Hallo,

zuerst mal die Daten zu meiner Person:

Ich bin berentete Hausfrau, 47 Jahre alt. Bin seit 28 Jahren verheiratet und habe zwei erwachsene Söhne. Der Aelteste ist 25 Jahre alt und der Jüngste ist 20 Jahre alt. Beide leben aber noch zu Hause, da beide am studieren sind. Der Aelteste hat mit Jura angefangen, den Bachelor gemacht und ist dann auf eine ganz andere Schiene gegangen. Jetzt fängt er das dritte Jahr in Psychologie an. Deshalb wird es wohl auch noch ein bisschen dauern ehe dieser aus dem Haus ist. Bei dem Jüngsten verhält es sich ähnlich, der studiert Informatik und will einen Lehrstuhl an einer Uni kriegen. Aber bis dahin ist es halt auch noch ein weiter Weg. Mein Ehegespenst geht noch arbeiten. Alle drei sind allerdings nicht immer ganz umgänglich, was mir das Leben des öfteren erschwert.

 

Die sichere Diagnose CRPS I wurde bei mir letztes Jahr in einem speziellen Schmerztherapiezentrum gestellt. Ich bin aber bereits seit 5 Jahren chronischer Schmerzpatient. Es ist allerdings bei uns in Luxemburg nicht so einfach mit diesem Krankheitsbild zu leben, da es keine Aerzte gibt die ausschliesslich darauf ausgerichtet sind. Wir haben mehere Krankenhäuser die wohl Schmerzpatienten betreuen, aber das sind dann eher auf sämtliche Schmerzen ausgerichtet. Auch Physiotherapeuten und Ergotherapeuten zu finden, die sich mit diesem Krankheitsbild auskennen ist fas unmöglich.

 

Ich habe allerdings jetzt eine Frage:

Ich habe auf eurer Seite gesehen, dass ihr einen CRPS Pass ausstellt. Man hat mir auch mal gesagt, dass ich eine Notiz in meinen Geldbeutel neben die Identitäskarte legen soll, dass ich CRPS Patient bin. Man hat mir aber leider noch nie erklärt, warum das im Notfall so wichtig sein kann.

Jetzt meine Fragen:

  1. Soll ich eine einfache Notiz in meinen Geldbeutel legen und was würde ich denn da alles darauf schreiben?
  2. Im Falle, wo ich mir einen solchen CRPS Pass ausstellen lasse, muss da nicht die Unterschrift eines Arztes darauf sein?
  3. Ich nehme neben den Schmerzmedikamenten auch noch Medikamente, weil bipolar bin, soll ich dies denn auch auf dieser Notiz oder diesem Pass erwähnen?
  4. Ich soll ja einen gewissen Betrag überweisen um diesen Pass zu erhalten, was ist denn der Unterschied zwischen dem Pass und einer selbstgeschriebenen Notiz? Wird das irgendwo eingetragen? Und nutzt dieser Pass mich etwas, da ich ja keine Deutsche bin?

Sollte jetzt jemand von euch mehr von mir wissen wollen, gerne beantworte ich alle Fragen.

In Erwartung eurer Antworten,

ganz liebe Grüsse

cchhff

 

6 Kommentare

  1. Hallo liebe Betroffene,
    leider wird in Deutschland noch zu wenig in die Brieftasche geschaut, wie es zB in anderen Ländern wie Großbritannien oder Amerika bereits Standard ist.
    Dennoch ist es wichtig, zu zeigen, dass man chronischer Schmerzpatient ist, und man besondere Vorsicht und Maßnahmen annehmen muss. Daher empfehlen wir auf jeden Fall unseren Ausweis. Dieser personalisierte Ausweis fällt sofort ins Auge und wird daher auch eher beachtet als nur eine Notiz.
    Auf unserem SOS Ausweis gibt es keie Unterschrift des Arztes, da der Auweis vom CRPS Netzwerk ausgestellt wird. Wir arbeiten gerade an einem neuen Design des SOS Ausweis, in dem wir auch den behandelnden Arzt aufnehmen möchten (aber auch ohne Unterschrift).
    Die Medikamente sind nicht im Ausweis erwähnt. Hierfür gibt es einen Medikamentenpass bzw. Opiatausweis. Diesen kann man im Internet oder unserem Shop bestellen und vom behandelnden Arzt ausfüllen lassen. Der Betrag für den Auweis ist nur der Selbstkostenpreis sowie das Porto für die Erstellung. Wie beriets geschrieben, wird ein offizieller Ausweis eher beachtet, als eine handgeschrieben Notiz. Die Nationalität macht keinen Unterschied – wir stellen den Ausweis auch gerne in Englisch aus.
    Liebe Grüße
    und eine schmerzarme Zeit
    Stefan
    CRPS NRW Köln e.V.

    • Hallo Stefan,
      vielen Dank für deine Antwort.
      Ich habe jetzt noch eine Frage: ist Tramadol ein Opiat? Ich nehme 300 mg und man hat mir einmal in einer Schmerzklinik! gesagt, dass Tramadol KEIN Opiat sei.
      Im Internet finde ich leider auch nur viele widersprüchliche Antworten.
      Sollte es ein Opiat sein, müsste ich da nicht auch einen Ausweis tragen, der beinhaltet, dass ich ein Opiat nehme?
      Vielen Dank für deine Antwort.
      CCHHFF

      • Tramadol ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Opioide und wird zur Behandlung mäßig starker bis starker Schmerzen verwendet.
        Es gibt keinen Verpflichtung für den Opioidausweis, aber er ist sehr hilfreich, gerade bei Unfällen und unvorhergesehenen Vorfällen. Hier sollten am besten ALLE Medikamente eingetragen werden.

  2. Bärbel (Deutschland)

    Hallo,
    ich besitze einen orange-farbenen Notfall-Ausweis, in den ich selbst eine Notiz geschrieben habe.

  3. Moin erst mal ,
    in der BRD wird , wenn sich der Pat. nicht mehr äußern kann, auch keine Angehörigen usw vor Ort sind um Auskunft zu geben,,
    wird meist nach dem Kärtchen von der KK gesucht.
    Dieses befindet sich sehr häufig in der Geldbörse, bei den wenn vorhanden , weiteren wichtigen medi. Dokumenten .

    Gruß Jörn