Neuro-Kognitive Rehabilitation nach Professor C. Perfetti

Mehr Körperwahrnehmung
Mehr Beweglichkeit
Mehr Lebensqualität

Das Perfetti-Konzept

Was ist die Neuro-Kognitive Rehabilitation?

Neuro steht als Abkürzung für „neuronal“, ist also eine Bezeichnung für die biologische Struktur unseres gesamten Körpers.

Nervenbahnen bilden die Leitungen, über die Impulse vom zentralen Nervensystem zum Körper hin und wieder zurück geleitet werden. Wenn wir auf rein mentaler oder körperlicher Ebene lernen, verändern sich unsere Körperstrukturen. Konkreter formuliert: Wenn wir z.B. lernen, eine neue Sportart auszuführen, verändert sich in diesem Prozess die biologische Struktur der beteiligten Gewebe, z.B. die an der Sportart beteiligten Muskeln im Körper. Genau das Gleiche vollzieht sich im zentralen Nervensystem, also dem Gehirn. Dort könnte man über eine Kernspintomographie sehen, dass sich die Hirnbereiche, die für die Aktivierung der beteiligten Körperteile zuständig sind, vergrößern.

Diese Veränderung wiederum können wir auch von außen zum Beispiel an zunehmender Bewegungs-geschicklichkeit oder einer Verfeinerung der Bewegungstechnik erkennen. Menschen, die beispielsweise ein Musikinstrument wie eine Geige spielen, haben im Gehirn größere Bereiche, die z.B. für die Beweglichkeit der Finger, die auf den Saiten liegen, zuständig sind. Allgemein lässt sich sagen, dass alle Aktivitäten, die wir regelmäßig und mit einer relativ hohen Bewegungsqualität ausführen, oder genauer formuliert, die Körperteile, die für diese Aktivitäten zuständig sind, viel Raum im Gehirn einnehmen.

Regina Klossek: „Für mich ist das Perfetti-Konzept der Beweis dafür, dass kein externes, vom Menschen konstruiertes Instrument so wirksam wie die Natur selber sein kann, um wieder in den Gesundungsprozess zu kommen.“

Kognitiv bezieht sich auf die kognitiven, also die mentalen Prozesse, die uns ermöglichen, etwas Neues zu erlernen.

Die Aufmerksamkeit oder Konzentration ist die Basis von Lernen. Wenn wir motorisch lernen, muss die Konzentration in den Körper gelenkt werden. Über die Körperwahrnehmung oder das Körpergefühl, ein weiterer kognitiver Prozess, bekommt das Gehirn genaue Informationen über die derzeitige Lage des Körpers oder der Extremität, die bewegt werden soll. Das ist wichtig, um den richtigen Bewegungsplan entwerfen zu können.

Durch Erkrankungen entweder auf zentraler Ebene, also dem Gehirn, oder auf peripherer Ebene, also dem Körper, wird dieser Prozess sehr häufig negativ beeinflusst, sodass die Lage der Extremität falsch wahrgenommen wird. Als Folge ergibt sich der Entwurf einer falschen oder überflüssigen Bewegung.

Praktisch bedeutet das, dass eine Bewegung nicht zielgerichtet ist, z.B. neben das Glas fasst oder eine Bewegung, die größer als erforderlich ist, gemacht wird und so Energie verschwendet wird.

Rehabilitation bedeutet, dass wir die Defizite im neurologischen und kognitiven Bereich erkennen und aufarbeiten.

Unser System, bestehend aus Körper und Gehirn, organisiert sich neu und somit erlangen wir wieder eine alltagsgerechte Bewegungsfreiheit.

→Weiterlesen auf der Webseite NKR

→Direkter Link zu den Erfahrungsberichten

→Kontaktdaten

Dirk-Stefan Droste: „Da ich selbst das sogenannte GMI Konzept für Sudeck-Patienten präferiere, welches zum Perfetti-Konzept viele Parallelen hat, sind wir dabei eine Kooperation mit der Kölner Ergotherapeutin Regina Klossek aufzubauen. Sie hat ihre Praxis im rechtsrheinischen Stadtteil Köln-Deutz und hat bereits mit Sudeckpatienten in Großbritannien und Italien gearbeitet. Nun gilt es die erfolgreiche Therapie auch in Deutschland bekannt zu machen und anzuwenden. Gerade bei Betroffenen mit chronischen Erkrankungen wie CRPS sprechen sehr gut auf diese Therapieform an. Daher empfehle ich einen Kontakt mit der Ergotherapie NKR in Köln.“

(Quelle: NKR Köln / CRPS NRW)

Check Up vom 28.05.2012 – Youtube

Check Up vom 28.05.2012

Beitrag der RehaClinicSchweiz im schweizerischen Fernsehen

Komplexes Regionales Schmerzsyndrom

Es beginnt mit einem Unfall oder einer Operation. Die betroffene Körperstelle schwellt an, es entstehen Schmerzen die nicht nachlassen und die z.B. betroffene Hand oder der Fuss ist schweissnass, obwohl er sich kalt anfühlt. Das sind alles Symptome des Komplexen Regionalen Schmerzsyndroms (CRPS), eine Krankheit die früher auch unter der Bezeichnung „Morbus Sudeck“ bekannt war.

Die genauen Gründe für die Entstehung von CRPS sind nicht genau erforscht, man vermutet eine Entzündung an den Nerven.

Die andauernden Schmerzen haben auch Folgen auf die Wahrnehmung der Patienten der betroffenen Extremität. Für das Hirn erscheint die Stelle mit der Zeit als fremd, CRPS Patienten können z.B. nicht mehr zuverlässig feststellen, ob es sich auf einem Bild um einen rechten oder linken Fuss handelt wenn sie an dieser Stelle betroffen sind. Mit dem „Recognize Computerprogramm“ wird die Wahrnehmung des geschädigten Körperteils verbessert, ebenso mit der Spiegeltherapie. Eine bessere Wahrnehmung vermindert auch den Schmerzen, weil Wahrnehmung und Schmerz in verwandten Hirnregionen liegen.

Neben der Behandlung mit Medikamenten kommen auch Ergotherapie und Lymphdrainage zum Einsatz. Die individuellen Bedürfnisse des Patienten geben die Therapie vor, das Ziel ist der Erhalt, die Beweglichkeit und die Schmerzreduktion der betroffenen Körperregion.

Die Heilungschancen beim CRPS stehen gut bei frühzeitiger Erkennung, bei einem gewisser Teil der Patienten können die Symptome aber nur zum Teil gelindert werden

Externer Link

ACHTUNG: Youtube-Beitrag  in Schwiezerdütsch – evtl. Verständnisprobleme

Übersetzer Schwiezerdütsch – Dütsch Woerterbuech – hablaa.com

Externer Link