Meniskusschaden und Magnetfeldtherapie

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Hallo Ihr Lieben,

seit einiger Zeit knirscht und schmerzt mein Knie im erkrankten Bein wahnsinnig. Ich komme kaum Treppen hoch und auch das aufstehen aus dem Sitzen tut wahnsinnig weh.
Da meine Schmerzärztin auf NICHTS eingeht und alles nur herunter spielt und die Medikamente höher dosiert, bin ich heute mal zu einem anderen Chirurgen gegangen. Er hatte damals die Fraktur entdeckt, aber nicht den CRPS … heute war ich das erste Mal wieder dort … er meinte auch, gegen den CRPS kann er eigentlich nicht viel tun ausser mir mit Magnetfeldtherapie zu helfen und mich damit zu heilen. Er hätte das schon bei einer Dame geschafft, die war nach einem halben Jahr wieder gesund. Gut ich machte ihm klar, dass ich dafür KEIN Geld mehr habe. Die Krankheit und die vielen erfolglosen Kämpfe gegen Versicherungen und Ämter haben uns aufgefressen und wir rutschen monatlich immer tiefer in die Schulden. Dann muss ich es eben lassen und auf die Behandlung durch ihn verzichten.
Er machte mir dann einen Vorschlag … ich habe jetzt erstmal acht Termine a 1 Stunde … bringt diese Therapie keinen Erfolg, ist es SEIN Problem und er nimmt es auf seine Kappe. Hat er Erfolg, werden wir uns (laut ihm) wegen einer Bezahlung auf jeden Fall einig. Ich denke das ist ein Versuch wert ….

Nun aber zurück zum Knie … er untersuchte es vorsichtig (so gut es eben ging) und meinte zuerst dass es nach einem Bänderschaden aussieht. Ich sollte zum röntgen. Nach dem Röntgen war er da nicht mehr von überzeugt … er schaute etwas ernst und meinte … „ne, das sieht nach einem Meniskusschaden aus und das nicht wenig“ …. ich hab nun am Donnerstag einen Termin zum MRT … nun hab ich natürlich wahnsinnige Panik was – im Falle der Bestätigung der Diagnose –  auf mich zukommt. Er möchte operieren … am kaputten Bein 🙁 geht sowas ? Er meinte „Du bist ja in Narkose“ … aber ich wache ja auch irgendwann auf … und dann ? 🙁 Mag mir jemand etwas positives Berichten und mir die Angst nehmen ?

Hexlein74

5 Gedanken zu „Meniskusschaden und Magnetfeldtherapie#8220;

  1. Hallo Hexlein,

    meinst Du mit „operieren am kaputten Bein“, operieren am CRPS- Bein?
    Das würde ich auf keinen Fall tun, denn das kann Dein CRPS nachhaltig verschlimmern.
    Ich glaube, es wurde hier schon darüber berichtet.
    Ich habe selbst CRPS im Knie, mein Bein ist nach mehreren OP´s nun steif.

    Sorry, aber die Angst konnte ich Dir leider nicht nehmen.
    LG, tesa

  2. Hallo Hexelein,

    hat der Chirurg tatsächlich gesagt, Du wärst ja in Narkose, damit gäbe es dann keine Probleme mit einer Operation an Deinem CRPS-Bein? Ich kann es nicht glauben. Die Narkose lässt Dich nur schlafen, aber nicht Dein Schmerzempfinden bzw. die Schmerzsignale. Die würden nur unterdrückt durch eine PDA, die dann aber postoperativ über eine längere Zeit weiter geführt werden muss.

    Wenn Dein anderes Bein betroffen wäre von einem Meniskusriss oder einem an-deren Schaden, dann wäre das unter Umständen eine OP-Option, aber nur dann, wenn Dir der Schaden heftige, dauerhafte Schmerzen bereiten würde.

    Bei CRPS ist grundsätzlich genauestens abzuwägen, ob eine OP unbedingt sein muss, wenn ja, dann mit entsprechenden Vorkehrungen, damit sich Deine Schmerzsymptomatik nicht weiter verschlimmert bzw. auf andere Extremitäten springt.

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    In einem Vortrag des amerikanischen Arztes Dr. Chopra findest Du einiges zum Thema Operation (Vor – Während – Nach) bei CRPS bzw. RSD. Im Originalvortrag „CRPS/RSD: Updates on treatment“ sind es die Seiten 60 bis 63

    Operatives und akutes Trauma bei RSD

    Operatives Trauma und RSD – Pre – operativ

    Meide Operationen, es sei denn es muss getan werden

    Starte mit Gabapentin oder Pregabalin 2 Wochen zuvor.

    Minocyline einen Tag vorher und fahre fort 2 Wochen danach

    Vitamin C 500 mg. Starte einen Tag vor der OP und setze es für 45 Tage nach der OP fort

    Operatives Trauma und RSD – Intra – operativ

    Benutze intravenöses Ketamin als Teil der Anästhesie

    Verwende Synera®-Pflaster oder ein anderes betäubendes medizinisches Pflas-ter an der Stelle des Venenzugangs vor dem Einsetzen der Nadel

    Der Venenzugang muss mit einem Minimum an Verletzung gelegt werden (erster Stich)

    Epidural- oder Spinalanästhesie, sofern an der unteren Körperhälfte operiert wird

    Fordern Sie, dass auf im Etikettenbereich der Krankenakte RSD aufgeführt wird, damit es mit äußerster Vorsicht behandelt wird.

    Operatives Trauma und RSD – Post – operativ

    Fortsetzen niedriger intravenösen Ketamingabe im Aufwachraum für ein paar Stunden – sehr wichtig

    Fortsetzen, Minocyclin, Gabapentin / Pregabalin, Vitamin C

    Fortsetzen Periduralanästhesie zur Schmerzkontrolle, sofern eingesetzt pre op, für mindestens 24 Stunden
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    Magnetfeldtherapie kannste natürlich machen, solange Du es nicht bezahlen musst. Bekommst Du auch ausreichend Physio oder manuelle Therapie verschrieben? Natürlich können die Therapeuten schlecht an Deine betroffene Extremi-tät, aber es ist auch möglich, die Gegenseite zu behandeln oder z.B. eine Voita-Behandlung durchzuführen, da muss die betroffene Extremität nicht berührt werden, und dennoch wirkt die Behandlung auf die betroffene Seite.

    Wenn Deine Schmerzärztin auf Deine Probleme und Schilderungen nicht eingeht, versuche Dir jemand anders zu suchen. Es ist äußerst wichtig, dass es passt zwi-schen Dir und der Ärztin, ein vertrautes Verhältnis. Ich weiß, es ist schwer und ab und an ein langer Weg, bis man den oder die Richtige gefunden hat, aber be-sonders bei unserer Erkrankung ist es äußerst wichtig, dass man sich auf seine Behandler verlassen kann.

    Wenn die MRT – Aufnahmen gemacht sind, brenne Dir eine Kopie der CD und hole Dir mindestens eine oder weitere Meinungen ein. Verzichte möglichst auf eine OP…so wie Tesa es geschrieben hat, kann es sich nachhaltig verschlimmern.

    Schade, konnte Dir keine positiven Dinge schreiben, vielleicht helfen Dir die Infos dennoch.
    Liebe Grüße
    Maddin

  3. *seufz* danke für Deine Worte Maddin … ja es ist tatsächlich so, dass ich das Gefühl habe, dass meine Schmerzärztin nicht mehr weiter weiss. Jede Verschlimmerung tut sie ab mit der Ausrede, dass ich eben gerade besonderen Stress hätte und dass das wieder wird. Ich bekomme immer nur mehr und mehr Medikamente. Seit März 2013 bekomme ich zuerst 2x wöchentlich je Ergo und Physio und 1x Psychotherapie. Da mir das viel zuviel wurde und ich täglich zur Therapie gefahren werden musste, haben wir ab Dezember auf 1x wöchentlich (also 1x Ergo, 1x Physio und 1x Psychotherapie) reduziert … also bin ich da „gut versorgt“. Mein Physio hat momentan allerdings mehr damit zu tun, die Folgen des ewigen humpelns, nämlich die Beckenblockaden, die verschobenen Wirbel, die Schmerzen in Knie und Rücken durch Fehlbelastung, zu bekämpfen …. denn meine Übungen mache ich ja alle täglich zuhause.

    Der Chirurg hat genau das über die OP gesagt. Allerdings denke ich, dass ich da dann nochmal die Orthopäden in der Schmerzklinik dazu befragen werde. Ich komme gerade kaum noch die Treppen nach oben. Das knirscht und schmerzt soooo sehr.

    Meine Schmerzärztin meint auch, ich solle nicht so viel herumlaufen und schon garnicht den ganzen Haushalt machen. Haushaltshilfe verschreibt sie aber nicht. Sie ist der Meinung dass das alles mein Mann machen kann, der vollzeit berufstätig ist, mit zu den Therapien fährt und die Kinder herumkutschiert …. ich schaffe es momentan einfach psychisch nicht mehr, nochmal alles von vorne durchzumachen und andere Ärzte zu suchen … mein Mann muss jedesmal einen Tag Urlaub nehmen um mich herum zu fahren (nein ein Beförderungsschein wird mir verweigert) und die Finanzen rutschen immer tiefer und tiefer. Ich musste die Klage gegen das Versorgungsamt fallen lassen bzw. zurück ziehen, weil der Vdk mich verarscht hat, die Unfallversicherung hat mich hängen lassen … ich kann einfach gerade nicht mehr.

    Zudem hab ich das Gefühl dass über ein Jahr lang Morphin einnehmen so langsam seine Folgen zeigt … 🙁

  4. Hallo Hexelein,

    liest sich nicht gerade gut, Eure derzeitige Situation, aber Du wirst sehen, es wird auch wieder bergauf gehen, anders geht es ja gar nicht…

    Wenn Du die Klage gegen das VA fallen lassen musstest, stelle auf jeden Fall einen Verschlimmerungsantrag, normaler Weise musst Du sechs Monate ab dem Bescheid warten, ob sich die Frist durch Deine Klage verändert, weiß ich nicht. Es gibt Tipps für einen Verschlimmerungsantrag, wenn es bei Dir so weit ist, melde Dich, dann schicke ich Dir einen Link.

    Ob Du einen rechtlichen Anspruch auf eine Haushaltshilfe hast, kann ich auch nicht sagen, aber vielleicht hast Du einen Hausarzt, der bereit ist, Dir zu helfen und eine Haushaltshilfe verordnet. Ihr könnt aber auch mit Eurer Krankenkasse telefonieren und Eure Situation schildern, dann erfahrt ihr vielleicht mehr.

    Bezüglich einer OP, das wirst Du allein entscheiden müssen, denn eine Garantie dafür, dass es dadurch besser wird, kann Dir keiner geben. Die Gefahr einer weiteren Verschlimmerung darf man nicht einfach wegschieben. Deine Idee, den Orthopäden in der Schmerzklinik dazu zu befragen, ist gut.

    Liebe Grüße und einen schmerzarmen Abend
    Maddin

    PS.: Vielleicht hilft es Dir zu wissen, dass es vielen anderen Betroffenen ganz ähnlich geht. Natürlich macht es dies nicht besser, dass ist mir schon klar…

  5. Hallo Hexelein,
    ich habe eine Magnetfeldmatte zu Hause (extra angeschafft)…Habe seit über 5 Jahren CRPS linker Arm/Hand…Leider hat die Matte keinen!! Erfolg gebracht
    LG Kikki

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