Meniskusschaden und Magnetfeldtherapie

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Hallo Ihr Lieben,

seit einiger Zeit knirscht und schmerzt mein Knie im erkrankten Bein wahnsinnig. Ich komme kaum Treppen hoch und auch das aufstehen aus dem Sitzen tut wahnsinnig weh.
Da meine Schmerzärztin auf NICHTS eingeht und alles nur herunter spielt und die Medikamente höher dosiert, bin ich heute mal zu einem anderen Chirurgen gegangen. Er hatte damals die Fraktur entdeckt, aber nicht den CRPS … heute war ich das erste Mal wieder dort … er meinte auch, gegen den CRPS kann er eigentlich nicht viel tun ausser mir mit Magnetfeldtherapie zu helfen und mich damit zu heilen. Er hätte das schon bei einer Dame geschafft, die war nach einem halben Jahr wieder gesund. Gut ich machte ihm klar, dass ich dafür KEIN Geld mehr habe. Die Krankheit und die vielen erfolglosen Kämpfe gegen Versicherungen und Ämter haben uns aufgefressen und wir rutschen monatlich immer tiefer in die Schulden. Dann muss ich es eben lassen und auf die Behandlung durch ihn verzichten.
Er machte mir dann einen Vorschlag … ich habe jetzt erstmal acht Termine a 1 Stunde … bringt diese Therapie keinen Erfolg, ist es SEIN Problem und er nimmt es auf seine Kappe. Hat er Erfolg, werden wir uns (laut ihm) wegen einer Bezahlung auf jeden Fall einig. Ich denke das ist ein Versuch wert ….

Nun aber zurück zum Knie … er untersuchte es vorsichtig (so gut es eben ging) und meinte zuerst dass es nach einem Bänderschaden aussieht. Ich sollte zum röntgen. Nach dem Röntgen war er da nicht mehr von überzeugt … er schaute etwas ernst und meinte … „ne, das sieht nach einem Meniskusschaden aus und das nicht wenig“ …. ich hab nun am Donnerstag einen Termin zum MRT … nun hab ich natürlich wahnsinnige Panik was – im Falle der Bestätigung der Diagnose –  auf mich zukommt. Er möchte operieren … am kaputten Bein 🙁 geht sowas ? Er meinte „Du bist ja in Narkose“ … aber ich wache ja auch irgendwann auf … und dann ? 🙁 Mag mir jemand etwas positives Berichten und mir die Angst nehmen ?

Hexlein74

Notizen zum letzten Selbsthilfetreffen in Bremen am 15.08.2014

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Liebe CRPS Betroffene und Angehörige.

bevor ich mich für zwei Wochen mit meiner Familie in den Sommerurlaub verabschiede , möchte ich Euch allen ein kurzes Update zu unserem letzten Treffen der Selbsthilfegruppe und dem Planungsstand für das 1. Norddeutsche CRPS Symposium geben:

1.Norddeutsche CRPS Forum
Die Planungen für das CRPS Forum schreiten voran und der Termin steht nun endgültig fest. Für den 8.11.2014 planen wir einen kompletten Tag für den Informationsaustausch zwischen Ärzten, Therapeuten und Betroffenen mit ihren Angehörigen. Das Symposium findet statt im RKK Bremen Tagungszentrum. Einen kurzen Überblick über die Programmpunkte findet ihr unter dem Link https://www.sudeckselbsthilfe.de/crps-symposium/. Das Programm steht noch nicht zu 100%, aber die meisten Referenten haben schon zugesagt. Für die Organisation der Veranstaltung möchte ich mit Freiwilligen aus dem Raum Bremen gerne ein gesondertes Treffen ab 7.September (in der Woche oder eine Woche später) machen. Ich bitte jeden Freiwilligen, der mich hier mit Rat und Tat unterstützen möchte, mir per Mail an bergsfrank@gmail.com mitzuteilen, ob er bei der Organ behilflich ist. Bitte gebt mir auch eure Telefonnummer dazu an. Es gibt noch einiges zu tun, daher bin ich um jede hilfreiche Hand dankbar 🙂
Sponsorensuche:
Für das Symposium suchen wir Sponsoren, daher schaut mal in eurem beruflichen Umfeld und Bekanntenkreis, wer hier als Sponsor uns unterstützt. Momentan haben wir einige Sponsoren im Focus, die wir in den nächsten Wochen über die Kontakte von Stefan und Stefans Mutter in Köln ansprechen werden. Ich konnte persönlich schon den LIONS Club Achim mit einem Betrag von 200€ gewinnen. Alle Sponsoren werden mit ihrem Logo auf den Programmflyern und auf dem Programmposter, sowie auf den Webseiten erwähnt und auch namentlich bei der Begrüßung benannt.

CRPS Netzwerk Deutschland
Das CRPS Netzwerk ist Dank der tollen Arbeit von Stefan und den engagierten Betroffenen Jürgen aus Dresden, Christina aus Hamburg und Brigitte aus Berlin stetig gewachsen. Stefan hat für die Gruppen in Hamburg und Berlin, sowie für das CRPS Netzwerk Deutschland eine eigene Homepage auf die Beine gestellt, zudem gibt es auch eine Facebook Gruppe in Hamburg. Das CRPS Netzwerk soll in den nächsten Monaten stetig erweitert werden, durch die regionale Gründung von weiteren Selbsthilfegruppen in den Regionen/Ländern in Deutschland. Zudem gibt es Interesse aus der Schweiz und Österreich eigene Gruppen zu gründen und sich unserem Netzwerk anzuschließen. Während unseres Treffens in Bremen wurde aber auch klar, dass wir die einzelnen Selbsthilfegruppen Schritt für Schritt mit einer Vereinsgründung auf rechtlich sichere Beine stellen wollen. Die Kölner Gruppe hat hierzu eschen einen Beschluss gefasst, Bremen wird dies auch in Zukunft machen. Ziel ist aber auch, dass wir uns die Arbeit durch unser CRPS Netzwerk in Zukunft mit der Pflege der Homepage und auch einer Telefonhotline mittels der Voice Over IP Technik vereinfachen wollen.

Aktuelle Studienlage und Berichte
Wie immer gibt es aus der ganzen Welt neue und interessante Studien und Berichte zum Krankheitsbild CRPS, die von Stefan und mir auf den Homepageseiten geteilt werden. Zudem haben wir im Mailverteiler viele Betroffene, die sich mit der Übersetzung von interessanten Studien aus dem Englischen ins Deutsche sehr engagieren. Hier nochmal ein besonderes Dankeschön an Jürgen aus Hagen, der schon einige Übersetzungsarbeit gemacht hat. Jeder, der was neues findet bitten wir, uns diese Studien oder Links zu den Studien zuzusenden, damit wir sie der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen können. Bei unserem Treffen habe ich noch auf eine Firma RINGANA aufmerksam gemacht, die auf rein veganer Basis Nahrungsergänzungsprodukte anbietet, die sehr gut im Bereich freie Radikalfänger wirken. Die Studien hierzu hänge ich mal der Mail an. Falls Interesse besteht an dem ein- oder anderen Produkt könnt ihr euch gerne nach meinem Urlaub mit mir austauschen.

Liste von CRPS Therapeuten/Behandlern/Krankenhäusern
Wir werden auch weiterhin eine Liste aufbauen mit Empfehlungen aber Kritikpunkten von Behandeln und Krankenhäusern im Umgang mit CRPS. Wir waren uns bei dem Treffen aber auch einig, dass wir diese Liste nicht allgemein veröffentlichen, sondern nur über den Anmeldevorgang auf der CRPS NRW Seite ermöglichen, damit hier die Liste nicht in „falsche“ Hände gerät. Daher, sendet Eure Meinungen mit Adressen von Behandlern gerne weiter an Stefan in Köln oder an mich.

Möglichkeit über Whats App an einem CRPS Austausch teilzunehmen
Die Kölner Gruppe hat eine CRPS Whats App Gruppe gegründet, wo jeder sich gerne in den Austausch zum Thema CRPS einbinden kann. Wenn Interesse besteht, bitte wendet euch an Stefan in Köln. [Ergänzung: Bitte schreibt dafür Eure Mobilnummer an André, CRPS NRW Krefeld (andre@crps-nrw.de)]

CRPS auf Facebook
Wie einigen schon bekannt, gibt es diverse CRPS Gruppen auf Facebook. Hier steht jedem Erkrankten offen, sich in diese Gruppen einzubinden. Wichtig erscheint uns aber, dass diese Gruppen durch Betroffene moderiert werden und als geschlossene Gruppe agieren, damit nicht „dummes Zeug“ von aussen in die Gruppen getragen wird.

Sonstiges
Zum Thema Behandlung hat Stefan über das Behandlungskonzept GMI-Graded Motor Imagery und dem Perfetti Konzept berichtet. Hier ein Link zu einem GMI Abstract https://reg.mcon-mannheim.de/onlineprogramm-mmv/render.aspx?kongressID=54&speach=GER&t=a&n=26877 und dem Perfetti Konzept https://ergotherapie-dd.de/ergotherapiebehandlungskonzeptperfetti.php. Diese Behandlungsformen sind in der Ergotherapie insbesondere bei CRPS sehr wirkungsvoll. Zudem wurde über die positive Wirkung von Selbsthypnose berichtet, wo man lernt, seine Schmerzen besser zu kontrollieren und Schmerzerleichterung zu erreichen. Desweiteren kamen positive Berichte zum Thema Cranio Sakrale Therapie durch Ergotherapeuten und Osteopaten und Verhaltenstherapie durch Psychologen, um mit der Krankheit besser umgehen zu können. [Ergänzung: Artikel zu »GMI – Graded Motor Imagery« hier bei CRPS NRW, Artikel zu »Perfetti-Konzept« hier bei CRPS NRW.]

In den letzten Jahren konnten wir durch euer persönliches Engagement in den Selbsthilfegruppen, bei der eigenen Gründung von Selbsthilfegruppen in den Regionen und durch die Unterstützung durch Informationen und Berichte aus aller Welt für die Veröffentlichung auf unseren Webseiten viel Aufmerksamkeit zum Krankheitsbild CRPS erwirken, vielleicht mehr, wie wir uns das noch vor Jahren erträumt haben. Dem Internet sei Dank… Unsere Vison für die nächsten Jahre ist es, dass wir in Deutschland eine Dachorganisation mit dem CRPS Netzwerk haben, wo wir auch eine Lobby im Gesundheitswesen, bei Gesundheitsorganisationen und in der Politik bekommen, ähnlich dem Vorbild der amerikanischen Charity Organisationen. Aus meiner Sicht sind wir hier auf dem richtigen Weg.

Ich freue mich, wenn wir diesen eingeschlagenen Weg gemeinsam weitergehen und weiterhin den Dialog mit den Therapeuten und Ärzten suchen. Und das auf Augenhöhe und nicht in der Position eines Kaninchens, was aus der Froschperspektive die Götter in Weiß anstarrt. Ich glaube, dass wir persönlich alle in einem Lernprozess stehen. Die Ärzte können viel von uns Betroffenen lernen, wir müssen aber auch offen sein für Therapievorschläge der Ärzte, auch wenn sie uns im ersten Augenblick als unsinnig erscheinen. Mit dem CRPS Symposium schlagen wir hier einen richtigen Weg ein, zumal erstmals eine Veranstaltung Ärzte aber auch Betroffene zu einem fachlichen Austausch / Fortbildung vereint. Freue mich, wenn möglichst Viele den Weg nach Bremen finden!

Noch ein kleiner Tip: CRPS ist Thema bei NDR Visite am 2. September. NDR Visite ist momentan einer der wirklich besten medizinischen Informationssendungen des deutschen Fernsehens. Vor Jahren wurde erstmals über CRPS berichtet, wir haben auch schon mehrfach mit verschiedenen Betroffene den Sender angeschrieben, nun machen sie nochmals einen Bericht. Die Sendungen werden immer im Internet aufgezeichnet und können daher von Stefan und mir im Nachgang auf die Homepages gebracht werden, für die, die keinen Zugang zum NDR, oder keine Zeit am 2. September haben, diesen Bericht life zu sehen. Hier schon mal der Link mit der Vorabinfo: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/Das-Gesundheitsmagazin,sendung275334.html [Ergänzung: Artikel zum »Fernsehhinweis NDR Visite« hier bei CRPS NRW]

Es grüßt Euch herzlichst,
Frank
CRPS Bremen Morbus Sudeckselbsthilfegruppe Bremen und Nordniedersachsen

Wünsche allen eine schmerzarme Zeit und bis bald.

PS. Die besagten Studien zu den Nahrungsergänzungsmitteln können bei Frank / CRPS NRW per Email angefordert werden.

Nachgang zum Gruppentreffen in Köln am 25.7.2014

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Auch dieses Mal hatten sich etwa zwanzig Personen im Vorfeld bei mir für das Gruppentreffen angemeldet, so dass ich kurzfristig die Bestuhlung vergrößern lassen habe. Letztendlich mit ein paar verspäteten Gästen kamen wir dann aber auch nur wieder auf tatsächlich fünfzehn Anwesende. Da wir dieses Mal neben dem mittlerweile »festen Kern« auch ein paar neue Gesichter in der Runde hatten, fiel die Vorstellungsrunde wieder etwas länger aus – man kennt ja die ausführlichen »Kurzbiographien« mancher Betroffener, woraus sich schon im Reihum viele Fragen ergeben zu erfolgsversprechenden Therapien oder empfehlungswerten Ärzten oder andere Kleindiskussionen. Aber dafür gibt es ja einen Moderator, der die Gruppe dann immer wieder einfängt und an die Tagesordnung erinnert. Nicht zu vergessen war der Besuch von weitangereisten Betroffenen aus Bremen und dem nördlichen Niedersachsen. Zur Halbzeit des Gruppentreffens wurde sich dann an kalten und warmen Getränken gestärkt bzw. erfrischt, da so mancher nicht allein durch die harten Medikamente ins Schwitzen kam, nein, der langersehnte Sommer zeigte sich an diesem Tag von seiner schönsten Seite.

Auf der Tagesordnung stand diesmal u.a. das anstehende »1. interdisziplinäre Kölner Symposium für CRPS-Erkrankungen» geplant für den September dieses Jahres. Die Vorbereitungen hierfür sind zwar bereits schon sehr weit fortgeschritten, die Redner sind informiert, mögliche Sponsoren sind angeschrieben und der Veranstaltungsort ist gesichert, aber ich habe lange mit mir gerungen, ob das Symposium in meiner derzeitigen Verfassung so sinnvoll ist, oder ob es mich nicht quasi über das Ende meiner Kräfte bringen wird. Dazu fehlen bisher noch einige Zusagen von Rednern und Sponsoren und gerade das Thema Sponsoring für eine Selbsthilfegruppe ohne Eintragung in das Vereinsregister könnte so seine Problemchen mir sich bringen, aber dazu später mehr. Aus diesen Gründen habe ich meine Bedenken und Überlegungen als Diskussionsthema mit in das Gruppentreffen genommen, und habe aus der Runde nur positive Rückmeldungen zu einem Verschieben des Symposiums auf das kommende Frühjahr 2015 erhalten. Damit werden wir ein bisschen mehr Vorbereitungszeit haben und haben bis dahin mit Sicherheit auch die Vereinseintragung erfolgreich abgeschlossen, aber dazu später noch mehr. Ich habe in der Runde auch auf das nun doch stattfindende »1. norddeutsches CRPS-Symposium im RotKreuz-Krankenhaus in Bremen«, organisiert durch Franks Selbsthilfegruppe CRPS Bremen im November 2014 aufmerksam gemacht. Weitere Informationen dazu in Kürze über den Link (folgt).

Im weiteren Verlauf habe ich der Gruppe mein neues Projekt »Lesezeichen« vorgestellt, für welches ich Ideen über CRPS UK und auch die amerikanischen Seiten bekommen habe. Ich habe einen kleinen Flyer erstellt, mit der Kernaussage »Ich habe CRPS« und Erklärungen zur Krankheit und den sichtbaren und unsichtbaren Ein- und Auswirkungen. Dieser soll Betroffenen helfen, Anderen ohne jedes Mal groß ausholen zu müssen, die Krankheit kurz und bündig zu erklären. Außerdem kann der Flyer helfen, Betroffenen ohne äußere sichtbare Zeichen, besser von Ärzten und Kliniken behandelt zu werden, da man nicht nur einfach etwas erzählt, sondern sich bereits mit der Krankheit auseinander gesetzt hat, die sichtbaren Symptome vielleicht schon hinter sich gelassen hat (früher sog. Stadium II), und sich bereits Hilfe dazu gesucht hat. Erfreulicherweise habe ich bereits im Vorfeld für die freie Fläche am Ende der Rückseite einen Werbepartner gefunden, der von meiner Idee sofort überzeugt war und direkt ein größeres Kontingent geordert hat. Der erste Entwurf des Flyers ging in der Runde rum und wurde den Anwesenden nach dem Treffen auch elektronisch zur Verfügung gestellt, um Verbesserungsvorschläge für das Layout oder den Text zu bekommen. Sobald der Flyer in einer druckfähigen Version vorliegt, werden wir ihn auch auf der Seite veröffentlichen. Später soll er als Streuartikel wir auch unsere Broschüren an Patienten, Angehörige, Interessierte, Arztpraxen usw. verteilt werden.

Ein weiterer Programmpunkt für das Gruppentreffen war die Aktion »Dringender Hilferuf für eine Betroffene« bei der viele Personen unter dem Stichwort »Stern 2014« für die Aufbringung des VDK-Mitgliedsbeitrags der Betroffenen gespendet haben, so dass wir an diesem Abend einen symbolischen Scheck mit dem gespendeten Betrag an die Betroffene überreichen konnten, die an diesem Abend mit von der Partie war.

Anschließend wurde André Rennemann, selbst CRPS-Betroffener an der rechten Hand, als weiteres aktives Teammitglied der SHG offiziell vorgestellt. Er wird zukünftig ebenfalls die Anfragen per Telefon und Email an die Gruppe beantworten. Hierfür ist er dank moderner VoiceOverIP-Technik auch über die bekannte Kölner CRPS NRW Hotline (0221) 355 33 83 972 oder über die neue lokale Ortsnetzrufnummer in Krefeld (02151) 747 66 69 telefonisch erreichbar. Weitere Ortsnetzrufnummern in Deutschland sollen folgen. Auch per Email ist er über support@crps-nrw.de erreichbar. Hinter der Emailadresse steht ebenfalls eine neuartige Technik eines Online-Kundencenters, welches uns ermöglicht, gemeinsam die Anfrage der Betroffenen sowohl am Computer oder auch mobil zu beantworten, da manche Anfrage schon etwas kniffeliger ausfällt und wir die Anfragen dann auch untereinander weiterleiten können. Hier wurde um weiteres Interesse anderer Betroffener geworben, uns gerade in schlechten Krankheitsphasen z.B. bei Klinikaufenthalten weiterhin für Betroffene und Angehörige erreichbar zu sein.

Das Thema »Fernsehauftritt bzw. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit« zur Bekanntmachung unserer Krankheit von Missständen bei bestimmten Krankenkassen und Ämtern wurde vertagt, weil die federführenden Personen Ulla und Petra dieses mal nicht teilgenommen haben.

crps netzwerk logo

Bevor wir, wie bereits oben angesprochen, auf die Gründung eines eingetragenen Vereins kamen, informierte ich die Gruppe noch kurz über das neue bundesweite CRPS Netzwerk – Gemeinsam stark. mit dem eigenen Webauftritt unter www.crps-netzwerk.org, wo zukünftig alle Landesgruppen zusammen vertreten werden und die richtige Stelle für neue Landesgruppen ist, sowie den von Jürgen von CRPS Sachsen herausgegebenen Offline-Newsletter, der mehrmals im Jahr neu aufgelegt werden soll. Und in Arztpraxen ausgelegt oder auch an Betroffene und Angehörige ohne Computer und/oder Internet verteilt werden soll.

Wie bereits angesprochen kann es gerade im Bereich Sponsoring und Finanzierung der Selbsthilfegruppe und nicht zuletzt auch in Haftungsfragen zu Problemen für mich als Gründer und Leiter kommen, solange eine SHG keine gesetzliche Grundlage hat. Bisher trage ich alle Kosten der Gruppe selbst, konnte mir zum Glück aber einen Teil der Kosten für Öffentlichkeitsarbeit, Webseite und Porto von der Selbsthilfe Köln (KISS) erstatten lassen. In Frage käme hier auf jeden Fall die Eintragung eines Vereins, um aus der SHG eine sog. juristische Person zu machen, die im Ernstfall verklagt werden kann, die offizielle Spendenbescheinigungen ausstellen darf, Konten eröffnen darf und die natürlich eine ganz andere Aussenwirkung hat, als nur ein Zusammenschluss von Betroffenen Personen zu einer Interessengemeinschaft. Möglicherweise ist diese gesetzliche Grundlage auch ein Türöffner für Kooperationen mit Kliniken und Ärzten oder ganz hilfreich beim Vorantreiben der Forschung in Sachen CRPS. Wichtige Voraussetzungen für einen eingetragenen Verein sind u.a. sieben Gründungsmitglieder, und eine protokollierte Gründungssitzung, in der eine Satzung erstellt wird und ein Vorstand gewählt wird. Anschließend wird mittels eines Notars der Verein beim Registergericht eintragen gelassen. Ich wollte alleine die Möglichkeit dieser Vereinsgründung im Gruppentreffen vorstellen, bekam aber umgehend eine überwältigende Zusage der Runde für dieses Vorhaben, so dass wir in diesem Gruppentreffen den »CRPS NRW e.V.« quasi bereits begründet haben.

Hierfür schon einmal ein herzliches Dankeschön an die Runde, ebenfalls auch für die überragende Spendenhöhe für die Selbsthilfegruppe durch den Verkauf der CRPS Materialien und in der »Spendensocke«. Neben den üblichen CRPS Materialien wie Schleifen, Pins, Armbänder usw. (siehe CRPS NRW Shop) habe ich auch erstmal »Liggi« vorgestellt. Ein problemlos anzubringendes batteriebetriebenes Vorder- und Rücklicht für Rollstühle, da diese oftmals in der Nacht schnell übersehen werden. Aufgrund des restlosen Verkaufs zum unschlagbar kleinen Preis, muss ich »Liggi« bereits nachbestellen, und werde es dann hier auf der Seite ebenfalls anbieten. Aus aktuellem Anlass eines Autounfalls kam in der Gruppe die Diskussion auf, ob der SOS-Ausweis nicht auch in Form eines Kettenanhängers oder eines Armbandes möglich wäre. Ich prüfe derzeit die Möglichkeiten und werde neben einer neuen Auswahl von CRPS Materialien zur sichtbaren Bekenntnis zum CRPS bzw. Herrn Sudeck, wie ihn viele von uns nennen, in Kürze dazu zur entscheidenden Diskussion bitten.

Ich danke allen Teilnehmern für eine rege Diskussion mit vielem neuen Input, gerade auch für die neuen Gesichter beim Gruppentreffen.

Das nächste Treffen in Köln findet leider anstelle im September (nächster ungerader Monat) am 2. Oktober 2014 statt, dieses Mal ausnahmsweise an einem Donnerstag, da am 3.10. der höchste Feiertag in Deutschland gefeiert wird (Tag der Deutschen Einheit).

Euer

Stefan

Gründer CRPS NRW

Wie ist der Stellenwert von CRPS (Morbus Sudeck) in Deutschland?

Wie ist der Stellenwert von CRPS (Morbus Sudeck) in Deutschland?

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Kommentare eines CRPS-Betroffenen zum Stellenwert der Erkrankung in Deutschland. Hier spricht jemand aus dem Herzen eines Betroffenen – sehr lesenswert!

Link zum Beitrag (Deutsch, PDF-Dokument, 62KB)

(Quelle: CRPS Info http://www.crps-info.de/viewtopic.php?f=12&t=3837&p=20080&hilit=Stellenwert#p20080)

Erfahrungsbericht mit dem Arbeitsamt / Begutachtung

bürokratie

Hallo zusammen,

Ich würde euch gerne darüber informieren, was mir in den letzten Tagen beim Amt passiert ist.
Meine Geschichte dürfte hier fast allen bekannt sein,

In Kurzform:

Arbeitsunfall, Verletztengeld von der BG, nach 78 Wochen ausgesteuert, aus diesem Grunde, unter Schmerzen ein gutes halbes Jahr gearbeitet bis ein erneuter Unfall, mit betroffener Hand passiert ist, In der Zwischenzeit Rentenantrag gestellt (Rente entscheidet positiv, Teilerwerbsminderung bei 3-6 Std. tägl. Hinzuverdienst). BG zahlt nicht aufgrund erneutem Unfall, eben weil die Gliedmaße ausgesteuert ist. Rente zahlt immer noch nicht weil die nicht in die Pötte kommen. Also ab zum Arbeitsamt, Nahtlosigkeit was auch unter § 145 SGB III bekannt ist beantragen.

Unter anderem musste ich bei der Antragstellung auch meine Arztunterlagen für den med. Dienst einreichen.
Ich war hocherfreut als schon nach ca. acht Tagen die Bewilligung kam.

Am nächsten Tag kam das folgende Schreiben.

Ich habe absichtlich nur den Text kopiert,
um keinen Bezug zum Amt oder der Person die mir das Schreiben geschickt hat, herzustellen.

arbeitsamt
Ich war etwas geschockt, dachte sofort an eine Verwechselung und habe lange telefoniert, bis man mir die Durchwahl zum med. Dienst gab und ich direkt mit der Gutachterin reden konnte.
Die Ärztin war sehr nett, hat sich sehr viel Zeit genommen und mir folgendes erklärt.

Die Agentur für Arbeit ist weder die Wohlfahrt noch der verlängerte Arm der Rente oder eines anderen Kostenträgers und damit grundsätzlich nicht verpflichtet Zahlungen zu leisten. Um vom Amt Zahlungen zu erhalten, muss man sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen, sonst gibt es nichts.
Da bei Antragstellung von Nahtlosigkeitsregelung der Kunde aufgrund einer Erkrankung aber gar nicht arbeiten kann, befinde man sich in einer Gesetzeslücke und schreibt Ihn erst einmal gesund (mit Einschränkungen), damit die Versorgung gesichert ist.

Anmerkung der Ärztin: Ihre Hand in dem Zustand ist nicht einsetzbar und wir werden sowieso keinen Job für Sie finden

Das Amt ist jetzt wie ein Arbeitgeber zu sehen und es müssen ab sofort, alle Krankmeldungen die nicht die eigentliche Erkrankung (in meinem Fall also CRPS) betreffen, dem Amt mitgeteilt werden.
Hier gilt, werde ich aufgrund einer anderen Erkrankung z.B. Knie OP, für länger als sechs Wochen krank geschrieben, zahlt das Amt nur noch die ersten sechs Wochen wie bei einer Lohnfortzahlung und stellt dann die Zahlungen ein.

Da ich jetzt theoretisch gesund bin, habe ich natürlich auch schon die erste Einladung bei dem Arbeitshelfer/Jobvermittler bekommen.
Diesem muss ich die Situation jetzt schildern, daß ich auf Grund meiner Erkrankung noch mehrere Monate AU bin und dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe.

Der Jobvermittler wird dann eine Untersuchung einleiten und wieder den med. Dienst einschalten.
Dieser wird nun endlich alle Unterlagen von den Ärzten, der BG, Reha etc. anfordern (Schweigepflichtentbindungen sollten unterschrieben sein) und im besten Fall wird man persönlich zu einer Begutachtung eingeladen.

Am besten Ihr nehmt dann noch einmal alles mit was Ihr habt, Arztbriefe, Gutachten und ganz wichtig sind Fotos.

Ganz wichtig !!!!!

Wenn in diesem Gutachten dann steht, daß der Kunde für mindestens sechs Monate arbeitsunfähig ist, aber nicht für unbegrenzt, wir man für diesen Zeitraum auch von der Jobvermittlung in Ruhe gelassen.

Auf meine Frage, warum einfach wenn es auch kompliziert geht ? kam nur die Antwort, Aus juristischen Gründen müssten diese Schreiben so kompliziert geschrieben werden.

Sollte der Ein oder Andere auch solch ein Schreiben bekommen, sollte er sich bitte dringend mit dem Gutachter oder med. Dienst in Verbindung setzen und erfragen ob Inhaltlich das gleiche gemeint ist.

Ich wünsche euch jetzt noch einen schmerzfreien Tag, Gruß,
Andre

 

PS. Als kleines Hilfsmittel habe ich ein Schmerztagebuch angelegt, welches ich seit der SCS nutze, vielleicht ist es für den Einen oder Anderen ja ebenfalls hilfreich.

→Link zur Datei im PDF-Format