Verdacht auf CRPS seit 2008 , Diagnose ?

Hallo ,

Ich heiße Sabine und bin 49 Jahre . Seit meinem Unfall im Juli 2008 geh ich durch die Hölle .

Bänderabriss mit Knochenabsprengung am re. OSG. Nov.2008 deutliche Veränderung der Knochenstruktur ,

Diagnose: posttraumatische avaskuläre Osteonekrose , eine begleitende Reflexdystrophie ist nicht ausgeschlssen .

Nov.2008 Szintigramm : Verdacht auf Osteonekrose , Bergmannsheilklinik : Alle MRT`s und Befund durchgesehen ,

neue Röntgenaufnahmen gemacht , Beweglichkeit OSG 0-0-35 Grad ,Verdacht auf Reflexdystrophie .

Jan 2009 Bergmannsheil : Diagnose Arthrose . März 2009 MRT : Verdacht auf Reflexdystrophie . April 2009 Diagnose

eine Ingressive posttraumatische avaskuläre Osteonekrose , usw.4 Gutachter Orthopädie jeder sagt was anderes .

Der eine Sagt sie haben CRPS können aber Vollschichtig für mehr als 6 Std.arbeiten gehen .Der andere sagt ich solle mir doch mal den Kopf untersuchenlassen . usw.

Habe es mit einer Schmerztherapie versucht ,Heilpraktiker , Tens , Nervenblockaden ,Blutegeltherapie , Akkupunktur als Eigeninitiative .

Ich habe keine Kraft mehr .

Gehe mittlerweile nur noch zum Arzt um mir Schmerzmittel (Ibuflam 800mg und Tramadol) verschreibenn zu lassen .Was kann ich noch tun ?

5 Gedanken zu „Verdacht auf CRPS seit 2008 , Diagnose ?#8220;

  1. Hallo Sabine,

    ich habe gerade Deinen Eintrag hier im Forum gelesen, darin spiegelt sich so einiges wieder was ich selber auch erlebt habe.
    Meiner Meinung nach solltest Du Dir dringend Kompetente Hilfe suchen.
    Such Dir einen niedergelassenen Schmerztherapeuten damit er Dich auf die richtigen Medis einstellt.
    Wenn ich so lese wo du gewesen bist und was Du dort erlebt hast, werden alte Errinerungen bei mir wach und es stellen sich mir die Nackenhaare auf.
    Du kannst mich pers. über meine e-Mail erreichen .
    Es gibt mittlerweile eine Reihe guter Ärzte die sich auskennen und die empfehlenswert sind.
    Wenn Du magst, frag Stefan nach meiner Telefonnummer wir können auch telefonieren.

    Es ist nicht immer leicht, mit der Diagnose CRPS umzugehen, schon gar nicht wenn mann an die falschen Ärzte kommt und nicht ernst genommen wird.

    LG, Andre,

  2. Hallo Sabine,

    auch bei mir werden hier Erinnerungen wach.
    Bin selbst am rechten OSG seit 2009 betroffen.

    Wenn du mehr Informationen benötigst, dann schreib mich einfach direkt an.

    Vorweg, es gibt in Bad Aibling eine super schmerztherapie mit Ärzten die wirklich wissen was sie tun. Dort war ich selbst in diesem Jahr für ca. 6 Wochen stationär und habe dort endlich die Fortschritte gemacht die meine Ärzte hier für unmöglich gehalten haben.

    Wünsche dir ganz viel Kraft! !!!

  3. Hallo Sabine,

    ich kenne das nur zu gut. Und es macht mich wütend, wenn ich lese, dass wir mit unserer Erkrankung einfach nicht für voll genommen werden, da schwillt mir sozusagen der Kamm.

    Bei mir war das auch furchtbar langwierig bis endlich ne sichere Diagnose da war. Ich habe kein „typisches“ CRPS, gibt es das überhaupt?, und so hat mir jeder was anderes erzählt, u.a. die Aufforderung mich in die Psychiatrie zu begeben. So was wie mich könnten sie nicht behandeln, ein Prof. in Mainz. Selbst angeblich sehr kompetente Mediziner haben mich damals allein damit gelassen, bis ich dann in der Klinik, mein Mann hatte mich nachts dorthin gefahren, weil ich die Schmerzen nicht mehr aushielt, ein Anästhesist behandelte und mich endlich ernst nahm. Er war kein CRPS-Spezialist, aber wir arbeiten gemeinsam daran mich zu unterstützen. Er hat sich in den letzten drei Jahren ein großes Wissen zu dem Thema angeeignet.

    Am wichtigsten ist, dass wir ernst genommen werden mit unseren Schmerzen und was da alles so dazukommt.

    Ich wünsche dir Kraft und dass du endlich einen Arzt findest, dem du trauen kannst und der sich wirklich um dich kümmert.

    LG

    Marion

  4. Hallo Sabine,
    sicher ist es manchmal alles andere als eindeutig das man ein CRPS entwickelt hat. Besonders wenn andere Verletzungen vorhanden sind kann es wirklich ewig dauern. Mir ging es leider nicht anders und ich musste drei OPs über mich ergehen lassen ehe man wirklich begriffen hat was ich hatte. Da war dann wie bei dir sehr viel Zeit ins Land gegangen was die Behandlung betrifft und für die Heilung nicht gerade sehr förderlich ist.
    Aber man muss es am Ende eh nehmen wie es kommt….

    Ich kann dir auch nur raten dir einen kompetenten Arzt zu suchen und dir die Diagnose schwarz auf weiss geben zu lassen das du CRPS hast.
    Vielleicht kann dir eine stationäre Schmerztherapie auch weiterhelfen und lass die Medis noch einmal neu einstellen. Ich habe nicht gelesen, daß du Lyrica oder Gabapentin einnimmst die bei Nervenschmerzen schon sehr hilfreich sind. Sicher wäre es gut wenn du diese auch bekommst! Vielleicht ist das Tramadol auch nicht mehr genug. Sicher sind die Opiate nicht besonders gut in ihrem Ruf, aber sie helfen doch den Tag oder die Nacht besser zu überstehen.
    Weiterhin mach doch mal Entspannungsübungen, die sind auch immer sehr gut. Mir helfen sie oft sehr gut und können auch mal eine Pille ersetzen. :o)
    Außdem musst du Physio haben, wenn das Bein dick wird auch Lymphe. Das bitte als Dauerrezept.

    Hast du denn schon eine Behinderung beantragt beim Versorgungsamt? Wenn nicht, dann mach das bitte.
    Später (wenn du entsprechende Arztberichte hast) beantragst du noch einmal eine Reha oder stelle einen Rentenantrag in der noch einmal untersucht wirst inwieweit du überhaupt noch arbeiten kannst.
    Es ist doch sehr schwer damit vollschichtig arbeiten zu gehen. Leider hast du nicht geschrieben ob du das wirklich noch machst und wie du das hinbekommst. Klar es gibt Leute die wirklich den ganzen Tag arbeiten gehen, aber es sind doch die wenigsten von den Betroffenen. Ich bewundere die Leute immer wieder, weil ich ja auch weiss wie es einem geht damit.

    Ich habe das CRPS allerdings in den Händen und somit ist es sehr schwierig überhaupt etwas zu machen. Da habe ich schon meine Probs mich anzuziehen und Auto zu fahren…………
    Aber ich kenne eben auch die massiven Erschöpfungszustände und damit auch die Kraftlosigkeit gegen die man jeden Tag ankämpfen muss. Auch die Konzentration ist eben nicht mehr das was sie mal war…. für mich immer noch ein großes Problem da ich ein „Kopfmensch“ bin.
    Sicher wäre ein Psychologe auch hilfreich. Das Image was die haben ist sicher zu Unrecht, denn sie können einem wirklich helfen wenn einem die Schmerzen über den Kopf wachsen. Leider sind die Wartezeiten unterirdisch… aber die Zeit arbeitet dann eben für dich und irgendwann ist auch der längste Termin mal dran.

    Ich hoffe sehr für dich, daß du doch noch etwas Hilfe findest. Du darfst dich nicht aufgeben! Lass das nicht zu!!! Ich habe auch keine Ärzte mehr die mich behandlen wollen, da ich als austherapiert gelte. Aber ich versuche aus jedem Tag das Beste draus zu machen und habe meine Freude am Leben auch wiedergefunden. Sicher war es nie mein Wunsch als Rentner so früh hier zu Hause zu hocken, aber nun ist es einmal so und ich muss mich damit abfinden. Die Schmerzen ertrage ich meist mit viel Geduld, auch wenn es oft sehr heftig ist. Ich habe gelernt ihn auszublenden soweit es mir eben möglich ist. Das klappt eigendlich ganz gut. Auch wenn es eben nicht immer gelingt.

    Erwarte aber keine Wunder. Sicher wird die Erkrankung Teil deines Lebens bleiben. Deshalb musst du wirklich lernen damit umzugehen. Ich wünsch dir von Herzen das dir das mit der Zeit gelingt!
    LG Internetti

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