Auto-Immunkrankeit haben. Er ist der Überzeugung, dass Antikörper zum Ursprung des Problems gelangen könnten. Eine kleine Patientengruppe fühlte zwischen 30% und 60% Verbesserung der Schmerzen, während eines kontrollierten Tests, bei dem die Patienten wahllos das Medikament erhielten.

Frühe Diagnosen sind sehr wichtig, wenn es zu einem CRPS kommt. Denn auch solange die Krankheit nicht geheilt werden kann, kann sie deutlich verlangsamt werden. Der erste Schritt sollte der Kontakt des CRPS Instituts in New York City sein. Im CRPS Institut, wissen wir, dass die Symptome nicht allein physische sind. Unser Ziel ist es, alle Aspekte Ihres Lebens wieder herzustellen und Sie zu einem gesunden und aktiven Lebensstil zurückzuführen. Das Team des CRPS Instituts besteht aus den zumeist bekannten Spezialisten im Bereich der Schmerzbehandlung, Anästhesiologie, Physikalische und Ergotherapie und Psychotherapie.

Link zum Artikel (in Englischer Sprache)

(Quelle: www.cprsinstitute.com)

 

—Englischer Originaltext—

Possible Causes of CRPS May Soon Be Revealed

It was recently announced at the 2013 International Congress on Neuropathic Pain that researchers have discovered inflammatory, neuropathic and immunologic roots to the diseased labeled CRPS. It had been previously established that CRPS was strictly a neurological ailment. This revelation means there is much work to do to discover a cure, but being on the right track is certainly a huge advancement.

Physicians are now likely to group CRPS patients into 3 groups according to their dysfunctions. According to anesthesiologynews.com, here are what the 3 groups would look like:

Group 1: Patients with deficits in temperature detection but no allodynia. They would have loss of nerve fiber, innervation and nerve degeneration.

Group 2: Normal temperature sensitivity but severe mechanical and thermal hyperalgesia.

Group 3: Inflammatory CRPS, with deep hyperalgesia and heat hyperalgesia but no hyperalgesia to prick testing.

Dr. Goebel of the University of Liverpool believes that some CRPS patients have an autoimmune, disorder related condition. He believes immunoglobulin could get to the root of the problem. A small sample size of patients felt between a 30% and 60% improvement of pain, during a controlled trial where patients were randomly given the drug.

Early diagnosis is very important when it comes to CRPS, because while the disease cannot be cured, it can be slowed considerably. The first move to be made is to contact the CRPS Institute in New York City. At The CRPS Institute, we know that the symptoms of CRPS are not just physical.  Our goal is to help you recover all aspects of your life and return you to a healthy and active lifestyle. The CRPS Institute team includes the most renowned specialists in the fields of Interventional Pain Management, Anesthesiology, Physical and Occupational Therapy and Mental Health.