Sympathikolyse

Die Sympathikolyse ist ein Verfahren zur zeitweiligen oder andauernden Ausschaltung des sympathische Nervengeflechts. Es wird u. a. zur Verbesserung der Durchblutung in den Beinen oder Armen angewandt. Der Sympathikusnerv bewirkt im Gleichgewicht der vegetativen Systeme die Engstellung der Blutgefäße, daher ist nach seiner Ausschaltung in vielen Fällen eine Gefäßerweiterung zu erzielen. Dieser Eingriff wird als eine der letzten Therapien bei einem fortgeschrittenen komplexen regionalen Schmerzsyndrom durchgeführt. Zur Verbesserung der Durchblutung an den oberen Extremitäten kann die Leitungsanästhesie des Ganglion stellatum vorgenommen werden. Beim Eingriff wird entweder in örtlicher Betäubung oder in kurzzeitiger Vollnarkose unter Steuerung im Computertomogramm eine Injektion von konzentriertem Alkohol zur Ausschaltung des Sympathikus durchgeführt (Verfahren der interventionellen Radiologie).

Was passiert nun bei einer Sympatikolyse?
Der Sympatikusnerv ist ein „Eingeweidenerv“. Er beeinflusst unter anderem die Durchblutung ist mit verantwortlich für akute bzw. chronische Schmerzzustände. Ziel der Behandlung ist es deshalb, diesen Nerven auszuschalten. Im Computertomographen kann der Sympatikusnerv sichtbar gemacht werden, dieser Nerv liegt unmittelbar vor der Wirbelsäule. In örtlicher Betäubung oder auch in kurzzeitiger Vollnarkose wird dann eine sehr dünne Nadel bis an diesen Nerv vorgebracht. Danach erfolgt die Injektion eines Medikamentes oder auch reiner Alkohol um den Nerven, was zu dessen Verödung führt.

Welche Gefahren bestehen bei der Sympatikolyse?
Das Verfahren ist äußerst nebenwirkungsarm. Bei der exakten Durchführung der Methode haben wir in seltenen Fällen eine zeitlich befristete Schmerzreaktion im Hautbereich des Oberschenkels festgestellt. Sie kann im allgemeinen gut durch die Gabe von Schmerzmedikamenten behandelt werden. Als weitere Komplikationen sind Lähmungserscheinungen an Armen bzw. Beinen sowie Blutungen und Entzündungen im Injektionsbereich denkbar. Diese Komplikationen sind jedoch ebenfalls sehr selten.

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