Schmerzfreiheit trotz CRPS – Mein Weg aus der Erkrankung

Mein Weg aus dem CRPS

Mein Leidensweg begann im April 2013. Nach einem Sturz vom Pferd erlitt ich eine distale Radiusfraktur des rechten Armes. Der Bruch wurde operativ behandelt, indem eine Platte und ein Draht in den Knochen eingesetzt wurden. Man sagte mir nach sechs Wochen könne ich den Arm wieder benutzen. Nach vier Wochen jedoch wurde die Schwellung immer schlimmer und große Schmerzen stellten sich ein. Meine Hand sah aus wie ein Mickymaushandschuh. Dick geschwollene Finger, schwitzig heiß und manchmal eisekalt, die oben drauf weiß und auf der Handinnenfläche bläulich verfärbt waren. Starke Schmerzen in der Hand und extremer Berührungsschmerz, der nicht mal ein Ablegen der Hand irgendwo ermöglichte, machten das Schlafen unmöglich. Ich konnte den Schmerz nur noch ertragen, wenn ich meine Hand in eiskaltes Wasser hängte.

Im Vorfeld hatte mein Orthopäde versucht, die Schwellung, die bis dahin noch ohne Schmerzen verlief, durch ein pflanzliches entzündungshemmende Mittel und eine Laserbehandlung in den Griff zu bekommen. Dies zeigte zunächst auch Erfolg, doch er hatte mich nicht darauf hingewiesen, dass sich das Mittel noch mehrere Wochen hätte nehmen müssen. Ich hatte es nur bis zum Ende der Verpackung genommen. Danach explodierte die Schwellung förmlich. Bei meinem weiteren Besuch reagierte mein Orthopäde völlig entsetzt über den Zustand meiner Hand. Er war zum Glück ehrlich zu mir und äußerte sofort seinen Verdacht des CRPS. Er riet mir zunächst das Urteil des behandelnden Krankenhauses abzuwarten und möglichst schnell eine zweite Meinung in der Handchirurgie in Schwerte einzuholen.

Eine Kontrolle im behandelnden Krankenhaus, die auch die Operation durchgeführt hatten, schickten mich nur mit dem Hinweis auf eine notwendige Kontrolle in zwei Wochen und einem Rezept für Ergotherapie nach Hause.

Ein Nottermin in der Handchirurgie in Schwerte ergab die Bestätigung der Diagnose, mit dem Verweis, dass ein sofortiger Krankenhausaufenthalt notwendig sei. Ihnen wäre es am liebsten gewesen, mich noch am selben oder am nächsten Tag stationär aufzunehmen. Da ich Familie und zwei kleine Kinder habe war ich natürlich der Überzeugung, dass ich das auch ohne stationären Krankenhausaufenthalt hinkriegen würde bzw. zu Hause nicht abkömmlich sei. Um meine Entscheidungen zu fällen, nahm ich telefonische Rücksprache mit meinem Orthopäden, der klare Worte mit mir sprach und mir sagte, wenn ich dies nicht sofort machen würde, müsste ich mit der Funktionsunfähigkeit meiner Hand und chronischem Schmerzsyndrom rechnen.

Nach reichlicher Familienorganisation wurde ich zwei Tage später im Marien Krankenhaus in Schwerte stationär aufgenommen. Dort war man ebenfalls ehrlich und erklärte mir, dass ein Aufenthalt von mindestens 2-3 Wochen notwendig sei.

Ein Riesenaufgebot an Therapien begann: Man legte mir einen Plexuskatheter mit Schmerzpumpe (dauerhafte Anästhetikumgabe in den Arm), startete eine hochdosierte intravenöse Cortisongabe, ich bekam 2x täglich Krankengymnastik, 1x Lymphdrainage, 1x Kohlensäurebad, 2-3x pro Woche Ergotherapie, mehrmals täglich Eigentherapie im Therapieraum mit Spiegeltherapie, Therapieknete und Stimulation im Granulatbad. Medikamentös musste ich Trevilor und Lyrica über einen Gesamtzeitraum von 4 Monaten einnehmen, die am Ende langsam reduziert wurden.

Bei Entlassung nach 4 wöchigem Aufenthalt konnte ich zumindest passiv fast einen Faustschluss bewerkstelligen.

Meine eigentliche Therapie begann erst dann:

ich machte nach wie vor dreimal in der Woche Krankengymnastik, sowie zwei bis dreimal in der Woche Ergotherapie. Außerdem begann ich sofort mit Akupunktur gegen die Schmerzen. Meine Heilpraktikerin half mir, die ganzen Medikamente zu entgiften und auszuleiten. Weiterhin nahm ich pflanzliche Medikamente gegen das Entzündungsgeschehen (zum Beispiel Phlogenzym). Sehr geholfen hat mir außerdem mein Osteopath, der ebenfalls für die bessere nervale Durchblutung und Versorgung des Arms gesorgt hat. Geholfen hat sicherlich auch, dass ich von Anfang an meine Hand trotz Schmerzen wenn auch eingeschränkt benutzen musste, da ich Familie mit zwei kleinen Kindern habe und der normale Alltag mit Kochen, Wäschefalten, Putzen etc. trotzdem funktionieren musste. Somit wurde die Verschlimmerung der Bewegungseinschränkungen nicht durch Vermeidungsverhalten unterstützt.

Ich begab mich auf Spurensuche, warum es überhaupt zum CRPS gekommen ist.

Auslöser war sicherlich die Quetschung, die man mir bei der Operation am Daumen zugefügt hatte, um meine Hand zu fixieren. Dabei muss man mir Muskeln und Lymphgefäße abgequetscht haben, da man heute noch die Degeneration des Muskels am Daumen sehen kann und dieser auch heute noch am stärksten eingeschränkt ist, obwohl er primär gar nichts mit dem Bruch zu tun hatte. Ein großer entscheidender Faktor war eine chronische Borreliose, die degeneratives Nervengeschehen negativ beeinflusst. Eine chronische Borreliose war im Vorjahr bei mir festgestellt worden, und ist definitiv ein entscheidender Faktor bei der Entstehung des CRPS gewesen. Also begann ich auch hier erneut mit der homöopathischen Behandlung der Borreliose.

Da sich immer noch die Platte zur Fixierung des Bruchs in meinem Arm befindet, brachte mich meine Ärztin auf eine weitere wichtige Spur, die vielleicht für den einen oder anderen von euch interessant sein könnte. Mein Blut wurde auf Titanunverträglichkeit getestet. Nach ein bisschen Internetrecherche, fand ich heraus, dass genetisch bedingt ca. 17 % aller Menschen eine Titanunverträglichkeit besitzen. Aufgrund dessen gehen immer mehr orthopädische Fachkliniken dazu über, diese Titanunverträglichkeit vor dem Einsetzen von beispielsweise künstlichen Gelenken zu überprüfen. Man hört immer häufiger von Menschen, die aus unerklärlichen Gründen Probleme mit der Wundheilung bei eingesetzten Zahnimplantaten oder künstlichen Hüftgelenken aufgrund dessen haben. Bei diesen Menschen ist normalerweise eine Unverträglichkeit nicht getestet worden und vermutlich die Ursache für deren Probleme. Bei mir konnte dies nicht nachgewiesen werden und ist somit kein Faktor für die Entstehung. Trotzdem könnte es für den einen oder anderen unter euch ein wichtiger Hinweis sein.

Heute kann ich von Glück sagen, dass ich schmerzfrei bin und meine Hand fast normal benutzen kann, wenn auch nicht alle Gelenke mehr hundertprozentig funktionieren. Meine Ärzte waren zum Glück von Anfang an alle ehrlich zu mir und haben mir dringend zu sofortigen Therapien geraten. Ich weiß, dass bei vielen von euch oft die Therapien erst Monate später eingesetzt haben und somit wertvolle Zeit verloren gegangen ist. Ich bin sicher, dass ich nur deswegen so „schnell“ Fortschritte und vor allem Schmerzfreiheit bewirken konnte. Nach einem Jahr habe ich dann den Therapiewahnsinn aufgegeben, da sich keine Verbesserung der Bewegungsfähigkeit mehr abzeichnete. Trotzdem bin ich heute an einem Punkt, wo ich sagen kann, dass mich die minimale Einschränkung der Hand nicht mehr eklatant stört.

Ich hoffe sehr für euch, dass ihr alle irgendwann so schmerzfrei wie möglich seid!! Und ich möchte allen raten, die sich nicht sicher sind, ob es sich um ein CRPS handelt, eine zweite Meinung einzuholen, damit möglichst schnell eine Behandlung erfolgen kann.

Ich möchte mich vorstellen,

hi_neuHallo ihr lieben,

ich bin 28 Jahre alt und wohne im schönen Bayern, leide seit meinem Arbeitsunfall im Mai 2013 an einem CRPS I an der linken Hand.

Ich habe mir damals durch einen Sturz eine mehrfragmntäre Distale Radiusfraktur mit dorsaler Abkippung und Absprengung eines Frakmentes.

Der Bruch wurde 6 Tage nach dem Sturz in einer Operration mit einer winkelstabilen Platte gerichtet, und danach fing das delema an.

Seit diesem Unfall hab ich massive Problem mit der linken Hand mein D-Arzt meinte von Anfang an es wäre ein Sudeck da ich ein vermehrtes Schwitzen aufwies, Schwellung verstärktes Nagelwachstum, Verfärbungen, massive Schmerzen und Bewegungseinschränkungen hatte.

Ich bin dann von ihm ins BGU-Murnau überwiesen worden zur Schmerztherapie und intensiven Beübung des Handgelenks, naja gesagt getan Termin ausgemacht in der Ambulanz und hingefahren.

Naja beim Termin meinte der Chiruge das könnte kein Sudeck sein schuld wäre eine zulange Schraube und der Karpaltunnel.

Ergebnis war dann eine Woche später Op , entfernung der zu langen Schraube und Spaltung des Karpaltunnels.
Dann hab ich auf eine Reha bestanden die ich dann zwei Wochen später antreten durfte.

Leider hatte sich bis dahin nix gebessert, weiter vermehrtes Schwitzen, mittlerweile wechselte die Verfärbung immer mehr von rötlich hin zum bläulichen, und anstatt Heiß wurde die Hand nun kälter bis eiskalt. Naja und von den weitern Schmerzen und Bewegungseinschränkungen wollen wir mal nicht sprechen.

Habe dann Mitte August meine Reha angetreten mit dem Erfolg das die Bewegung um 10°Grad gestiegen ist aber der rest geblieben war.Aber es war für die Ärzte in Murnau weiterhin kein Sudeck
Und während der Reha wurde dann auch eine komplette Me für Mitte Oktober geplant.

Da hatte ich dann am 2.10 wieder zur Planung der Me einen Termin in der Ambulanz, ausage da vom Arzt warum entfernen wir bei ihnen das Metall es ändert sich ja nichts und es würde ja auf meinen ausdrücklichen Wunsch geschehen. Dabei hatten mir seine Kollegen was anders erzählt
Die Op fand dann am 15.10 statt und Ergebnis war weiter Schmerzen, Verfärbung etc……
Mir geht es seit der letzten Op wieder deutlich schlechter und vorallem die Schmerzem sind wieder schlimmer geworden.

Naja die Ärzte haben dann auch einen ziemlich heftigen Brief geschrieben wo drin stand das dass vegetative Begleitsypmtomatik wäre die erst seit der op im Juli bestehen würden und temporär seien, kurzes Zitat aus dem Brief ;: Wir bitten um Entfernung der ienliegenden Fäden am 12 bis 14. postoperrativen Tag sowie um Fortführung der intensiven Physio-und Ergotherapie bis zum Beginn der Abe-Maßnahme im November dieses Jahres. Wir empfehlen den Beginn der Maßnahme in der 44. Kalenderwoche. Über insgesamt 4 Wochen kann der Belastungsaufbau mit 3,3,4 und 6 Stunden täglich erfolgen , das sie bis zur 49 Kalenderwoche die vollschichtige Arbeitstätigkeit wieder aufgenommen werden kann.Wir weisen an dieser Stelle hin dass die motorischen Fähigkeiten der Patentin durchaus die Wiederaufnahme dieses Berufes erlauben.Eine schwere Belastung ist in ihrem Beruf als Floristin für das Heben und Tragen von schweren Gegenständen nur selten zu finden.Breits unmittelbar gab die Patentin an dass sich die Beweglichkeit im Handgelenk überhaupt nicht gebessert hätte und sie nicht damit rechnet in Ihren job als floristin zurückzukehren. Aus medizinischer sicht sind jedoch die voraussetzungen dafür gegeben. Gegebenfalls ist gemeinsam mit einem Berufshelfer in einem Team Gespräch im Dezember diesen Jahres die Situation noch einmal zu besprechen . Die Patentin wurde nur zur Wiedervorstellung aufgefordet so sie denn die Belastungserprobimg abbricht.“

Naja meine Ergotherapeutin und meine Phyisotherapeutin haben darüber nur gelacht da meine Hand sich schlechter zeigte als zu Beginn meiner Behandlung.

Und nun geht mein D-Arzt davon aus das es ein Crps Typ 2 ist, morgen muss ich zum Mrt. Meine Hand wird weiter hin blau und kalt, schmerzt zum wahnsinnig werden und schwillt von Zeit zu zeit noch ein wenig an.
Von der Bewegung geht nur trotz Me dorsal/palmar 30-0-35 und seitlich ulnar/radial 25-0-75. Daumen macht beim auch seit der ersten Op probleme.

Ich bin erst seit Dezember 13 in Schmerztherapie der Arzt dort hat aber die Diagnose Morbus Sudeck (CRPS 1) bestättigt, die meine D-Arzt seit über 1,5 Jahren jetzt schon dokumentiert.

Der Hammer kam dann im Februar von Murnau, die immer noch abstreiten das es ein Sudeck ist bzw. behaupten es wäre ausgeheilt, was leider nicht der Fall ist.Nach langen Hin- und Her hieß es dann es muss ein Zusammenhangsgutachten her da Unfallursache und Probleme an der Hand nicht mehr erklärbar zueinander wäre.

 

Naja es hat dann 9 Monate gedauert bis endlich das Gutachten komplett vorlag. Das Problem was jetzt besteht ist das der Neurologe nicht sicher ein CRPS stellen kann obwohl er nicht richtig untersucht bzw. die Kriterien nicht durch gegangen ist. Er verweißt auf ein spezielles Schmerzsetting in dem die Frage geklärt werden soll, er fügt trotzdem eine chronische Schmerzstörung nach Gerbershagen Grad II und eine Mde von 20%.

Der Beratende Arzt der Bg erklärt dann das Gutachten des Neurologen für nichtig, weil wenn nicht neurologisches vorliegt, kann er auch nichts darüber aussagen und verweißt auf den Hauptgutachter. Dieser sagt zwar das ich meinen Beruf nicht mehr machen kann, gibt aber nur eine Mde von 10%.

Und von einem normalen Handgelenksschmerz und nicht mehr von einem CRPS I, obwohl bis zum jetztigen Standpunkt folgende Beschwerden noch vorhanden sind : ausgeprägter Brennschmerz, livide Verfärbung, leichtes Ödem, vermehrtess Schwitzen in der Handinnenfläche, Temperaturunterschied zw. linken und rechter Hand,deutlich eingeschränktee Bewegung, Die Hand ist überwiegend eiskalt, deutliche Kraftminderung,Dauerschmerz der sich als ziehend, Messerstichartig und drückend empfunden wird, Überempfinlichkeit der Hand das heißt ich ertrage keine zarten,spitzen und streichelnde Berühungen. Was auch gar  nicht geht ist das die hand auf den Tisch gelegt werden kann , vorallem wenn mir jemand zu nah kommt dreh ich links halb durch.

Zum Glück kennen mich meine Therapeuten also Physiotherapeutin seit Anfang an und der Ergotherapeut ist ein erfahrener Handtherapeut und mein D-Arzt inkl. Schmerzarzt stehen hinter mir.

Trotzdem brauche ich jetzt wieder einen Rat, mein Anwalt meinte gestern das wir jemanden brauchen der das CRPSs wieder bestätigt und neuen Wind in die Sache bringt. Hab jetzt schon überlegt ein funktionelles Mrt vom Cortex machen zulassen, würde auch jeden Weg auf mich nehmen, nur damit ich eine fundierte nochmalige Bestättigung hab, damit mein Anwalt Gas geben kann.

Bin ja erstmal froh das schon mal die Teilhabe am Arbeitsleben läuft und ich evtl. ab Februar meine Umschulung beginnen kann.

Ich freu mich über jede Antwort und Kommentar,

liebe Grüße

Skora