Pressemeldung: Chronische Schmerzen nach Operationen verhindern – Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. erhält Zuschlag vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) – Projekt in Höhe von 7 Millionen Euro

PRESSEMITTEILUNG             

Schmerzpräsidentin Prof. Claudia Sommer:

Chronische Schmerzen nach Operationen verhindern

Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. erhält Zuschlag vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) – Projekt in Höhe von 7 Millionen Euro

Berlin, 28. Oktober 2019. „Ich bin froh, dass sich unter meiner Präsidentschaft die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. erneut als Plattform zur Entwicklung und Durchführung innovativer, großer Projekte behauptet und einen Förderzuschlag von 7 Mio. Euro über einen Zeitraum von 3 Jahren für das Projekt POET-Pain erhalten hat“, so Schmerzpräsidentin Prof. Dr. Claudia Sommer, leitende Oberärztin an der Neurologischen Klinik des Uniklinikums Würzburg anlässlich der jüngsten Förderentscheidungen des Innovationsausschusses (§ 92b SGB V) beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).

Damit besteht die Chance, dass sich zukünftig die Schmerz-Versorgung von Patientinnen und Patienten nach einer Operation in Krankenhäusern verbessert und dass insbesondere bei speziellen, vor einer Operation identifizierten Risikogruppen eine Chronifizierung postoperativer Schmerzen verhindert wird. Dazu soll u.a. ein modulares, individuell auf die Patienten angepasstes Interventionsangebot aufgebaut werden, ein sogenannter „Transitional Pain Service“ agiert stationär und für 6 Monate nach der Operation ambulant als Ergänzung zur Regelversorgung und ausschließlich für Risikopatienten. Das Projekt wird begleitend und nach Abschluss umfassend wissenschaftlich evaluiert, im Optimalfall könnte es nach Projektende regelhaft in die Strukturen des Deutschen Gesundheitswesens eingebaut werden.

Das Projekt POET-Pain (Präventionoperationsbedingter anhaltender Schmerzen durch Einführung eines perioperativen Transitional Pain-Service) startet unter Federführung der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. in der zweiten Jahreshälfte 2020 in einem Konsortium von 12 Partnern, unter der wissenschaftlichen Projektleitung von Frau Prof. Dr. Esther Pogatzki-Zahn, Oberärztin an der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Münster.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat den Auftrag, neue Versorgungsformen, die über die bisherige Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen, und Versorgungsforschungsprojekte, die auf einen Erkenntnisgewinn zur Verbesserung der bestehenden Versorgung ausgerichtet sind, zu fördern. Zu diesem Zweck hat die Bundesregierung einen Innovationsfonds aufgelegt. Ziel des Innovationsfonds ist eine qualitative Weiterentwicklung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. In der aktuellen Förderwelle konnte sich die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. erfolgreich mit ihrem jüngsten Projektantrag POET-Pain durchsetzen. Insgesamt werden 31 weitere Projekte neuer Versorgungsformen zukünftig gefördert, eingereicht wurden 89 Projekte. Pro Jahr fördert der G-BA Projekte in einer Gesamthöhe von 200 – 300 Millionen Euro.

„Der Innovationsfonds hat sich als Förderrahmen insgesamt bewährt“, so Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. und Konsortialführer entsprechender G-BA-Projekte der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. „Anderenfalls würden viele gute Ideen und wissenschaftliche Facherkenntnisse ungleich schwerer den Weg in die konkrete Versorgungsrealität schaffen“. Als Beispiel nennt die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. auch ihr Projekt PAIN2020, welches vom Innovationsfonds seit eineinhalb Jahren mit rund 7 Mio. Euro Fördersumme unter Beteiligung von inzwischen über 30 Zentren vor Ort umgesetzt wird. „Wir sind sicher, dass wir mit beiden Projekten einen sehr guten Beitrag dazu leisten können, die Versorgung von Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten in Deutschland wesentlich zu verbessern“, so Thomas Isenberg.

Ansprechpartner für die Medien/Presse:

Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.

Bundesgeschäftsstelle, Alt-Moabit 101b, 10559 Berlin

isenberg@schmerzgesellschaft.de ,www.schmerzgesellschaft.de

Tel.: 030-39409689-0, Handy: 0171-7831155, Fax: 030-39409689-9

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist mit rund 3.500 persönlichen Mitgliedern die größte wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft im Bereich Schmerz in Europa. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist Mitglied der IASP (International Association for the Study of Pain) sowie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften).

Sie ist zudem die interdisziplinäre Schmerzdachgesellschaft von derzeit 19 mitgliederstarken weiteren medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften im Bereich Schmerz. Diese Perspektive wird zudem erweitert durch die institutionellen korrespondierenden Mitgliedschaften folgender Vereinigungen: SchmerzLOS e. V. Vereinigung aktiver Schmerzpatienten, MigräneLiga e. V. Deutschland, Milton H. Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose (M.E.G.), Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer manual medizinischer Akutkliniken e. V. (ANOA), Interdisziplinäre Gesellschaft für Psychosomatische Schmerztherapie e. V. (IGPS), CRPS Netzwerk – Gemeinsam stark CRPS Bundesverband Deutschland e. V., RLS e. V. Deutsche Restless Legs Vereinigung, ICA Deutschland e. V. Förderverein Interstitielle Cystitis in der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.

Die Mitgliedschaft der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. ist interdisziplinär und interprofessionell und besteht aus Schmerzexperten aus Praxis, Klinik, Medizin, Psychologie, Pflege, Physiotherapie u. a. sowie wissenschaftlich ausgewiesenen Schmerzforschern aus Forschung, Hochschule und Lehre.

Etwa 23 Mio. Deutsche (28 %) berichten über chronische Schmerzen, 95 % davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Mio. Deutschen.

Zur Pressemitteilung (PDF, 729kB)

Quelle: Deutsche Schmerzgesellschaft)

Vielversprechende Behandlungsoption für das komplexe regionale Schmerzsyndrom

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PRESSEMITTEILUNG 11-JUN-2019

Vielversprechende Behandlungsoption für das komplexe regionale Schmerzsyndrom
UNIVERSITÄT VON LIVERPOOL

Eine heute in PNAS veröffentlichte Studie hat eine mögliche Behandlung von Patienten mit Complex Regional Pain Syndrome (CRPS) gefunden.

CRPS ist eine schwere posttraumatische Schmerzzustände, die eine oder mehrere Gliedmaßen betreffen und mit regionalen Schmerzen und sensorischen, Knochen- und Hautveränderungen verbunden sind. Die Ursachen von CRPS sind jedoch noch nicht vollständig verstanden.

Etwa 15 Prozent der Patienten mit CRPS haben auch ein Jahr nach Beginn noch Symptome, die ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen. Für diese Patienten ist die Prognose oft schlecht und die medikamentöse Therapie zur Schmerzlinderung ist selten wirksam.

Ein Team internationaler Forscher unter der Leitung von Dr. Andreas Goebel vom Pain Research Institute der University of Liverpool führte eine Studie durch, um die immunologischen Ursachen für CRPS besser zu verstehen.

Die Forscher untersuchten Antikörper im Serum dieser Patienten, um die potenzielle Rolle dieser Proteine für die Entstehung der Erkrankung zu ermitteln; sie waren besonders daran interessiert, „Neuroinflammation“ zu untersuchen – antikörperinduzierte erhöhte Konzentrationen von Entzündungsmediatoren wie Interleukin 1 (IL-1) in peripheren Geweben oder im Gehirn.

IL-1 ist bekannt dafür, dass es normalerweise lokale und systemische Körperreaktionen auslöst, die darauf abzielen, Mikroorganismen zu eliminieren und Gewebeschäden zu reparieren. Es wurden jedoch immer mehr klinische Bedingungen identifiziert, bei denen die IL-1-Produktion als unangemessen angesehen wird und IL-1 Teil der Krankheitsursache ist.

Die Forscher übertrugen die Antikörper von Patienten mit lang anhaltendem CRPS auf Mäuse und fanden heraus, dass diese Antikörper konsequent einen CRPS-ähnlichen Zustand verursachten. Ein wichtiges Element der „transferierten CRPS“ war die Aktivierung der Gliazellen, eine Art „Neuroinflammation“ in schmerzbezogenen Teilen des Maushirns. Das Team entdeckte dann, dass die Blockade“ von IL-1 mit einem klinisch verfügbaren Medikament, Anakinra“, dazu beitrug, all diese Veränderungen bei den Tieren zu verhindern und rückgängig zu machen.

Forscher der Universität Pécs (Ungarn), der Universität Budapest (Ungarn), der Universität Manchester, der University of Sheffield und des Walton Centre National Health Service Foundation Trust in Liverpool waren ebenfalls an der Studie beteiligt.

Dr. Andreas Goebel, sagte: „Unsere Ergebnisse unterstützen frühere klinische Beobachtungen, dass Patienten mit persistierendem CRPS auf Immuntherapien mit einer Reduktion von mindestens einigen ihrer Krankheitsmerkmale reagieren sollten.

„Dieser Ansatz hat ein attraktives therapeutisches Potenzial und könnte auch einen echten Einfluss auf die Behandlung anderer unerklärlicher chronischer Schmerzzustände haben; wir planen nun, Mittel zu beantragen, um die Wirkung dieses und ähnlicher Medikamente bei Patienten mit CRPS zu testen.“

Die vollständige Studie mit dem Titel „Transfer of complex regional pain syndrome to mice via humane Autoantikörper wird durch Interleukin-1-induzierte Mechanismen vermittelt“ ist unter https://www.pnas.org/content/early/2019/06/04/1820168116.short?rss=1 zu finden.

Quellenangaben/ Media Contact:
Simon Wood
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Studie zur neuen Klassifikaton chronischer Schmerzen (ICD-11)

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Liebe Betroffene, liebe Angehörige,

wie Sie vielleicht gehört haben, wurde vor kurzem von der WHO eine Neuauflage der sogenannten „Internationalen Klassifikation der Krankheiten“ (ICD), fertig gestellt. Diese Neuauflage ist die elfte in der Geschichte der ICD (ICD-11). Nach einer Abstimmung im nächsten Jahr wird sie dann in der Folgezeit in den verschiedenen Gesundheitssystemen, darunter auch dem deutschen, eingeführt werden.

Um die Abbildung und Sichtbarkeit chronischer Schmerzen in diesem wichtigen Diagnostik-Manual zu verbessern, hat eine internationale Arbeitsgruppe unter der Leitung von Herrn Professor Treede von der Universität Heidelberg und Herrn Professor Rief von der Universität Marburg eine neue Klassifikation chronischer Schmerzen für die ICD-11 erarbeitet. Diese neue Klassifikation wurde bereits in die ICD-11 aufgenommen und erste Feldstudien zu ihrer Bewertung durchgeführt.

In einem nächsten Schritt möchten Frau Dr. Barke und ich mit Hilfe einer kurzen Online-Umfrage erfahren, wie betroffene Patientinnen und Patienten zur neuen Klassifikation stehen. Dieser wichtige Aspekt wurde bisher wenig beachtet. Dafür möchten wir so viele Menschen mit chronischen Schmerzen erreichen wie möglich. 

Die Teilnahme an der Umfrage wird ca. 15-20 Minuten dauern. In der Online-Umfrage werden folgende Punkte erfasst:
– Eine kurze Schmerzanamnese
– Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem im Zusammenhang mit den Schmerzen
– Erwartungen und Einstellungen zur neuen Klassifikation nach einem ca. 5-minütigen Informationsvideo
(z.B. der erwartete Einfluss der neuen Klassifikation auf die Kommunikation mit anderen (Familie, Behandlern oder Personen am
Arbeitsplatz) oder die Behandlung)
– Die schmerzbedingte Beeinträchtigung und die allgemeine Belastung durch die Schmerzen und andere Symptome
– Etwaige Erfahrungen mit einer Stigmatisierung aufgrund der chronischen Schmerzen.

https://www.unipark.de/uc/patientenbefragung/

Für eventuelle Fragen stehen ich Ihnen (telefonisch 06421-2822839 oder per E-Mail
ginea.hay@staff.uni-marburg.de) natürlich jederzeit zur Verfügung.

Klinische Studie zu Neridronat in Deutschland

Aachen. Für CRPS / Morbus Sudeck wurde durch den Pharmahersteller Grünenthal, Aachen eine klinische Studie zum Wirkstoff Neridronat (engl. neridronic acid) einem Aminobisphosphat gestartet. In verschiedenen Kliniken in Deutschland können Betroffene an dieser klinischen Studie teilnehmen.

Die Studien werden an Standorten in den USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, der Ukraine, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Polen, Serbien, Australien, Neuseeland und Südkorea durchgeführt.

Es gibt zwei placebokontrollierte klinische Studien, die derzeit Patienten durchführen und rekrutieren. Eine davon verfügt auch über klinische Studienzentren in Deutschland, an denen Patienten in die Studie einbezogen werden können, wenn sie nach allen Ein-/Ausschlusskriterien in Frage kommen.

Hier ist der Link clinical trials.gov für diese Studie: https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT03530345?term=neridronic+acid&cond=CRPS&rank=1

Die klinischen Studienzentren in Deutschland sind:

  • Zentrum für klinische Forschung Dr. med. med. I. Schoel, Bad Homburg, Tel.: 06172/1710784
  • Klinische Forschung Berlin Mitte GmbH, Berlin, Tel.: 030/206580-800
  • BAG Anästhesie, Schmerztherapie, Palliativmedizin, Cottbus, Tel.: 03552/890785
  • Klinische Forschung Hamburg GmbH, Hamburg; Tel.: 040/460763030
  • Klinische Forschung Hannover Mitte, Hannover, Tel.: 0511/169765-0
  • Klinik und Poliklinik für Neurologie Universitätsmedizin Mainz, Mainz, Tel.: 06131/17-2222
  • Klinische Forschung Schwerin GmbH, Schwerin, Tel.: 0385/557740

Die Patienten müssen sich mit den Standorten in Verbindung setzen und möglicherweise einen Termin vereinbaren, um die Eignung zu prüfen. Bitte beachten Sie, dass ein wichtiges Kriterium ist, dass die CRPS-Dauer ab Beginn von Anzeichen und Symptomen nicht mehr als 2 Jahre beträgt. Personen mit einer längeren CRPS-Dauer können nicht berücksichtigt werden.

Die Rekrutierung sollte bis Anfang 2020 fortgesetzt werden.

Für die Aufnahme in die klinische Studie gibt es verschiedene Aufnahmevoraussetzungen, die im nachfolgenden Dokument benannt sind. hierin gibt es auch weitere Informationen zu der Studie. Hierüber kann Kontakt aufgenommen werden.

Fragebogen zu alternativen Behandlungsmethoden

Liebe Betroffene, liebe Interessierte,

Studenten der HEC Paris arbeiten derzeit an einer Lösung, welche chronisch kranken Patienten den Zugang zu alternativen Behandlungswegen erleichtern soll. Sie sind der Überzeugung, dass es möglich ist, durch technologische Entwicklungen den Patienten mehr Information, Transparenz und Austauschwege zu ermöglichen. Durch Kommunikation mit Gleichgesinnten und Informationszugang zu alternativen Behandlungsmethoden (wie z.B. klinischen Studien) hoffen sie, den Patienten etwas von Ihrem Leidensdruck nehmen zu können. 

Um besser zu verstehen, was sich Patienten tatsächlich wünschen, und daraus eine optimale Lösung entwickeln zu können, führen sie eine Umfrage durch.

Link zur Umfrage

Für weitere Fragen stehen die Studenten der HEC Paris jederzeit zur Verfügung, weitere Informationen gibt es unter: www.newpatient.de/

Worte gegen Schmerzen

30.10.2018 | Schmerzkongress 2018 | Kongressbericht | Nachrichten

Zu wenig beachtetes Koanalgetikum

Worte gegen Schmerzen

(c) Schmerztherapie Heilbronn

Autor: Dr. med. Thomas M. Heim

Die schmerzlindernde Wirksamkeit positiver Erwartungen kommt der Potenz starker Schmerzmittel nahe. Negative Erwartungen wiederum können die beste pharmakologische Schmerztherapie kompromittieren. Eine Studie zum postoperativen Schmerz bei Brustkrebspatientinnen bestätigt nun, wie wichtig Kommunikation ist, um positive Erwartungen zu nähren.

„Trotz Leitlinien-basierter Behandlungsoptionen erlebt nach Operationen eine Vielzahl der Patienten Schmerzen mittlerer bis hoher Intensität“, berichtet Prof. Sven Benson, Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie, Uni Essen. Unzureichend behandelte Schmerzen seien für die Betroffenen sehr belastend und bergen Benson zufolge auch ein hohes Risiko für Schmerzchronifizierung, längere Einnahme von Analgetika und Opioidabhängigkeit. Es sei daher dringend notwendig, die postoperative Schmerztherapie zu optimieren. Dabei könne die Tatsache nützlich sein, dass durch die Induktion positiver Erwartungen die Wirksamkeit der Behandlung erheblich verstärkt werden könne. Allein durch Plazebos habe man in Studien Schmerzlinderungen erzielt, die mit der oralen Gabe von 4-6 mg Morphin vergleichbar waren, und auch die Potenz pharmakologisch wirksamer Schmerzmittel variiere sehr stark mit den Erwartungen des Patienten. Ein wichtiger Faktor sei dabei die „Droge Arzt“: Viel wirksamer als eine verdeckte Applikation, etwa über eine computergesteuerte Arzneimittelpumpe, sei immer die offene Gabe, etwa in Form einer Injektion durch eine als solche sofort erkennbare Ärztin, die glaubhaft versichert, sie verabreiche nun ein starkes Medikament.

Benson und Mitforschende führten eine randomisiert kontrollierte Studie mit 120 Brustkrebspatientinnen durch, bei denen eine operative Tumorresektion geplant war. Der einen Hälfte der Patientinnen wurde vor dem Eingriff angekündigt, dass sie möglicherweise im Aufwachraum eine ganz neuartige und vermutlich hoch wirksame Behandlung − ähnlich einer Ohrakupunktur − erhalten würden. Die andere Hälfte wurde lediglich auf diese Möglichkeit hingewiesen, neutral, das heißt ohne die Behandlung zu bewerten. Von beiden Gruppen erhielten wiederum randomisiert jeweils die Hälfte, also ein Viertel aller Patientinnen, eine Plazebo-Akupunktur in 3 vorher festgelegte, aber willkürlich ausgewählte, das heißt keinem Akupunktursystem entsprechende, Punkte am Ohr. Die andere Hälfte beider Gruppen erhielt keine Plazebo-Behandlung. Die postoperative Analgesie erfolgte in allen Fällen patientengesteuert mit parenteralem Morphin.

Die Patientinnen, die vor der Operation eine positive Instruktion erhalten hatten, bewerteten ihre postoperative Schmerzintensität als signifikant niedriger als die Patientinnen, die eine neutrale Information erhalten hatten, und zwar unabhängig davon, ob die Scheinakupunktur durchgeführt wurde oder nicht. Der Morphinbedarf war in allen Gruppen vergleichbar. Insgesamt seien, so Benson, die Patientinnen sehr zufrieden mit der Schmerztherapie gewesen. Nur in der Gruppe der neutral Informierten war die Zufriedenheit der nicht Akupunktierten um einen halben Scorepunkt niedriger als bei denen die die Scheinakupunktur erhalten hatten. Benson vermutet, dass alleine die Einbindung in eine Studie und die einfühlsame und ermutigende Art der Aufklärung vor der Operation den Patientinnen das Gefühl vermittelte, gut versorgt zu werden und keine Angst vor Schmerzen haben zu müssen. „Unsere Studie hat bestätigt, dass Therapieerwartungen Schmerz und Zufriedenheit erheblich beeinflussen können, und dass Kommunikation dabei entscheidend ist“, resümiert Benson.

Basierend auf: Symposium SY07 „Erwartung von Patienten auf Zuversicht und Selbsteffizienz bei der Schmerzlinderung setzen! (DFG-Forschergruppe FOR 1328)“, 18.10.2018, Deutscher Schmerzkongress 2018, Mannheim.

Quelle: springermedizin.de

Schmerzskala alleine reicht nicht

02.11.2018 | Schmerzkongress 2018 | Kongressbericht | Nachrichten

Schmerzbeurteilung

Schmerzskala alleine reicht nicht

Autor:Dr. med. Thomas M. Heim

(c) Mundipharma

Schmerzen sind immer mehrdimensional und umfassen neben der reinen Schmerzintensität immer auch eine Vielzahl weiterer wahrnehmungsbezogener und psychosozialer Faktoren. Dennoch wird in der Mehrzahl der Fälle die Schmerzintensität als alleiniger Parameter zur Beurteilung von Schmerzen herangezogen, sowohl in Studien als auch in der Patientenversorgung. Der Mangel an validierten patientenrelevanten Schmerzverlaufsparametern zeigt sich exemplarisch in Studien zur Qualitätssicherung in der postoperativen Akutschmerztherapie.

Um die Fallstricke einer eindimensionalen Schmerzbewertung zu illustrieren, nennt Prof. Esther Pogatzki-Zahn, Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, Uniklinik Münster, das Beispiel einer Patientin, die einen Tag nach einer Knie-OP in ihrem Zimmer sitzt und strickt. Auf die Frage „wie stark sind Ihre Schmerzen gerade?“, antwortet die Frau lapidar, während sie weiterstrickt (sic!): „Ja, so sieben“.

Eine gute Schmerzbehandlung dürfe, so Pogatzki-Zahn, an dieser Stelle nicht stehen bleiben. Als zusätzliche wichtige Aspekte des Schmerzerlebens seien beispielsweise die Differenzierung zwischen Belastungs- und Ruheschmerz, die allgemeine Zufriedenheit mit der Behandlung und ein möglicher Wunsch nach mehr Schmerzmittel zu erfragen. Wird das Angebot, die medikamentöse Schmerztherapie zu intensivieren, nicht angenommen, kann der Grund darin liegen, dass unter der bisherigen Behandlung Nebenwirkungen aufgetreten sind. Auch die schmerzbedingte Funktionsbeeinträchtigung sei eine wichtige und daher immer aktiv zu erfragende Dimension des Schmerzerlebens. Bei postoperativen Schmerzen gehören dazu unmittelbar OP-assoziierte Beeinträchtigungen von Bewegungsfunktionen, aber auch Schlafstörungen und psychosoziale Aspekte wie Gefühle von Hilflosigkeit oder Angst auf der einen oder Selbstwirksamkeitsüberzeugungen auf der anderen Seite. Bei der Beurteilung des Schmerzerlebens steht natürlich die subjektive Bewertung durch den Patienten im Vordergrund. Sie kann aber durch leicht messbare klinische Parameter ergänzt werden, wie Opioidverbrauch oder Funktionsparameter wie Laufstrecke oder Vitalkapazität.

Um die Dimensionen des Schmerzerlebens zukünftig standardisiert und valide erfassen zu können, werden in einem bereits seit Jahren anhaltenden Prozess der Forschung und Konsensfindung Zielparameter und Evaluationsinstrumente erarbeitet, die sich sowohl für klinische Studien als auch für die Qualitätssicherung in der medizinischen Versorgung eignen sollen.

Prof. Winfried Meißner, Fachbereich Schmerztherapie, Uniklinik Jena, sieht auf diesem Weg hoffnungsvolle Signale. Dazu zählt er beispielsweise die Tatsache, dass die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin nun erstmals Ergebnis-Qualitätsindikatoren für die Versorgung von Schmerzpatienten definiert hat, etwa den Quotienten aus der Anzahl der Patienten, die innerhalb von 48 Stunden nach Aufnahme eine Schmerzreduktion erlebt haben, geteilt durch die Anzahl der Patienten, die bei Aufnahme signifikante Schmerzen hatten.

Auch dass die Konferenz der Gesundheitsminister der Länder sowie die Patientenvertretung im G-BA sich für die Entwicklung von Qualitätsindikatoren in der Schmerztherapie stark machen, wertet Meißner als hoffnungsvolles Zeichen.

Basierend auf: Symposium SY20 „Qualität in der Akutschmerztherapie – messen wir das richtige?“, 19.10.2018, Deutscher Schmerzkongress 2018, Mannheim.

Quelle: springermedizin.de

Fixkombi bei Schmerzen bald als OTC-Arznei

Fixkombi bei Schmerzen bald als OTC-Arznei

Coffein erhöht die Wirkung von Ibuprofen, ohne dass mit vermehrten Nebenwirkungen zu rechnen ist.

Ärzte Zeitung online, 26.10.2018

Ibuprofen plus Coffein

MANNHEIM. Erstmals wird in Deutschland zur Akuttherapie mäßiger bis starker Schmerzen demnächst eine Fixkombination aus Ibuprofen plus Coffein verfügbar sein: In der Zulassungsstudie wurde durch das Adjuvans die schmerzlindernde Wirkung von Ibuprofen in den ersten acht Stunden um circa 30 Prozent erhöht.

Thomapyrin® Tension Duo enthält 400 mg Ibuprofen und 100 mg Coffein und ist voraussichtlich Ende des Jahres OTC in Apotheken erhältlich. Ibuprofen ist gut wirksam und verträglich und das beliebteste Schmerzmittel in Deutschland, sagte Privatdozentin Dr. Stefanie Förderreuther von der Neurologischen Klinik der LMU München. Durch Coffein werde die Wirksamkeit von Ibuprofen erhöht, ohne dass mit vermehrten unerwünschten Wirkungen zu rechnen sei.

Wirkstoffgehalt einer Tasse Kaffee

Durch seine Wirkung im Nervensystem verstärkt und beschleunigt Coffein analgetische Effekte. Zudem verbessert die vasoaktive Substanz die Resorption von Medikamenten. Die in einer Tablette enthaltenen 100 mg Coffein entsprechen etwa dem Wirkstoffgehalt einer Tasse Kaffee, sorgen aber für eine gesicherte Dosis, so Förderreuther bei einer vom Unternehmen Sanofi-Aventis unterstützten Veranstaltung anlässlich des Deutschen Schmerzkongresses. Eingenommen werden sollen bei Akutschmerzen maximal drei Tabletten täglich über maximal drei Tage.

Die bessere Wirksamkeit der Fixkombi im Vergleich zur Ibuprofen-Monotherapie wurde in der Zulassungsstudie bei insgesamt 562 jungen Erwachsenen mit 3-4 Weißheitszahn-Extraktionen und mäßigen bis schweren Schmerzen (NRS ≥ 5) belegt. Die Fixkombi war im Verlauf von 15 Minuten bis 8 Stunden nach Einnahme bei der Schmerzlinderung den drei Vergleichsgruppen (Ibuprofen mono, Coffein, Placebo) überlegen. Eine bedeutsame Schmerzlinderung wurde unter Ibuprofen / Coffein im Median nach 1,13 Stunden im Vergleich zu 1,78 Stunden unter Ibuprofen mono (p=0,0001) erreicht, sagte Förderreuther.

Höhere Ansprechrate

Die Ansprechrate (50-prozentige Schmerzlinderung im Verlauf von sechs Stunden) betrug 71 Prozent in der Fixkombigruppe im Vergleich zu 53 Prozent unter Ibuprofen. Der Bedarf an Rescue-Medikation betrug 16 Prozent vs. 33 Prozent. Bei der Verträglichkeit gab es keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen, so Förderreuther. Es gab keine schweren unerwünschten Wirkungen und keine Therapieabbrüche in der fünftägigen Nachbeobachtungsphase.

Misch-Analgetika erleben eine Renaissance. Während noch Ende der 1990er Jahre davon abgeraten wurde, sprächen jetzt die Daten für Coffein-haltige Kombinationspräparate, fügte Professor Thomas R. Tölle, Neurologe am Klinikum rechts der Isar in München hinzu. Ausgeräumt wurden Vorbehalte bezüglich Nephrotoxizität, Abhängigkeitspotenzial und Förderung von Kopfschmerz. (rf)

Quelle: aerztezeitung.de

Benzodiazepine riskant für Opioidanwender

Benzodiazepine riskant für Opioidanwender

Ärzte Zeitung online, 26.10.2018

Ko-Therapie hat unerwünschte Wirkungen

Patienten unter Langzeittherapie mit Opioiden ohne zwingenden Grund ein Benzodiazepin zu verordnen, ist keine gute Idee. Das bestätigen neue Daten aus den USA: Unter einer Ko-Therapie kommt es einer Studie zufolge häufiger zu Komplikationen.

Von Beate Schumacher

© Mladen Zivkovic / Getty Images / iStock

Jeder vierte Patient mit langfristiger Opioidtherapie erhielt in einer US-Studie zumindest zeitweise auch ein Benzodiazepin.

Das Wichtigste in Kürze

  • Frage: Wie häufig und mit welchen Konsequenzen werden Patienten unter Opioiddauertherapie mit Benzodiazepinen behandelt?
  • Antwort: In einer US-amerikanischen Studie war jeder vierte Opioidpatient betroffen. Unter der Ko-Therapie gab es mehr Stürze und Notfallbehandlungen.
  • Bedeutung: Die gemeinsame Anwendung ist nach Möglichkeit zu vermeiden.
  • Einschränkung: Retrospektive Analyse, keine Angaben zu Ereignishäufigkeiten vor der Therapie.

PORTLAND. In der Leitlinie des US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention zu chronischen Schmerzen wird davon abgeraten, Opioide und Benzodiazepine gemeinsam anzuwenden.

Im Alltag scheint das bislang aber wenig Beachtung zu finden: Laut einer Studie aus dem Bundesstaat Oregon erhält jeder vierte Patient mit langfristiger Opioidtherapie zumindest zeitweise auch ein Benzodiazepin (Pain Medicine 2018; online 10. September). Unter der Ko-Therapie kommt es, selbst nach Abzug anderer Risikofaktoren, häufiger zu Komplikationen.

Mehr Stürze unter Ko-Therapie

Studienteilnehmer waren 517 Patienten, die wegen muskuloskeletaler Schmerzen seit mindestens einem Jahr mit Opioiden behandelt wurden. 24,6 Prozent hatten in dieser Zeit auch mindestens einmal ein Benzodiazepin verordnet bekommen, die mittlere Behandlungsdauer betrug sieben Monate.

Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Verordnung war signifikant erhöht, wenn bei den Patienten eine Angststörung (Odds Ratio, OR: 4,7), eine posttraumatische Belastungsstörung (OR: 2,2) oder eine Bipolar-Erkrankung (OR: 3,8) diagnostiziert worden war.

Als mögliche Nebenwirkungen der kombinierten Behandlung wurden Stürze in den zurückliegenden drei Monaten sowie die Vorstellungen in der Notfallambulanz im zurückliegenden Jahr erfasst.

Beide Ereignisse traten bei den Benzodiazepinpatienten signifikant häufiger auf: Das Risiko zu stürzen war 3,3-mal, das für das Aufsuchen einer Notfallambulanz 1,7-mal so hoch wie bei den 380 Patienten ohne Benzodiazepinverordnung.

Dilemma für Ärzte

Die Studienergebnisse würden mit früheren Beobachtungen in Einklang stehen und die unerwünschten Effekte der kombinierten Behandlung bestätigen, schreiben die Studienautoren um Dr. Bobbi Jo Yarborough vom Kaiser Permanente Northwest Center for Health Research in Portland.

Die Wissenschaftler sehen allerdings auch das Dilemma, vor dem Ärzte stehen, die Schmerzpatienten etwa mit PTBS oder Angststörungen behandeln: Viele Ärzte wüssten zwar um die Notwendigkeit, gemeinsame Verordnungen von Opioiden und Benzodiazepinen zu reduzieren, hätten damit im Alltag aber Schwierigkeiten, etwa weil lange Diskussionen mit den Patienten erforderlich wären.

Sie bräuchten „Werkzeuge und Strategien, wie sie Patienten mit Schmerzen und psychiatrischen Problemen behandeln und dabei vor Schaden bewahren“, so die Wissenschaftler.

Warnhinweise für Opioide und Benzodiazepine wurden von der US-Gesundheitsbehörde FDA bereits im Jahr 2016 beschlossen. In den Produktinformationen muss auf „schwerwiegende Risiken für Atemdepression, Koma und Tod“ bei kombinierter Anwendung der beiden Substanzklassen hingewiesen werden.

Im April 2018 hat die Koordinierungsgruppe für Verfahren der gegenseitigen Anerkennung und dezentrale Verfahren (CMDh) für Europa entsprechende Textanpassungen der Produktinformationen empfohlen.

Die zuständigen nationalen Behörden haben entsprechende Anträge auf Änderungen der Produktinformationen von Zulassungsinhabern für national zugelassene Produkte in Europa erhalten.

Quelle: aerztezeitung.de

Ursachen des schweren Schmerzsyndroms näher an der Entdeckung

Ursachen des schweren Schmerzsyndroms näher an der Entdeckung

Original:
Causes of serious pain syndrome closer to discovery

(c) news.liverpool.ac.uk

Die Studie deutet darauf hin, dass das komplexe regionale Schmerzsyndrom durch schädliche Serum-Autoantikörper verursacht werden könnte.

Forscher der University of Liverpool haben einen großen Schritt nach vorne getan, um die Ursachen einer Erkrankung zu verstehen, die bei Betroffenen chronische Schmerzen verursacht.

Das Complex Regional Pain Syndrome (CRPS) ist eine schwere Erkrankung, die ein Glied nach einem – oft kleinen – Unfall oder einer Operation betrifft. Es kann starke Schmerzen verursachen, die viele Jahre andauern, sowie Schwellungen der Gliedmaßen, Veränderungen des Haar- und Nagelwachstums und Muskelatrophie, aber bis jetzt gab es keine eindeutigen Hinweise auf die Ursache.

Gleiche Symptome

Jetzt hat das Forschungsteam des Instituts für Translationale Medizin der Universität zusammen mit Kollegen der Universität Pecs, Ungarn, erfolgreich Antikörper aus dem Serum von Patienten mit CRPS auf Mäuse übertragen, so dass viele der gleichen Symptome reproduziert werden konnten.

Dr. Andreas Goebel, der an der University of Liverpool arbeitet und Berater für Schmerzmedizin am Walton Centre NHS Foundation Trust ist, leitete die Studie. Sagte er: „CRPS ist ein schwerer Zustand, der nicht vollständig verstanden wird. Die Ergebnisse dieser Studie deuten auf eine Ursache hin – schädliche Serum-Autoantikörper – und erhöhen die Möglichkeit, eine Behandlung zu finden.“

„Die Ergebnisse dieser Studie deuten auf eine Ursache für CPRS – schädliche Serum-Autoantikörper – hin und erhöhen die Möglichkeit, eine Behandlung zu finden“.

Bei Mäusen, die mit den Antikörpern von CRPS-Patienten injiziert wurden, gab es signifikant mehr Schwellungen der betroffenen Gliedmaßen als bei Mäusen, die mit Antikörpern von gesunden Probanden injiziert wurden. Ähnlich wie in den Gliedmaßen der Patienten wurden die Pfoten der mit CRPS-Antikörper injizierten Mäuse druckschmerzhafter, und das Pfotengewebe enthielt eine höhere Konzentration des Nervenmediators Substanz P.
Obwohl bisher angenommen worden war, dass die Ursache für CRPS ausschließlich eine abnormale Hirnaktivität nach einer Verletzung ist, haben neuere Ergebnisse, auch aus der Liverpool-Gruppe, auf eine Immundysfunktion hingewiesen.

Lokalisieren Sie die Ursache

sagte Dr. Goebel: „Es ist durchaus möglich, dass CRPS durch einen Fehler im Immunsystem verursacht wird. Diese Studie scheint die Ursache als Autoantikörper zu lokalisieren, und wenn wir diesen Bereich weiter untersuchen, können wir nach einer Lösung suchen.“

Das Projekt wurde von der Europäischen Union gefördert und aus dem Europäischen Sozialfonds kofinanziert. 7, die Pain Relief Foundation, Liverpool, Großbritannien,

CSL-Behring AG, Bern, Schweiz, BPL Ltd, UK, Biotest AG, Dreieich, Deutschland.

Die Studie wurde in der Zeitschrift Pain veröffentlicht und kann hier nachgelesen werden.

Gefunden auf: Webseite der University of Blackpool