Lyrica (Pregabalin) absetzen

Ich möchte gerne von einer CRPS-Betroffenen erzählen, die nach einer missglückten Hallux valgus Operation ein weiteres Mal operiert wurde und der Sudeck dann erst recht zugeschlagen hat. (Der Arzt hat auch noch nie etwas von der Richtlinie »Niemals in einen aktiven Sudeck operieren!« gehört??. pers.Anm.d.R.) Die Behandlung des Arztes sah eine ambulante Behandlung mit Physiotherapie und Krankengymnastik vor. Von der Ergo- und Spiegeltherapie erfuhr sie erst durch Gespräche mit mir. Allein durch viel Bewegung und tägliches Yoga hat sie sich selbst wieder mobilisiert, so dass sie mit Stock wieder einigermaßen gehen kann und nicht im Rollstuhl gelandet ist. Nachdem die äußeren Merkmale und vor allem die Schmerzen mittlerweile auch weniger wurden, sollte sie vom Arzt aus, die Lyrica/Pregabalin (2x50mg pro Tag) über drei Wochen absetzen. Jeder hatte ihr davon abgeraten und ihr geraten den Entzug stationär zu machen. Hiergegen hat sich ihr Arzt aber massiv gewehrt. Die Betroffene hat es daraufhin alleine versucht und mit den schlimmsten Nebenwirkungen (Benommenheit, nachlassende Aufmerksamkeit, Trunkenheitsgefühl, Doppeltsehen, Gleichgewichtsstörungen, Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Brustschmerzen usw.) geschafft, das Medikament abzusetzen. Teilweise war sie davor, sich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen, berichtete sie mir.

Nun stellt sie die Frage, ob jemand Gleiches mitgemacht hat. Auch wäre einmal zu diskutieren, ob man Patienten bei einem Entzug von einem Medikament mit so hohen Nebenwirkungen allein lassen kann. Ich möchte noch ergänzen, dass die Betroffene über 80 Jahre alt ist.

 

58 Gedanken zu „Lyrica (Pregabalin) absetzen#8220;

  1. Hallo,
    bei mir musste Lyrica abgesetzt werden wegen starker Nebenwirkungen auf die Augen. Man hat mich alleine gelassen
    und das geschah sogar auf Anordnung eines sogenannten Sudeck-Spezialisten. Mir ging es miserabel bei dem Entzug, koerperlich und psychisch. Auch ich habe es alleine geschafft, aber es war schwer.
    Gruss Hanne

    • Hallo zusammen!

      Ja, das Absetzen ist wirklich hart.
      Bin in 11 Wochen von 600mg auf 198 runter.
      Die ersten 50-100 gings ohne große Probleme.
      Aber weiter darunter gehe ich inzwischen nur noch 5mg alle drei Tage.
      Denke den Rest werd ich auch noch schaffen 😉

      • Hallo Stefan ,

        das mit Deinem Runterfahren des Lyrica finde ich gut das sind ja wieder Schritte die man
        doch für den richtigen Weg sehen kann . Es ist nicht einfach ich habe ja Lyrica auch von 600 mg
        entzogen in 3 Wochen allerdings in einer Schmerzklinik .

        Danach brauchte ich aber auch lange um klar zukommen schon der Gedanke mal einen Entzug
        zu machen ist heftig .

        Aber Kopf hoch nicht unterkriegen das schaffst Du .

        Ganz liebe Grüße

        Melanie

        • Danke, Melanie!

          Bei mir wären doppelt so große Schritte schon auch möglich, wenn ich nicht arbeiten müsste.
          Allerdings brauche ich dann wieder einige Tage zum regenerieren. Und in dieser Zeit könnte ich eben auch sanfter runtergehen 😉

          viele Grüße
          Stefan

        • Ich nehme 600 mg Pregabalin täglich wegen wahnsinnigen Nervenschmerzen. Seitdem schmerzen meine Augen und ich kann fast nichts mehr sehen.Da das Medikament keine Wirkung bei mir zeigt,will ich absetzen. Ich machs allein zu Haus,da ich wegen der Augen und dem lahmen Bein kein Auto mehr fahren kann, bin ich in einer Abhängigkeitsphase. Was muss ich beachten, um von dem Medikament los zu kommen.Hat jemand Erfahrung für ein Mittel,welches wirklich gegen Nervenschmerzen hilft. Ist Cannabis eine Alternative?

    • Hallo,
      meine Tochter hat vor einem Jahr von einer Oberärztin in der Schmerzambulan im AKH dieses Medikament verschrieben bekommen, da sie ständig Blasenentzündungen hatte und wurde in die Schmerzambulanz überwiesen. Dann begann es so, dass sie ständig lustlos, müde, launisch war und zwischen durch zittern und Herzrassen hatte. Dann begann sie mit Gesprächstherapien, da man sagte, dass das Panikattacken seien. Ich kam dann darauf, dass wenn sie die Tablette einmal nicht nahm, dass das Entzugserscheinungen sein könnten, dann sprachen wir mit der Ärztin, dass wir absetzen möchten. Von 200mg langsam auf 25mg, ihr Zustand war so schlimm, dass ich nicht mehr wusste was ich machen soll. Unbeschreiblich! Es war einfach das schlimmste in unserem Leben!

      • Hallo Nel, hat Ihre Tochter es geschafft von Pregabalin herunter zu kommen. Können Sie mir Ihre Erfahrungen mitteilen. Wie lange hat es gedauert bis nach dem Absetzen die Nebenwirkungen nachgelassen haben, insbesondere die Nebenwirkungen, die aufgrund des Absetzens gekommen sind. Vielen Dank

      • Ich habe Lyrica gegen Panikattacken vor 2 Jahren verschrieben bekommen . Nach Xs 2 Jahren wirkten die Medikamente leider nicht mehr – eine Dosiserhöhung brachte nichts- außer Probleme mit der Leber . Ich nahm 100mg das absetzen habe ich alleine gemacht . Die Ärzte meinten das dieses Medikament abhängig macht und man es langsam absetzen sollte. Der Entzug war sehr hart – vermehrtes schwitzen , Hitzewallungen , Kopf und Gliederschmerzen, das Gefühl das alles nicht real wäre , Zuckungen , Schlafstörungen,Gewichtszunahme – trotz täglichen Sport und gesunder Ernährung ( habe wegen lyrica 8 kg abgenommen- das Gewicht scheint nun wieder zu kommen ) , Gereiztheit , Depressionen die ca 2 Wochen nach der herunterdosierung kommen . Das alles habe ich alleine durchmachen müssen . Nach dieser schlimmen Erfahrung werde ich nie wieder irgendwelche Medikamente gegen meine Panikattacken nehmen – sondern es eher mit Beruhigungstees und Therapien versuchen .

  2. Hallo zusammen,

    mir ist soetwas beinahe passiert,
    als ich meine erste Reha in Gelsenkirchen gemacht habe wollte mir der behandelnde Arzt ( übrigens auch ein angeblicher Spezialist für CRPS ) auch meine Medikamente wegnehmen.
    Seiner Meinung nach wären diese Medis viel zu stark und leichtere Mittel würden auch ihren Zweck erfüllen.
    Erst nach dem ich mit der BG telefoniert habe und diese dann freundlich nachgefragt hat was denn da los wäre ist der Doktor dann umgeschwenkt.
    Meine Entgiftung habe ich dann einige Wochen später Stationär gemacht und das war auch gut so.

    LG, Andre

    • Hallo . Ich nehmen Pregabalin schon seit mind einebnen Monat nicht mehr. Zählt Schläfrigkeit und Schlappheit als Nebenfolgen ? Wie lange dauert es denn bis die Nebenwirkungen vorbei sind ?

      Danke und liebe Grüße

      • Befinde mich Grade auf einer endgiftung von pregabelin.habe über 1 Jahr einen Missbrauch bedriben und bis zu 3000 mlg täglich genommen.kann nur sagen wer das Medikament wirklich nicht brauch.las die Finger davon.der endzug ist die Hölle.

  3. Hallo zusammen,

    Mir sind solche Situationen leider auch nicht fremd. Habe vor ein paar Wochen Palexia (200mg) am tag auf anraten der Ärzte alleine abgesetzt und auf Tillidin umgestellt. Erst war geplant das ich dabei trotzdem arbeiten soll und ca.150km/Tag Autofahren muss. Dagegen habe ich mich dann gewehrt und mich krankschreiben lassen. Ich war in der ersten Zeit zu nichts zu gebrauchen und habe Tage gebraucht um wieder einigermaßen mit mir und den Schmerz klarzukommen.
    Zum Glück musste ich Lyrika nicht auch noch entziehen, den ich denke dass ich mich dann total abgeschossen hätte.
    Ich denke immer öfters, dass wir chronischen Patienten nicht so gerne zum Entzug in einer Klinik gesehen werden wollen, und schon gar nicht im Rahmen einer Schmerztherapie.
    Denn wie sollen den dann die Ärzte es gegenüber den anderen Patienten begründen, das die Medikamente doch angeblich nicht zu einer Abhängigkeit führen.
    Im Herbst soll nach 4 Jahren Medikamente zum ersten Mal getestet werden wie ich ganz ohne auskomme, und was dann die schmerzen machen. Hab jetzt schon einen Horror davor, den mein Schmerztherapeut ist der Meinung das ich das alleine Zuhause schaffen muss.

    wünsche allen eine Schmerzfreie Woche!

  4. Hallo Strubbel,
    ich kann mir gut vorstellen, wie es dir gegangen ist. Ich nehme noch immer Lyrica und Plaexia und dazu noch Ametryptilin. Ich habe bisher noch keines dieser Medis komplett abgesetzt und denke, dass das auch wenn alleine dann nur über einen sehr langen Zeitraum geht. Ich habe immer mal wieder reduziert, das ging ganz gut, aber auch da nur mit sehr geringen Veränderungen.
    (10% Reduktion von Lyrica, oder auch 20% Palexia ging schon).
    Du magst Recht haben, dass viele Krankenhäuser mit dem stationären Entzug ein Problem haben. Ich weiß nicht, ob ich so weit gehen würde, dass sie den anderen vorgaukeln, dass man nicht abhängig wird. Ich denke es ist etwas anderes, auf Medikamente angewiesen zu sein, um eien halbwegs akzeptable Lebensqualität zu erreichen. Aber wenn man aus welchen Gründen auch immer, innerhalb kürzerer Zeit absetzen oder umstellen muß, dann geht das halt nur stationär. Ich finde es unverantwortlich, wenn Ärzte einem das zu Hause zumuten, wenn man danach fragt bzw. Sorge hat, das allein zu machen, unverantwortlich – man lebt alleine und niemand bekommt die extremen Nebenwirkungen mit, die das auslösen kann, etc.

  5. Hallo kruemel,

    Ja, du magst recht haben, aber ich kam direkt aus einer stationären Schmerztherapie mit der Vorgabe umzustellen, um dann danach in Reha gehen zu können.
    Da ich alleine lebe konnte ich die Nebenwirkungen zum Glück ganz gut kompensieren und alleine für mich regeln, allerdings gab es auch hier die eine oder andere Situation die ziemlich brenzlig war und durch die vielen Stürze wurden die schmerzen im Fuß auch nicht gerade positiv beeinflusst.
    Bei mir ist seit 2009 das rechte Sprunggelenk betroffen.
    Finde es einfach krass, das man von den Ärzten zum einen gesagt bekommt, das man zu viele Medikamente nimmt und diese dringend angepasst werden müssen, aber bei der Umstellung lassen sie einen dann alleine. Aktuell nehme ich seit der Umstellung wieder mehr Medikamente, weil ich ohne Morphium einfach kaum laufen kann und meine Spastiken nicht in den griff zu bekommen sind.

    Grüße

      • Ich nehme lyrika ca alle drei Tage 300mg.
        An den restlichen Tagen nehm ich 75 mg aber ab und zu lass ich einfach drei vier Tage das Medikament komplett weg und habe O Entzug.
        Nehm es gegen Angststörung,an den Medikamenten freien Tagen nutze ich ausschließlich Cannabis

  6. Hallo ihr Lieben,

    auch ich habe eine solche Erfahrung gerade noch vermeiden können, weil ich mich schlichtweg geweigert habe. In der Klinik, wo mein CRPS an beiden Händen diagnostiziert wurde, bot man mir einen tagesklinischen Aufenthalt an, die haben keine stationären Betten, bei dem innerhalb einer Woche 3×200 Palexia und 3x 600 Gabapentin abgesetzt werden sollten. Ich hätte in der Zeit in einer Pension nahe der Klinik übernachten müssen, wäre also nachts ganz allein gewesen. Der Entzug wäre unbedingt notwendig und ich bräuchte das ganze Zeugs nicht, warum ist es dann erst verordnet worden?

    Mein Schmerztherapeut hier zuhause meinte das sei unverantwortlich und der Meinung bin ich auch. In dem Fall hat mich mein Beruf vor schlimmerem bewahrt.

    Im übrigen habe ich es mit Hilfe des Schmerztherapeuten in der Psychosomatischen Klinik und weiter dann selbst mittlerweile auf 2x 100 Palexia und 3x 300 Gabapentin reduzieren können. Gebraucht habe ich dazu ein halbes Jahr.
    Allerdings nimmt der Schmerz z.Zt. wieder so zu, dass ich ständig überlege, ob ich nicht doch wieder höher dosieren sollte. Denn es ist einfach nicht immer zu ertragen.

    Wehrt euch gegen eine solche Behandlung. Und Abhängigkeit hin oder her; wir nehmen die Medis doch nicht zum Vergnügen und wären alle froh den Kram nicht zu brauchen. Und von der euphorisierenden Wirkung, die Junkies nutzen habe ich noch nie was gemerkt.

    Allen eine gute Woche mit wenig Schmerzen

    Marion

    • Hallo zusammen :))

      Ich habe da jetzt mal eine Frage an euch: verstehe ich das richtig, dass viele von euch vor/ während einer Reha ihre Medikamente absetzen mussten?? Das macht mir jetzt gerade ein bisschen Angst muss ich ehrlich sagen… Denn falls ich jetzt endlich mal die Genehmigung bekomme, werde ich in zwei Wochen auf Reha gehen. Aber absetzen möchte und ich denke kann ich auch nichts, denn jetzt tritt gerade zumindest ein bisschen der Zustand ein, in dem man merkt, dass die Medikamente etwas positives bewirken …..

      Wünsche euch allen einen schönen und schmerzarmen Abend!
      Liebe Grüße,
      Juli

    • Hallo zusammen, würde gerne wissen. Wie lange dauert es 450mg Lyrika ab zu setzen. Ab heute null, gestern 450mg. Ich habe Lyrika ca 1 Monat eingenommen täglich. Wird das hart? Bitte dringend um Antwort. Liebe Grüße speddi

      • Hallo Speddi,
        vielen Dank für Deine Nachricht. Es gibt keine Vorgabe, wie man die Reduktion von Medikamenten vornimmt, da jeder da etwas anders reduziert.
        Die Frage ist, wie Du die 450g nimmst, in einmal oder zweimal oder dreimal….
        Grundsätzlich sollte man in 50er Schritten, also zB 150-150-150, 100-100-100, 50-50-50 reduzieren.
        Natürlich liegt es auch daran, wie lange man das Medikament genommen hat, bei 4 Wochen ist es ja noch nicht so lange und könnte weniger Nebenwirkungen haben.
        Du solltest also heute nicht auf 0 runterfahren, sondern über mehrere Tage bzw. Wochen.
        Die Frage wäre auch, wie Du auf Lyrica reagiert hast, hattest Du Nebenwirkungen? Falls ja, wäre eher Gabapentin zu probieren. 50% reagieren auf Lyrica, die anderen 50% auf Gabapentin – beide aus der selben Stoffgruppe.
        LIebe Grüße
        und eine schmerzarme zeit
        Stefan

  7. Hallo Juli,

    ja es gibt irgendwann den Moment, wo man so zusagen auf Entzug gehen sollte bzw. muss. Es kommt immer auf die Medikamente drauf an die man nimmt. Bei Opiaden passiert das leider ab und an das man dann sogar zum Entzug in die Klinik muss, aber man wird dann jeweils wieder neu eingestellt.
    Entzug ist meist nichts schönes, aber auch hier reagiert jeder Mensch anders, du solltest also keine Angst haben, auch ich war bereits im laufe meiner nun 6 Jahre zweimal soweit und alles ist gut gegangen, konnte damit auch was weniger an Opiaden nun nehmen und das ist auch mal was gutes für den Körper.

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen das es mit der Reha klappt und es wird auch vieles dann hoffentlich besser werden.

    Schmerzfreien Dienstag wünscht

    Jürgen

  8. Hallo Juli,

    man muss es denke ich differenziert sehen, warum jemand Medikamente vor einer Rehabilitation umstellt oder gar ganz absetzt. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass einem das aber ersteinmal von dem Ärzten in der Reha vorgeschlagen wird. Bei mir war es so, dass ich zwischen einer Schmerztherapie und dem Reh Aufenthalt innerhalb von zwei Wochen von Palexia auf Tillidin und Amitriptylin umgestellt habe. Das würde ich aber niemandem empfehlen es zum einen Innerhalb der kurzen Zeit, zum anderen vor einer Reha und schon gar nicht so wie ich alleine zu Hause zu machen. Der Plan meiner Ärzte war es, mich endlich vom Morphium weg zu bekommen. Aber am Ende musste ich dadurch einen großen Rückschlag hinnehmen. Ich hatte in den ersten Wochen der Reha unerträgliche Schmerzen und daher mussten wir meine Dosis an Medikamenten verdreifachen. Woraufhin die Ärzte es mir dann freistellten die neue Dosierung zu nehmen oder wieder auf Palexia umzustellen.
    Ich persönlich würde niemandem mit dieser Erkrankung empfehlen vor einer Reha die gewohnten Medikamente abzusetzen oder umzustellen. Man verliert dadurch wertvolle Zeit, weil entweder die Umstellung zu belastend oder die Schmerzen ggf. zu groß werden.

    Wünsche allen einen schmerzarmen Tag

  9. Hallo
    Juli: Warte erst einmal ab, so schnell setzen die keine Medis ab. Sicher werden sie meist alles so lassen wie es ist. Nur mit den Opiaten haben die sich manchmal etwas komisch.

    Ich sollte nach Vorstellung einer Ärztin (Schmerzth.) auch das Jurnista absetzen. Allerdings in einer Klinik und dann gegen das Palexia eintauschen. Habe ich abgelehnt, denn da hätte ich einen Entzug gehabt und dann gleich wieder ein Opiat nehmen müssen..
    Durch Magen- Darm Geschichten hatte ich da schon die Ehre zu testen wie sich das anfühlt.
    Ich glaube es ist auch gefährlich Opiate selbst zuHause zu entziehen. Man kann Krämpfe bekommen und wenn man dann allein ist kann das auch zu Erstickungen kommen.
    Das brauche ich echt nicht!

    Ich denke in den 2 Wochen Reha wird bei dir keiner was machen. Sie sehen ja auch wie es dir geht.
    Ich hoffe es wird wirklich besser!
    Herzliche Grüße
    I.

  10. Hallo Juli ,

    ich habe auch schon Reha gemacht und dort wurden keine Medikamente umgestellt da die Ärzte das

    lieber den Schmerzärzten überlassen haben um mir meine Reha damit zu ermöglichen und keine

    Rückschläge einzustecken .

    Ich selbst habe auch schon einen Entzug in der Klinik gemacht und das habe ich bei einer Multimodalen

    Schmerztherapie machen können dort wurde ich gut betreut und umgestellt.

    Ich würde einen Entzug nicht alleine machen sondern immer wieder in der Klinik wo ich es machen durfte

    Viel Glück in der Reha

    LG Melanie

    • Hallo zusammen 🙂

      Vielen Dank für eure Antworten!! Das beruhigt mich jetzt ein bisschen! Danke euch. :))
      Habe bis jetzt immer noch keine Zusage. Vielleicht trau ich mich und ruf morgen mal an um nachzufragen…. Denn morgen in zwei Wochen würde es losgehen.
      Ich halte euch auf dem laufenden 🙂

      Herzlichste Grüße an euch alle,
      Juli

  11. Ich mußte Lyrica wegen eines neuropathischen Schmerzes im Fuß mit der Differenzialdiagnose CRPS mit unerträglichen Brennschmerzen nach einer Bandscheiben Op mit 600 mg pro Tag einnehmen. Die Wirkung war sehr gut. Dann wurde mir empfohlen wieder abzusetzen in 75 mg Schritten innerhalb weniger Wochen. Der Rebound Effekt war katastrophal. Da ich selber Ärztin bin, konnte ich sofort wieder hochdosieren, indem ich das Mittel selbst kaufte.
    Mein zweiter Absetzversuch lief über 8-9 Monate. Pro Woche habe ich 25 mg der Gesamtdosis reduziert (also z.B. von 600 auf 575 mg). Wenn keine Änderung des Zustands auftrat habe ich in der nächsten Woche weiter reduziert. Wenn eine Verschlechterung im Fuß eintrat habe ich eine weitere Woche abgewartet. So bin ich langsam von dem Arzneimittel weggekommen.
    Ich finde ein absetzen innerhalb von einer Woche und mit 75 mg Schritten sehr gewagt und empfehle immer ein langsames Vorgehen. Mit der Wirkung des Medikaments war ich jedoch sehr zufrieden.

    • Hallo. Ich lese erst jetzt den Beitrag. Ich frage mich immer, was mache ich mit den Schmerzen, wenn sie durchbiss Reduzieren wieder stärker werden? Habe Pregabalin von 100 mg auf 75 mg seit 4 Tage reduziert und habe nun wieder nachts Schmerzen ( blitzartiges Stechen) Ich habe eine Zyste (Tumor) auf einem Nerv sitzen. Ich hatte als Nebenwirkung nur Gewichtszunahme. Vertrage sie also gut. Worauf bezieht sich die Abhängigkeit?

  12. Nach nur 9 Tagen habe ich aufgehört dieses Medikament zu nehmen, weil ich zu viele Nebenwirkungen hatte. Ich hatte große Konzentrationsprobleme und konnte mir dies im Alltag nicht erlauben. Meine Reaktionen waren auch verzögert. Gut schlafen konnte ich davon tatsächlich. Trotzdem wollte ich aus diesem Dämmerzustand wieder heraus und habe, da ich die Medidamente ja erst seit kurzer Zeit genommen habe und nicht sehr hoch dosiert, einfach zunächst die Hälfte genommen und nach zwei Tagen komplett ausgesetzt. DAS WAR OHNE WITZ der reinste Horror! Ich kam mir vor wie auf einem Drogenentzug und habe deshalb später alle Foren und Artikel durchforstet… Ich möchte gar nicht erst wissen wie der Entzug ist, wenn man dieses Teufelszeug länger nimmt und davon runterkommen möchte.

    Jeder Arzt, der dieses Medikament verschreibt sollte es selber mal neun Tage nehmen und dann absetzen. Das kann einfach nicht der richtige Weg sein! Mein Tipp: Niemals erst nehmen.
    Einen positiven Effekt hat es im Nachhinnein schon: bei jedem Medikament überlege zwei bis dreimal ob es nicht Alternativen gibt!

  13. Ich habe das Medikament auch sehr lange nehmen müssen,und ich kann Euch sagen es war der Horror.
    Von heute auf Morgen wurde es mir weg genommen, es hat geheißen es hat keine Nebenwirkungen beim absetzten,und es wurde mir von einem Arzt weg genommen der zu mir gesagt hat sofort absetzen,der aber auch noch nie etwas mit dem zeug zu tuen gehabt hat. Ich bin drei mal durch die Hölle gegangen,und jetzt soll ich es wieder nehmen. Ich habe gedacht ich spinne als mein Arzt das sagte, nie nie wieder dieses zeug.
    Und jeder sollte es ablehnen wen es mal sein sollte es zu bekommen, besser die Finger von dem zeug

    der Markus

  14. Hallo,
    auch ich kann von gefährlichen Nebenwirkungen beim Absetzen von Lyrica berichten: vollständige, kurzzeitige Aussetzer bis zum Gefühl eines sehr starken Schlages an den Kopf, inkl. Sturz, mit sofortiger Einweisung auf die Stroke Unit.
    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich selbstständig die Mittagsdosierung bewusst weggelassen habe. Jedoch nahm ich zu der Zeit noch so viel Anderes, so dass ich eh nicht voll zurechnungsfähig und logisch handelnd war.

    Martina

  15. Hallo,
    ich kann nichts derartiges berichten, ausgenommen der wirklich sehr starken Müdigkeit am Anfang.
    Hier trat schnell die Gewöhnung ein und dann war es ok.
    Weil mir das Medikament aber überhaupt nicht geholfen hat, wurde es nach einiger Zeit abgesetzt.
    Dies geschah zuhause, vorsichtig, über einen langen Zeitraum.
    Von der recht hohen Dosis kam ich volllkommen problemlos runter.

    Lyrica kann also gut vertragen werden oder eben auch nicht, wie soviele Medis.
    Also: keine Panik!
    Tesa

  16. Hallo zusammen ich habe CRPS II an der rechten Hand, seit ca. einem Jahr, bei mir ist es der sogenannte kalte Sudeck das heißt ich vertrage absolut keine Kälte und bin sehr Wind empfindlich an dem rechten Arm, habe dann sehr starke Schmerzen/Schmerzattacken, dann hilft nur noch Wärme und ruhigstellen. Schmerzmittel nehme ich nix, außer der DMSO- Salbe 50% 2 mal am Tag diese hilft mir sehr gut um den Schmerz zu reduzieren an warmen Tagen ohne Wind bin ich sogar teilweise schmerzfrei. Habe auch eine Histaminunverträglichkeit, deswegen vertrage ich keine Schmerzmittel bis jetzt hab ich schon alles mögliche ausprobiert, aber bis jetzt hat nichts geholfen oder ich hatte irgendwelche Nebenwirkungen und trotzdem Schmerzen, zwar weniger aber Schmerzen also eine doppel Belastung zumindest für mich ist das keine Lösung. Ich versuche einfach so gut es geht den Schmerz zu akzeptieren. Hat vielleicht von noch eine Idee wie man Schmerzen ohne Schmerzmittel in den Griff bekommt?
    Liebe Grüße Steffi

  17. Hallo Stefanie,

    zuerst einmal freut es mich zu lesen, dass du ohne die Einnahme von größeren Mengen Schmerzmittel zurecht kommst. Verwende seit ca. 6 Monaten Versatis Pflaster (5%), womit ich eine deutliche Schmerzreduktion erreiche. Der Vorteil ist hier darin zu sehen, das du kein Medikament nehmen musst, sondern das Pflaster direkt auf die Schmerzende Stelle klebst. Das Pflaster bleibt dann 12 Stunden drauf und dann kommt eine 12 stündige Pause.
    Ich kann durch die Anwendung des Pflaster weitgehend ohne Krücken gehen und habe mein Morphium Verbrauch um das 4 fache reduziert.

    Ich wünsche dir schmerzarme Tage mit hoffentlich wenig Wind!

    • Hallo Strubbel,

      das Versatis Pflaster 5% das hab ich auch ausprobiert, aber bei mir hat es eher Schmerzen ausgelöst, da es ja eher eine kühlende Wirkung hat, aber es freut mich das es bei dir so eine gute Wirkung hat.
      Das ist echt schön das es auch positive Momente bei dieser Krankheit gibt.

      Ich wünsch dir auch eine schmerzarme Zeit

  18. Hallo zusammen,
    auf die Frage nach einer Bewältigung der Schmerzen ohne (hammerharte) Schmerzmittel wird unsere Fortbildungsveranstaltung in Köln am 9.7.2015 eine Antwort geben.
    Weitere Informationen im aktuellen Beitrag (siehe Letzte Beiträge rechts in der Seitennavigation) oder über forbi.crps-nrw.de
    Liebe Grüße
    Stefan

  19. Hallo Zusammen,

    auch ich habe Lyrika über einen Zeitraum von 8 Monaten verschrieben bekommen. Die Tagespreis von 600 Milligramm täglich habe ich dann innerhalb von 6 Wochen abgesezt.
    Die Entzugserscheinungen waren bei mir nicht so schlimm wie hier teilweise mitgeteilt wurden. Also nicht Jedem geht es beim Absetzen des Medikament so beschissen.

    • Hallo Achim,
      wie hast du die 600mg in den sechs Wochen abgesetzt.
      Ich nehme jetzt bereits seit 11 Jahren 300/0/300 mg Lyrica wegen einer zerrissenen Nervenwurzel bei einer PLIF Operation meiner Lendenwirbelsäule.
      Lange Zeit hielten sich meine Schmerzen mit 120 mg Morphin und diesen 600 mg Lyrica in Grenzen.
      Jetzt leide ich aber schon seit ca. 6 Monaten an sehr starken Schmerzen in beiden Beinen, der Wirbelsäule, dem Rücken und aller unteren Gelenke, sowie sehr starkem Zittern, Frieren, Herzproblemen und Schlaflosigkeit.
      Außerdem habe ich in den 11 Jahren bis jetzt knapp 60 kg zugenommen.
      Das sind alles Probleme, die als Nebenwirkungen von Pregabalin beschrieben werden.
      Ich halte es fast nicht mehr aus, weswegen ich dieses Teufelszeug Lyrica loswerden will.
      Da meine Tagesration aus 2 x 300 mg Kapseln besteht, frage ich mich wie ich es am besten absetzen kann.
      Ist es zu schaffen, wenn ich anfangs ( ca. 2 Wochen ) die 300 mg abends weg lasse und dann später die morgendliche Dosis weg zu lassen?
      Welche Tipps kannst du, oder vielleicht ein Fachmann, mir geben?
      Bin für jeden guten Ratschlag dankbar.

      • Hallo,
        ich reduziere z.Zt. Lyrica (habe es wegen Angstzuständen bekommen). Zunächst von 450 mg bis 300 mg in 50 mg Schritten zwischen jedem Arztbesuch (alle 6 Wochen). Dann eine Pause, weil es mir psychisch schlechter ging. Ab 300 mg soll ich pro Monat nur noch um 25 mg reduzieren. Das dauert zwar dann länger, aber ist mir aber sicherer. Wenn Absetzwirkungen auftreten ggf. mit dem Absetzen pausieren oder wieder eine Zeitlang etwas aufdosieren. Bitte Absetzen nur in Ansprache mit dem behandelnden Arzt.

      • Hallo, ist reichlich spät, aber pregabalin gibt es auch im Tabletten. Diese sind leichter zu reduzieren. LG Barbara

  20. hallo zusammen ich nehme Lyrica seid juni 2016,bis vor drei tagen,hatte bis vor 4 wochen 5omg,wurde dann erhöht auf 100mg habe sie auf anraten eines neurochirurgen abgesetzt,hatte starke sehstörungen strassen wurden breiter,konnte zum schluss kein Auto mehr fahren bin immer zu weit links auf der rechten Spur gefahren. hatte auch bandscheiben op mit bleibender Gefühlsstörung im bein, der Operatör sagte, weiternehmen bis März ein anderer Arzt sagte, sofort absetzen,damit ich wiedr besser sehen kann und den strassenverkehr nicht gefährde.Ausser starker Müdigkeit und frieren hab ich keine Entzugserscheinung, habe auch selbstständig alleine abgesetzt.mal sehen was noch kommt

  21. Hallo,
    habe Lyrica gegen meine Angstzustände verschrieben bekommen (250 mg). Nachdem es kaum Wirkung gezeigt hat, aber massive Nebenwirkungen mit sich brachte, sollte es abgesetzt werden (nehme es seit 2 Monaten). Mein Arzt, der sich offenbar nie mit dem Beipacktext des Medikaments auseinander gesetzt hat, riet mir es einfach wegzulassen. Ich hatte nie zuvor eine derartige Panik, gepaart mit vielen anderen psychischen und körperlichen Entzugserscheinungen, erlebt. Also wieder aufdosiert. Nach einer Woche hatte sich das psychische Gesamtbild einigermaßen beruhigt.
    Gut. Nach Recherchen in diversen Foren, in denen das Absetzen in sehr geringen Dosen über einen längeren Zeitraum empfohlen wird, folgte der erste Selbstversuch. 25 mg abends weggelassen. Nach wenigen Tagen stellten sich die ersten Enzugserscheinungen ein – vorallem Angst und Depressionen. Habe es zwei Wochen durchgehalten und musste dann wieder aufdosieren. Zwei Wochen später nächster Versuch – 25 mg abends weniger. Das selbe Szenario wie beim ersten Mal. Also nach zwei Wochen zurück zur Ausgangsdosis – und es geht mir wieder besser, zumindest was die Angstzustände betrifft.
    Habe auch vor Jahren Benzos ausgschlichen. Das war ein Spaziergang im Gegensatz zu diesem Horror-Medikament.
    Ich werde es weiter versuchen abzusetzen, in noch kleineren Dosen und hoffe das es mir gelingt irgendwie von diesem Medikament loszukommen.
    Was soll ich noch sagen: Im Zweifelsfall – Finger weg und Alternativen suchen.
    LG
    Jörg

    • Hallo Jörg,
      vielen Dank für Deine Nachricht. Diese Nebenwirkungen sind bei Lyrica durchaus bekannt, aber sind von Person zu Person unterscheidlich. Leider gibt es für CRPS kein besimmtes Medikament und man behilft sich mit den sog. Antikonvulsiva wie Lyica bzw. dem Wirkstoff Pregabalin. Uns haben shcn einige Betroffene von derartigen Nebenwirkungen berichtet und auch ich haben ähnliches erlebt. Neben Pregabalin gibt es noch das Medikament Gabapentin, welches ebenfalls aus der Stoffgruppe ist. Wir haben festgestellt, dass einige mehr uns besser auf Lyrica reagieren, die anderen auf Gabapentin, Gleiches gilt für die Ausprägung der Neben- oder Wechselwirkungen. Hier könntest Du einmal Deinen Arzt drauf ansprechen.
      Liebe Grüße
      und eine schmerzarme Zeit
      Stefan
      CRPS NRW Köln e.V.

  22. Ich finde die Kommentare hier sehr hilfreich. Sie zeigen, wie unterschiedlich Menschen reagieren und welche potenziellen Risiken aber bestehen. Eine Frage die mich umtreibt ist, nach welcher Zeit die Nebenwirkungen (die zum Absetzen veranlasst hatten) sich gebessert haben (Schwindel oder Bewegungsstörungen usw). Viele von uns nehmen ja verschiedene Medikamente und es ist zunächst oft nur ein Verdacht, Lyrica könnte die Schuldige sein. Jetzt setzt man teils unter Entzugserscheinungen ab, aber tritt dann auch sofort eine Besserung der Nebenwirkungen auf oder hat das gedauert. Danke für die Erfarhungsberichte in dieser Hinsicht.

    • Liebe/r Betroffene/r,
      Vielen Dank für Deine Nachricht. CRPS zählt weltweit nicht zu Unrecht als eine der schwersten Schmerzerkrankungen. Daher kommt man um die Einnahme von Medikamenten kaum herum. Alle Medikamente haben nun leider auch noch Nebenwirkungen für die man teilweise andere Mittel nehmen muss und so täglich einen ganzen Cocktail an Pillen und Tabletten einnehmen muss. Wenn man damit aber eine gewisse Stellung der Schmerzen erreicht, sollte man es nicht kategorisch ausschliessen und als Teufelszeug verwehren.
      Bei manchen Medikamenten, vor allem den Opiaten, lassen die Nebenwirkungen nach einigen Tagen nach, wenn man darauf eingestellt ist. Ebenso tauchen die Nebenwirkungen bei Änderungen der Dosis oder Absetzen auf. Das ist aber meist nach einigen wenigen Tagen erledigt. Bei den sog. Antiepileptika Lyrica und Gabapentin (Mittel der Wahl bei CRPS und Nervenschmerzen) sind leider Nebenwirkungen auf Dauer der Einnahme bekannt, die auch nach einigen Tagen nicht weggehen. Es hat sich aber gezeigt, dass bei der Hälfte der Erkrankungen Lyrica (Pregabalin) und bei der anderen Hälfte Gabapentin nebenwirkungsarm ist. Daher sollte man mit seinem Arzt ausprobieren, welches Mittel besser verträglich ist. Zur Frage der Nebenwirkungen beim Absetzen der Antiepileptika können wir aus uns kommunizierten Erfahrungen berichten, dass nach etwa 7-10 Tagen auch die Nebenwirkungen von Lyrica bzw. Gabapentin verschwunden sind. Hier reagiert natürlich jeder Körper anders. Gerade bei diesen beiden Medikamenten ist ein sehr sanftes Absetzen in kleinen (Dosis) aber langen (Tage) Schritten anzuraten.
      Liebe Grüß0e und eine schmerzarme Zeit
      Stefan
      CRPS NRW Köln e.V.

  23. Hallo zusammen

    Ich finde es erschreckend all diese Kommentare zu lesen. Meine Mama (68) hat auch sehr schwere Nebenwirkungen vom Absetzen des Pregabalins. Der Hausarzt versteht es nicht wirklich und so bekommt sie keine Hilfe. Auch wir von der Familie wissen leider nicht wie ragieren. Nebst starken Schmerzen in den Extremitäten hat sie Angstzustände und äussert, dass Sie lieber nicht mehr Erwachen mächte :-(.

    Hat jemand einen Ratschlag? Wer oder wie kann man helfen?

  24. Hallo. Ich habe mir hier die Kommentare durchgelesen und habe erst überlegt ob ich es wirklich riskieren will Pregabalin abzusetzen, aber jetzt bin ich mitten drin und weiss nicht so richtig weiter wie ich die Entzugserscheinungen von meinen tatsächlichen Beschwerden unterscheiden soll.. Ich habe nach einer HWS Fraktur Nervenschmerzen an den Händen und um den Bauch über den Rücken. Man hat mir sofort nach dem Unfall Lyrica verabreicht, so dass ich jetzt, ca 8 Monate später garnicht weiss wie schlimm die Beschwerden ohne Pregabalin sind. Ich Hatte die Dosis erst von 2 x 150 auf 2 x 250 gesteigert aber das jckende, brennende Gefühl in den Händen, Bauch war nicht wirklich zufriedenstellend weg. Das ist auch der Grund warum ich sie nicht mehr nehmen will. Die Beschwerden wie Gedächtnisverlust, fehlende Konzentration, Koordination behindern mich zusätzlich im Leben. Ich habe vor 4 Wochen über 25mg Schritte von 2 x 200mg auf 2 x 100mg runtergesetzt und jetzt vor 4 Tagen komplett auf Null.. Nun ist es so dass ich total depressiv geworden bin, habe hin und wieder Schüttelfrost, bin sehr schnell müdr und schwach, kann Abends lange nucht einschlafen und das was mich beunruhigt ist das, dass das Kribbeln bzw Brennen stärker geworden und auch manchmal am ganzen Oberkörper ist.. Habe schon mehrmals überlegt, das Zeug wieder zu nehmen, aber dann denke ich wieder dass es vielleicht nur die Entzugserscheinungen sind und meine tatsächlichen Beschwerden garnicht so heftig sind. Wann ist das Pregabalin komplett aus dem Körper raus dass man das beantworten könnte? Wie hier schon so oft gelesen, kann ich auch keine wirkliche Hilfe von meinem Arzt erwarten. Das Absetzen ist mit ihm zwar abgesprochen, aber den Zeitpunkt wollte ich selber festlegen. Viele Grüße und alles Gute Euch..

    • Hallo Tom,
      vielen Dank für Deine Nachricht. Es ist leider bekannt, dass Pregabalin/Lrica starke Nebenwirkungen haben kann. Des weiteren kann es auch zu sehr starken Entzugserscheinigungen beim Absetzen kommen.
      Es hat sich gezeigt, dass ein Teil der Patienten, die Probleme mit Lyrica/Pregablin haben, besser mit Gabapetin zurecht kommen. Das solltest Du in Deinem Schmerzgeschehen überdenken.
      Um nun von Lyrica herunterzukommen, ist eine sehr langsame und geringwertige Reduzierung notwendig. Dieses sollte in 50mg- oder besser 25mg-Schritten erfolgen. Entzugserscheinungen sollten dann gering sein.
      Du solltest also nochmal mit weniger großen Schritten reduzieren. Wenn Du jetzt auf Null bist, spreche mit Deinem Arzt über Gabapentin. Dieses kann die bestehenden Entzugserscheinungen
      vielleicht reduzieren und gleichzeitig gegen Deine Schmerzne helfen. Wir können hier nur Empfehlungen geben und können keinen Arzt ersetzen. Daher ist das gespräch mit Deinem Arzt dringend anzuraten.
      LIebe Grüße
      und eine schmerzarme Zeit
      Stefan
      CRPS NRW Köln e.V.

  25. Hallo Stefan, vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe leider nicht erwähnt, dass ich in der Reha von Pregabalin auf Gabapentin umgestellt wurde. Das Ganze hat ca. 4 Wochen gedauert und da keine Besserung, dann doch woeder zurück zu Lyrica. Ich weiss dass das Ausschleichen langsam und in kleinen Schritten erfolgen sollte, aber nachdem ich dad mit meinem Arzt (Neurochirurg) besprochen habe und er von 2 x 250mg innerhalb einer Woche auf Null „ausschleichen“ wollte, wusste ich dass es nicht der richtige Ansprechpartner war. Amitryptillin habe ich parallel auch ca. 2 Monate, 1 x täglich in sehr geringer Dosis genommen, aber schon vor 2 Monaten abgesetzt weil es Müde gemacht hat. Den Entzug von Lyrica bekomme ich selbstständig hin wenn es nicht noch schlimmer wird denke ich. Aber wenn wenn die Neuropathie dann sehr unangenehm ist, würde ich wieder anfangen Pregabalin zu nehmen um in den gewohnten Zustand zu kommen. Deswegen interessiert es mich so sehr wie lange der Körper braucht um das Zeug komplett abzubauen.. Bin ca. 2m Gross und wiege an die 100kg..
    Gruss, Tom

  26. Hallo ,
    Ich habe da auch mal eine Frage , ich nehme seit einem knappen Jahr 2x75mg Lyrica. So jetzt habe ich aber das Gefühl das ich Herzrhythmusstörungen habe als Nebenwirkung. Da ich mein artz aber spätestens erst Dienstag erreiche weiß ich nicht ob es jetzt schlimm ist das ich es entweder bis Dienstag so lasse oder schon mal langsam morgens das Medikament weg lasse. Daher meine Frage was meint ihr ?

    • Hallo Lillymaus,
      vielen Dank für Deine Nachricht. Diese Frage können wir Dir nicht beantworten. Dafür solltest Du Dich an Deinen behandelnden Arzt wenden.
      LIebe Grüße
      und eine schmerzarme Zeit
      Stefan
      CRPS NRW Köln e.V.

  27. Hallo,
    dies ist ledidiglich eine Info und nicht eine Empfehlung es so zu machen!

    Ich hatte 3 mal täglich 150mg Lyrica fast 2 Jahre eingenommen. Hab das geistig und körperlich nicht mehr vertragen und von heute auf morgen aufgehört Lyrica zu nehmen. Ich hatte drei Tage Schüttelfrost, Übelkeit, kalten Schweiss und fühlte mich ausgelaugt.
    In den letzten vier Jahren bekam ich Morphin, Ketamin, Lidocain, Novalgin, Palexia, Oxycodon, Baclofen, Musaril um mal einige zu nennen und Pantoprazol 40mg morgens und abends damit der Magen das mitmacht.
    Das breite Spektrum an Nebenwirkungen auf Organe und geistige Verfassung blieb da nicht aus.
    Ich hab CRPS2 im rechten Arm und bin seid 2016 austherapiert.
    Mir hilft gegen die CRPS Symptome wie, schwitzen, Ödeme Schwellung, den Druck, Schmerz am besten Cannabis als Indica Variante (Wichtig) zum Beispiel Bakerstreet oder Pedanios 20/1. Leider erst Anfange das Jahres ausprobiert!
    Hab nicht gedacht das Cannabis so ein hervorragendes Medikament bei CRPS ist. Es wirkt unmittelbar bei inhalativer Einname und nicht erst nach 60 Minuten.
    Meiner Meinung nach kann frühzeitig eingesetzt mit Cannabis, die Manifestierung der Schmerzen im Anfangsstadium, viel besser behandelt werden.
    Was bei mr versaut wurde!!!
    Schönes Wöchenende und bleibt gesund 🙂

  28. Hallo Lillymaus,
    ich hab crps2 im rechten Arm vor vier Jahren hab ich mit Lyrica von 50mg bis 150mg 3x täglich begonnen. Nach fast 2 Jahren waren die Nebenwirkungen so stark, daß ich sofort die Einname stoppen musste.
    Leider war ich zur de Zeit nicht auf dem Stand was CRPS ist und dachte bis vor einem Jahr das geht wieder weg.
    Was immer noch schwer ist geeignete Ärzte in der Nähe, die einem helfen und nicht alles durch Unwissenheit noch schlimmer machen.
    Mein Hausarzt hatte mir Arcoxia, Katadolon, Ibuprofen verschrieben und mich wieder nach Hause geschickt. So nach dem Motto stell dich nicht so an!
    So was geht garnicht. Mein Chirurg sagt: Ich kann da nichts mehr für Sie tun was machen wir denn jetzt?
    Ich muss mir die Therapie überlegen oder wie soll ich das verstehen?
    Den richtigen Ansprechpartner zu finden ist sehr schwer.
    Hinzu kommt die arroganz der Krankenkassen sich das Recht raus zu nehmen, bei Cannabis ihre Zustimmung erteilen zu müssen, wo ansonsten nur der Arzt mit dem Patient zu entscheiden hat was die Einschränkungen und Lebensqualität bessert.
    Mittlerweile sind es über vier Jahre und Anfang des Jahres hat sich alles verschlimmert.

    LG
    Toni

  29. es tut wirklich gut zu lesen, dass ich mir die Entzugserscheinungen beim Ausschleichen von Pregabalin nicht einbilde.
    Meine Hausärztin und mein Neurologe wußten angeblich nichts von einer Abhängigkeit dieses Medikamentes!!
    Es ist unglaublich daß man sich erst im Internet durchlesen muss.
    Wem kann man da noch vertrauen ??
    herzlichst
    Serenella

  30. Ich habe 7 Wochen Pregabalin genommen, Tagesdosis 2×150 mg. Ausgeschlichen habe ich es nach absprache mit meiner Neurologin in 2Wochen ( 2×100, 2×50, dann null). Es hat mich wirklich umgehauen, körperlich und psychisch. Ich bin jetzt 9 Tage auf null und frage mich, wann es besser wird. Kann mir jemand von seinen Erfahrungen berichten und evtl. Tipps geben, was man unterstützend machen kann. Vielen Dank

  31. Guten Tag miteinander!
    Erst die Frage! Sind nach einem Monat und 12/24 std. Zyklus schon Entzugserscheinungen zu erwarten? Also 24 Stunden geht es! Probiere heute Nacht nichts zu nehmen… Mal sehen…

    Was ich hier lese ist KRASS. Ich war 3 Jahre auf der Höchstdosis Tramal danach Morphin und bin auf abraten selbst zuhause auf null gegangen und es war 6 Tage die Hölle, dann auf Tramal, was null gegen die Panik geholfen hat. Jetzt bin ich vom Opioiden Teufelskreis weg aber habe zu meinem Arzt wegen starker Schmerzen auf Pregabalin und es half gegen die Panikattacken, ca. einen Monat. Nehme nur 1 Mal am Tag 300-600mg Abends zur Nacht. :-O Ist viel aber ich esse sehr viel nach dem Opioid Entzug und es wirkt daher sehr schlecht un daher die Menge.
    Bin für Antworten auf die oben im Text gestellte Frage sehr Dankbar!

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