Pressemeldung: Gesundheitsministerkonferenz der Länder beschließt erneute Beratungen zum Thema „Schmerz“

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Gesundheitsministerkonferenz der Länder beschließt erneute Beratungen zum Thema „Schmerz“
Schmerz-Präsident apl. Prof. Meißner: „Der Weg ist nunmehr frei für eine offizielle Evaluation und konkrete Beschlüsse zur Stärkung der schmerzmedizinischen Versorgung in 2022.“

Berlin, 17. Juni 2021. Die 94. GMK (Gesundheitsministerkonferenz der Länder) hat gestern am 16. Juni 2021 getagt und unter TOP 12.4 „Schmerzmedizinische Versorgung“ einstimmig wie folgt beschlossen: 

Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit beauftragen die AOLG (Anmerkung: Leiter der Gesundheitsabteilungen der Länder), im Hinblick auf eine Evaluation der Umsetzung des GMK-Beschlusses zu TOP 9.1 der 88. GMK (2015), das Ergebnis der Länderumfrage der Deutschen Schmerzgesellschaft auszuwerten und ggfs. eine ergänzende Erhebung auf Länderebene durchzuführen. Hierüber ist der GMK 2022 zu berichten. Vgl. https://www.gmkonline.de/Beschluesse.html?id=1149&jahr=

„Wir begrüßen, dass die Gesundheitsminister der Länder beschlossen haben, sich der Stärkung der schmerztherapeutischen Versorgung erneut im Detail anzunehmen und dazu den „alten“ Beschluss der 88. GMK von vor rund sechs Jahren zu evaluieren sowie in 2022 den Stand der Umsetzung im Detail zu beraten“, so apl. Prof. Dr. Winfried Meißner, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. „Unsere Länderumfrage zum Stand der Umsetzung der von der GMK in 2015 bereits beschlossenen Maßnahmen zeigt vielfältige Handlungsmöglichkeiten, aber auch große Defizite“, so Meißner weiter.

Folgende prioritäre Handlungsfelder hat die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. bei der Abfrage der bisher eingeleiteten Maßnahmen der Länder und des Bundes als Fortentwicklungsbedarf für die nächsten Jahre identifiziert:

  1. Nachwuchsförderung in der Schmerzmedizin als Grundlage zukünftiger Patientenversorgung sichern!
  • Finanzierung von Weiterbildungsstellen (Spezielle Schmerztherapie) in ambulanten Praxen sowie Kliniken, analog zur Allgemeinmedizin
  • Sicherstellung von Schmerzversorgung bei Praxisnachfolge. Ansonsten fehlt es sowohl an Therapeuten für die Patientenversorgung als auch an weiterbildungsbefugten Experten für die Nachwuchsarbeit.
  1. Stationäre und ambulante Schmerzversorgung gewährleisten 
    Rund sechs Jahre nach dem „Schmerz-Beschluss“ der 88. GMK sollte dieser von der GMK evaluiert werden und Taten folgen:
  • Im Rahmen der Landeskrankenhausplanung sollten Schmerzbetten oder aber an schmerzspezifischen OPS-Prozeduren definierte Ressourcen der teilstationären und stationären Versorgung explizit ausgewiesen und sichergestellt werden, dass in den Kliniken eine interdisziplinäre, multimodale Versorgung stattfindet und diese mit der ambulanten Nachbehandlung verschränkt ist.
  • Kriterien für MDK-Prüfungen sollten weiter präzisiert, verlässlich ausgestaltet und vor allem einheitlich angewendet werden.
  • Ambulante Schmerzversorgung im Rahmen der Bedarfsplanung über Kassenärztliche Vereinigungen sicherstellen, auch bei Nachbesetzung von Arztpraxen.
  • Stärkung der abgestuften Versorgung: Die gemeinsamen Landesgremien nach §90 a SGB V sollten sich systematisch in den Bundesländern zur Verbesserung der sektorübergreifenden Schmerztherapie beraten.
  1. Qualität verbessern, Umsetzung G-BA-Beschluss sicherstellen!
    Erstmals hat der G-BA auf Initiative der Patientenvertretung und mit Beratung der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. am 17. September 2020 beschlossen, dass Krankenhäuser und ambulant Operierende ein Konzept zum Akutschmerzmanagement als Bestandteil ihres internen Qualitätsmanagements etablieren müssen.
  • Nötig ist zügiges Umsetzen und Kontrolle der Umsetzung/Ergebnisse des Beschlusses des G-BA vom 17.09.2020.
  • Mittelfristig müssen Qualitätsindikatoren auch für Schmerz eingeführt werden, die Patientenperspektive ist dabei zu berücksichtigen.

Hintergrundmaterial

Empfehlungen der Deutschen Schmerzgesellschaft für die nächsten Jahre und Zusammenfassung der Antworten der Länderumfrage zur Umsetzung des Beschlusses der 88. GMK
https://www.schmerzgesellschaft.de/fileadmin/pdf/3_Empfehlungen-Aktionstag_gegen_den_Schmerz2021-final.pdf

Und hier der Link zu den Originalantworten der Länder aufgrund unserer Umfrage:
https://ncl.dgss.org/index.php/s/fmtn2Tft4tXkEGj

Alter Beschlusstext der 88. GMK aus 2015:
https://www.gmkonline.de/Beschluesse.html?id=307&jahr=2015&search=Schmerz 

Zur Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist mit über 3500 persönlichen Mitgliedern die größte wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft im Bereich Schmerz in Europa. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist Mitglied der IASP (International Association for the Study of Pain) sowie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften). Sie ist zudem die interdisziplinäre Schmerzdachgesellschaft von derzeit 19 mitgliederstarken weiteren medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften im Bereich Schmerz. Diese Perspektive wird zudem erweitert durch die institutionelle korrespondierende Mitgliedschaft der Vereinigung aktiver Schmerzpatienten SchmerzLOS e. V. in der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.

Die Mitgliedschaft der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. ist interdisziplinär und interprofessionell und besteht aus Schmerzexperten aus Praxis, Klinik, Psychologen, Pflege, Physiotherapie u. a. sowie wissenschaftlich ausgewiesenen Schmerzforschern aus Forschung, Hochschule und Lehre.

Quelle: Pressedienst Deutsche Schmerzgesellschaft

Erstes virtuelles Gruppentreffen des CRPS Netzwerk (Mai 2021)

Dienstag, 18. Mai 2021

Banner Virtuelles Gruppentreffen

Melden Sie sich für unser erstes virtuelles Gruppentreffen zum komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) am Freitag, den 28. Mai 2021, an.

Unser virtuelles Gruppentreffen ist für alle, die von CRPS betroffen sind: Patienten, Angehörige, Freunde, Partner oder Betreuer. Die virtuellen Treffen werden aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie bei entsprechendem Interesse regelmäßig als Ersatz für die persönlichen Gruppentreffen unserer Orts- und Landesgruppen stattfinden.

So können Sie an unserem virtuellen Gruppentreffen teilnehmen

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Unser Treffen wird mit Hilfe von Jitsi-Meet-Videokonferenzen* abgehalten. Bitte registrieren Sie sich im Voraus über die orangene Schaltfläche unten.

Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen zur Teilnahme am virtuellen Gruppentreffen. Bitte überprüfen Sie neben Ihrem Posteingang auch Ihren Spam-/Junk-Ordner auf diese Anmeldebestätigungs-E-Mail, damit Sie dem virtuellen Gruppentreffen am Freitag, den 28. Mai 2021, beitreten können.

Die Teilnahme am Gruppentreffen ist ohne eine App, also über jeden Browser (wie Firefox, Chrome, Edge), möglich.

Sie können aber auch die Jitsi-Meet-App auf Ihr Smartphone oder Tablet herunterladen. Die Jitsi-Meet-App ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar. Einfach auf den passenden Button klicken und die kostenlose Jitsi-Meet-App herunterladen.

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Details zum virtuellen Gruppentreffen

Datum:
Freitag, 28. Mai 2021

Startzeit:
18:00 Uhr

Dauer:
ca. 2 Stunden

Wo:
Online über Jitsi-Meet Online-Konferenz

Wie:
Per Jitsi-Meet-Videokonferenz über den Link, den Sie nach der Anmeldung erhalten oder über die Jitsi Meet-App auf Ihrem Android/iPhone. Sie müssen sich vorher über die orangene Schaltfläche unten anmelden, um die Zugangsdaten zum virtuellen Gruppentreffen zu erhalten.

Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen zur Teilnahme am Meeting.

Anmeldeschluss ist Donnerstag, der 27. Mai 2021. Bis dahin kann auch die Teilnahme abgesagt werden.

Kosten:
Kostenlos – aber um das CRPS Netzwerk in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen und uns zu helfen, unsere Gruppentreffen kostenlos zu halten, ziehen Sie bitte eine kleine Spende über die Schaltfläche „Spenden“ unten in Betracht.

Nur 3,00 Euro könnten uns helfen, einem CRPS-Patienten und einem Angehörigen kostenlose Broschüren zukommen zu lassen.


* Warum Jitsi Meet? Bei Jitsi Meet handelt es sich um eine Videokonferenz-Lösung, die unter der „Open Source”-Lizenz entwickelt und betrieben wird. Dies bedeutet, dass Entwickler aus der ganzen Welt aufgerufen und eingeladen sind, das System mit neuen Funktionen zu bereichern und weiterzuentwickeln – und sogar eigene Jitsi-Server zu betreiben. Gleichzeitig liegt der Quellcode der Lösung „offen”, ist also für Jedermann im Internet einsehbar. Ausserdem ist für die Nutzung von Jitsi Meet keinerlei Installation notwendig, man kann mit jedem Browser an den Videokonferenzen teilnehmen. Und der Sicherheitsaspekt ist für die Selbsthilfe ebenfalls ein Grund, diese Lösung einzusetzen. Es fliessen keine Daten an Sicherheitsbehörden anderer Länder ab.

Online-Umfrage: Gesundheit und Gesundheitskompetenz von Menschen mit Beeinträchtigung in Zeiten der Corona-Pandemie (COVID-HL-HeHLDiCo)

Online-Umfrage der Hochschule Fulda

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Hintergrund der Studie:
Die derzeitige Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen habendas Leben und die Gewohnheiten vieler Menschen verändert. Vor allem für Menschen mit chronischen Erkrankungen und Beeinträchtigungen, die als Risikogruppe während der Pandemie gelten, ergeben sich durch die Corona-Pandemie viele neue Herausforderungen. Diese betreffen sowohl die gesundheitliche Situation, Barrieren beim Zugang zu und der Inanspruchnahme von Versorgungsleistungensowie im Umgang mit Informationen, die relevant für die Gesundheit sind.

Die Studie
Das Projekt „Gesundheit und Gesundheitskompetenz von Menschen mit Beeinträchtigung in Zeiten der Corona Pandemie“(engl. Health and Health Literacy of People with Disabilities in Germany in Times of Corona Pandemic, kurz: COVID-HL-HeHL-DiCo) erfasst die gesundheitliche Lage, wahrgenommene Herausforderungen und Barrierenund die Gesundheitskompetenz von Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungenwährend der Corona-Pandemie.Folgende Zielewerden durch die Studie verfolgt:

  1. Die gesundheitliche Lage von Menschen mit Beeinträchtigung wird erhoben,
  2. Herausforderungen und Barrieren während der Corona-Pandemie werden erfragt sowie
  3. die Gesundheitskompetenz und die Suche nach gesundheitsbezogenen Informationen werden erfasst.

Durch die Befragung ist es möglich, Bedarfe abzuleiten, die in Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheit und Gesundheitskompetenz in Krisenzeiten münden.

Mehrwert für Sie: Sie erhalten exklusiv eine Zusammenfassung der Ergebnisse (voraussichtlich im Sommer 2021).

Alles Weitere zur Studie und die Anleitung zur Teilnahme kann man dem nachfolgeden Projektflyer entnehmen.


PDF-Dokument, 366kB
Projektflyer herunterladen


Quelle: Anfrage der Hochschule Fulda über NAKOS erhalten

Thesenpapier zu Dauerrezepten für chronisch Kranke

Worum es geht?

  • Dauerrezepte sind bereits seit 01.03.20 wieder möglich
  • Dauerrezepte sind noch immer sehr unbekannt
  • Dauerrezepte sind sehr bürokratisch

Warum eine Petition?

Seit dem 1. März 2020 sind Dauerverordnungen wieder zugelassen. Das bedeutet, dass sich Dauerpatienten, zum Beispiel Patienten mit chronischen Erkrankungen, Pflegeheimbewohner, immobile Patienten, pflegebedürftige Patienten, etc., sich verlängerbare Rezepte ausstellen lassen können. Diese Rezepte können die Versorgung von Medikamenten für bis zu ein Jahr sicherstellen.

Dauerrezepte bzw. Dauerverordnungen können von Ärzten ausgestellt werden. Dies ist sinnvoll für Patienten die über längere Zeit eine gleichbleibende Medikation erhalten. Sind Patienten z.B. auf ihre Herzkreislauf-Medikamente oder ihre Diabetes-Medikamente eingestellt, ist eine quartalsweise Überprüfung nicht notwendig. Patienten mit Dauerrezepten / Dauerverordnungen können auch weiterhin regelmäßige Untersuchungen bei ihrem Arzt bekommen. Ein Dauerrezept kann daher als Erleichterung für jeden chronischen Patienten interessant sein.

Unsere Forderung:

Bessere Aufklärung von Patienten über Dauer- oder Wiederholungsrezepte zur Einsparung von Wegen zu Ärzten bei gleichbleibenden Medikamenten (Rezepte) und/oder Therapien (Verordnungen) sowie zur Kosteneinsparung durch weniger Krankenfahrten und Entlastung der Praxen durch weniger Patienten, die nur Rezepte abholen kommen. Hinzu kommt der Schutz der Patienten während der Covid19-Pandemie durch die Dauerrezepte.

Unser Thesenpapier, PDF-Dokument, 510 kB

Jetzt unterschreiben!

Wir möchten die Petition schnellstmöglich beim GBA und bei den großen KV-Trägern der GKV einreichen.

Aufruf unserer Petition bei change.org

Infoblatt zur Coronaschutzimpfung für Menschen mit Behinderung über 80 Jahre

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Das Büro der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie Patientinnen und Patienten in Düsseldorf hat eine Patienteninformation / ein Infoblatt zur angelaufenen Coronaschutzimpfung für Menschen mit Behinderungen in der der Altersgruppe über 80 Jahre herausgegegen. Dieses offizielle Informationsmedium stellen wir hier zum Download bereit.

Infoblatt herunterladen
PDF-Dokument, 564 kB

Diese und viele anderen Informationen für Menschen mit Behinderung findet man auf der Webseite der Landesbehindertenbeauftragten unter www.lbb.nrw.de.

Quelle: Büro der Beauftragten der Landesregierung NRW für Menschen mit Behinderungen