30. Januar 2015 · Kommentare deaktiviert für Gruppentreffen Januar mit aktuellem Wetter · Kategorien: Aktuelles, Allgemein, Gruppentreffen · Tags: , , ,

Gruppentreffen koeln januar 15

Aktuelle Wettervorhersage für Köln:

30.01.2015                                                                                                                     31.01.2015

Jetzt            12 Uhr         13 Uhr          14 Uhr          15 Uhr         16 Uhr         17 Uhr          18 Uhr          19 Uhr           20 Uhr         21 Uhr           22 Uhr          23 Uhr          00 Uhr              3 Uhr
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Kölner Webcams:

→Roncalliplatz

→Dom-Cam 

Kleiner Hinweis für die Besucher: Wir werden auch dieses Mal wieder alle Artikel aus unserem Shop vor Ort anbieten.
Daher bitte unbedingt an Kleingeld denken. Vielen Dank!

28. Januar 2015 · Kommentare deaktiviert für Nächstes Gruppentreffen in Bremen wird verschoben! · Kategorien: Aktuelles, Allgemein, Gruppentreffen, Veranstaltung · Tags: , , ,

Bremen_Terminverschiebung_02_2015

Wichtige Terminänderung zum nächsten Selbsthilfetreffen in Bremen:

Der Termin wird vom 20. Februar auf den 18. Februar 2015 vorgezogen und findet in den Räumlichkeiten des Restaurants PizzaHut, Martinistraße 72-74, Bremen statt.

Leider kam es zu Überschneidungen mit dem vorgesehenen Termin am 20.2.15 im Netzwerk Selbsthilfe. Es besteht keine Verpflichtung dort auch zu speisen!

Wir werden einen eigenen Bereich im Restaurant für unser Treffen haben. Für Rückfragen und Anmeldungen zum Treffen, stehen wir gerne unter bremen@sudeckselbsthilfe.de zur Verfügung.

 

 

Mein Weg aus dem CRPS

Mein Leidensweg begann im April 2013. Nach einem Sturz vom Pferd erlitt ich eine distale Radiusfraktur des rechten Armes. Der Bruch wurde operativ behandelt, indem eine Platte und ein Draht in den Knochen eingesetzt wurden. Man sagte mir nach sechs Wochen könne ich den Arm wieder benutzen. Nach vier Wochen jedoch wurde die Schwellung immer schlimmer und große Schmerzen stellten sich ein. Meine Hand sah aus wie ein Mickymaushandschuh. Dick geschwollene Finger, schwitzig heiß und manchmal eisekalt, die oben drauf weiß und auf der Handinnenfläche bläulich verfärbt waren. Starke Schmerzen in der Hand und extremer Berührungsschmerz, der nicht mal ein Ablegen der Hand irgendwo ermöglichte, machten das Schlafen unmöglich. Ich konnte den Schmerz nur noch ertragen, wenn ich meine Hand in eiskaltes Wasser hängte.

Im Vorfeld hatte mein Orthopäde versucht, die Schwellung, die bis dahin noch ohne Schmerzen verlief, durch ein pflanzliches entzündungshemmende Mittel und eine Laserbehandlung in den Griff zu bekommen. Dies zeigte zunächst auch Erfolg, doch er hatte mich nicht darauf hingewiesen, dass sich das Mittel noch mehrere Wochen hätte nehmen müssen. Ich hatte es nur bis zum Ende der Verpackung genommen. Danach explodierte die Schwellung förmlich. Bei meinem weiteren Besuch reagierte mein Orthopäde völlig entsetzt über den Zustand meiner Hand. Er war zum Glück ehrlich zu mir und äußerte sofort seinen Verdacht des CRPS. Er riet mir zunächst das Urteil des behandelnden Krankenhauses abzuwarten und möglichst schnell eine zweite Meinung in der Handchirurgie in Schwerte einzuholen.

Eine Kontrolle im behandelnden Krankenhaus, die auch die Operation durchgeführt hatten, schickten mich nur mit dem Hinweis auf eine notwendige Kontrolle in zwei Wochen und einem Rezept für Ergotherapie nach Hause.

Ein Nottermin in der Handchirurgie in Schwerte ergab die Bestätigung der Diagnose, mit dem Verweis, dass ein sofortiger Krankenhausaufenthalt notwendig sei. Ihnen wäre es am liebsten gewesen, mich noch am selben oder am nächsten Tag stationär aufzunehmen. Da ich Familie und zwei kleine Kinder habe war ich natürlich der Überzeugung, dass ich das auch ohne stationären Krankenhausaufenthalt hinkriegen würde bzw. zu Hause nicht abkömmlich sei. Um meine Entscheidungen zu fällen, nahm ich telefonische Rücksprache mit meinem Orthopäden, der klare Worte mit mir sprach und mir sagte, wenn ich dies nicht sofort machen würde, müsste ich mit der Funktionsunfähigkeit meiner Hand und chronischem Schmerzsyndrom rechnen.

Nach reichlicher Familienorganisation wurde ich zwei Tage später im Marien Krankenhaus in Schwerte stationär aufgenommen. Dort war man ebenfalls ehrlich und erklärte mir, dass ein Aufenthalt von mindestens 2-3 Wochen notwendig sei.

Ein Riesenaufgebot an Therapien begann: Man legte mir einen Plexuskatheter mit Schmerzpumpe (dauerhafte Anästhetikumgabe in den Arm), startete eine hochdosierte intravenöse Cortisongabe, ich bekam 2x täglich Krankengymnastik, 1x Lymphdrainage, 1x Kohlensäurebad, 2-3x pro Woche Ergotherapie, mehrmals täglich Eigentherapie im Therapieraum mit Spiegeltherapie, Therapieknete und Stimulation im Granulatbad. Medikamentös musste ich Trevilor und Lyrica über einen Gesamtzeitraum von 4 Monaten einnehmen, die am Ende langsam reduziert wurden.

Bei Entlassung nach 4 wöchigem Aufenthalt konnte ich zumindest passiv fast einen Faustschluss bewerkstelligen.

Meine eigentliche Therapie begann erst dann:

ich machte nach wie vor dreimal in der Woche Krankengymnastik, sowie zwei bis dreimal in der Woche Ergotherapie. Außerdem begann ich sofort mit Akupunktur gegen die Schmerzen. Meine Heilpraktikerin half mir, die ganzen Medikamente zu entgiften und auszuleiten. Weiterhin nahm ich pflanzliche Medikamente gegen das Entzündungsgeschehen (zum Beispiel Phlogenzym). Sehr geholfen hat mir außerdem mein Osteopath, der ebenfalls für die bessere nervale Durchblutung und Versorgung des Arms gesorgt hat. Geholfen hat sicherlich auch, dass ich von Anfang an meine Hand trotz Schmerzen wenn auch eingeschränkt benutzen musste, da ich Familie mit zwei kleinen Kindern habe und der normale Alltag mit Kochen, Wäschefalten, Putzen etc. trotzdem funktionieren musste. Somit wurde die Verschlimmerung der Bewegungseinschränkungen nicht durch Vermeidungsverhalten unterstützt.

Ich begab mich auf Spurensuche, warum es überhaupt zum CRPS gekommen ist.

Auslöser war sicherlich die Quetschung, die man mir bei der Operation am Daumen zugefügt hatte, um meine Hand zu fixieren. Dabei muss man mir Muskeln und Lymphgefäße abgequetscht haben, da man heute noch die Degeneration des Muskels am Daumen sehen kann und dieser auch heute noch am stärksten eingeschränkt ist, obwohl er primär gar nichts mit dem Bruch zu tun hatte. Ein großer entscheidender Faktor war eine chronische Borreliose, die degeneratives Nervengeschehen negativ beeinflusst. Eine chronische Borreliose war im Vorjahr bei mir festgestellt worden, und ist definitiv ein entscheidender Faktor bei der Entstehung des CRPS gewesen. Also begann ich auch hier erneut mit der homöopathischen Behandlung der Borreliose.

Da sich immer noch die Platte zur Fixierung des Bruchs in meinem Arm befindet, brachte mich meine Ärztin auf eine weitere wichtige Spur, die vielleicht für den einen oder anderen von euch interessant sein könnte. Mein Blut wurde auf Titanunverträglichkeit getestet. Nach ein bisschen Internetrecherche, fand ich heraus, dass genetisch bedingt ca. 17 % aller Menschen eine Titanunverträglichkeit besitzen. Aufgrund dessen gehen immer mehr orthopädische Fachkliniken dazu über, diese Titanunverträglichkeit vor dem Einsetzen von beispielsweise künstlichen Gelenken zu überprüfen. Man hört immer häufiger von Menschen, die aus unerklärlichen Gründen Probleme mit der Wundheilung bei eingesetzten Zahnimplantaten oder künstlichen Hüftgelenken aufgrund dessen haben. Bei diesen Menschen ist normalerweise eine Unverträglichkeit nicht getestet worden und vermutlich die Ursache für deren Probleme. Bei mir konnte dies nicht nachgewiesen werden und ist somit kein Faktor für die Entstehung. Trotzdem könnte es für den einen oder anderen unter euch ein wichtiger Hinweis sein.

Heute kann ich von Glück sagen, dass ich schmerzfrei bin und meine Hand fast normal benutzen kann, wenn auch nicht alle Gelenke mehr hundertprozentig funktionieren. Meine Ärzte waren zum Glück von Anfang an alle ehrlich zu mir und haben mir dringend zu sofortigen Therapien geraten. Ich weiß, dass bei vielen von euch oft die Therapien erst Monate später eingesetzt haben und somit wertvolle Zeit verloren gegangen ist. Ich bin sicher, dass ich nur deswegen so „schnell“ Fortschritte und vor allem Schmerzfreiheit bewirken konnte. Nach einem Jahr habe ich dann den Therapiewahnsinn aufgegeben, da sich keine Verbesserung der Bewegungsfähigkeit mehr abzeichnete. Trotzdem bin ich heute an einem Punkt, wo ich sagen kann, dass mich die minimale Einschränkung der Hand nicht mehr eklatant stört.

Ich hoffe sehr für euch, dass ihr alle irgendwann so schmerzfrei wie möglich seid!! Und ich möchte allen raten, die sich nicht sicher sind, ob es sich um ein CRPS handelt, eine zweite Meinung einzuholen, damit möglichst schnell eine Behandlung erfolgen kann.