09. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für Vermittlung von Terminen bei Psychotherapeuten · Kategorien: Aktuelles, Allgemein, Forschung

Vermittlung von Terminen bei Psychotherapeuten

Die Termin-Servicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein vermittelt seit dem 1. April auch Termine bei niedergelassenen Psychotherapeuten. Ergänzend zu der seit Anfang 2016 laufenden Terminvermittlung bei Fachärzten können sich gesetz- lich krankenversicherte Patienten aus dem Rheinland auch bei der Suche nach einem Termin für ein therapeutisches Erstgespräch oder zum Beginn einer Akuttherapie von der Servicestelle unterstützen lassen.

(C) Fotoolia

Zur Vermittlung eines Erstgespräches ist keine Überweisung von einem Haus- oder Facharzt erforderlich. Für die Vermittlung einer Akuttherapie muss aller- dings die Empfehlung eines Therapeuten vorliegen, die Patienten im Bedarfsfall im Rahmen des Erstgespräches erhalten. Für die Vermittlung von Facharztterminen über die Servicestelle bleibt das Vorliegen einer Überweisung – mit Ausnahme von Augen- und Frauenärzten – obligatorisch.

 

Wichtig: Die Termin-Servicestelle kann ebenso wie bei den Fachärzten keine „Wunsch-Termine“ beim „Wunsch-Therapeuten“ vermitteln – es geht allein um die Terminvermittlung auf Basis der gleichen gesetzlichen Fristen und Vorgaben.

Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein, rät Betroffenen, sich weiterhin zunächst direkt an den Therapeuten ihrer Wahl zu wenden, um einen Termin zu vereinbaren: „Als Neurologe und Psychiater weiß ich, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Therapeut für den Behandlungserfolg von großer Bedeutung ist. Die Termin-Servicestelle ist ein Angebot, das Patienten unterstützen soll, wenn die eigene Suche erfolglos bleibt.“

Die Termin-Servicestelle der KV Nordrhein ist unter 0211 5970 8990 zu folgenden Zeiten erreichbar: Mo bis Fr von 8-12 Uhr und 15-17 Uhr.

Derzeit verzeichnet die Servicestelle sehr viele Anfragen – rund 600 Anrufe gehen täglich ein. Daher kann es zu Wartezeiten beim Anrufen kommen.

Quelle: Newsletter der KV Nordrhein

08. Juni 2017 · Kommentare deaktiviert für Gesundheit : NRW fördert Menschen mit seltenen Erkrankungen · Kategorien: Aktuelles, Allgemein, Forschung

Gesundheit : NRW fördert Menschen mit seltenen Erkrankungen

19.02.17, 14:13 Uhr
Seltene Krankheiten

In Nordrhein-Westfalen leiden etwa 900.000 Menschen unter einer Seltenen Erkrankung.

 

 

 

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen leiden etwa 900.000 Menschen unter einer Seltenen Erkrankung. Um eine Verbesserung der Versorgung und damit der Lebensqualität der Betroffenen und ihren Angehörigen zu schaffen, wird von vier bestehenden Zentren ein Netzwerk, NRW-Zentren für Seltene Erkrankungen, aufgebaut. Das Netzwerk NRW-ZSE wird vom Gesundheitsministerium über drei Jahre mit insgesamt 250.000 Euro gefördert und soll danach dauerhaft bestehen und weiterentwickelt werden.

Das Netzwerk setzt dabei zukunftsweisend auf intensive Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachbereiche, schlägt Brücken zwischen stationären und ambulanten Einrichtungen und stärkt mit der Bereitstellung gebündelter Informationen die Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten“, so Gesundheitsministerin Barbara Steffens in Düsseldorf.

Gemeinsames Wissen optimal nutzen

Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit der Zentren soll das gemeinsame Wissen optimal genutzt werden. Außerdem sollen Betroffene, andere Kliniken aber auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzten auf einer Internetseite alle wichtigen Informationen zu Seltenen Erkrankungen finden, damit Erkrankte schneller die besten medizinischen Experten finden und damit auch schneller die richtige Diagnose und Behandlung bekommen.

Jede einzelne der selten vorkommenden Erkrankungen tritt nur bei wenigen Menschen auf, aber es gibt rund 8000 Seltene Erkrankungen, zu denen beispielsweise das stark beschleunigte Altern schon bei Kindern (Progerie) oder die Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta) gehören. Etwa fünf Prozent der Bevölkerung in Deutschland – rund vier Millionen Menschen – sind von einer Seltenen Erkrankung betroffen. Das bedeutet, dass ebenso viele Menschen unter einer Seltenen Erkrankung leiden wie unter „Volkskrankheiten“ wie beispielsweise Diabetes Typ-2. (ksta)

Quelle:ksta.de

23. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Mit Opioiden aus der Schmerzspirale ausbrechen · Kategorien: Aktuelles, Allgemein, Forschung

Mit Opioiden aus der Schmerzspirale ausbrechen

Um einer Chronifizierung von Schmerzen entgegenzuwirken, ist eine individualisierte Behandlung mit Opioiden oft der erste Schritt.

Ärzte Zeitung online, 19.05.2017

Chronische Schmerzen

FRANKFURT/MAIN. Bis zu 15 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Unbehandelt lassen diese jede Bewegung schmerzen, was oft zu einer Vermeidungshaltung und Bewegungsmangel führt. Und schon befinde sich der Patient in einer Schmerzspirale, aus der man mit einer multimodalen Therapie ausbrechen müsse, so Dr. Sabine Hesselbarth, niedergelassene Fachärztin für Anästhesie und spezielle Schmerztherapie, Mainz, bei einem Symposium der Firma Mundipharma.

„Häufig ist die medikamentöse Therapie mit Opioiden der erste Schritt, um eine multimodale Therapie überhaupt beginnen zu können“, sagte Hesselbarth. Sie verdeutlichte die Komplexität der Schmerztherapie am Beispiel einer Patientin. Diese kam 2009 im Alter von 53 Jahren mit dumpfen, ziehenden, brennenden Dauerschmerzen im unteren Rücken zu der Schmerzmedizinerin.

Außerdem lagen Komorbiditäten vor, etwa eine beidseitige Gonarthrose mit Knieprothese rechts, Adipositas, Nikotinabusus und eine KHK. Auch psychovegetative Beschwerden wie Schwindel, Schlaf- und Konzentrationsstörungen beschrieb die Patientin. Die bisherige Therapie umfasste bis zu 5 x 600 mg/d Ibuprofen und Novaminsulfon bei Bedarf. „Ziel einer Schmerztherapie ist auch die Korrektur einer Fehltherapie“, so Hesselbarth. Sie habe bei der Patientin zunächst die NSAR abgesetzt und eine Opioidtherapie mit zweimal täglich 20 mg Oxycodon unter Antiemetikum begonnen und nachts zusätzlich Mirtazapin 7,5–15 mg und Novaminsulfon angesetzt. Dies führte zur Reduktion der Schmerzstärke auf der numerischen Rating Skala (NRS; 0 = kein Schmerz, 10 = stärkste vorstellbare Schmerzen) von 8-9/10 auf 6/10 NRS. Auch Psychotherapie, Physiotherapie und Reha-Sport waren im multimodalen Setting enthalten.

Wichtig sei auch die regelmäßige Kontrolle der Effektivität der Maßnahmen, betonte Hesselbarth. So habe ihre Patientin trotz Laxanzien über anhaltende Obstipation geklagt, sodass die Anästhesistin die Behandlung auf zweimal täglich 20 mg Oxycodon/10 mg Naloxon (Targin®) umstellte. Die Kombination mit Naloxon erhält die normale Darmfunktion und die Patienten leiden weniger an Übelkeit, Erbrechen und Schwindel. „In den Jahren 2011 bis 2015 war der NRS mit 2-3/10 stabil und die Patientin zufrieden,“ so Hesselbarth. (ajr)

Quelle: aerztezeitung.de

18. Mai 2017 · Kommentare deaktiviert für Sertürner Preis für Kölner Schmerzforscher · Kategorien: Aktuelles, Allgemein, Forschung
Ärzte Zeitung online, 12.05.2017

Förderpreis verliehen

Sertürner Preis für Kölner Schmerzforscher

EINBECK / LIMBURG. Der „Sertürner Preis“ – ein etablierter Förderpreis für die Schmerzforschung – wurde in diesem Jahr an Dr. Jörg Isensee aus dem Team von Professor Tim Hucho, Uniklinik Köln, Experimentelle Anästhesiologie und Schmerzforschung, vergeben. Die Forscher erhalten die von Mundipharma gestiftete und mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für Untersuchungen an Nav1.7-defizienten Mäusen, die lebenslang schmerzfrei sind (Sci Signal. 2017 Jan 10; 10(461)), teilt das Unternehmen mit. Ziel der Arbeit war es festzustellen, ob die Überexpression von endogenen Opioiden zur Desensitivierung der zellulären Opioidrezeptor-abhängigen Signaltransduktion führt oder ob Gegenspieler wie zum Beispiel Serotonin-induzierte Signalvorgänge zum Erhalt der Homöostase skaliert werden. (eb)

Quelle: aerztezeitung.de

09. März 2017 · Kommentare deaktiviert für Meinungserhebung zum Thema „Gemeinsame Therapieentscheidung zwischen Patient und Arzt“ · Kategorien: Aktuelles, Allgemein, Forschung

Das CRPS Netzwerk, führt aktuell eine Umfrage, zur Meinungserhebung zum Thema „Gemeinsame Therapieentscheidung zwischen Patient und Arzt“ durch.

Es sind nur drei Fragen zu beantworten.

Die Fragen dienen einem Vortrag, der im Oktober bei einem Ärztekongress gehalten wird.

Selbstverständlich ist diese Umfrage, wie immer anonymisiert, niemand, also auch nicht die Leitung vom CRPS Netzwerk – Gemeinsam stark, wird Rückschlüsse ziehen können, wer die Fragen beantwortet hat.

Herzlichen Dank, für die Teilnahme, hier geht es zur Umfrage.