CRPS nach Thrombose?

thromboseHallo zusammen,

ich habe heute mit einer Betroffenen gesprochen, die nach einer beruflichen Flugreise eine Beinthrombose davongetragen hat. Nach erfolgreicher Behandlung dieser Thrombose stellten sich aber starke Schmerzen im rechten Fuss und Bein besonders beim Stehen ein. Unzählige Arztbesuche aller Fachrichtungen brachten wie immer diverseste Diagnosen, die letzte war in der Uni Freiburg bei Professor Rauer, ein Verdacht auf CRPS, aber zumindest neuropathische Schmerzen, die nun mit einem Anti-Epileptikum behandelt werden. Auf die Frage , ob nach einer Thrombose ein CRPS möglich ist. Nach Auskunft der Ärzte, wäre das gar nicht möglich….

Antworten bitte hier auf den Beitrag. Kontakt über die Administration.

Viele Grüße
Stefan

4 Gedanken zu „CRPS nach Thrombose?#8220;

  1. Hallo Betroffene,

    in der medizinischen Literatur findet sich zum Thema „Thrombose als Auslöser von CRPS“ in einigen Veröffentlichungen das Wort Thrombose lediglich im Kapitel „Differenzialdiagnosen“. Es gibt aber auch wissenschaftliche Veröffentlichungen, in denen als möglicher Auslöser eine Thrombose angeführt wird.

    Dies hätten Deine Ärzte auch recherchieren können. Leider ist es zumindest in Deutschland noch so, dass die Mehrzahl unserer Ärzte nicht begriffen hat, wie komplex unsere Erkrankung ist und das es eine Vielzahl verschiedener Auslöser geben kann.

    Gleiches erlebt man ja auch, wenn es um begleitende Symptome geht, die uns große Probleme bereiten. Fragt man Ärzte, ob starke Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsstörungen, und so viele weitere Symptome mit zum CRPS gehören, wird dies meist belächelt und grundsätzlich ausgeschlossen. Auch hierzu gibt es wissenschaftliche Ausarbeitungen, die eindeutig belegen, dass diese Symptome zum CRPS gehören…aber zurück zur Frage:

    CRPS durch Thrombose? Na klar, möglich ist es

    Literaturhinweise:
    1)
    Dissertation, Guido Rölleke aus Bochum, 2010, „Longitudinale Untersuchungen zur inflammatorischen Pathogenese des „Complex Regional Pain Syndrome I“ (Morbus Sudeck)“

    Auszug Seite 15:

    „Zusammengefasst reicht das Spektrum der auslösenden Faktoren nach Schwartzmann und Rothkirch von Traumen jeglicher Art und Schwere bis hin zu internistischen und neurologischen Ursachen bis hin zur leeren Anamnese [147].

    Mögliche Auslöser:•
    Periphere Auslöser:
    Frakturen, Operationen, Weichteilschaden, Infektionen, Nervenkompressionssyndrome, periphere Nervenläsionen, Bursitis, Tendinitis, Immobilisation, Verbrennung, Erfrierung, Thrombose, Vaskulitis, etc.“

    Link: https://www-brs.ub.ruhr-uni-bochum.de/netahtml/HSS/Diss/RoellekeGuido/diss.pdf

    2)
    Wissenschaftlicher Artikel:
    „Reflex sympathetic dystrophy secondary to deep venous thrombosis mimicking post-thrombotic syndrome.” Duman I1, Yavuz F, Dincer K., 2009 (RSD als Folge einer tiefen Venenthrombose ähnelnd einem post-thrombotischen Syndrom.)

    Link: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19363611

    Dein Professor der Uni Freiburg liegt mit seiner Diagnose „CRPS nach einer Thrombose“ gar nicht so falsch, vielleicht legst Du Deinen Ärzten die eine Seite aus der Dissertation bzw. den Artikel einfach mal vor.

    Liebe Grüße
    Maddin

    PS.: Oder Du suchst noch nach weiteren Veröffentlichungen (Suchbegriffe „RSD Thrombosis“)

  2. Ist dieses richtig und schon Ärzrtlich bestätig das eine Thrombose eine CRPS auslöenkann? Wen das stimmt,
    wo steht dieses geschrieben, weil dieses sehr wichtig für mich ist.

  3. Hallo Piet,

    ich verstehe Deine Frage nicht, denn in den o.a. Links kannst Du doch nachlesen, was zur Thrombose als Auslöser eines CRPS geschrieben steht. Dies müsste doch als Nachweis ausreichen.

    Liebe Grüße
    Maddin

  4. Hallo Piet,
    Bei mir hat sich nach einem Jahr herausgestellt dass der Verdacht auf crps falsch war. Ich habe ein vorderes Tarsaltunnelsyndrom, ausgelöst durch den zu engen Kompressionsstrumpf! LG Simone

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