Rollstuhltraining leicht gemacht!

Rollstuhltraining leicht gemacht!Rollstuhltraining leicht gemacht!

Der Gedanke ein Rollitraining zu organisieren stand für mich schon länger fest, als ich feststellte, dass einige CRPS Mitglieder schon Monate- bzw. Jahrelang im Rollstuhl sitzen, aber sie bei gewissen Barrieren, wie z.B. Bordsteine überwinden oder Fahren über Pflastersteine usw., im Alltag verunsichert sind. Mir war klar, dass der Anreiz mit einem halbtägigen und kostenfreien Kurs für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein guter Start für ein Mobilitätstraining ist.

Am 07. April war es dann soweit, das erste Rollstuhltraining für CRPS NRW Köln e.V. Mitglieder fand unter fachlicher Anleitung von Dr. Horst Strohkendl und seinem Assistenten Stefan in der Sporthalle der Kölner Universität statt. Dr. Strohkendl ist Trainer und Lehrwart vom Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) und Autor der Broschüre „Techniken des Rollstuhlfahrens“.

Zeitschriften, Bücher, Rollstuhführerschein

Zu dem Rollstuhltraining habe ich, in Zusammenarbeit mit CRPS NRW Köln e.V., eingeladen, mit dem Ziel, das die rollstuhlfahrenden Mitglieder und deren Begleitperson einen sicheren Umgang und ein besseres Verständnis mit dem Rollstuhl in Alltagssituationen bekommen. Natürlich auch um gewisse Ängste mit dem Rolli zu überwinden, aber auch um wertvolle Techniken des Rollstuhlfahrens zu erlernen.

Ich habe sehr gerne die Organisation und die Kosten als Sponsoring für die CRPS Mitglieder übernommen, denn damit wollte ich den Mitgliedern etwas Gutes tun, was Ihnen im Alltag mit dem Rollstuhl wichtig ist und hilft.

Die 12 Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren zunächst zurückhaltend, denn Sie wussten nicht was Sie erwartet. Das Training konnte man im eigenen Rolli und in dem zur Verfügung gestellten Rollis der Kölner Universität ausprobieren. Dieses Rollis von PRO ACTIV Speedy waren etwas ganz Neues für mich, denn ich kannte damals nur den „Krankenhaus-Rollstuhl“ und der war nicht so zu leichtgängig und wendig, was mit viel Kraftaufwand in den Armen verbunden war. Der PRO ACTIV Speedy bietet ein Höchstmaß an Mobilität im täglichen Leben und sorgt durch seine flexible Maßgestaltung für ein hohes Maß an Individualität. Mehr zu diesem Rollstuhl findet Ihr unter Pro Activ GmbH.

Zurück zum Rollitraining, welches recht harmlos angefangen hatte. Nämlich erstmal das Bewusstsein für die rechte Sitz- und Armhaltung beim Vorwärtsfahren einzunehmen und mit kraftsparenden Bewegungen im Raum vorwärts und rückwärts mit ganzen Drehungen zu schaffen. Das ist für unsere Begleitpersonen schon die erste Herausforderung, denn normalerweise sind sie bisher die schiebenden Helfer im Alltag gewesen und auf dem glatten Übungsparkett ist das gar nicht so einfach. Das gilt für die verschiedenen Stufen des Stampfens ebenso. Beim hohen Stampfen, welches dazu dient, das kleine Hindernisse wie Schläuche, kleine Schwellen oder Bordsteine es zu überwinden gilt, gelang nicht immer beim ersten Versuch. Das Auslegen von Matten, als echte Hindernisse, führte dazu, dass alle Teilnehmer nach reichlichen Versuchen von einer festgelegten Startlinie stampfenderweise auf die Matten hochfahren.

Üben des Balancepunkt auf den Hinterrädern

Unser Trainer hat auch gesagt, dass das Maß an Angst vor den Stufen gut in den Griff zu bekommen ist durch das zunehmende Maß an Vertrauen in den Trainer. Unter dem sicheren Halt des Trainers und seinem Assistenten Stefan wird balanciert, der Balancepunkt erarbeitet und versucht auf den Hinterrädern des Rollstuhls zu halten. Dann soll ein kleines Schaukeln im Kipp erreicht werden. Die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke sind im stetigen Wechsel zwischen angestrengt, wild entschlossen und ganz viel Mut. Aber angespornt von unseren Teilnehmern und dem Vertrauen in den Trainer lassen wir uns alle ein gutes Stück aus der Reserve locken. Der Trainer bringt uns tatsächlich auch noch dazu, das große Schaukeln und gleichzeitiges Vorwärtsfahren mit Verlassen der Matte zu üben. Und diese Aufgabe ist nicht zu unterschätzen, was aber sehr vielen nach mehrmaligen Versuchen erfolgreich gelungen ist.

So ein Trainingstag ist unglaublich schnell vorbei und es war für alle ein schöner Tag mit vielen wertvollen Informationen rund um das Thema „Techniken mit dem Rollstuhl“ wie z.B. Dreh- und Kippachse zu erlernen sowie die alltägliche Handhabung des Rollis mit praxisnahen und spielerischen Übungen.

Für alle war die Freude riesengroß als jeder nach den erfolgreichen Übungen noch zum Schluss den Rollstuhlführerschein überreicht bekommen hatten.

Durch den positiven Zuspruch aller Teilnehmer und Teilnehmerinnen wurde der Wunsch geäußert, so einen Kurs in diesem Jahr als Wiederholung anzubieten. Denn Übung macht den Meister!

Herzlichen Dank an Dr. Horst Strohkendl für die sehr interessanten und praxisnahen Übungen, die auf spielerische und humorvolle Art vermittelt wurden und natürlich an alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen die mitgemacht haben!

Quelle: CRPS NRW Köln e.V.

Quelle des Artikels: Immo Kreuzberg, Daniela Kreuzberg

Vortrag Neutostimulation/SCS am 25.05.2018 in Köln

Liebe Betroffene, liebe Angehörige, liebe Interessierte,

wir freuen uns, für das kommende Gruppentreffen in Köln am 25.05.2018 einen Referenten für das Thema Neurostimulation / SCS gewinnen zu können.

An diesem Abend wird der Fachbereichsleiter Schmerz-Spastik, Dr. med Georgios Matis, einen Überblick über die Möglichkeiten der Neurostimulation und SCS (SPinal Cord Stimulation) bei CRPS informieren. Außerdem werden wir einen SCS-Techniker begrüssen dürfen, der so auch technische Fragen dieser Behandlungsfrage beantworten kann.

Weitere Informationen zum Thema SCS / Neurostimulation:

https://nw.crps-netzwerk.org/cmsblog/allgemeine-informationen-zum-thema-scs/

https://nw.crps-netzwerk.org/cmsblog/scs-implantation-ein-erfahrungsbericht/

Termin des Vortrags:
Freitag, 25. Mai 2018, von 18.00 bis 20.00 Uhr

Ort des Vortrags:
Clarimedis-Haus der AOK Rheinland/Hamburg, Domstraße 49-53, 50668 Köln
(in unmittelbarer Nähe des Kölner Hauptbahnhofes)

Wir bitten – besonders für diesen Termin um eine kurze schriftliche Voranmeldung in Form einer Email an gruppentreffen.koeln@crps-netzwerk.org, damit wir auch mit unserem Gruppenraum auskommen und nicht noch kurzfristig die LanXESS Arena buchen müssen… 🙂

 

Bericht vom Rollstuhltraining in Köln am 07.04.2018

Am vorletzten Samstag, dem 07.04.2018 fand sich eine kleine Gruppe von Kölner Mitgliedern an der Univerität Köln zusammen, um gemeinsam an einem Rollitraining teilzunehmen. Dieses wurde freundlicherweise organisiert vom Mitglied Daniela Kreuzberg von Immo Kreuzberg – vielen Dank dafür und einem Trainer vom Deutschen Rollstuhlverband. Unsere Gruppe von 12 Teilnehmern – jeder in Begleitung eines Fußgängers – durfte einmal professionell lernen, wie man sich mit einem Rollstuhl fortbewegt und in auch in Extremsituationen beherrscht.

So wurden wir eingewiesen in die Basics eines Rollstuhls, wie man sich vor und rückwärts bewegt, selbst mit nur einem Arm. Jetzt sitzen einige von uns bereits seit Monaten oder Jahren im Rollstuhl. Dennoch konnte jeder von uns noch etwas lernen und für den Alltag auf vier Rädern mitnehmen. Jeder von uns lernte seinen eigene Schwerpunkt im Rollstuhl kennen und war so in der Lage, den Rolli auf nur zwei Rädern zu balancieren, was gerade für die Überwindung von Bordsteinen sehr wichtig ist. Da einige von uns ein paar Male unfreiwillig auf dem Rücken landeten, zeigte, dass man dieses Gleichgewichtsgefühl gut üben muss. Jeder Teilnehmer bekam einen Rollstuhl, so auch unsere Begleiter. Die Fußgänger waren so einmal in der Lage, am eigenen Leib zu erfahren, was es heißt, sich nur noch im Rolli fortzubewegen und damit seinen Alltag zu bestreiten. Besonders interessant waren Übungen wie die „Todesspirale“ oder das „Katapult“ bei denen ein Rollifahrer schon an seine Grenzen gebracht wird. Anschließend kann man aber ohne Übertreibung sagen, dass man sein Gefärt im Griff hat, und nicht andersrum. Alle Teilnehmer erhielten nach dem Training einen „Rollstuhlführerschein“ und waren sich durchweg einig, dass wir dieses Training baldigst wiederholen. Der Verein plant eine Wiederholung/Fortsetzung im Herbst 2018. Wir werden hierzu erneut informieren.

Neuer Webauftritt der Ortsgruppe Köln

Neuer Webauftritt
CRPS NRW Köln e.V.

Herzlich willkommen auf unserer komplett neu gestalteten Webseite. Schön, dass Sie hier sind.

Nach vollständiger Überarbeitung ist unsere Website jetzt noch moderner, noch übersichtlicher und noch informativer für Sie. Das bisherige Layout wurde uns oft als schwerfällig und düster beschrieben. Nun haben wir ein frischerers, moderneres und einladenderes Design gewählt. Und: durch Einsatz unserer eigenen Responsiv-Technologie, ist das Surfen auf unserer Seite mit jedem Gerät – egal ob Desktop, Tablet oder Smartphone – das reinste Vergnügen.

Wir haben auch einige unserer Informationsseiten verbessert: So wurde eine Broschüren- und Flyerseite eingerichtet, auf der alle unsere Informationsmaterialien vorgestellt werden und als PDF heruntergeladen werden. Natürlich können alle Materialien auch auf unserer Bestellplattform bestellt werden. Weiterhin haben wir eine Informationsseite über unsere CRPS Materialien, die sog. Orange Ware angelegt. Mit diesen Artikel möchten wir unsere Erkrankung bekannter machen und jedem zeigen, dass wir uns nicht von einer Krankheit unterkriegen lassen. Also schnell bestellen und der Welt zeigen, was wir auch als Betroffene noch alles schaffen. Ganz nach unserem Motto: CRPS darf gerne weiter eine seltene, aber nicht länger eine unbekannte Krankheit bleiben!

Über unsere einheitliche Bestellplattform kann auch der CRPS Notfallausweis bestellt werden.

Und nun viel Vergnügen auf unserer Webseite!

Hannelore Wever: CRPS (Morbus Sudeck)

CRPS (Morbus Sudeck)

Hannelore Wever

Gesundheitslexika & Medikamentenratgeber

CRPS (Complex Regional Pain Syndrome), besser bekannt als Morbus Sudeck, ist eine heimtückische Nerven-Krankheit und vielen Ärzten unbekannt. Werden die Symptome allerdings früh genug richtig erkannt, ist sie heilbar – zu spät erkannt, wird sie chronisch.

In dem vorliegenden Buch berichtet die Autorin über ihre eigenen Erfahrungen mit Ärzten, der Krankenkasse, dem Medizinischen Dienst und auch dem Jobcenter. Sie hatte das Pech, dass man bei ihr die Krankheit zu spät richtig diagnostizierte. Durch die bis dahin immer unerträglicher werdenden Schmerzen und die dagegen verordneten Medikamente stellten sich nicht nur immer mehr körperliche, sondern bald auch psychische Probleme ein.

Aber nach einem psychischen Fall in ein schier bodenloses Loch nahm sie den Kampf gegen diese Krankheit auf. Sie wollte nicht irgendwann in einer Pflegeeinrichtung enden. Dabei musste sie schnell feststellen, dass sie nirgendwo von selber Hilfe bekam. Doch sie recherchierte trotz der großen Schmerzen so gut und so oft es eben ging im Internet. Dabei konnte sie immer nur gerade noch die linke Hand benutzen. Aber es lenkte auch zumindest teilweise von den Schmerzen ab.

Die erste Erkenntnis, zu der sie gelangte, war: Du musst dir selber helfen! Eine letzte war dann: Nach langen Jahren des Kämpfens und vielen Rückschlägen zeigt sich nun wieder „ein kleines Licht am Ende des Tunnels“. Das Kämpfen hat sich gelohnt!

Damit anderen Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation – nicht nur in Bezug auf CRPS – befinden, dieser lange und oftmals unnötige Weg erspart oder zumindest erleichtert wird, schrieb die Autorin dieses Buch – mit links – im wahrsten Sinne des Wortes.

Es ist aber ebenfalls ein hilfreicher und guter Ratgeber für den Lebenspartner und allen, die helfen wollen, wie Betreuer, die unterschiedlichsten Therapeuten, usw.

Seitenzahl: 176 Seiten

ISBN: 978-3947002290

Verlag: NIBE Verlag

Größe: 18 x 12 x 2 cm

Erscheinungsdatum: 19.03.2018

Nachfolgend einige Links, wo man das Buch kaufen kann:

http://supr.com/nibeverlag/allgemein/crps-morbus-sudeck/

https://smile.amazon.de/CRPS-Morbus-Sudeck-Hannelore-Wever/dp/3947002297/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1523476103&sr=8-1&keywords=hannelore+wever