Fernsehtipp: ARTE Themenabend

Bandeau-ARTE

ARTE Themenabend

Dienstag, 27.10.2015 um 20:15 Uhr: Die Angst vor Schmerzen. 2 Dokumentationen.

ARTE THEMA beschäftigt sich mit Schmerz – welche Rolle er in unserem Leben spielt, wie das Geschäft mit dem Schmerz aussieht und warum es für chronisch Betroffene so schwer ist, ernst genommen zu werden und Heilung zu finden.

Schmerz – eine Herausforderung

Schmerz – eine Herausforderung

Informationen für Betroffene und Angehörige

Hans-Günter Nobis, Roman Rolke, Toni Graf-Baumann Hrsg.)

Infothek Springer Medizin

ISBN 9783899352757

»Chronische Schmerzen kommen häufig vor und sind belastend für Betroffene und ihre Angehörigen. Die Behandlung ist oft schwierig und nur dann langfristig erfolgreich, wenn die Betroffenen aktiv mitarbeiten und auch zu notwendigen Verhaltensänderungen bereit sind. Veränderung setzt Wissen voraus. Dieses Wissen vermittelt das vorliegende Buch — verfasst von zahlreichen Schmerzexperten unter Beteiligung der Deutschen Schmerzgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft fur psychologische Schmerztherapie und -forschung und der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft. Ziel ist es, Betroffenen und Angehörigen Lösungswege im Umgang mit der Schmerzerkrankung aufzuzeigen.«

Nachfolgend einige Links, wo man das Buch kaufen kann:

https://www.medizin.de/shop/Schmerz-eine-Herausforderung/Nobis-H-G-Rolke-R-Graf-Baumann-T/ISBN-9783899352757.html
https://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=9783899352757
https://www.books.ch/detail/ISBN-9783899352757
https://www.abebooks.de/buch-suchen/isbn/9783899352757/seite-1/

Chronischer Schmerz

Bei chronischen Erkrankungen und Entzündungen wie zB Rheuma oder Krebs, kann chronischer Schmerz auch die Folge einer Gewebeschädigung sein. Fachleute sprechen von chronischen Schmerz, wenn der Schmerz seit mindestens drei bis sechs Monate besteht und die betroffenen Personen sowohl physisch (durch Mobilitätsverlust und Funktions-einschränkungen), psychisch-kognitiv (Veränderung der Befindlichkeit, der Stimmung und des allgemeinen Denkens) sowie sozial (durch „Einigelung“ und Abbruch sozialer Kontakte) beeinträchtigt.

Dieser Schmerz kann sich im Zentralnervensystem quasi einbrennen und die Zusammenhänge dadurch verkompliziert. Hier kann ein sogenannte Schmerzgedächtnis entstehen. Das betroffene Nervensystem ist durch ständig eintreffende Schmerzreize überempfindlich geworden und reagiert mit Schmerzsignalen selbst schon auf harmlose Reize, wie etwa bei Berührungen. Das Endorphin-System – die körpereigene Schmerzkontrolle – kann das Geschehen nicht mehr oder nicht mehr ausreichend kontrollieren und dämpfen, und führt zu Überreaktionen des Endorphin-Systems. Die betroffene Personen laufen dann mit den chronischen Schmerzen von Arzt zu Arzt, ohne irgendeine diagnostizierte Ursache des Leids zu erhalten. Diese Personen werden oftmals als Simulanten abgestempelt, weil sie sich die Schmerzen einbilden würden. Das entspricht aber nicht der Wahrheit.

Unterschiede zwischen akutem und chronischem Schmerz

akuter Schmerz chronischer Schmerz
ist das Signal/Symptom für eine Gewebeschädigung oder akute Erkrankung ist eine eigenständige Erkrankung
ist meist auf den erkrankten oder verletzten Körperteil beschränkt besteht weiter, obwohl eine ursächliche Verletzung oder Krankheit bereits geheilt ist
die Intensität hängt vom Ort und vom Ausmaß der Schädigung ab hat häufig keine klar erkennbaren Ursachen mehr
klingt nach dem akuten Ereignis wieder ab hat oft die Funktion als Warnsymptom verloren