Vortrag von Dr. Pradeep Chopra und Prof. Birklein in Frankfurt/Main

Chronische Schmerzen sind für betroffene Patienten eine belastende Situation, um so mehr, wenn es sich um komplexe Krankheitsbilder handelt, die noch nicht vollständig verstanden werden.

Im Fall des Ehlers-Danlos Syndroms (EDS) bestehen oft schon im Kindesalter Schmerzen und Erschöpfung, die teilweise schwer zuzuordnen sind; oft wird die Diagnose erst verspätet gestellt. Ursache ist ein Kollagenaufbaufehler, der sich in Hypermobilität der Gelenke, höherer Verletzungsanfälligkeit und Wundheilungsstörungen äußern kann; Erschöpfung, Magen-Darm-Beschwerden, Kreislaufprobleme und weitere vegetative Symptome können vermehrt auftreten. Auch für Ärzte und Therapeuten ist die Behandlung dieser Patienten eine Herausforderung; häufig werden Symptome vor Diagnosestellung fälschlicherweise als psychisch bedingt angesehen, was für betroffene Patienten eine zusätzlich belastende Situation darstellt.

Ebenfalls eine Herausforderung ist die Behandlung von Patienten mit dem Complex Regional Pain Syndrom (CRPS), auch als Morbus Sudeck bekannt.

Wir freuen uns sehr, dass Dr. Pradeep Chopra aus den USA im Rahmen eines Europaaufenthalts erstmals in Deutschland einen Vortrag halten wird und wir dies mit einem Vortrag durch Herrn Professor Frank Birklein verbinden können. Wir würden uns freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

Save the Date:

Montag, 27.3.2017, ca. 13 – 18 Uhr, Universität Frankfurt/Main
Universität Frankfurt, Hörsaal 4, Hauptgebäude 23
Theodor-Stern-Kai 7, 60596 Frankfurt/Main

Erkennung und Behandlung von komplexen, multisystemischen Erkrankungen:

Ehlers-Danlos Syndrom und CRPS

Mit Dr. Pradeep Chopra MD, MHCM, Rhode Island, USA

Prof. Dr. Frank Birklein, Klinik und Poliklinik für Neurologie, Uniklinik Mainz

und ggf. weiteren Referenten

Die Veranstaltung ist kostenfrei

Dr. Chopra ist als Schmerztherapeut auf die Behandlung von EDS und CRPS spezialisiert und im englischsprachigen Raum für seine Vorträge zu diesen Erkrankungen bekannt, mit denen er sich an Ärzte, Therapeuten und Betroffene richtet.

Für seine Arbeit wurde er unter anderem von der Havard Medical School und der Warren Alpert Medical School of Brown University ausgezeichnet; 2013 erhielt er für sein besonderes Engagement den Schwartz Center Compassionate Caregiver Award. 2016 leitete er im Rahmen der Überarbeitung der diagnostischen Kriterien und therapeutischen Empfehlungen zum Ehlers-Danlos Syndrom eine internationale Arbeitsgruppe zu Schmerztherapie und psychologischen Aspekten der Erkrankung, deren Ergebnisse dieses Jahr zur Veröffentlichung erwartet werden.

Herr Professor Birklein ist Oberarzt an der Uniklinik Mainz und Leiter der Sektion Periphere Neurologie und Schmerz. An der dortigen medizinischen Fakultät hat er eine Professur für Neurologie und neurologische Schmerzforschung inne. Für seine Schmerzforschung, unter anderem zu CRPS, wurde er mit diversen Preisen ausgezeichnet. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und federführender Autor der AWMF-Leitlinie zu Diagnostik und Therapie des CRPS.

Quelle:
Deutsche Ehlers-Danlos-Initiative e.V.
www.ehlers-danlos-initiative.de

6. Aktionstag gegen den Schmerz

Jährlich, immer am ersten Dienstag im Juni, findet der „Aktionstag gegen den Schmerz“ statt.

Also:
Machen Sie mit am 6. Juni 2017, dem sechsten bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“.

Wir knüpfen damit an den großen Erfolg der ersten fünf Aktionstage an.
Erneut können sich Schmerzpatienten und ihre Angehörigen gezielt über Behandlungsmöglichkeiten informieren und beraten lassen.

  • Schmerztherapeutische Einrichtungen in ganz Deutschland geben Ihnen Einblicke in die verschiedenen Methoden der Schmerzbehandlung.
  • Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. stellt Informationsmaterialien, u.a. für Patientinnen und Patienten aktuellen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten vor.
  • Hotline für Schmerzpatienten: Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 18 18 120 stehen am 6. Juni 2017 erneut zwischen 9:00 und 18:00 Uhr mehrere Dutzend renommierte Schmerzexperten aus ganz Deutschland für Fragen zur Verfügung.

Wir von CRPS NRW und vom CRPS Netzwerk – Gemeinsam stark werden auch in 2017 am Aktionstag gegen den Schmerz aktiv teilnehmen. Weitere Informationen folgen.

Auf der Webseite der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. gibt es weitere Informationen zum Aktionstag.

17. Kölner Ehrenamtstag

4. September 2016, 13 bis 17 Uhr

17. Kölner Ehrenamtstag

© Stadt Köln/Danny Frede

© Stadt Köln/Danny Frede

Oberbürgermeisterin Henriette Reker lädt zum 17. Kölner Ehrenamtstag auf dem Heumarkt und dem Alter Markt ein. Mit der Ausrichtung dankt sie allen 200.000 ehrenamtlich tätigen Kölnerinnen und Kölnern für ihr Engagement. An diesem Tag wird auch der Kölner Ehrenamtspreis „KölnEngagiert 2016“ verliehen. Hier wird das Ehrenamt in seiner beeindruckenden Vielfalt präsentiert – von Sport und Kultur über Brand- und Katastrophenschutz bis zu sozialer Arbeit sowie Flüchtlingshilfe und vielem mehr. Sie erwartet ein abwechslungsreiches und familienfreundliches Bühnenprogramm. Die Moderation übernimmt der Kabarettist Nikolaus Kleine.

 

Bühnenprogramm auf dem Heumarkt

Uhrzeit  Programmpunkt
13 Uhr JuMiKK – Jugendmusikkorps im Kölner Karneval
13:30 Uhr Die Rettungshundestaffel des DRK präsentiert sich!
13:45 Uhr Offizielle Eröffnung der Veranstaltung durch Oberbürgermeisterin Henriette Reker
14 Uhr Vorstellung der Preisträgerinnen und Preisträger des Ehrenamtspreises „KölnEngagiert 2016“
gemeinsam mit der Ehrenamtspatin Britta Heidemann
14:15 Uhr Jugendchor Sankt Stephan
14:45 und 16 Uhr  Sambagruppe Alegria Axé
15 Uhr Kinder- und Jugendzirkus Linoluckynelli
15:30 Uhr Kinder- und Jugendteam der Cheerleader des 1. FC Köln
16:15 Uhr KASALLA

Gleichzeitig ist der Ehrenamtstag eine großartige Chance für die teilnehmenden Vereine, auf ihr gesellschaftliches Engagement hinzuweisen. So präsentieren sich auf einer Informationsbörse über 100 Vereine und Institutionen. Hier erleben Sie hautnah, wie lebendig das Ehrenamt in Köln ist und wie vielfältig es vor Ort aussieht. Kölnerinnen und Kölner, die ehrenamtlich tätig werden möchten, können sich umfassend beraten lassen.

Außerdem beteiligen sich zahlreiche Kölner Hilfsorganisationen mit Mitmach-Aktionen. Das Deutsche Rote Kreuz führt seine Rettungshundestaffel und seine Fahrradstaffel vor, der Malteser Hilfsdienst stellt Oldtimer-Fahrzeuge aus und das THW präsentiert unter anderem eine mobile Einsatzzentrale.

Auch die Kölner Elf, der Zusammenschluss der 13 Kölner Bürgerzentren, informieren über ihre Angebote, Kurse und Veranstaltungen.

Kölner Elf
Informieren Sie sich über Kölns 22 internationale Partnerstädte, und lernen sie die Vertreterinnen und Vertreter der Kölner Städtepartnerschaftsvereine kennen. Erfahren Sie aus erster Hand alles über die Vereinsarbeit, die Partnerschaftsprojekte und geplante Vereinsreisen in die Partnerstädte.

Städtepartnerschaften
Auch für unsere kleinen Gäste gibt es zahlreiche Attraktionen und ein buntes, abenteuerliches Programm. Die Freiwillige Feuerwehr baut eine riesige Hüpfburg in Form eines Feuerwehrautos auf. Die Rollende Waldschule informiert über heimische Tiere und deren Lebensräume, das Spielmobil „Juppi“ bietet viele abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten, außerdem laden ein spannender Kletterleuchtturm und eine Hüpfburg der Veranstaltergemeinschaft von „Kölle putzmunter“ zum Verweilen ein.

Der Eintritt ist frei!

 

Quelle: Webseite Stadt Köln

Forscher entwickeln Opioid-Analgetikum mit wenigen Nebenwirkungen

AerztezeitungSchmerzen

Ärzte Zeitung, 19.08.2016

Schmerz

Forscher entwickeln Opioid-Analgetikum mit wenigen Nebenwirkungen

ERLANGEN. Forscher haben ein neues Opioid-Schmerzmittel entwickelt. Das Analgetikum scheint kaum schwerwiegende Nebenwirkungen zu verursachen, teilt die Friedrich-Alexander-Uni Erlangen-Nürnberg (FAU) mit. Der Wirkstoff wurde erfolgreich in Modellversuchen getestet (Nature 2016; online 17. August).

Die Entwicklung des neuen Schmerzmittels ist einem Team der FAU, der Stanford University, der University of California, San Francisco (UCSF) und der University of North Carolina (UNC) gelungen.

Im Modellversuch konnten die Forscher nachweisen, dass ihr neuer Wirkstoff PZM21, der keine chemische Ähnlichkeit mit den bisherigen Opiaten besitzt, genauso effektiv wie Morphin Schmerzen lindert. Atemdepression und Abhängigkeit konnten nicht nachgewiesen werden, heißt es in der Mitteilung.

Mit Hilfe des sogenannten Docking-Verfahrens berechnete das Team der UCSF zunächst an einem Hochleistungsrechner, welche von mehr als drei Millionen potenziellen Wirkstoffen am geeignetsten erscheinen, mit dem μ-Opioidrezeptor zu interagieren.

Dies führte zu 23 Molekülen, die die Arbeitsgruppe an der UNC experimentell auf ihre Rezeptorbindung hin untersuchte, um einen vielversprechenden Treffer herauszufiltern. Weitere Experimente des FAU-Teams führten zu PZM21, einem funktionell selektiven Wirkstoff.

Er sei in der Lage G-Proteine zu aktivieren, nicht jedoch das Signalmolekül β-Arrestin, das für die Opioid-typischen Nebenwirkungen verantwortlich ist, so die FAU. (eb)

Quelle: ärztezeitung.de

Prävention von Krämpfen: Arznei wirkt myotrop und neurotrop

Ärzte Zeitung, 15.08.2016

Arznei wirkt myotrop und neurotrop

Prävention von Krämpfen

KÖLN. Chininsulfat bietet eine effektive Prävention nächtlicher Wadenkrämpfe. Der präventive Effekt basiere auf der neurotropen und myotropen Wirkung, erinnert das Unternehmen Klosterfrau.

Muskelkrämpfe können auf myogener (Mangel an Substraten, Sauerstoff oder/und Elektrolyten) oder auf neurogener Ebene (verkürzte Refraktärzeit und/oder vermehrte Ausschüttung von Acetylcholin) entstehen. Beides resultiert in einer Störung an der motorischen Endplatte, der Verbindungsstelle zwischen Nerv und Muskelfaser.

Dadurch wird die „Kommunikation“ zwischen Nerv und Muskel gestört – Reize werden vermehrt übertragen – es kommt zum Krampf. Direkt an der motorischen Endplatte wirkt Chininsulfat – und zwar gleich zweifach.Chininsulfat reduziert die Reizüberleitung an der motorischen Endplatte, das heißt die Reaktion auf wiederholte Reize wird verringert.

Verlängerung der Refraktärzeit

Damit hebt die Substanz die Reizschwelle, die für die Auslösung einer Kontraktion überwunden werden muss, an (neurotrope Wirkung). Es verlängert die Refraktärzeit. Letzteres sei wesentlich an der Prävention von Muskelkrämpfen beteiligt, so der Hersteller.

Denn bei verlängerter Refraktärzeit werde das an den Nervenenden freigesetzte Acetylcholin von der Acetylcholinesterase abgebaut, bevor es an der motorischen Endplatte Kontraktionen auslösen kann. Zusätzlich wird der Kaliumeinstrom in die Zelle erhöht; durch den höheren Polarsierungsgrad der Zellmembran werde die Muskelzellerregbarkeit lokal herabgesetzt (myogene Wirkung).

Die Wirksamkeit von Chininsulfat bei Muskelkrämpfen ist in randomisierten klinischen Studien und großen Metaanalysen sowie in nicht-interventionellen Studien (NIS) belegt und von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in ihrer Leitlinie anerkannt.

Als peripher wirkendes Muskelrelaxans sei Chininsulfat gut verträglich. Zentrale unerwünschte Wirkungen wie Müdigkeit, Schwindel oder Substanzabhängigkeit treten nicht auf, so der Hersteller. (eb)

Quelle: Ärztezeitung.de