CRPS NRW Köln e.V. nimmt Mitglieder auf

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Neue Mitglieder werden aufgenommen

Der Verein wurde bereits vor eingen Monaten gegründet, aber aufgrund interner Verzögerungen verfügte der Verien noch nicht über ein offizielles Bankkonto. Wir geben nun bekannt, das wir ab sofort neue Mitglieder aufnehmen, ebson wie aktive ehrenamtliche Mitarbeit anbieten können und auch Förderern offen stehen. Wir haben ja bereits seit einiger Zeit die steuerliche Anerkennung als gemeinnützig und können so auch offiziell Spenden annehmen und steuerlich geltend machende Zuwendungsbescheinigungen ausstellen. Weitere Informationen gibt es hier.

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In unserer Arbeit sind wir auf Spenden angewiesen!

Bisher erhielten wir halt nur geringe Förderungen im Rahmen der kassenübergreifenden Selbsthilfeförderung, sodass wir so manche Dinge nicht organisieren konnten oder einfach die Mitwirkung nicht möglich war. Spender und Förderer finden weitere Informationen hier.

Wir freuen uns über jeden kleinen Beitrag!

Das Geld wird selbstverständlich ausschließlich für die Zwecke unserer Selbsthilfegruppe verwendet.

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Nachgang zum Gruppentreffen in Köln am 27.05.2016

Auch dieses Mal möchte ich kurz über unser letztes Gruppentreffen in Köln berichten. Es war eine kleine Runde mit durchweg altbekannten Teilnehmern, aber auch mit zwei neuen Betroffenen bzw. Interessierten. Denn es gilt anzumerken, dass eine Physiotherapeutin aus Köln als Zuhörerin zum Treffen kam, die von unserer Gruppe bzw. dem Netzwerk gehört hatte und sich selbst einmal ein Bild machen wollte, da sie doch einige CRPS Betroffene in ihrer Praxis behandelt. Im persönlichen Gespräch mit ihr tauschten wir uns über ihre Arbeit, über gemeinsam bekannte Ärzte und Kliniken usw. aus und verständigten uns auf einen Ausbau des Kontakts. Wir werden uns in Kürze noch intensiver austauschen und dann auch hier berichten. Es sollte diesmal ein offenes Treffen sein, um so viele Fragen wie möglich der neuen Teilnehmer beantworten zu können. Da wir aber dieses Mal fast alles bekannte Gesichter waren – obwohl leider einige der „Stammbelegschaft“ gerade zur stationären Schmerztherapie in Krefeld waren – haben wir kurzerhand ein interessantes Thema aus der Therapie von CRPS besprochen haben.

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Es wurde GMI – Graded Motory Imagery der noigroup aus Australien vorgestellt. Bei dieser Therapie wird das Gehirn trainiert, nachdem die Fähigkeit der Seitenerkennung sich arg verchlechtert oder sogar gänzlich verloren gegangen ist. Die Australier haben herausgefunden, dass bei einer Verbesserung der Fähigkeit des Gehirns, eine linke oder rechte Hand bzw. einen linken oder rechten Fuß zu erkennen, damit die Schmerzen in der Extremität reduziert werden können.

Normalerweise erkennt unser Gehirn sofort, um welche Hand es sich handelt, wenn wir die Hand- oder Fussposition oder -bewegung einer anderen Person imitieren wollen. Bei Personen mit schmerzvollen Extremitäten-Problemen verursachen oftmals schon einfache Übungen Schmerzen, wenn das Gehirn die Verwendung der richtigen Seite nicht mehr erkennen kann. Da das Gehirn veränderbar ist und Dinge (wieder er-)lernen kann, gibt es das Recognise Lateritäs-Erkennungsprogramm(TM) mit Zeigekarten und auch online.

Mit Hilfe dieser Therapiekarten mit jeweils 40 verschiedenen Bildern von Händen bzw. Füßen wird täglich nach einem bestimmten Ablauf geübt. Zunächst versucht man eine Zeit lang nur, die richtgie Seite zu erkennen, und versucht auch, sich hierbei zu verbessern. Im zweiten Abschnitt wird versucht, sich die gezeigte Bewegung mit der eigenen erkrankten Extrmität vorzustellen, um in der dritten Phase diese Bewegung auch wirklich durchzuführen.

⇒Link zur Anleitung/Vorgehensweise des Trainings

Die Therapiekarten können im Internet bezogen werden. In der modernen Zeit gibt es hierfür bereits Apps für das Smartphone, die die Verbesserung viel besser auswerten können, da hier Fehler und die benötigte Zeit gemessen und ausgewertet werden kann.

Die App kann für IOS unter dem Suchbegriff „Recognise“ oder „noigroup“ sowohl für Hände, als auch Füsse, als auch Rücken oder Nacken im Appstore gekauft werden (einmalige 5,99 €). Für das Betriebssystem Android gibt es die Apps ebenfalls unter den genanten Suchbegriffen im Playstore, lediglich für einen geringfügig hörenen Preis (7,98 €). Aus eigener Erfahrung kann ich aber bestätigen, dass die App das Geld auf jeden Fall Wert ist, da sie ständig weiterentwicklet wird. Zum einen kann man mit der App an jedem Ort üben, sogar zB wenn man in der Bahn sitzt, oder irgendwo warten muss. Ausserdem kann man in der App die Bilder variieren und zB auch gemalte Bilder oder Bilder aus anderem Kontext benutzen. Es gibt auch eine Memoryfunktion, bei dem immer zwei gleiche Bilder umgedreht werden müssen. Zusätzlich kann man auch eigene Bilder der eigenen Hand/des eigenen Fußes hinzufügen und zum Üben benutzen.

Die Webseite der noigroup bietet das Recognise-Programm nach einer Registrierung ebenfalls an, bei dem man eigene Bidler hochladen kann – die Seite ist aber nur in englisch verfügbar, da die noigroup in Australien sitzt.

⇒Link zur noigroup
⇒Link zur GMI-Seite
⇒Link zur Studie über das GMI

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Wir bieten die Therapiekarten für Hand und Fuss zum Verleihen oder auch zum Ausdrucken an. Mit einer kurze Email kann man sich gerne bei uns melden: koeln@crps-netzwerk.org.

Weitere Informationen zur Therapieform geben unsere vorherigen Beiträge zum GMI.

⇒Link zu den vorherigen Berichten über GMI

Genau zum Ende des Treffens öffneten sich gerade alle Himmelstore, so dass wir alle bei dem kurzen Weg bis zum Stammmexikaner alle bis auf die Haut nass wurden. Trotzdem sassen wir wie immer noch bei dem einen oder anderen Getränk und leckerem meximanischem Essen zusammen und konnten uns über Erfahrungen, Therapien und anderes austauschen.

Unser nächstes Gruppentreffen in Köln wird am 29. Juli 2016 um 18.00 Uhr im Clarimedishaus der AOK Rheinland/Hamburg, Domstraße 49, 50668 Köln stattfinden.

Wechsel im Vorstand des CRPS NRW Köln e.V.

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Aus dringendem Grund wurde in der heutigen aussergewöhnlichen Mitgliederversammlunng in Köln, das Vorstandsmitglied/Kassenwart Sebastian Nowak aus dem Vorstand abberufen (§27 Abs. 2 BGB).

Gleichzeitig wurde auf Vorschlag des Vorstandes, Angelika Laut aus Köln in den Vorstand berufen und mit der Aufgabe des Kassenwarts betraut. Frau Laut erklärte auf Nachfrage, dass sie das Amt annehmen und nach bestem Wissen und Gewissen ausführen wird.

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und hoffen, durch diese Entscheidung auch in kürzester Zeit die Geschäfte des CRPS NRW Köln e.V. aufnehmen zu können, sobald das Vereinskonto freigegeben wurde. Ab diesem Zeitpunkt werden wir auch in der Lage sein, die Mitgliedsbeiträge einzuziehen und Überweisungen und Spenden für den Verein anzunehmen.

Unabhängigkeit der Selbsthilfe bei Pharmasponsoring möglich?

SchmerzLos e.V. Lübeck 23.04.2016

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Pharmaindustrie „sponsert“ Selbsthilfe

Kann Selbsthilfe noch unabhängig sein?

Der Verein „Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA)“ hat eine aktuelle Übersicht über die Zuwendungen seiner Mitglieder an Patienten- und Selbsthilfeorganisationen im Jahr 2015 veröffentlicht. Demnach haben die Pharmaunternehmen im vergangenen Jahr rund 5,8 Millionen Euro für Patientenorganisationen verausgabt. Mit der Veröffentlichung sollen Transparenz und Neutralität der Organisationen sichergestellt werden.

Die Mitglieder des Vereins FSA veröffentlichen bereits seit 2009 jährlich sämtliche Zuwendungen an Patientenorganisationen in einer „Transparenzliste“. In diesem Jahr stehen die Daten der Pharmaunternehmen über Empfänger, Höhe und Zweck der Zuwendungen erstmals in einer Datenbank zur Verfügung. Dort kann gezielt nach einzelnen Pharmaunternehmen oder nach einzelnen Patienten-/Selbsthilfeorganisationen gesucht werden. Alle Daten beruhen auf den Angaben der Unternehmen.

Die Datenbank ist zu finden unter:
www.fsa-pharma.de/bezugsgruppen/patientenorganisation/zuwendungen-patientenorganisationen

Die Patientenorganisation SchmerzLOS e. V. arbeitet nicht mit Pharmafirmen oder anderen kommerziellen Firmen zusammen und ist daher unabhängig von finanziellen Interessen. „Die Selbsthilfe muss unabhängig bleiben“, sagte Heike Norda, die Vorsitzende von SchmerzLOS e. V. Die Vereinigung aktiver Schmerzpatienten finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden sowie Förderbeträge, z. B. durch die gesetzlichen Krankenkassen.

(Quelle: Schmerzlos-ev.de)

Aufgrund der aktuellen Meldung des befreundeten Schmerzlos e.V. haben die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter des CRPS Netzwerk – Gemeinsam stark. sich ebenfalls gegen eine Zusammenarbeit mit oder eine finanzielle Unterstützung durch die Pharmaindustrie ausgesprochen. Wir möchten unabhängig unterstützen und unsere Arbeit wird getragen durch Spenden und Förderbeiträge, Mitgliedsbeiträge (nur CRPS NRW Köln e.V.) und die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen und Stadtverwaltungen, sagt Dirk-Stefan Droste, Vorsitzender des CRPS NRW Köln e.V. und kom. Leiter des CRPS Netzwerk Gemeinsam stark.

Grünes Licht für staatlichen Cannabis-Anbau

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Ärzte Zeitung online, 04.05.2016

Kabinettsbeschluss

Grünes Licht für staatlichen Cannabis-Anbau

Für Schwerkranke soll eine Cannabis-Behandlung künftig auf Kassenrezept möglich sein. Das Bundeskabinett hat einen entsprechenden Gesetzentwurf verabschiedet.

BERLIN. Cannabis soll in Deutschland künftig zu medizinischen Zwecken angebaut werden können. Das Bundeskabinett gab am Mittwoch in Berlin grünes Licht für ein entsprechendes Gesetz von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU).

„Wir wollen, dass für Schwerkranke die Kosten für Cannabis als Medizin von ihrer Krankenkasse übernommen werden, wenn ihnen nicht anders geholfen werden kann“, sagte der CDU-Politiker in Berlin.

Patienten ohne therapeutische Alternative sollen getrocknete Cannabisblüten und -extrakte in Apotheken erhalten.

BfArM als Cannabisagentur

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) soll als staatliche Cannabisagentur fungieren. Bis es den geplanten staatlich kontrollierten Anbau in Deutschland gibt, soll die Versorgung mit Importen gedeckt werden.

Die Erstattungsfähigkeit von Arzneimitteln auf Cannabisbasis in der gesetzlichen Krankenversicherung soll erweitert werden. Bislang ist sie grundsätzlich auf Fertigarzneimittel in jeweils zugelassenen Anwendungsgebieten begrenzt.

Nun sollen die Krankenkassen Cannabis in Form getrockneter Blüten für schwerkranke Menschen bezahlen können. Die Erstattung soll an wissenschaftliche Begleitstudien geknüpft werden.

Eine generelle Cannabisfreigabe lehnt die Regierung ab. Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler sagte: „Cannabis ist keine harmlose Substanz. Daher darf es auch keine Legalisierung zum reinen Privatvergnügen geben.“ (dpa)

(Quelle: Aerztezeitung.de)

Lob für freigabe von Cannabis für Schmerzpatienten

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Ärzte Zeitung, 06.05.2016

Patientenverbände

Lob für Freigabe von Cannabis für Schmerzpatienten

BERLIN. Patientenverbände und Politiker begrüßen, dass Patienten künftig Cannabis auf Rezept in der Apotheke bekommen können.

Das Bundeskabinett gab am Mittwoch in Berlin grünes Licht für ein entsprechendes Gesetz von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), nach dem Cannabis künftig in Deutschland auch staatlich kontrolliert angebaut werden soll.

„Wir wollen, dass für Schwerkranke die Kosten für Cannabis als Medizin von ihrer Krankenkasse übernommen werden, wenn ihnen nicht anders geholfen werden kann“, sagte Gröhe.

Huml: Wichtiger Beitrag für mehr Lebensqualität der Schmerzpatienten

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat die Entscheidung des Bundeskabinetts gelobt. Sie betonte am Mittwoch, dass Cannabis-haltige Arzneimittel bei einigen Krankheitsbildern einen wichtigen Beitrag für mehr Lebensqualität der Patienten leisten könnten – ein Punkt, den auch Patientenverbände lobten.

„Über Jahre haben schwerstkranke Patienten vor Gerichten um ihre Cannabis-Therapie kämpfen müssen“, erklärte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

„Viele Instanzen und Hürden mussten genommen werden. Es waren zu allererst die Richter, die erkannt haben, dass Schwerstkranke wegen ihres Cannabis-Konsums nicht diskriminiert werden dürfen.“

Schmerzgesellschaft betont Rolle der Ärzte

Professor Michael Schäfer, Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft, betonte dabei die Rolle des Arztes: Es bedürfe einer differenzierten Betrachtung und genauen Indikationsstellung sowie Qualitätssicherung der Therapie, betonte er.

„Die vorliegenden Studien und Erfahrungsberichte zeigen deutlich, dass Cannabinoide einerseits in vielen Fällen nur sehr schwach schmerzlindernd wirksam sind, andererseits für einzelne ausgewählte Patienten durchaus hilfreich sein können.“

Neben der Freigabe von Cannabis zu medizinischen Zwecken waren auch Legal Highs am Mittwoch Thema im Bundeskabinett: Es hat den Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums zur Bekämpfung der Drogen beschlossen. (jk)

(Quelle: Aerztezeitung.de)

Nachgang zum Gruppentreffen am 24.03.2016

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Wir möchten noch einen kurzen Bericht zum letzten Gruppentreffen am 24. März 2016 in Köln nachreichen. Durch Ostern bzw. Karfreitag bedingt mussten wir ausnahmsweise auf einen Donnerstag ausweichen, was aber der Teilnehmerzahl keinen Abbruch leistete. Trotz Gründonnerstag fanden sich 24 Personen im Clarimedishaus ein und es waren unwahrscheinlich viele neue Gesichter zu begrüßen.

Nach der obligatorischen Vorstellrunde und den ersten persönlichen Fragen neuer CRPS Betroffener wurden kurz die Aufgaben und Leistungen der Selbsthilfegruppe und des CRPS Netzwerks vorgestellt. Gerade für Betroffenen, die ihre Diagnose erst kürzlich erhalten haben, ist es wichtig, direkte Ansprechpartner, andere Betroffene und Angehörige zu finden, die bereits gute wie schlechte Erfahrungen mit Ärzten, Therapeuten und Kliniken gemacht haben. Und durch die Weitergabe und den Austausch von Erfahrungen können neuen Betroffenen Ärzteodysseen und unzählige Ehrenrunden vielleicht erspart bleiben. So konnten wir unsere regelmäßigen Gruppentreffen in vielen bundesdeutschen Städten vorstellen, unsere Orange Ware zum Bekanntmachen der seltenen Erkrankung, unseren SOS-Ausweis, die McGill Schmerzskala, Opiatausweise, unser Lesezeichen, unsere neue Netzwerkbroschüre/Flyer uvm.

Nach Information über den aktuellen Sachstand der Vereinsgründung für die Ortsgruppe Köln wurde auch auf die Möglichkeit der Mitgliedschaft, Fördermöglichkeiten und Spenden hingewiesen. Die Ortsgruppe Köln wird zwar durch die Stadt Köln gefördert, aber gerade im Bereich Öffentlichkeitsarbeit könnte mehr getan werden, wenn wir neue Unterstützer finden. Wir sind übrigens auch auf der Suche nach tatkräftiger Unterstützung im Bereich ehrenamtlicher Mitarbeit in unserer Selbsthilfegruppe. Weitere Informationen gibt es auf nw.crps-netzwerk.org/cms/koeln auf der Webseite der Ortsgruppe Köln.

Das Hauptthema des Abends war aber zweifelsohne die neueste und aktuellste Studie aus Amerika zu CRPS und bekannte Komplikationen und Nebenerkrankungen „Various Complications of Complex Regional Pain Syndrome (CRPS)„, herausgegeben von H. Hooshmand, M.D. and Eric M. Phillips Neurological Associates Pain Management Center Vero Beach, Florida. Es werden Zusammenhänge des CRPS zum Beispiel mit Atemwegserkrankungen, Herzproblemen, urologischen Problemen u.a. belegt, und Auswirkungen, die eindeutig durch den CRPS hervorgerufen werden, beleuchtet. Oftmals wird vn Ärzten gar kein Zusammenhang zum Sudeck erkannt. Die Studie liegt derzeit nur in Englisch vor, sie wird aber gerade übersetzt und wird in Kürze hier auf Deutsch veröffentlicht werden.

 

 

Bewegungsrepräsentation zur Schmerzbekämpfung

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08.04.2016

Bewegungsrepräsentation zur Schmerzbekämpfung

Neben den bisher bekannten pharmakologisch, chirurgischen und nicht-pharmakologischen konservativen Therapieoptionen werden seit einigen Jahren die Effektivität von Bewegungsrepräsentationstechniken zur Bekämpfung von Schmerzen der Extremitäten untersucht und diese teilweise in der Praxis eingesetzt. Die Techniken nutzen die Beobachtung und/oder Vorstellung von Bewegungen der Arme und/ oder Beine um Schmerzen dieser Gliedmaßen zu vermindern. Beispiele hierfür sind:

  • die Spiegeltherapie (Spiegelung von Bewegungen des nicht betroffenen Armes/ Beines und dadurch Erzeugung einer Illusion von schmerzfreier Bewegung des schmerzhaften Armes/ Beines),
  • die Bewegungsbeobachtung (z.B. direkt, mit Video oder mit Hilfe virtueller Realitäten) oder
  • die motorische Imaginationstherapie (Vorstellung einer Bewegung).

Forscher der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Hildesheim, der MEDIAN Klinik Berlin−Kladow sowie der Universität zu Köln publizierten Anfang 2016 eine Übersichtsarbeit, in der sie die Ergebnisse von klinischen Studien zu diesen Behandlungsverfahren zusammenfassten. Die Autoren konnten 15 Studien in ihre Arbeit einschließen. Diese wurden dann von zwei unabhängigen Gutachtern ausgewertet. Im Ergebnis kommen die Forscher zu dem Schluss, dass sowohl die Spiegeltherapie als auch eine erweiterte Form (Graded Motor Imagery), bei welcher die Bewegungsvorstellung und Spiegeltherapie kombiniert werden, bei Patient_innen mit einem komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) zu einer signifikanten Schmerzreduktion führen und Alltagsbewegungen verbessern. Außerdem fanden sie Hinweise darauf, dass Patient_innen mit akuten Schmerzen nach Verletzungen oder chirurgischen Eingriffen von der Bewegungsvorstellung ebenfalls im Sinne einer Schmerzreduktion profitieren können. Für Patient_innen mit Phantomschmerzen nach Amputationen und mit Schmerzen der Arme oder Beine nach einem Schlaganfall, die nicht als CRPS klassifiziert werden können, waren keine eindeutigen Aussagen zu treffen. Die Forscher mahnen hierzu und ebenfalls zu Techniken der Bewegungsbeobachtung weitere Studien an.

Quellenangaben:
Thieme H, Morkisch N, Rietz C, Dohle C, Borgetto B. The Efficacy of Movement Representation Techniques for Treatment of Limb Pain-A Systematic Review and Meta-Analysis. J Pain. 2016 Feb;17(2):167-80. (https://www.jpain.org/article/S1526-5900%2815%2900930-X/abstract)

Notstand bei spezialisierter Therapie

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Notstand bei spezialisierter Therapie

Ärzte Zeitung, 05.04.2016

Schmerzmedizin

Patienten mit chronischem Schmerz müssen – unnötig – leiden. Ursächlich sind massive Defizite vor allem in der ambulanten Versorgungsstruktur. Nötig wären eine Qualifikationsoffensive und die Berücksichtigung der Schmerzmedizin in der Bedarfsplanung.

Von Andreas Haeckel

NEU-ISENBURG. In der speziellen Schmerzmedizin in Deutschland herrscht auch im Jahre 2016 immer noch Notstand: Nach aktuellen Daten leiden 23 Millionen Deutsche (28 Prozent) an chronischen, meist nicht tumorbedingten Schmerzen.

Alte Menschen sind sogar zu über 50 Prozent betroffen. Dies bestätigt auch der neueste Arztreport der Barmer GEK von 2016, nach dem bei über 30 Millionen Deutschen Schmerzdiagnosen codiert werden.

Etwa zwei bis drei Millionen Patienten benötigen eigentlich eine spezialisierte Schmerztherapie nach definierten Qualitätsstandards, doch stehen hierfür derzeit nur knapp 1000 niedergelassene Schmerzmediziner zur Verfügung.

Für den Ludwigshafener Schmerztherapeuten Dr. Oliver Emrich belegen diese Zahlen: „Schmerzmedizinische Versorgung ist weiterhin in Deutschland nicht sichergestellt.“ Hinzu komme, dass niedergelassene Ärzte die Hauptlast der speziellen Versorgung tragen.

Sicherstellungsauftrag in Gefahr

Denn über 95 Prozent der Schmerz-Patienten werden ambulant versorgt. Kassenärztliche Vereinigungen könnten ihren Sicherstellungsauftrag nicht erfüllen, weil die Weiterbildungsordnung den Facharzt für Schmerzmedizin nicht kennt, so Emrich. „Jeder, der Schmerzmedizin in seiner Praxis betreibt, ist ganz auf sich alleine gestellt.“

Auch die Qualifikation durch die Ausbildung während des Studiums sei immer noch rudimentär, da erst ab 2016 an Universitäten Schmerzmedizin als Ausbildungsinhalt berücksichtigt werde.

Als gleichermaßen desaströs bewertet Emrich das Fehlen wirtschaftlicher Strukturen für eine zukunftsorientierte schmerzmedizinische Versorgung.

In vielen KV-Bezirken erlebe man weitere Reglementierungen, etwa durch begrenzende Budgets. Im Verteilungskampf um knappe Mittel zögen Schmerzmediziner ohne eine ausreichende Lobby dabei den Kürzeren.

Ansätze zur Qualitätsverbesserung

Dennoch gibt es auch Fortschritte. Als Meilensteine der Schmerztherapie in Deutschland nennt Emrich die erste bundesweite Schmerztherapievereinbarung im Jahre 1994 und die Aufnahme der Schmerztherapie in den EBM in 2005.

Ferner existieren inzwischen 129 regionalen Schmerzzentren. Aus dem 1994 gegründeten Schmerztherapeutischen Kolloquium (StK) ist schließlich die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) als „Versorger-Gesellschaft“ entstanden.

Mit der jährlichen Rezertifizierung der Mitglieder zum Algesiologen DGS sowie regelmäßigen Fortbildungen, interdisziplinären Schmerzkonferenzen und einer qualitativ hochwertigen Vernetzungsstruktur „werden die Qualitätsanforderungen von KBV und Bundesärztekammer eigentlich noch übertroffen“, so Emrich.

Allerdings ergebe sich aus dem – nach einem bio-psychosozialen Krankheitsverständnis von Schmerzen erforderlichen – komplexen Standard von Diagnostik und Therapie für die immense Zahl der Schmerzpatienten aus Sicht der DGS eine wesentliche Forderung: „Wir können die Schmerzmedizin, so wie wir sie brauchen, nur etablieren, wenn wir den Facharzt für Schmerzmedizin schaffen“.

Unterstützung bekommt Emrich für diese Forderung von Professor Joachim Nadstawek, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD): „Nur durch die Einführung eines Facharztes ist die Ermittlung der notwendigen Arztzahl in der Bedarfsplanung möglich.“

Er sieht in der völlig ungenügenden Zahl und gleichzeitiger Überalterung der Schmerzmediziner ein massives Nachwuchsproblem.

Keine Berücksichtigung in der Bedarfsplanung

„Eine Crux ist nach wie vor, dass die Schmerzmedizin nicht in der Bedarfsplanung auftaucht“, so Nadstawek.

Als beispielhaft sieht er etwa die Vereinbarung des BVSD mit Kassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein, künftig Kassensitze mit schmerztherapeutischer Kompetenz nur durch Kollegen mit schmerztherapeutischer Kompetenz zu besetzen (wir berichteten).

Auf die dramatische Zunahme der Zahl chronischer Schmerzpatienten in Deutschland in der letzten Dekade weist auch Privatdozent Dr. Michael Überall aus Nürnberg, Vizepräsident der DGS und Präsident der Deutschen Schmerzliga, hin.

Lag deren Anteil an der Gesamtbevölkerung im Jahre 2006 noch bei 17 Prozent, kam eine Untersuchung aus 2009 bereits auf 23 Prozent, eine weitere aus 2014 bereits auf 29 Prozent und der aktuelle Barmer GEK-Report aus diesem Jahr bereits auf 33 Prozent – also ein Drittel der Gesamtbevölkerung.

Astronomische gesellschaftliche Kosten

Eine Berechnung der direkten und indirekten Kosten, die allein durch Rückenschmerzen verursacht werden, ergab bereits im Jahre 2009 für Deutschland die astronomische Summe von knapp 49 Milliarden Euro, so Überall.

Er sieht als Ursache dieser Entwicklung vor allem das aus dem Blickfeld geratene Patientenwohl. Nach einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2011

sind 59 Prozent der Schmerzpatienten der Ansicht, dass es in der Öffentlichkeit an Verständnis für ihre Situation mangelt,

sind 48 Prozent der Ärzte sich über ihre Strategie unsicher wenn Schmerzen trotz Behandlung länger persistieren,

erhalten 38 Prozent aller Schmerzpatienten trotz jahrelanger Behandlungsversuche nach eigener Einschätzung nicht die richtige Therapie und

werden nur acht Prozent aller chronischen Schmerzpatienten von einem qualifizierten Schmerztherapeuten behandelt.

Die Forderungen waren bereits damals deutlich: Chronische Schmerzen erfordern mehr Aufmerksamkeit, sie müssen als Krankheit anerkannt werden und verlangen von Anfang an eine gezielte Behandlung. Im Mittelpunkt müsse der individuelle Behandlungserfolg des chronisch Kranken stehen.

(Quelle: aerztezeitung.de)

Cannabis: Kontroverses Highlmittel

DocCheck News

Cannabis: Kontroverses Highlmittelimage

5. April 2016 
Psychose, Alkohol- und Drogensucht – zwei neue Studien liefern Hinweise, dass der Konsum von Cannabis schwerwiegende Folgen haben kann. In Deutschland wird indes weiter über eine Gesetzesänderung gestritten, welche die therapeutische Anwendung erleichtern soll.

Eine gefürchtete Folge des Gebrauchs von Cannabis ist die Psychose. Etwa ein Prozent aller Cannabis-Konsumenten entwickelt eine solche psychische Störung. Die Auswirkungen für die Betroffenen können gravierend und dauerhaft sein. Britische Forscher um Prof. Celia Morgan und Prof. Val Curran haben nun eine Genvariante identifiziert, mit deren Hilfe sich vorhersagen lassen könnte, wie anfällig ein Cannabis-Konsument für eine Psychose ist. Dazu ließen sie 442 junge, gesunde Probanden zu Hause einen Joint rauchen. Ihre Erfahrungen dabei wurden mit Hilfe des „Psychotomimetic States Inventory“ festgehalten. In diesem Fragenbogen wird nach Symptomen wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen und kognitiven Störungen gefragt, die für Psychosen wie die Schizophrenie typisch sind. Sieben Tage später folgte eine erneute Evaluation der Probanden in drogenfreiem Zustand, der durch eine Haaranalyse kontrolliert wurde. Alle Studienteilnehmer, die erfolgreich das Prozedere durchlaufen hatten, wurden einer Genotypisierung unterzogen.

Die Forscher stellten fest, dass bei Personen mit einer bestimmten Variante des AKT1-Gens die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten akuter psychotomimetischer Symptome während der Intoxikation signifikant erhöht war. „Dies ist die bisher größte Studie, welche die akute Reaktion auf Cannabis untersucht hat“, erklärt Studienleiter Curran. „Unser Ergebnis, dass sich das Auftreten psychotomimetischer Symptome bei „bekifften“ jungen Menschen durch die AKT1-Genvariante vorhersagen lässt, ist ein aufregender Durchbruch, denn diese akute Reaktion gilt als Marker für das Risiko einer Person, infolge des Cannabiskonsums eine Psychose zu entwickeln.“ Auch Morgan unterstützt diese Ansicht: „Sich wiederholt in einen psychotischen oder paranoiden Zustand zu versetzen, könnte einer der Gründe dafür sein, warum diese Personen in der Folge eine Psychose entwickeln, zu der es ohne den Drogenkonsum nicht gekommen wäre.“ Ihrer Meinung nach lässt sich die Identifikation einer Risiko-Genvariante nicht nur dazu nutzen, solche Nutzer zu identifizieren, die ein hohes Risiko für negative Auswirkungen des Cannabis-Konsums haben, sondern die Ergebnisse könnten auch dazu beitragen, eine zielgerichtete Therapie für die Cannabis-Psychose zu entwickeln.

Alkohol, Nikotin und andere Drogen
Ein häufiges Argument gegen die Legalisierung von Cannabis ist, dass der Joint als Einstiegsdroge für den Konsum härterer Drogen dient. Eine neue US-amerikanische prospektive Studie [Paywall] hat nun tatsächlich eine Assoziation zwischen dem Konsum von Cannabis und dem Auftreten von Substanzgebrauch-assoziierten Erkrankungen festgestellt. Dazu befragte die Gruppe um Prof. Mark Olfson vom Columbia University Medical Center in New York im Rahmen des „National Epidemiologic Survey on Alcohol and Related Conditions“ im Abstand von 3 Jahren eine repräsentative Auswahl an 34.653 Erwachsenen. Dabei stellten die Forscher fest, dass der Konsum von Cannabis mit einem ca. 6-fach erhöhten Risiko einherging, in der Folge an einer Substanzgebrauch-assoziierten Erkrankung zu leiden. Hierzu zählten auch ein erhöhtes Risiko für Alkoholmissbrauch und -sucht (Odds-Ratio, OR 2,7; 95 % Konfidenzintervall, KI 1,9-3,8) sowie Nikotinabhängigkeit (OR 1,7; 95 % KI 1,2-2,4). Je häufiger Cannabis konsumiert wurde, desto höher war auch das Risiko: „Diejenigen, die einmal pro Monat oder häufiger Marihuana konsumiert hatten, wiesen bei der erneuten Befragung mit 70,5 % die höchste Rate für Substanzgebrauch-assoziierte Erkrankungen auf“, führt Olfson aus.

Auch wenn die Studie keine Aussage zur Kausalität machen kann, warnt Olfson vor den möglichen Folgen der zunehmenden Cannabis-Popularität. „Diese neue Erkenntnis legt die Möglichkeit nah, dass der jüngste Anstieg in der Verwendung von Marihuana zum zeitgleichen Anstieg schwerwiegender Folgen, die durch Betäubungsmittel und andere Drogen bedingt sind, beitragen könnte“, so Olfson. „In der laufenden nationalen Debatte darüber, ob Marihuana für den Freizeitgebrauch legalisiert werden soll, sollten die Öffentlichkeit und die Gesetzgeber berücksichtigen, dass Marihuana-Gebrauch potenziell das Risiko für die Entwicklung von Alkoholmissbrauch und anderen schwerwiegenden Drogenproblemen erhöhen könnte.“

Deutschland: Streit um das Gras auf Rezept
Auch in Deutschland schlägt die Cannabis-Debatte derzeit hohe Wellen, allerdings geht es dabei um einen anderen Aspekt: Durch das „Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften“, das derzeit als Referentenentwurf vorliegt, soll die Versorgung chronisch kranker Patienten mit cannabinoidhaltigen Arzneimitteln verbessert werden. Bundesärztekammer (BÄK) und die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) begrüßten in einer gemeinsamen Stellungnahme den Entwurf zwar grundsätzlich, kritisierten aber scharf die geplante Kostenübernahme auch für getrocknete Cannabis-Blüten und Extrakte. Nach Ansicht von BÄK und AkdÄ gebe es für den Einsatz von Medizinal-Cannabisblüten keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass der Gebrauch von Medizinalhanf keine genaue Dosierung der medizinisch wirksamen Komponenten von Cannabis erlaube. Der Gebrauch als Joint sei zudem mit den gesundheitlichen Gefahren des Tabakrauchens verbunden, daher fordern BÄK und AkdÄ eine Beschränkung der Kostenübernahme auf standardisierte und in kontrollierter Dosis einsetzbare Cannabis-Arzneien.

In dieselbe Kerbe schlägt auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Auch sie hält den Einsatz von Rezepturen für bedenklich, da bei diesen keine Überprüfung der Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit erfolge. Es stelle sich die Frage, warum – im Vergleich zu anderen Wirkstoffen und Leistungen – für Cannabis eine Sonderstellung getroffen werden solle, die hinsichtlich der zu erfüllenden Anforderungen niedriger liege, und ob dies gerechtfertigt sei.

Cannabis erst nach einem Jahr erfolgloser Therapie
Und noch ein weiterer Punkt erregt den Unmut von BÄK und AkdÄ: Der Entwurf sieht nämlich vor, dass cannabinoidhaltige Arzneimittel nur dann zu Lasten der GKV verordnet werden dürfen, wenn der Versicherte unter einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung leidet, welche die Voraussetzungen der Chroniker-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) erfüllt. Dies bedeute aber in der Praxis, dass ein erkrankter Patient zunächst ein Jahr lang mit anderen verfügbaren Arzneimitteln behandelt werden müsste, bevor eine Therapie mit Cannabis-Arzneien erstattungsfähig ist. BÄK und AkdÄ halten diese Notwendigkeit für ethisch äußerst fragwürdig, da Patienten, welche die Kosten einer Cannabis-Therapie nicht selbst tragen könnten, so ein Jahr lang mit möglicherweise weniger geeigneten Medikamenten therapiert werden müssten.

Eine weitere von BÄK und AkdÄ kritisierte Voraussetzung für die Kostenübernahme ist die verpflichtende Teilnahme an einer Begleitforschung. Diese Regelung stelle faktisch einen Zwang dar und stehe somit im Widerspruch zum Leistungsrecht nach SGB V, wonach Leistungen in der GKV in aller Regel bedingungslos zur Verfügung gestellt werden. Außerdem stelle sich die Frage, inwiefern noch von einer zur Teilnahme an der Begleitforschung notwendigen Freiwilligkeit ausgegangen werden könne, wenn sich ein Versicherter faktisch unter Zwang zu einer solchen Teilnahme verpflichte.

(Quelle: news.doccheck.com)