Antwort NDR auf den offenen Brief vom 10.09.2014

Stopp Hand

Heute erhielt ich Antwort auf unseren offenen Brief und der Inhalt ist mal ganz absurd. Man habe angeblich nie den Eindruck erweckt, den bisher alle(!) Zuschauern gehabt haben, mit denen ich gesprochen habe, und zwar „dass die Krankheit mit ein bisschen Physiotherapie wegzukriegen wäre“.

Des Weiteren hält man es nicht einmal für nötig, den Brief Korrekturlesen und unserer Krankheit auf der zweiten Seite einen neuen Namen „CRPD“ zu geben. Also wenn ich einen Brief schreibe, und ich stehe unter enormen Medikamenten, wie wohl alle Betroffenen, dann lese ich den Brief mindestens 10x, bevor ich ihn rausschicke….

 

Hier die „tolle“ Antwort im Ganzen
→ Link zur Antwort des NDR (PDF-Dokument)

Links zu den bisherigen Beiträgen
→Link zum versendeten offenen Brief an den NDR (PDF-Dokument, am 9.9.14 verschickt)

→ Link zum Erstbeitrag „Vorankündigung des Beitrags“

→ Link zum Nachgang zum Fernsehbeitrag mit Videodownload und Kommentaren der Betroffenen

→ Externer Link zum Onlineangebot des NDR Fernsehen und zum Visitebeitrag (extern)

→ Link zum Script der Sendung »Visite« (PDF-Dokument)

2 Gedanken zu „Antwort NDR auf den offenen Brief vom 10.09.2014#8220;

  1. Hallo Stefan,

    herzlichen Dank für die Bereitstellung des Antwortschreibens des NDR.

    Ich finde es schade, dass Frau Gromer-Britz unsere Kritik nicht annimmt und auch nicht die Chance ergreift, mit uns ins Gespräch zu kommen und etwas von uns zu erfahren bzw. zu lernen.

    Außerdem hält sie es nicht einmal für erforderlich, ihr Schreiben „Korrektur lesen“ zu lassen, anscheinend ist ihr unser Schreiben eher lästig…mein Eindruck…

    Ich bin ein bisschen unschlüssig, habe aber eher das Gefühl, es macht keinen Sinn, auf dieses Schreiben zu reagieren.

    Liebe Grüße
    Maddin

  2. Hallo ihr Lieben,
    ich denke mal wir konnten nur enttäuscht werden, denn 10 Minuten sind einfach nicht ausreichend um den CRPS mit all seinen Facetten und vor allem völlig verschiedenen Erscheinungsformen wirklich zu erklären. Nehmen wir nur meine Hand, die ist nicht IMMER heiß oder kalt oder geschwollen. Sie kann innerhalb von Sek. die Temp. um 10°C verändern. Jedem Arzt der irgendeine verbindliche Feststellung machen will, fahre ich mittlerweile ins Wort und sage ihm es handle sich immer nur um eine Momentaufnahme, auch nach fast 2 Jahren noch.
    Ich denke uns allen fehlte der deutliche Hinweis darauf, dass es nicht darum geht Fuß, Hand oder Knie nicht mehr gut bewegen zu können, sondern zur Aufrechterhaltung des Alltags hochdosiert die stärksten Schmerzmittel nehmen zu müssen, mit all ihren Nebenwirkungen klar zu kommen und trotzdem noch schmerzgeplagt den Tag zu verbringen. Die Therapiegebühren fressen langsam an der Grundsicherung und die Kämpfe mit den Ämtern die letzten noch übrigen Nerven.
    Von einem aktiven Privatleben ist nur noch zu träumen: Abends Kino? Viel zu spät, da dösen wir morphingeschwängert schlicht weg! Mit Freunden abends weg? Aber nicht mit dem Auto, nicht bei der abendlichen Medikation oder, so wie jetzt: Fahrverbot für 4 Wochen in der Aufdosierungsphase. Viele Treffen abgesagt, weil einfach vor Schmerzen nichts mehr ging.
    Das Antwortschreiben habe ich, genau wie Maddin, als pikierte, hingepfuschte Antwort empfunden, auf die jede Mühe einer Antwort verschwendet wäre.

    Ich wünsche euch, von Herzen, einen schmerzarmen Tag 🙂

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