CPRS-Neuling und schon Stufe III? Therapie in/um PB?

Hallo,

vor 2 Monaten fing bei mir alles mit einem Sprung auf den Fuß an. Vor einem Monat kamen dann diese merkwürdigen Symptome, so dass ich auf CRPS untersucht wurde. Diese Woche soll die Szintigraphie CRPS Stufe III ergeben haben!
Sorry, aber mehr als im Internet + Büchern lesen, kann ich auch nicht, um mich zu informieren (Was man laut Ärzte und Co am besten ja nicht machen sollte) – CRPS Stufe III soll round about frühestens nach einem Jahr erreicht sein,
Endstufe = unheilbar mit Funktionsverlust, unlokalisierbare Schmerzen und fortgeschrittenen Schwund von Muskeln, Haut und Sehnen.
Wie soll DAS denn bitte SO schnell gehen, in 2 Monaten? Von Funktionsverlust kann ich noch nicht sprechen, Schmerzen SIND lokalisierbar und auch längst nicht mehr so doll wie zu Beginn.
CRPS mag sein, aber Stufe III? Das kann ich irgendwie nicht glauben!

Wie dem auch sei: Hat jemand um/in Paderborn Erfahrungen mit Ärzten etc.? Um was sollte ich mich therapiemäßig nun alles kümmern (es gibt ja zig Ansätze)?

Ich hab hier schon einen Fragebogen für eine Schmerztherapie in Bad Lip. liegen, weil Schmerztherapie bei CRPS empfohlen wird. Da ich aber gar nicht so große Schmerzen
(Schmerzen schon, aber viel mehr viele diverse Beschwerden am Fuß) habe, frag ich mich, ob ich den abschicken soll?

[b]Lymphdrainage[/b] bekomme ich seit knapp über 2 Wochen 3x/Woche – hat aber bisher nichts gebracht. Die extreme Schwellung, die vor Weihnachten kam, ist weg. Nur noch leicht, aber immer geschwollen.
[b]Krankengymnastik[/b] geht nächste Woche los – sollte damit noch bis zum MRT, das DO war, warten.
[b]Selbst[/b] mache ich schon folgendes: Morgens Wechselduschen am Fuß, Vitamin D (zur besseren Aufnahme von Calcium in die Knochen), Vitamin C 1000mg, Schüsslersalze, Franzbranntwein, Bewegungs- und Massageübungen.

Für Rückmeldungen wäre ich sehr dankbar, da ich seit dem Szintigraphie-Ergebnis sehr verunsichert bin. Ich bin gerad mal 28 und bin vor kurzem erst als Angestellte in den Lehrberuf eingestiegen – eigentlich wollte ich noch was von meinem Leben haben.

Gruß,
nabe

Selbsthilfegruppentreffen in Bremen am 13. Dezember 2013

Ich war überwältigt, wie viele Teilnehmer zum Gruppentreffen in Bremen gekommen sind. Und ich war nicht der einzige, der von weiter angereist war, sondern es gab noch Betroffene aus Krefeld und Ehringen. Zunächst gab es die obligatorische Vorstellungsrunde, bei der eine bunte Mischung von Frauen/Männern sowie auch Sudeck in Hand und Fuß und sogar Knie vertreten waren. Des Weiteren waren auch Partner/Angehörige von Betroffenen in der Runde, was ich sehr gut fand, da auch die, nicht gerade unbeteiligt von der Krankheit des Partners sind. Das Gruppentreffen wurde souverän von Frank, dem Gründer der Bremer Selbsthilfegruppe moderiert und wir diskutierten unter Anderem über die Themen „zu enger Gips“ als Ursache des Sudecks, die unterschiedliche Reaktion auf Kälte und Wärme – hier wurde durch Handzeichen ungefähr eine halbe/halbe Aufteilung gezeigt. Durch eine Gruppenteilnehmerin, die selbst in der Physiotherapie arbeitet haben wir verschiedene Therapiemöglichkeiten vorgestellt (Spiegeltherapie, Histamat-Matte, Kryotherapie, Iphone-App, Medikamentöse Behandlung usw.). Abschliessend hat die Gruppe noch ein kleines Dankeschöngeschenk mit einem netten Gedicht für den Moderator Frank überreicht und ihm für dessen Einsatz und die gesamte Organisation und Vertretung in Sachen Sudeck gedankt.

Anschliessend haben wir die Runde in das gegenüberliegende persisch/iranische Restaurant Apadana. Das war für mich selbst noch neu, aber die Küche besticht durch viele Gewürze und Geschmäcker und bietet für Fleischesser (Hähnchen und Lamm) auch viele Gerichte für Vegetarier.

Ich konnte in der Runde auch die neue Selbsthilfegruppe NRW, wie auch die neue Informationsplattform CRPS-NRW vorstellen. Mit Frank haben wir beschlossen, dass wir zukünftig versuchen wollen, abwechselnde Treffen in Bremen und Köln anbieten zu können. Das nächste Treffen sollte in Köln stattfinden und dann monatsweise abwechselnd.

Beschreibung des Krankheitsbildes

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (Complex regional pain syndrome, CRPS) gehört zu den neurologisch-orthopädisch-traumatologischen Erkrankungen. Der Begriff fasst die synonym verwendeten Bezeichnungen Reflexdystrophie, Morbus Sudeck, Sudeck-Dystrophie, Algodystrophie und sympathische Reflexdystrophie zusammen, die nach vorliegendem Konsens nicht mehr benutzt werden. Die Krankheit ist dadurch gekennzeichnet, dass es nach äußerer Einwirkung (z. B. Traumen, Operationen und Entzündungen) über längere Sicht zu einer Dystrophie und Atrophie von Gliedmaßenabschnitten kommt. Als Symptome treten Durchblutungsstörungen, Ödeme, Hautveränderungen, Schmerzen und schließlich Funktionseinschränkungen auf. Die Erkrankung tritt bei Erwachsenen häufiger an den oberen Gliedmaßen als an den unteren auf, sie ist relativ häufig nach Radiusfrakturen. Frauen sind häufiger betroffen. Bei noch nicht zufriedenstellend geklärtem Entstehungsmechanismus wird eine neuronale Entzündungsreaktion, sowohl peripher als auch zentral, in Kombination mit einer kortikalen Reorganisation als Ursache diskutiert. Die Therapie sollte im interdisziplinären Austausch stattfinden, wobei zur Schmerztherapie sowohl Opioide als auch Nichtopioid-Analgetika zum Einsatz kommen. Des Weiteren umfassen die Behandlungsmöglichkeiten u. a. die Gabe von Medikamenten zur Knochenregeneration (Bisphosphonate), Ergotherapie, Physiotherapie, lokal antiphlogistisch wirkende Medikamente und eventuell die Einspritzung von örtlichen Betäubungsmitteln am vegetativen Nervensystem (Sympathikusblockaden). Die Prognose ist insgesamt eher als ungünstig anzusehen, da die Symptome meist erst in einem späteren Stadium dem richtigen Krankheitsbild zugeordnet werden können.

Quelle: Wikipedia