Lyrica (Pregabalin) absetzen

Ich möchte gerne von einer CRPS-Betroffenen erzählen, die nach einer missglückten Hallux valgus Operation ein weiteres Mal operiert wurde und der Sudeck dann erst recht zugeschlagen hat. (Der Arzt hat auch noch nie etwas von der Richtlinie »Niemals in einen aktiven Sudeck operieren!« gehört??. pers.Anm.d.R.) Die Behandlung des Arztes sah eine ambulante Behandlung mit Physiotherapie und Krankengymnastik vor. Von der Ergo- und Spiegeltherapie erfuhr sie erst durch Gespräche mit mir. Allein durch viel Bewegung und tägliches Yoga hat sie sich selbst wieder mobilisiert, so dass sie mit Stock wieder einigermaßen gehen kann und nicht im Rollstuhl gelandet ist. Nachdem die äußeren Merkmale und vor allem die Schmerzen mittlerweile auch weniger wurden, sollte sie vom Arzt aus, die Lyrica/Pregabalin (2x50mg pro Tag) über drei Wochen absetzen. Jeder hatte ihr davon abgeraten und ihr geraten den Entzug stationär zu machen. Hiergegen hat sich ihr Arzt aber massiv gewehrt. Die Betroffene hat es daraufhin alleine versucht und mit den schlimmsten Nebenwirkungen (Benommenheit, nachlassende Aufmerksamkeit, Trunkenheitsgefühl, Doppeltsehen, Gleichgewichtsstörungen, Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Brustschmerzen usw.) geschafft, das Medikament abzusetzen. Teilweise war sie davor, sich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen, berichtete sie mir.

Nun stellt sie die Frage, ob jemand Gleiches mitgemacht hat. Auch wäre einmal zu diskutieren, ob man Patienten bei einem Entzug von einem Medikament mit so hohen Nebenwirkungen allein lassen kann. Ich möchte noch ergänzen, dass die Betroffene über 80 Jahre alt ist.

 

30 Gedanken zu „Lyrica (Pregabalin) absetzen#8220;

  1. Hallo,
    bei mir musste Lyrica abgesetzt werden wegen starker Nebenwirkungen auf die Augen. Man hat mich alleine gelassen
    und das geschah sogar auf Anordnung eines sogenannten Sudeck-Spezialisten. Mir ging es miserabel bei dem Entzug, koerperlich und psychisch. Auch ich habe es alleine geschafft, aber es war schwer.
    Gruss Hanne

    • Hallo zusammen!

      Ja, das Absetzen ist wirklich hart.
      Bin in 11 Wochen von 600mg auf 198 runter.
      Die ersten 50-100 gings ohne große Probleme.
      Aber weiter darunter gehe ich inzwischen nur noch 5mg alle drei Tage.
      Denke den Rest werd ich auch noch schaffen 😉

      • Hallo Stefan ,

        das mit Deinem Runterfahren des Lyrica finde ich gut das sind ja wieder Schritte die man
        doch für den richtigen Weg sehen kann . Es ist nicht einfach ich habe ja Lyrica auch von 600 mg
        entzogen in 3 Wochen allerdings in einer Schmerzklinik .

        Danach brauchte ich aber auch lange um klar zukommen schon der Gedanke mal einen Entzug
        zu machen ist heftig .

        Aber Kopf hoch nicht unterkriegen das schaffst Du .

        Ganz liebe Grüße

        Melanie

        • Danke, Melanie!

          Bei mir wären doppelt so große Schritte schon auch möglich, wenn ich nicht arbeiten müsste.
          Allerdings brauche ich dann wieder einige Tage zum regenerieren. Und in dieser Zeit könnte ich eben auch sanfter runtergehen 😉

          viele Grüße
          Stefan

  2. Hallo zusammen,

    mir ist soetwas beinahe passiert,
    als ich meine erste Reha in Gelsenkirchen gemacht habe wollte mir der behandelnde Arzt ( übrigens auch ein angeblicher Spezialist für CRPS ) auch meine Medikamente wegnehmen.
    Seiner Meinung nach wären diese Medis viel zu stark und leichtere Mittel würden auch ihren Zweck erfüllen.
    Erst nach dem ich mit der BG telefoniert habe und diese dann freundlich nachgefragt hat was denn da los wäre ist der Doktor dann umgeschwenkt.
    Meine Entgiftung habe ich dann einige Wochen später Stationär gemacht und das war auch gut so.

    LG, Andre

  3. Hallo zusammen,

    Mir sind solche Situationen leider auch nicht fremd. Habe vor ein paar Wochen Palexia (200mg) am tag auf anraten der Ärzte alleine abgesetzt und auf Tillidin umgestellt. Erst war geplant das ich dabei trotzdem arbeiten soll und ca.150km/Tag Autofahren muss. Dagegen habe ich mich dann gewehrt und mich krankschreiben lassen. Ich war in der ersten Zeit zu nichts zu gebrauchen und habe Tage gebraucht um wieder einigermaßen mit mir und den Schmerz klarzukommen.
    Zum Glück musste ich Lyrika nicht auch noch entziehen, den ich denke dass ich mich dann total abgeschossen hätte.
    Ich denke immer öfters, dass wir chronischen Patienten nicht so gerne zum Entzug in einer Klinik gesehen werden wollen, und schon gar nicht im Rahmen einer Schmerztherapie.
    Denn wie sollen den dann die Ärzte es gegenüber den anderen Patienten begründen, das die Medikamente doch angeblich nicht zu einer Abhängigkeit führen.
    Im Herbst soll nach 4 Jahren Medikamente zum ersten Mal getestet werden wie ich ganz ohne auskomme, und was dann die schmerzen machen. Hab jetzt schon einen Horror davor, den mein Schmerztherapeut ist der Meinung das ich das alleine Zuhause schaffen muss.

    wünsche allen eine Schmerzfreie Woche!

  4. Hallo Strubbel,
    ich kann mir gut vorstellen, wie es dir gegangen ist. Ich nehme noch immer Lyrica und Plaexia und dazu noch Ametryptilin. Ich habe bisher noch keines dieser Medis komplett abgesetzt und denke, dass das auch wenn alleine dann nur über einen sehr langen Zeitraum geht. Ich habe immer mal wieder reduziert, das ging ganz gut, aber auch da nur mit sehr geringen Veränderungen.
    (10% Reduktion von Lyrica, oder auch 20% Palexia ging schon).
    Du magst Recht haben, dass viele Krankenhäuser mit dem stationären Entzug ein Problem haben. Ich weiß nicht, ob ich so weit gehen würde, dass sie den anderen vorgaukeln, dass man nicht abhängig wird. Ich denke es ist etwas anderes, auf Medikamente angewiesen zu sein, um eien halbwegs akzeptable Lebensqualität zu erreichen. Aber wenn man aus welchen Gründen auch immer, innerhalb kürzerer Zeit absetzen oder umstellen muß, dann geht das halt nur stationär. Ich finde es unverantwortlich, wenn Ärzte einem das zu Hause zumuten, wenn man danach fragt bzw. Sorge hat, das allein zu machen, unverantwortlich – man lebt alleine und niemand bekommt die extremen Nebenwirkungen mit, die das auslösen kann, etc.

  5. Hallo kruemel,

    Ja, du magst recht haben, aber ich kam direkt aus einer stationären Schmerztherapie mit der Vorgabe umzustellen, um dann danach in Reha gehen zu können.
    Da ich alleine lebe konnte ich die Nebenwirkungen zum Glück ganz gut kompensieren und alleine für mich regeln, allerdings gab es auch hier die eine oder andere Situation die ziemlich brenzlig war und durch die vielen Stürze wurden die schmerzen im Fuß auch nicht gerade positiv beeinflusst.
    Bei mir ist seit 2009 das rechte Sprunggelenk betroffen.
    Finde es einfach krass, das man von den Ärzten zum einen gesagt bekommt, das man zu viele Medikamente nimmt und diese dringend angepasst werden müssen, aber bei der Umstellung lassen sie einen dann alleine. Aktuell nehme ich seit der Umstellung wieder mehr Medikamente, weil ich ohne Morphium einfach kaum laufen kann und meine Spastiken nicht in den griff zu bekommen sind.

    Grüße

  6. Hallo ihr Lieben,

    auch ich habe eine solche Erfahrung gerade noch vermeiden können, weil ich mich schlichtweg geweigert habe. In der Klinik, wo mein CRPS an beiden Händen diagnostiziert wurde, bot man mir einen tagesklinischen Aufenthalt an, die haben keine stationären Betten, bei dem innerhalb einer Woche 3×200 Palexia und 3x 600 Gabapentin abgesetzt werden sollten. Ich hätte in der Zeit in einer Pension nahe der Klinik übernachten müssen, wäre also nachts ganz allein gewesen. Der Entzug wäre unbedingt notwendig und ich bräuchte das ganze Zeugs nicht, warum ist es dann erst verordnet worden?

    Mein Schmerztherapeut hier zuhause meinte das sei unverantwortlich und der Meinung bin ich auch. In dem Fall hat mich mein Beruf vor schlimmerem bewahrt.

    Im übrigen habe ich es mit Hilfe des Schmerztherapeuten in der Psychosomatischen Klinik und weiter dann selbst mittlerweile auf 2x 100 Palexia und 3x 300 Gabapentin reduzieren können. Gebraucht habe ich dazu ein halbes Jahr.
    Allerdings nimmt der Schmerz z.Zt. wieder so zu, dass ich ständig überlege, ob ich nicht doch wieder höher dosieren sollte. Denn es ist einfach nicht immer zu ertragen.

    Wehrt euch gegen eine solche Behandlung. Und Abhängigkeit hin oder her; wir nehmen die Medis doch nicht zum Vergnügen und wären alle froh den Kram nicht zu brauchen. Und von der euphorisierenden Wirkung, die Junkies nutzen habe ich noch nie was gemerkt.

    Allen eine gute Woche mit wenig Schmerzen

    Marion

    • Hallo zusammen :))

      Ich habe da jetzt mal eine Frage an euch: verstehe ich das richtig, dass viele von euch vor/ während einer Reha ihre Medikamente absetzen mussten?? Das macht mir jetzt gerade ein bisschen Angst muss ich ehrlich sagen… Denn falls ich jetzt endlich mal die Genehmigung bekomme, werde ich in zwei Wochen auf Reha gehen. Aber absetzen möchte und ich denke kann ich auch nichts, denn jetzt tritt gerade zumindest ein bisschen der Zustand ein, in dem man merkt, dass die Medikamente etwas positives bewirken …..

      Wünsche euch allen einen schönen und schmerzarmen Abend!
      Liebe Grüße,
      Juli

  7. Hallo Juli,

    ja es gibt irgendwann den Moment, wo man so zusagen auf Entzug gehen sollte bzw. muss. Es kommt immer auf die Medikamente drauf an die man nimmt. Bei Opiaden passiert das leider ab und an das man dann sogar zum Entzug in die Klinik muss, aber man wird dann jeweils wieder neu eingestellt.
    Entzug ist meist nichts schönes, aber auch hier reagiert jeder Mensch anders, du solltest also keine Angst haben, auch ich war bereits im laufe meiner nun 6 Jahre zweimal soweit und alles ist gut gegangen, konnte damit auch was weniger an Opiaden nun nehmen und das ist auch mal was gutes für den Körper.

    Ich drücke Dir ganz fest die Daumen das es mit der Reha klappt und es wird auch vieles dann hoffentlich besser werden.

    Schmerzfreien Dienstag wünscht

    Jürgen

  8. Hallo Juli,

    man muss es denke ich differenziert sehen, warum jemand Medikamente vor einer Rehabilitation umstellt oder gar ganz absetzt. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass einem das aber ersteinmal von dem Ärzten in der Reha vorgeschlagen wird. Bei mir war es so, dass ich zwischen einer Schmerztherapie und dem Reh Aufenthalt innerhalb von zwei Wochen von Palexia auf Tillidin und Amitriptylin umgestellt habe. Das würde ich aber niemandem empfehlen es zum einen Innerhalb der kurzen Zeit, zum anderen vor einer Reha und schon gar nicht so wie ich alleine zu Hause zu machen. Der Plan meiner Ärzte war es, mich endlich vom Morphium weg zu bekommen. Aber am Ende musste ich dadurch einen großen Rückschlag hinnehmen. Ich hatte in den ersten Wochen der Reha unerträgliche Schmerzen und daher mussten wir meine Dosis an Medikamenten verdreifachen. Woraufhin die Ärzte es mir dann freistellten die neue Dosierung zu nehmen oder wieder auf Palexia umzustellen.
    Ich persönlich würde niemandem mit dieser Erkrankung empfehlen vor einer Reha die gewohnten Medikamente abzusetzen oder umzustellen. Man verliert dadurch wertvolle Zeit, weil entweder die Umstellung zu belastend oder die Schmerzen ggf. zu groß werden.

    Wünsche allen einen schmerzarmen Tag

  9. Hallo
    Juli: Warte erst einmal ab, so schnell setzen die keine Medis ab. Sicher werden sie meist alles so lassen wie es ist. Nur mit den Opiaten haben die sich manchmal etwas komisch.

    Ich sollte nach Vorstellung einer Ärztin (Schmerzth.) auch das Jurnista absetzen. Allerdings in einer Klinik und dann gegen das Palexia eintauschen. Habe ich abgelehnt, denn da hätte ich einen Entzug gehabt und dann gleich wieder ein Opiat nehmen müssen..
    Durch Magen- Darm Geschichten hatte ich da schon die Ehre zu testen wie sich das anfühlt.
    Ich glaube es ist auch gefährlich Opiate selbst zuHause zu entziehen. Man kann Krämpfe bekommen und wenn man dann allein ist kann das auch zu Erstickungen kommen.
    Das brauche ich echt nicht!

    Ich denke in den 2 Wochen Reha wird bei dir keiner was machen. Sie sehen ja auch wie es dir geht.
    Ich hoffe es wird wirklich besser!
    Herzliche Grüße
    I.

  10. Hallo Juli ,

    ich habe auch schon Reha gemacht und dort wurden keine Medikamente umgestellt da die Ärzte das

    lieber den Schmerzärzten überlassen haben um mir meine Reha damit zu ermöglichen und keine

    Rückschläge einzustecken .

    Ich selbst habe auch schon einen Entzug in der Klinik gemacht und das habe ich bei einer Multimodalen

    Schmerztherapie machen können dort wurde ich gut betreut und umgestellt.

    Ich würde einen Entzug nicht alleine machen sondern immer wieder in der Klinik wo ich es machen durfte

    Viel Glück in der Reha

    LG Melanie

    • Hallo zusammen 🙂

      Vielen Dank für eure Antworten!! Das beruhigt mich jetzt ein bisschen! Danke euch. :))
      Habe bis jetzt immer noch keine Zusage. Vielleicht trau ich mich und ruf morgen mal an um nachzufragen…. Denn morgen in zwei Wochen würde es losgehen.
      Ich halte euch auf dem laufenden 🙂

      Herzlichste Grüße an euch alle,
      Juli

  11. Ich mußte Lyrica wegen eines neuropathischen Schmerzes im Fuß mit der Differenzialdiagnose CRPS mit unerträglichen Brennschmerzen nach einer Bandscheiben Op mit 600 mg pro Tag einnehmen. Die Wirkung war sehr gut. Dann wurde mir empfohlen wieder abzusetzen in 75 mg Schritten innerhalb weniger Wochen. Der Rebound Effekt war katastrophal. Da ich selber Ärztin bin, konnte ich sofort wieder hochdosieren, indem ich das Mittel selbst kaufte.
    Mein zweiter Absetzversuch lief über 8-9 Monate. Pro Woche habe ich 25 mg der Gesamtdosis reduziert (also z.B. von 600 auf 575 mg). Wenn keine Änderung des Zustands auftrat habe ich in der nächsten Woche weiter reduziert. Wenn eine Verschlechterung im Fuß eintrat habe ich eine weitere Woche abgewartet. So bin ich langsam von dem Arzneimittel weggekommen.
    Ich finde ein absetzen innerhalb von einer Woche und mit 75 mg Schritten sehr gewagt und empfehle immer ein langsames Vorgehen. Mit der Wirkung des Medikaments war ich jedoch sehr zufrieden.

  12. Nach nur 9 Tagen habe ich aufgehört dieses Medikament zu nehmen, weil ich zu viele Nebenwirkungen hatte. Ich hatte große Konzentrationsprobleme und konnte mir dies im Alltag nicht erlauben. Meine Reaktionen waren auch verzögert. Gut schlafen konnte ich davon tatsächlich. Trotzdem wollte ich aus diesem Dämmerzustand wieder heraus und habe, da ich die Medidamente ja erst seit kurzer Zeit genommen habe und nicht sehr hoch dosiert, einfach zunächst die Hälfte genommen und nach zwei Tagen komplett ausgesetzt. DAS WAR OHNE WITZ der reinste Horror! Ich kam mir vor wie auf einem Drogenentzug und habe deshalb später alle Foren und Artikel durchforstet… Ich möchte gar nicht erst wissen wie der Entzug ist, wenn man dieses Teufelszeug länger nimmt und davon runterkommen möchte.

    Jeder Arzt, der dieses Medikament verschreibt sollte es selber mal neun Tage nehmen und dann absetzen. Das kann einfach nicht der richtige Weg sein! Mein Tipp: Niemals erst nehmen.
    Einen positiven Effekt hat es im Nachhinnein schon: bei jedem Medikament überlege zwei bis dreimal ob es nicht Alternativen gibt!

  13. Ich habe das Medikament auch sehr lange nehmen müssen,und ich kann Euch sagen es war der Horror.
    Von heute auf Morgen wurde es mir weg genommen, es hat geheißen es hat keine Nebenwirkungen beim absetzten,und es wurde mir von einem Arzt weg genommen der zu mir gesagt hat sofort absetzen,der aber auch noch nie etwas mit dem zeug zu tuen gehabt hat. Ich bin drei mal durch die Hölle gegangen,und jetzt soll ich es wieder nehmen. Ich habe gedacht ich spinne als mein Arzt das sagte, nie nie wieder dieses zeug.
    Und jeder sollte es ablehnen wen es mal sein sollte es zu bekommen, besser die Finger von dem zeug

    der Markus

  14. Hallo,
    auch ich kann von gefährlichen Nebenwirkungen beim Absetzen von Lyrica berichten: vollständige, kurzzeitige Aussetzer bis zum Gefühl eines sehr starken Schlages an den Kopf, inkl. Sturz, mit sofortiger Einweisung auf die Stroke Unit.
    Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich selbstständig die Mittagsdosierung bewusst weggelassen habe. Jedoch nahm ich zu der Zeit noch so viel Anderes, so dass ich eh nicht voll zurechnungsfähig und logisch handelnd war.

    Martina

  15. Hallo,
    ich kann nichts derartiges berichten, ausgenommen der wirklich sehr starken Müdigkeit am Anfang.
    Hier trat schnell die Gewöhnung ein und dann war es ok.
    Weil mir das Medikament aber überhaupt nicht geholfen hat, wurde es nach einiger Zeit abgesetzt.
    Dies geschah zuhause, vorsichtig, über einen langen Zeitraum.
    Von der recht hohen Dosis kam ich volllkommen problemlos runter.

    Lyrica kann also gut vertragen werden oder eben auch nicht, wie soviele Medis.
    Also: keine Panik!
    Tesa

  16. Hallo zusammen ich habe CRPS II an der rechten Hand, seit ca. einem Jahr, bei mir ist es der sogenannte kalte Sudeck das heißt ich vertrage absolut keine Kälte und bin sehr Wind empfindlich an dem rechten Arm, habe dann sehr starke Schmerzen/Schmerzattacken, dann hilft nur noch Wärme und ruhigstellen. Schmerzmittel nehme ich nix, außer der DMSO- Salbe 50% 2 mal am Tag diese hilft mir sehr gut um den Schmerz zu reduzieren an warmen Tagen ohne Wind bin ich sogar teilweise schmerzfrei. Habe auch eine Histaminunverträglichkeit, deswegen vertrage ich keine Schmerzmittel bis jetzt hab ich schon alles mögliche ausprobiert, aber bis jetzt hat nichts geholfen oder ich hatte irgendwelche Nebenwirkungen und trotzdem Schmerzen, zwar weniger aber Schmerzen also eine doppel Belastung zumindest für mich ist das keine Lösung. Ich versuche einfach so gut es geht den Schmerz zu akzeptieren. Hat vielleicht von noch eine Idee wie man Schmerzen ohne Schmerzmittel in den Griff bekommt?
    Liebe Grüße Steffi

  17. Hallo Stefanie,

    zuerst einmal freut es mich zu lesen, dass du ohne die Einnahme von größeren Mengen Schmerzmittel zurecht kommst. Verwende seit ca. 6 Monaten Versatis Pflaster (5%), womit ich eine deutliche Schmerzreduktion erreiche. Der Vorteil ist hier darin zu sehen, das du kein Medikament nehmen musst, sondern das Pflaster direkt auf die Schmerzende Stelle klebst. Das Pflaster bleibt dann 12 Stunden drauf und dann kommt eine 12 stündige Pause.
    Ich kann durch die Anwendung des Pflaster weitgehend ohne Krücken gehen und habe mein Morphium Verbrauch um das 4 fache reduziert.

    Ich wünsche dir schmerzarme Tage mit hoffentlich wenig Wind!

    • Hallo Strubbel,

      das Versatis Pflaster 5% das hab ich auch ausprobiert, aber bei mir hat es eher Schmerzen ausgelöst, da es ja eher eine kühlende Wirkung hat, aber es freut mich das es bei dir so eine gute Wirkung hat.
      Das ist echt schön das es auch positive Momente bei dieser Krankheit gibt.

      Ich wünsch dir auch eine schmerzarme Zeit

  18. Hallo zusammen,
    auf die Frage nach einer Bewältigung der Schmerzen ohne (hammerharte) Schmerzmittel wird unsere Fortbildungsveranstaltung in Köln am 9.7.2015 eine Antwort geben.
    Weitere Informationen im aktuellen Beitrag (siehe Letzte Beiträge rechts in der Seitennavigation) oder über forbi.crps-nrw.de
    Liebe Grüße
    Stefan

  19. Hallo Zusammen,

    auch ich habe Lyrika über einen Zeitraum von 8 Monaten verschrieben bekommen. Die Tagespreis von 600 Milligramm täglich habe ich dann innerhalb von 6 Wochen abgesezt.
    Die Entzugserscheinungen waren bei mir nicht so schlimm wie hier teilweise mitgeteilt wurden. Also nicht Jedem geht es beim Absetzen des Medikament so beschissen.

    • Hallo Achim,
      wie hast du die 600mg in den sechs Wochen abgesetzt.
      Ich nehme jetzt bereits seit 11 Jahren 300/0/300 mg Lyrica wegen einer zerrissenen Nervenwurzel bei einer PLIF Operation meiner Lendenwirbelsäule.
      Lange Zeit hielten sich meine Schmerzen mit 120 mg Morphin und diesen 600 mg Lyrica in Grenzen.
      Jetzt leide ich aber schon seit ca. 6 Monaten an sehr starken Schmerzen in beiden Beinen, der Wirbelsäule, dem Rücken und aller unteren Gelenke, sowie sehr starkem Zittern, Frieren, Herzproblemen und Schlaflosigkeit.
      Außerdem habe ich in den 11 Jahren bis jetzt knapp 60 kg zugenommen.
      Das sind alles Probleme, die als Nebenwirkungen von Pregabalin beschrieben werden.
      Ich halte es fast nicht mehr aus, weswegen ich dieses Teufelszeug Lyrica loswerden will.
      Da meine Tagesration aus 2 x 300 mg Kapseln besteht, frage ich mich wie ich es am besten absetzen kann.
      Ist es zu schaffen, wenn ich anfangs ( ca. 2 Wochen ) die 300 mg abends weg lasse und dann später die morgendliche Dosis weg zu lassen?
      Welche Tipps kannst du, oder vielleicht ein Fachmann, mir geben?
      Bin für jeden guten Ratschlag dankbar.

      • Hallo,
        ich reduziere z.Zt. Lyrica (habe es wegen Angstzuständen bekommen). Zunächst von 450 mg bis 300 mg in 50 mg Schritten zwischen jedem Arztbesuch (alle 6 Wochen). Dann eine Pause, weil es mir psychisch schlechter ging. Ab 300 mg soll ich pro Monat nur noch um 25 mg reduzieren. Das dauert zwar dann länger, aber ist mir aber sicherer. Wenn Absetzwirkungen auftreten ggf. mit dem Absetzen pausieren oder wieder eine Zeitlang etwas aufdosieren. Bitte Absetzen nur in Ansprache mit dem behandelnden Arzt.

  20. hallo zusammen ich nehme Lyrica seid juni 2016,bis vor drei tagen,hatte bis vor 4 wochen 5omg,wurde dann erhöht auf 100mg habe sie auf anraten eines neurochirurgen abgesetzt,hatte starke sehstörungen strassen wurden breiter,konnte zum schluss kein Auto mehr fahren bin immer zu weit links auf der rechten Spur gefahren. hatte auch bandscheiben op mit bleibender Gefühlsstörung im bein, der Operatör sagte, weiternehmen bis März ein anderer Arzt sagte, sofort absetzen,damit ich wiedr besser sehen kann und den strassenverkehr nicht gefährde.Ausser starker Müdigkeit und frieren hab ich keine Entzugserscheinung, habe auch selbstständig alleine abgesetzt.mal sehen was noch kommt

  21. Hallo,
    habe Lyrica gegen meine Angstzustände verschrieben bekommen (250 mg). Nachdem es kaum Wirkung gezeigt hat, aber massive Nebenwirkungen mit sich brachte, sollte es abgesetzt werden (nehme es seit 2 Monaten). Mein Arzt, der sich offenbar nie mit dem Beipacktext des Medikaments auseinander gesetzt hat, riet mir es einfach wegzulassen. Ich hatte nie zuvor eine derartige Panik, gepaart mit vielen anderen psychischen und körperlichen Entzugserscheinungen, erlebt. Also wieder aufdosiert. Nach einer Woche hatte sich das psychische Gesamtbild einigermaßen beruhigt.
    Gut. Nach Recherchen in diversen Foren, in denen das Absetzen in sehr geringen Dosen über einen längeren Zeitraum empfohlen wird, folgte der erste Selbstversuch. 25 mg abends weggelassen. Nach wenigen Tagen stellten sich die ersten Enzugserscheinungen ein – vorallem Angst und Depressionen. Habe es zwei Wochen durchgehalten und musste dann wieder aufdosieren. Zwei Wochen später nächster Versuch – 25 mg abends weniger. Das selbe Szenario wie beim ersten Mal. Also nach zwei Wochen zurück zur Ausgangsdosis – und es geht mir wieder besser, zumindest was die Angstzustände betrifft.
    Habe auch vor Jahren Benzos ausgschlichen. Das war ein Spaziergang im Gegensatz zu diesem Horror-Medikament.
    Ich werde es weiter versuchen abzusetzen, in noch kleineren Dosen und hoffe das es mir gelingt irgendwie von diesem Medikament loszukommen.
    Was soll ich noch sagen: Im Zweifelsfall – Finger weg und Alternativen suchen.
    LG
    Jörg

    • Hallo Jörg,
      vielen Dank für Deine Nachricht. Diese Nebenwirkungen sind bei Lyrica durchaus bekannt, aber sind von Person zu Person unterscheidlich. Leider gibt es für CRPS kein besimmtes Medikament und man behilft sich mit den sog. Antikonvulsiva wie Lyica bzw. dem Wirkstoff Pregabalin. Uns haben shcn einige Betroffene von derartigen Nebenwirkungen berichtet und auch ich haben ähnliches erlebt. Neben Pregabalin gibt es noch das Medikament Gabapentin, welches ebenfalls aus der Stoffgruppe ist. Wir haben festgestellt, dass einige mehr uns besser auf Lyrica reagieren, die anderen auf Gabapentin, Gleiches gilt für die Ausprägung der Neben- oder Wechselwirkungen. Hier könntest Du einmal Deinen Arzt drauf ansprechen.
      Liebe Grüße
      und eine schmerzarme Zeit
      Stefan
      CRPS NRW Köln e.V.

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