Systemische Komplikationen beim Complex Regional Pain Syndrome

Mit seinem Artikel „Systemic Complications of Complex Regional Pain Syndrome“ beschreibt der renommierte CRPS-Experte Robert J. Schwarzmann der Drexel University of Medicine in Philadelphia (seit dem letzten Sommer befindet er sich im Ruhestand) die möglichen Auswirkungen von CRPS auf alle Organe des Körpers.

In seinem Fazit schreibt Dr. Schwartzman:
Fast alle Organsysteme sind im Laufe des CRPS beteiligt. Bedeutende Fortschritte im Verständnis der Schmerzmechanismen sind erreicht worden, aber wenig ist bekannt über seine pleiotropen Einflüsse auf die inneren Organe, die häufig sehr verwirrend für diejenigen sind, die diese Patienten versorgen.

Link zum Artikel (englisch, PDF-Datei, 373KB)

(Quelle: http://file.scirp.org/pdf/NM20120300002_41190989.pdf)

Der Neurologe und CRPS-Spezialist Dr. Schwartzman hat über dreißig Jahre eine sehr große Anzahl von CRPS-Patienten behandelt. Die Übersetzung erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Dr. Robert J. Schwartzmann. Zu allen (Fett) markierten Wörtern im Text gibt es im Glossar eine Erläuterung.

Link zur Übersetzung des Artikels (deutsch, PDF-Datei, 338KB)

(Quelle: CRPS-Info http://www.crps-info.de/viewtopic.php?f=37&t=2399)

Grad der Behinderung

Mit dem „Grad der Behinderung“ (GdB) wird bewertet, wie stark die Auswirkungen einer Behinderung sind. Dabei werden geistige, seelische und soziale Nachteile berücksichtigt. Die Ursache ist bei dieser Bewertung unwichtig. Verglichen wird die gesundheitliche Einschränkung immer mit dem, was für einen Menschen ohne Behinderung normal ist. Wenn ein Kleinkind nicht laufen kann, ist das bis zu einem bestimmten Alter ganz normal. Erst wenn ein Kind so alt ist, dass es laufen können müsste, kann das Nicht-Laufen als Folge einer Behinderung bewertet werden.

Liegen mehrere Behinderungen vor, so werden diese nicht einfach zusammen gerechnet. Wenn eine Behinderung mit einem Grad von 50 und eine zweite mit einem Grad von 40 bewertet werden, ergibt sich daraus kein Grad der Behinderung von 90. In der Bewertung wird berücksichtigt, wie sich die Funktionsbeeinträchtigungen auswirken. Geprüft wird auch, wie sich mehrere Einschränkungen gegenseitig beeinflussen. Im Ergebnis kann so zum Beispiel aus Behinderungen mit einem Einzel-GdB von 50 und 40 ein Grad der Behinderung von 70 heraus kommen.

Damit die Beurteilung einer Behinderung bundesweit einheitlich ist, erfolgt die Bewertung nach der Versorgungsmedizin-Verordnung (früher: Anhaltspunkte). Die Versorgungsmedizin-Verordnung wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales erarbeitet und regelmäßig aktualisiert.

Auf den Webseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, kann man die Versorgungsmedizin-Verordnung herunterladen.

Die Angabe zum „Grad der Behinderung“ wird ergänzt durch einige Merkzeichen, die sich auf die Art der Beeinträchtigung oder die Nachteilsausgleiche beziehen. Hierzu geben die Webseiten Ihrer Stadt(verwaltung) ausführlich Auskunft.