11. April 2018 · Kommentare deaktiviert für Wir stellen uns vor · Kategorien: Aktuelles, Allgemein, Veranstaltung

Wenn eine chronische Schmerzerkrankung genannt CRPS, Morbus Sudeck, Sudecksche Krankheit, Algodystrophie,

Vorstellung der Erkrankung und der Selbsthilfegruppe

Neurodystrophie, Sympatische Reflexdystrophie oder komplexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS) – alle Begriffe bezeichnen ein und dasselbe Krankheitsbild- diagnostiziert wird, wissen die wenigsten was es eigentlich bedeutet. Häufig haben die Betroffenen bis zur Diagnose schon einen langen Leidensweg hinter sich. Grund dafür ist, dass die Erkrankung sogar für viele Ärzte und Therapeuten ein unbekanntes Krankheitsbild ist.

CRPS (Morbus Sudeck) gehört zu den neurologisch-orthopädisch- traumatologischen Erkrankungen. Die Krankheit ist dadurch gekennzeichnet, dass es nach äußerer Einwirkung (z.B. Traumen, Operationen u. Entzündungen) zu sehr starken und länger anhaltenden Schmerzen an zumeist Händen oder Füssen kommt. Die starken Schmerzen sind in den meisten Fällen das Hauptsymptom,  die überhaupt nicht im Verhältnis zur ursprünglichen Verletzung stehen. Als erste Symptome treten meistens Durchblutungsstörungen, Ödeme, Hautveränderungen und–verfärbungen, höllische Schmerzen und gravierende Funktionseinschränkungen auf. Das Schlimmste bei unserer Erkrankung sind einfach die Schmerzen. Die meisten unserer Betroffenen beschreiben einen starken brennenden Schmerz „Messerstich-Attacken“ oder aber auch starkes Kribbeln. Es besteht ein Ruheschmerz, der sich bei Bewegung noch verstärkt. Einfache Berührungen werden als äußerst unangenehm und schmerzhaft empfunden, meist sind Gelenke und Knochen sehr druckempfindlich. Das ganze Leben, Arbeit, Freunde, Hobbys etc. verändert sich durch die Behinderung.

Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten auf Besserung. Eine vollständige Heilung gibt es derzeit nicht. Neben einer medikamentösen Therapie, mit sehr starken Medikamenten (Betäubungsmittel) werden Physiotherapie und Ergotherapie verordnet.

Da wir als Betroffene gerade zu Beginn der Erkrankung verzweifelt auf der Suche nach anderen Betroffenen waren, um Informationen und Erfahrungen auszutauschen, entschlossen wir uns, gemeinsam in Ahaus eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Wir möchten Betroffenen und deren Angehörigen die Möglichkeit geben, sich über die Erkrankung und Behandlungsmethoden zu informieren, sich unter Gleichgesinnten auszutauschen und die Gemeinschaft zu ermutigen, die Hoffnung nicht aufzugeben im Kampf gegen diese äußerst belastende Krankheit und neuen Mut zu fassen. Desweiteren liegt es uns sehr am Herzen, die noch sehr seltene und unbekannte Erkrankung publik zu machen. CRPS darf zwar weiterhin eine seltene, aber nicht länger eine unbekannte Krankheit sein.

Wir treffen uns jeden 2. Freitag im geraden Monat
von 18-20 Uhr im Otgerushaus, Dufkampstr. 39 in Stadtlohn.

Hierzu laden wir herzlich ein.

Ansprechpartner:
Mona Gravermann – Gruppenleiterin 0175 /3632671
Birgit Höing – Stellvertreterin
E-Mail: ahaus@crps-netzwerk.org
Tel.: 0221/98 43 15 460

www.crps-ahaus.de

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