Pharmakonzern ruft bundesweit Antiepilektikum zurück

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Patienten droht ÜberdosisPharmakonzern ruft bundesweit Antiepilektikum zurück

04.05.2019 | 14:49

Pillenblister
(c) Focus.de

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) informiert über einen dringenden Rückruf von Medikamenten in Deutschland.

Betroffen ist das Arzneimittel Pregabalin Basics in den Stärken 50 und 150 Milligramm, dabei handelt es sich um ein Antiepileptikum, das unter anderem zur Behandlung von Krämpfen, Nervenschmerzen und Angststörungen eingesetzt wird. Patienten werden dringend gebeten, das Mittel in die Apotheken zurückzubringen.

Der Grund für den Rückruf sei ein Fehler bei der Angabe der Stärke auf der Faltschachtel. Eine Einnahme kann zu einer gefährlichen Überdosis führen.

Sowohl die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker, sowie der Hersteller Basics GmbH informierten vergangenen Freitag über den Verkaufsstopp des Medikaments. Ein Apotheker hatte den Fehler der Kennzeichung des Pregabalin Basics 150 Milligramm entdeckt und meldete diesen daraufhin.

Auf der Verpackung des Medikaments ist die Stärke 50 mg statt 150 mg angegeben. Ein Patient könnte somit die dreifache Dosis des Medikaments einnehmen.

Diese Präparate sind betroffen:

Pregabalin Basics

  • Stärke: 50 mg und 150mg
  • Packungsgröße: 98 Hartkapseln
  • Pharmazentralnummer: 11172299 und 11172402
  • Erstmalige Auslieferung: 15. April 2019

Laut Hersteller Basics GmbH sind andere Chargen von dem Rückruf nicht betroffen.

Was tun, wenn ich das betroffene Produkt besitze?

Apotheker werden gebeten, Patienten, welche die betroffene Charge erstanden haben, unverzüglich zu informieren. Käufer sollen betroffene Packungen zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet.

Apotheken werden gebeten, Warenbestände zu überprüfen und noch vorhandene Packungen Pregabalin Basics 50 mg und 150 mg an folgende Adresse zu schicken (Das Porto werde erstattet):

Basics GmbHc/o trans-o-flex Logistik-Service GmbH

Industriegebiet Süd A 12

63755 Alzenau

Für Rückfragen steht die Basics GmbH telefonisch unter 0800 880 3880 bereit.

Pregabalin – Relativ neuer Wirkstoff

Bei Pregabalin handelt es sich um einen oft verschriebenen Wirkstoff, der bei Nervenleiden eingesetzt wird. So etwa bei Epilepsie, Angststörungen und neuropathischen Schmerzen. Pregabalin ist seit 2004 EU-weit zugelassen und war laut Arzneiverordnungs-Report im Jahr 2009 auf Platz 12 der umsatzstärksten patentgeschützten Arzneimittel in Deutschland.

Quelle: focus.de

Die neuen Flyer sind da!

Liebe Betroffenen, liebe Angehörige, liebe Interessierte,

wir haben neue Informationsflyer in unserem Shop. Zum einen gibt es den neuen Flyer für den CRPS Notfallausweis.

Unser neuer zweiseitiger Informationsflyer über unseren CRPS Notfallausweis. Bei Notfällen schauen Notärzte in der Regel zuerst im Geldbeutel des Betroffenen nach, ob dieser einen medizinischen Ausweis, Gesundheitspass oder dergleichen mit sich führt. Notfallmediziner empfehlen deshalb, dass Patient seinen Notfallausweis möglichst sichtbar im Geldbeutel tragen sollte und nicht irgendwo versteckt in einer Seitentasche der Jacke

Des Weiteren gibt es zu unserer neuen Kampagne „CRPS geht alle an – weil es jeder kriegen kann“ ebenfalls einen neuen Informationsflyer.

Kampagnenflyer

Unser neuer Kampagnenflyer „CRPS geht alle an – weil es jeder kriegen kann“

INFORMIEREN – UNTERSTÜTZEN – SPENDEN

Das komplexe regionale Schmerzsyndrom ist ein chronischer Schmerzzustand, der meistens an Armen, Beinen, Händen oder Füßen auftritt. Das komplexe regionale Schmerzsyndrom ist auch als Morbus Sudeck bekannt. CRPS ist die englische Abkürzung für das komplexe regionale Schmerzsyndrom. Als Synonyme werden auch die Begriffe Reflexdystrophie, Morbus Sudeck, Sudeck-Dystrophie, Algodystrophie oder sympathische Reflexdystrophie verwendet.

Die Flyer können ab sofort in unserem Shop bestellt werden. Vielen Dank für die Verbreitung.

Bundesweite Aktionswoche Selbsthilfe im Mai

Logo

Köln, 18.04.2019 Die Aktionswoche Selbsthilfe steht vor der Tür! Vom 18. – 26. Mai 2019 finden bundesweit viele tolle Aktionen statt. Weitere Infos finden Sie hier: www.wir-hilft.de

Natürlich auch in Köln – vom 20. – 24. Mai 2019 bietet die Kölner Selbsthilfe-Kontaktstelle den Kölner*innen neben Infoständen in der Uni-Mensa und am Chlodwigplatz, auch einen Gesprächsabend und einen Vortrag, sowie ein Selbsthilfe-Café, einen Mitsing-Nachmittag und einen Filmabend an. Das Programm kann nachfolgend heruntergeladen werden.

>> Programm der Aktionswoche Selbsthilfe in Köln (PDF, 513KB

Die Ortsgruppe Köln nimmt in diesem Jahr nicht an der Aktiosnwoche teil, weil die Gruppe mit anderen Orts- und Landesgruppen vom 16. – 18. Mai 2019 auf der Rehab in Karlsruhe ausstellt. Weitere Infos finden Sie hier.

Finanz- und Jahresberichte 2018 vorgestellt

Mitgliederversammlung

In der 2. ordentlichen Mitgliederversammlung des CRPS NRW Köln e.V. wurden am 5. April 2019 die Finanz- und Jahresberichte des Vereins vorgestellt. Der Verein hat erstmalig ein positives Ergebnis erzielt, was uns dazu befähigt, unserem satzungsgemäßen Zweck, der weiteren Bekanntmachung der seltenen Erkrankung CPRS / Morbus Sudeck nachzukommen. Weiterhin unterstützen wir Betroffene und deren Angehörige im Kampf gegen diese schwere Erkrankung und zur Erlangung einer besseren Lebensqualität, getreu unserer Vision: „Es soll niemand mehr mit Morbus Sudeck in Deutschland ohne ausreichende Information über das Krankheitsbild und vor allem nicht mehr ohne professionelle Hilfe bleiben und CRPS darf zwar weiterhin eine seltene aber nicht länger eine unbekannte Krankheit bleiben.

>>Finanzberichte
>>Jahresberichte

Studie zur neuen Klassifikaton chronischer Schmerzen (ICD-11)

Marburg Uni Logo

Liebe Betroffene, liebe Angehörige,

wie Sie vielleicht gehört haben, wurde vor kurzem von der WHO eine Neuauflage der sogenannten „Internationalen Klassifikation der Krankheiten“ (ICD), fertig gestellt. Diese Neuauflage ist die elfte in der Geschichte der ICD (ICD-11). Nach einer Abstimmung im nächsten Jahr wird sie dann in der Folgezeit in den verschiedenen Gesundheitssystemen, darunter auch dem deutschen, eingeführt werden.

Um die Abbildung und Sichtbarkeit chronischer Schmerzen in diesem wichtigen Diagnostik-Manual zu verbessern, hat eine internationale Arbeitsgruppe unter der Leitung von Herrn Professor Treede von der Universität Heidelberg und Herrn Professor Rief von der Universität Marburg eine neue Klassifikation chronischer Schmerzen für die ICD-11 erarbeitet. Diese neue Klassifikation wurde bereits in die ICD-11 aufgenommen und erste Feldstudien zu ihrer Bewertung durchgeführt.

In einem nächsten Schritt möchten Frau Dr. Barke und ich mit Hilfe einer kurzen Online-Umfrage erfahren, wie betroffene Patientinnen und Patienten zur neuen Klassifikation stehen. Dieser wichtige Aspekt wurde bisher wenig beachtet. Dafür möchten wir so viele Menschen mit chronischen Schmerzen erreichen wie möglich. 

Die Teilnahme an der Umfrage wird ca. 15-20 Minuten dauern. In der Online-Umfrage werden folgende Punkte erfasst:
– Eine kurze Schmerzanamnese
– Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem im Zusammenhang mit den Schmerzen
– Erwartungen und Einstellungen zur neuen Klassifikation nach einem ca. 5-minütigen Informationsvideo
(z.B. der erwartete Einfluss der neuen Klassifikation auf die Kommunikation mit anderen (Familie, Behandlern oder Personen am
Arbeitsplatz) oder die Behandlung)
– Die schmerzbedingte Beeinträchtigung und die allgemeine Belastung durch die Schmerzen und andere Symptome
– Etwaige Erfahrungen mit einer Stigmatisierung aufgrund der chronischen Schmerzen.

https://www.unipark.de/uc/patientenbefragung/

Für eventuelle Fragen stehen ich Ihnen (telefonisch 06421-2822839 oder per E-Mail
ginea.hay@staff.uni-marburg.de) natürlich jederzeit zur Verfügung.