Dringender Hilferuf für eine Betroffene

Liebe CRPS-Betroffene und Angehörige,

ich möchte heute kurz von einer CRPS Betroffenen aus dem Ruhrgebiet berichten. Sie hat sich den Sudeck am Fuß und ist dadurch sehr stark im Gehen eingeschränkt, da ihr Fuß sich oft stark verfärbt, anschwillt und eine sehr starke Berührungsempfindlichkeit hat. Sie hat fünf Kinder, die sie jetzt auch alleine versorgen muß, da sie seit Kurzem alleinerziehend ist. Trotz der Krankheit und vor allem trotz der Schmerzen, muß sie den Haushalt schmeissen, in der Küche stehen um ihr Kinder zu versorgen, muss einkaufen, muss sich um die Termine der schulpflichtigen Kinder kümmern, und die lokalen Ärzte sind wie so oft eher weniger hilfreich. Unglücklicherweise oder auch passenderweise hatte sie vor längerer Zeit eine Ausbildung zur Ergotherapeutin angefangen, die sie leider niemals beenden konnte. Nun steht sie relativ alleine da, muss sich um diverseste Anträge kümmern und mit der „servicefreundlichsten Krankenkasse Deutschlands“ rumschlagen, weil man ihr nicht einmal eine Haushaltshilfe oder auch eine (Mutter&Kind)Kur zugesteht. Als ich ihre Geschichte gehört habe – die sich abgesehen vom Kindersegen der Erlebnisse vieler von uns nicht unähnlich ist – war ich erst einmal sprachlos über die Stärke dieser Frau mit dieser schwerwiegenden chronischen Krankheit und konnte ihr nur pausenlos meinen Respekt zollen. Nun spitzt sich die Situation bei Ihr besonders stark zu, sie steht vor dem Hartz IV-Antrag und hat keinerlei professionelle Unterstützung. Ich weiß, dass viele von uns vielleicht in der selben Situation stehen, aber dennoch ist es mir wichtig, hier einmal einen Aufruf zum Zusammenhalt in der Gruppe und auch im Netzwerk zu starten.

Wenn viele von uns vielleicht auf einen Minimalbetrag verzichten können, wäre es für sie möglich, sich vom VDK vertreten zu lassen. Bei Anträgen zur Rente, Schwerbehinderung, Sozialleistungen usw. können so viele Fehler gemacht werden. Daher sollte jeder zumindest einen Fachmann dabei haben.

Natürlich sind der Betroffenen auch Kontakte zu anderen CRPS Betroffenen wichtig. Eine Kontaktaufnahme könnt Ihr über die Administration starten. Ich werde alle Nachrichten an (koeln@crps-nrw.de) direkt an die Betroffene weiterleiten. Es gibt eine Möglichkeit einfach über Paypal zu spenden oder auch eine Überweisung zu tätigen.

Für die Spende mit PayPal, einfach auf den ersten Button klicken. (Voraussetzung ist ein vorhandenes PayPal-Konto, oder im Zahlvorgang dafür registrieren)

Für die Überweisung können nachfolgend die Bankdaten angezeigt werden. Bitte als Verwendungszweck unbedingt »Stern 2014« angeben, damit die Spende auch zweckgebunden genutzt werden kann.

ueberweisen

(Hinweis: Die unter dem Stichwort »Stern 2014« gehen ausschliesslich und abzugsfrei an die besagte CRPS Betroffene. Im Namen der »CRPS NRW Morbus Sudeckselbsthilfegruppe Nordrhein-Westfalen«, des »CRPS Netzwerk – Gemeinsam stark.« sowie natürlich auch der Betroffenen möchten wir bereits jetzt vielen herzlichen Dank sagen. Da unsere Selbsthilfegruppe sowie das CRPS Netzwerk noch kein eingetragener Verein ist (in Vorbereitung), können wir leider noch keine Spendenbescheinigungen nach § 10b EStG ausstellen. Für jede freiwillige Zahlung erstellen wir aber einen Zahlungsnachweis, der in der Einkommensteuererklärung als außergewöhnliche Sonderausgabe angegeben werden kann.)

Orthopäde mit Sudeckerfahrung in Köln gesucht

Hallo zusammen,
jetzt versuche ich mal selbst an einer Suchanzeige: nachdem mein Sudeck wohl aus dem Ruhigstellen und dann Nichtstun und dann „Totstellen“ eines Orthopäden bzw. Olympiaarztes entstanden ist, und ich mittlerweile Symptome an meinem rechten Fuss feststelle, hat mich mein behandelnder Schmerztherapeut zum Orthopäden geschickt. Aber nach dem bisherigen Griff ins Klo und noch nicht so erhiebiger Ärzteliste für Orthopäden in NRW würde ich gerne hier einen Vorschlag für einen sudeckerfahrenen Orthopäden (oder Chirurgen) bekommen….

Nachdem mein noch immer akuter Sudeck im linken Fuß wohl austherapiert ist, und ich nicht immer im Rolli sitzen will, möchte ich da gerne mit Krücken hingeben, solange es noch geht.
Danke im Voraus.

Liebe Grüße
Stefan

Informationen zur Langfristgenehmigung einer Heilmittelverordnung für gesetzlich Krankenversicherte

Viele chronische Schmerzpatienten haben Probleme, in ausreichendem Umfang Verordnungen zur Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie zu erhalten. Einigen CRPS-Erkrankten geht es genau so. Seit dem 01.07.2011 haben gesetzlich krankenversicherte Menschen mit schweren und langfristigen Behinderungen die Möglichkeit, einen Antrag gemäß § 8 Abs. 5 der Heilmittelrichtlinie (HeilM-RL) zu stellen. Der Antrag bei der Krankenversicherung kann feststellen lassen, dass die besondere Schwere und Langfristigkeit einer Behinderung vorliegt und somit ein dauerhafter Heilmittelbedarf gegeben ist. Dies betrifft vor allem die Bereiche Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Von dieser Neuregelung sollten nur die Patienten Gebrauch machen, die Schwierigkeiten haben, Verordnungen in einem ausreichenden Umfang für ihre Heilmittelbehandlung zu erhalten. Sie können bei Ihrer gesetzlichen Krankenversicherung einen Antrag stellen und feststellen lassen, dass die besondere Schwere und Langfristigkeit einer Behinderung vorliegt und somit ein dauerhafter Heilmittelbedarf gegeben ist. Unter dem nachfolgenden Link https://www.igmetall-augsburg.de/news/meldung.html?id=49775 ist der Sachverhalt erläutert und man findet dort einen Musterantrag. Wird der Antrag genehmigt, ist zu beachten, dass die Feststellung der besonderen Schwere und Langfristigkeit einer Behinderung keine ärztliche Verordnung ersetzt. Für die fortlaufende Heilmittelbehandlung muss auch weiterhin eine Heilmittelverordnung (außerhalb des Regelfalls) durch den behandelnden Arzt ausgestellt werden, der große Vorteil für uns Patienten ist, dass der Arzt mit dem Ausstellen dieser Verordnungen keine Probleme hat, denn sie belasten nicht sein Budget. Außerdem erhält man dann je Verordnung jeweils 10 Behandlungen, was schon eine große Erleichterung ist. Viele Ärzte kennen diese Neureglung noch gar nicht und sind erfreut, wenn sie darüber informiert werden. Es gibt schon einige CRPS-Patienten, deren Antrag von den jeweils zuständigen Krankenkassen genehmigt worden ist.

Rechtliche Grundlagen

Wenn es sich um eine langfristige Genehmigung einer Verordnung außerhalb des Regelfalls handelt (§ 8 Abs. 5 HeilM-RL), wird das Budget des Arztes nicht belastet. Dies ergibt sich aus § 106 Abs. 2, § 32 Abs. 1 a SGB V.

§ 32 Abs. 1a SGB V Heilmittel

(1a) Versicherte mit langfristigem Behandlungsbedarf haben die Möglichkeit, sich auf Antrag die erforderlichen Heilmittel von der Krankenkasse für einen geeigneten Zeitraum genehmigen zu lassen. Das Nähere, insbesondere zu den Genehmigungsvoraussetzungen, regelt der Gemeinsame Bundesausschuss in den Richtlinien nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 6. Über die Anträge ist innerhalb von vier Wochen zu entscheiden; ansonsten gilt die Genehmigung nach Ablauf der Frist als erteilt. Soweit zur Entscheidung ergänzende Informationen des Antragstellers erforderlich sind, ist der Lauf der Frist bis zum Eingang dieser Informationen unterbrochen.

§ 106 Abs. 2 SGB V Wirtschaftlichkeitsprüfung in der vertragsärztlichen Versorgung

(2) Die Verordnung der nach § 32 Absatz 1a Satz 1 genehmigten Heilmittel unterliegt nicht der Wirtschaftlichkeitsprüfung nach Satz 1.

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe hat unter dem Titel »Praxisbesonderheiten / Langfristverordnung – Hinweise und Erläuterungen zu neuen Vereinbarungen in der Heilmittelversorgung« veröffentlicht. Unter nachfolgendem Link kann man sich diese Veröffentlichung ansehen: https://www.kvwl.de/mediathek/son_aus/2013/ppe_47.pdf

 

Und was muss ich als Patient tun?

Den Musterantrag ausdrucken, auf die eigenen Belange anpassen, unterschreiben und an die eigene Krankenkasse schicken. Bereits im Vorfeld den Haus- oder Facharzt über den Antrag und die Besonderheiten informieren. Die Krankenkassen fordern dann meist beim Antragsteller noch eine ärztliche Verordnung außerhalb des Regelfalles (Muster 13) und einen Therapiebericht vom Therapeuten. Beides muss man sich dann beim Arzt und Therapeuten besorgen und der Krankenkasse zusenden. Und dann heißt es Geduld haben und die Entscheidung der Krankenkasse abwarten.

Viel Erfolg!

Quelle: ein CRPS-Betroffener, der namentlich nicht genannt werden möchte.

Lyrica (Pregabalin) absetzen

Ich möchte gerne von einer CRPS-Betroffenen erzählen, die nach einer missglückten Hallux valgus Operation ein weiteres Mal operiert wurde und der Sudeck dann erst recht zugeschlagen hat. (Der Arzt hat auch noch nie etwas von der Richtlinie »Niemals in einen aktiven Sudeck operieren!« gehört??. pers.Anm.d.R.) Die Behandlung des Arztes sah eine ambulante Behandlung mit Physiotherapie und Krankengymnastik vor. Von der Ergo- und Spiegeltherapie erfuhr sie erst durch Gespräche mit mir. Allein durch viel Bewegung und tägliches Yoga hat sie sich selbst wieder mobilisiert, so dass sie mit Stock wieder einigermaßen gehen kann und nicht im Rollstuhl gelandet ist. Nachdem die äußeren Merkmale und vor allem die Schmerzen mittlerweile auch weniger wurden, sollte sie vom Arzt aus, die Lyrica/Pregabalin (2x50mg pro Tag) über drei Wochen absetzen. Jeder hatte ihr davon abgeraten und ihr geraten den Entzug stationär zu machen. Hiergegen hat sich ihr Arzt aber massiv gewehrt. Die Betroffene hat es daraufhin alleine versucht und mit den schlimmsten Nebenwirkungen (Benommenheit, nachlassende Aufmerksamkeit, Trunkenheitsgefühl, Doppeltsehen, Gleichgewichtsstörungen, Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Brustschmerzen usw.) geschafft, das Medikament abzusetzen. Teilweise war sie davor, sich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen, berichtete sie mir.

Nun stellt sie die Frage, ob jemand Gleiches mitgemacht hat. Auch wäre einmal zu diskutieren, ob man Patienten bei einem Entzug von einem Medikament mit so hohen Nebenwirkungen allein lassen kann. Ich möchte noch ergänzen, dass die Betroffene über 80 Jahre alt ist.

 

Neues Kalendermodul startklar

Nachdem uns in der letzten Woche leider das Kalendermodul um den Kopf geflogen ist, und unserem Server auch leider zu viel Arbeit gemacht hat, mussten wir uns auch hier nach etwas Neuen umsehen – wir waren ja gerade in Übung durch das neue Chattool…. Aber als Betreiber einer Plattfom wie dieser muß man stets auf dem Laufenden sein und neue Techniken und Module oder Programme anbieten, die Wünsche der Benutzer stets im Blick haben und dennoch auf eine schlanke Installation achten.

Das haben wir nun, wie wir meinen, mit dem neuen Kalendermodul, welches gleichzeitig auch eine neue Agenda-Funktion (Listendarstellung) mit sich bringt.

Zugang zum Kalender, zur Terminseite und zur neuen Agenda bekommt man wie bisher über die Menuleiste, wenn man auf Startseite klickt.

 

 

 

Oder man wählt den direkten Weg über die nachfolgenden Adressen:

→Zugriff auf den Kalender mit KALENDER.crps-nrw.de

→Zugriff auf die Terminliste mit TERMINE.crps-nrw.de

→Zugriff auf die neue Agenda mit AGENDA.crps-nrw.deLogo neu

Projekt »1. interdisziplinäres CRPS Symposium«

symposium

Frank Bergs von der Sudeckselbsthilfegruppe in Bremen hatte die Idee, an einem Samstag mehrere Ärzte einzuladen, die zu verschiedenen CRPS-Fragestellungen und auch Therapiemöglichkeiten, Erfahrungen etc. referieren werden. Dieses sollte zunächst im Mai im RotKreuz-Krankenhaus in Bremen stattfinden. Aus eigenen gesundheitlichen Gründen und aus Zeitgründen der ursprünglich geplanten Ärzte wurde die Idee zunächst auf die zweite Jahreshälfte verschoben und dann leider gänzlich in die Ferne verschoben.

Im Gruppentreffen im Februar in Bremen fand die Idee aber einen sehr hohen Anklang und es wurden bereits wichtige Fragen diskutiert, wie zum Beispiel der Kostenfaktor: Eventuell fallen Kosten für eine Räumlichkeit an, dann möchten die refrerierenden Ärzte wahrscheinlich auch eine Art Aufwandsentschädigung oder zumindest einen Auslagenersatz, wenn Sie sich schon einen Samstag Zeit nehmen, um zu von ihnen im Vorfeld vorzubereitenden Themen zu referieren. Zum einen wurde die Idee des Sponsoring angesprochen: Es werden sich sicherlich verschiedene Firmen als Sponsor für die Veranstaltung finden lassen. Hier gab es auch bereits ein paar Ideen, wer dafür angesprochen werden könnte. Die anderen Anwesenden fanden auch die Idee eines geringfügigen Teilnahmebeitrags (etwa 10-15,- Euro) oder eines gewünschten Spendebeitrags (Betrag offenlassen oder einen Beispielbetrag iHv 5,- oder 10,- Euro) nicht verkehrt.

Im letzten Gruppentreffen in Köln wurde die Idee des »1. interdisziplinären CRPS Symposiums« ebenfalls positiv angenommen und es kamen gleich auch ein paar neue Ideen von möglichen Rednern/Referenten. Damit war das Projekt des Symposiums in Köln geboren und wird nun in diesem Beitrag vorgestellt und sollte hier zu einer lebhaften Diskussion über Kostenfaktor und Sponsoring, Räumlichkeiten, Redner/Referenten, Termin (in der zweiten Jahreshälfte 2014) und Organisation anregen. Ausserdem sollte der Arbeitstitel »1. interdisziplinäres CRPS Symposium« eventuell überdacht werden. Vorschläge hierzu sind ebenfalls erbeten. Wir können aus den Vorschlägen dann eine Umfrage starten.

Es könnte auch ein kommender Chatabend – vielleicht am Mittwoch, 9. April 2014 von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr genutzt werden (unabhängig vom nächsten geplanten Expertenchat im April 2014, separate Ausschreibung beachten).

Also das Kommentieren ist eröffnet! 🙂

success

 

→ Link zum Plakatentwurf für das Symposium

Rentenantrag auf Erwerbsminderung / Nahtlosigkeitsregelung: wichtige Paragraphen des Sozialgesetzbuches

Wenn man als CRPS-Erkrankter vor der sog. Aussteuerung aus dem Krankengeld steht, stellt sich die Frage, was nun zu tun ist, um auch weiterhin seinen Unterhalt sichern zu können.

Im besten Falle sollte man versuchen, mit seinem behandelnden Arzt eine stufenweise Wiedereingliederung an den alten Arbeitsplatz (auch Hamburger Modell genannt) einzurichten, um so stückweise wieder bis zur möglichen Vollzeitbeschäftigung zurückzukehren. Sofern durch weiterhin schlechte Krankheitszustände und Prognose eine Wiedereingliederung nicht möglich sein, sollte man an einen Rentenantrag, und zwar an eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) denken. Diese kann bei teilweiser EIngliederung mit weniger Stunden in eine Teil-EM-Rente oder bei weiterhin unmöglicher Arbeitsleistung in eine Voll-EM-Rente ausfallen. Zu beachten ist, dass diese Rente eine Rente auf Zeit ist, d.h., dass der Gesundheitszustand ständig überprüft wird, um evtl. später wieder in den bisherigen Job zurückzukehren. Somit kann man die Vorstellung, manches CRPS-Erkrankten, „Jetzt ist alles vorbei, jetzt geh ich in Rente, und das wars„, entkräften, da es sich hier nicht um eine endgültige Altersrente handelt. Für den Rentenantrag bei der Deutschen Rentenversicherung, bzw. bei seiner jeweils zuständigen Rentenversicherungsanstalt sind diverse Formulare auszufüllen und Unterlagen zusammenzustellen. Die Internetseiten der Deutschen Rentenversicherung bieten hierzu halbwegs ausführliche Abschnitte mit notwendigen Formularpaketen, die man sich zusammenstellen kann. Erfahrungsgemäß sollte man sich für den Rentenantrag Unterstützung suchen, zum Beispiel beim Sozialverband VDK Deutschland oder beim Sozialdienst vieler Kliniken, oder auch bei den Informationscentern der Rentenversicherung in jeder größeren bundesdeutschen Stadt.

Man muss bedenken, dass so ein Rentenantrag seine Bearbeitungszeit braucht, und dass er beim ersten mal auch oftmals nicht das gewünschte Ergebnis hat oder sogar abgelehnt wird. Dann muss man sich erstmal wieder um fachlichkompetenten und/oder rechtilchen Beistand kümmern, um innerhalb der genannten Fristen Wiederspruch einzulegen.Was man dabei auf keinen Fall aus dem Auge verlieren sollte, ist das Ende der Krankengeldzahlung (Aussteuerung aus dem Krankengeld). Um nun die Zeit von der Aussteuerung bis zur möglichen Rentenzahlung zu überbrücken, gibt es im Sozialgesetzbuch wichtige Paragraphen zur sogenannten Nahtlosigkeitsregelung. Diese bedeutet kurz gesagt, eine Arbeitslosengeldzahlung (ALG I), trotz eines bestehenden Arbeitsvertrages, man aber wegen einer Minderung ihrer Leistungsfähigkeit dennoch nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.

Udo Geiger, Richter am Sozialgericht Berlin hat dazu zwei sehr hilfreiche Texte verfasst.

→Link zum Text »Paragraph 125 SGB III bei Minderung der Leistungsfähigkeit / Nahtlosigkeitsregelung« im PDF-Format

→Link zum Text »Soziale Absicherung bei Zusammentreffen von Arbeitslosigkeit und Krankheit« im PDF-Format

→Link zum »§145 SGB III«

Quelle: www.elo-forum.de (Erwerbslosenforum Deutschland), www.dejure.org (Gesetze und Rechtsprechung verzahnter denn je)

Aktueller Pressebericht des VDK zu »Änderungen beim ALG I §125 SGB III jetzt neu § 145 SGB III«

In diesem Beitrag geht es um die Beantragung von Arbeitslosengeld I trotz bestehendem Arbeitsverhältnis, sog. Nahtlosigkeitsregelung

Achtung: Änderungen beim ALG I – § 125 SGB III jetzt neu: § 145 SGB III

Achtung: Änderung beim Verfahrensablauf bei der Anwendung der Nahtlosigkeitsfälle

Es ist zutreffend, dass der Verfahrensablauf bei der Anwendung der Nahtlosigkeitsfälle geändert wurde. Eine Bewilligung des Arbeitslosengeldes im Rahmen des § 145 SGB III ist nunmehr grundsätzlich erst nach erfolgter ärztlicher Begutachtung – mit Aussage des ärztlichen Dienstes: Kunde kann länger als 6 Monate keine versicherungspflichtige Beschäftigung ausüben – möglich.

Damit Zahlungslücken, z.B. Ende des Krankengeldbezuges, vermieden werden, ist der Kunde bei der Arbeitslosmeldung über das Erfordernis der ärztlichen Begutachtung zu informieren und auch auf eine rasche Mitwirkung (Rückgabe des Gesundheitsfragebogens, Schweigepflichtentbindungserklärung etc.) seinerseits hinzuweisen.

Verzögert sich die ärztliche Begutachtung – länger als 3 Wochen – trotz Vorlage der Unterlagen durch den Kunden kann eine vorläufige Entscheidung nach § 328 Abs. 1 Nr. 3 SGB III getroffen werden.

Bei Leistungsgewährung im Rahmen der Nahtlosigkeitsregelung müsste spätestens innerhalb eines Monats nach Aufforderung durch die Bundesagentur für Arbeit der Reha-Antrag gestellt werden (§ 145 Abs. 2 SGB III). Die Aufforderung zur Reha-Antragstellung erfolgt in der Regel mit der Bewilligung des Arbeitslosengeldes.“

→Link zum Sozialverband VDK Deutschland

→Link zum weiterführenden Beitrag zur Nahtlosigkeitsregelung

Quelle: www.vdk.de, Landesverband Bayern

Morbus Sudeck in der Schulter? Höllische Schmerzen nach Schlüsselbeinoperation

Innerhalb der letzten paar Tage hatte ich zwei Anrufe von Betroffenen mit einem Sudeck in der Schulter. Beide hatten nach einem Unfall eine Operation an der Schulter, und zwar nach einer Schlüsselbeinfraktur. Bei der einen Patientin wurde sogar insgesamt dreimal operiert, weil immer wieder zu lange Schrauben genutzt wurden. Das halte ich ja schon für fahrlässig und eine Verletzung der Nerven an dieser Stelle ist sicher nicht weit hergeholt. Ich würde da sogar vermuten, dass es sich hier sogar um CRPS-II handelt…. Die behandelnden Ärzte, beide Male eine Chirurg, haben aber selbst bei Ansprechen auf einen Sudeck jeweils abgewunken. ein Arzt hat eine Umfangsmessung der Oberarme gemacht und beidseitig den gleichen Umfang festgestellt und das als Beweis gegen einen Sudeck angeführt. Alle anderen Symptom (teigige Haut, Temperaturunterschied, leichte Farbveränderung, Berührungsempfindlichkeit und vor allem Schmerzen wurden nicht mal in Betracht gezogen. Bei einem Chirurgen handelt es sich sogar um einen BG-Arzt, der natürlich eine schnelle Wiederherstellung im Sinn hat. Hier wurde in der letzten Untersuchung noch von einer Plexusläsion gesprochen, die jetzt aber gar kein Thema mehr war. Es wurden weder neurologisch untersucht auf Nervenleitfähigkeit oder auf Bewegungsfähigkeit des Armes oder Kraftverhalten in der Hand… Ich habe beiden nahegelegt, sich mit einem Schmerztherapeuten bzw. besser einem Anästhesiologen in Verbindung zu setzen, da die das Krankheitsbild CRPS voraussichtlich regelmässig behandeln müssen.

Es wäre schön, wenn sich noch andere Schulter-Sudeck-Betroffene finden lassen, um hier vielleicht mal einen Kontakt herzustellen. Kontaktaufnahme bitte über mich (support@crps-nrw.de), da beide leider nur über Telefon zu erreichen sind.

Gesucht: Kartensatz "Hand" / Recognise Flash Cards "Hand"

SOS-xxFür eine Patientin mit einem aktiven CRPS an der linken Hand suche ich eine/n Betroffene/n mit einem Recognise Flash Cards Set für die Hände, wie ich es für die Füße vorgestellt habe.
Link zum Beitrag der Recognise Flash Cards „Fuss“

Es handelt sich hier um eine australische Entdeckung, auch bekannt unter »Graded Motor Imagery (GMI)« bzw. »Seitenerkennung oder Lateralitätserkennung«, bei der das Gehirn trainiert werden soll, um eine veränderte oder verloren gegangene Fähigkeit der Seitenerkennung zu verbessern oder wieder herzustellen.

Da dieser Satz nicht gerade billig in der Anschaffung ist, würde die Patientin sich die Karten gerne eimal ausleihen, um einen möglichen Erfolg antesten zu können, bevor sie viel Geld für Therapiebedarf ausgibt,
der für sie eher nutzlos ist. Vielleicht hat auch jemand eine Kopiervorlage oder selbst erstellte Flashcards, die er gerne verleihen würde. Oder wir erstellen einen Kopiersatz….
Beide Kartensätze gibt es beim AFH Webshop unter folgendem Link. Kartensatz „Hand“, Kartensatz „Fuss

Infos bitte an mich per Chatnachricht oder per Email (koeln@crps-nrw.de).

recognise flash cards hand

vielen dank2 blau