Projekt »1. interdisziplinäres CRPS Symposium«

symposium

Frank Bergs von der Sudeckselbsthilfegruppe in Bremen hatte die Idee, an einem Samstag mehrere Ärzte einzuladen, die zu verschiedenen CRPS-Fragestellungen und auch Therapiemöglichkeiten, Erfahrungen etc. referieren werden. Dieses sollte zunächst im Mai im RotKreuz-Krankenhaus in Bremen stattfinden. Aus eigenen gesundheitlichen Gründen und aus Zeitgründen der ursprünglich geplanten Ärzte wurde die Idee zunächst auf die zweite Jahreshälfte verschoben und dann leider gänzlich in die Ferne verschoben.

Im Gruppentreffen im Februar in Bremen fand die Idee aber einen sehr hohen Anklang und es wurden bereits wichtige Fragen diskutiert, wie zum Beispiel der Kostenfaktor: Eventuell fallen Kosten für eine Räumlichkeit an, dann möchten die refrerierenden Ärzte wahrscheinlich auch eine Art Aufwandsentschädigung oder zumindest einen Auslagenersatz, wenn Sie sich schon einen Samstag Zeit nehmen, um zu von ihnen im Vorfeld vorzubereitenden Themen zu referieren. Zum einen wurde die Idee des Sponsoring angesprochen: Es werden sich sicherlich verschiedene Firmen als Sponsor für die Veranstaltung finden lassen. Hier gab es auch bereits ein paar Ideen, wer dafür angesprochen werden könnte. Die anderen Anwesenden fanden auch die Idee eines geringfügigen Teilnahmebeitrags (etwa 10-15,- Euro) oder eines gewünschten Spendebeitrags (Betrag offenlassen oder einen Beispielbetrag iHv 5,- oder 10,- Euro) nicht verkehrt.

Im letzten Gruppentreffen in Köln wurde die Idee des »1. interdisziplinären CRPS Symposiums« ebenfalls positiv angenommen und es kamen gleich auch ein paar neue Ideen von möglichen Rednern/Referenten. Damit war das Projekt des Symposiums in Köln geboren und wird nun in diesem Beitrag vorgestellt und sollte hier zu einer lebhaften Diskussion über Kostenfaktor und Sponsoring, Räumlichkeiten, Redner/Referenten, Termin (in der zweiten Jahreshälfte 2014) und Organisation anregen. Ausserdem sollte der Arbeitstitel »1. interdisziplinäres CRPS Symposium« eventuell überdacht werden. Vorschläge hierzu sind ebenfalls erbeten. Wir können aus den Vorschlägen dann eine Umfrage starten.

Es könnte auch ein kommender Chatabend – vielleicht am Mittwoch, 9. April 2014 von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr genutzt werden (unabhängig vom nächsten geplanten Expertenchat im April 2014, separate Ausschreibung beachten).

Also das Kommentieren ist eröffnet! 🙂

success

 

→ Link zum Plakatentwurf für das Symposium

Rentenantrag auf Erwerbsminderung / Nahtlosigkeitsregelung: wichtige Paragraphen des Sozialgesetzbuches

Wenn man als CRPS-Erkrankter vor der sog. Aussteuerung aus dem Krankengeld steht, stellt sich die Frage, was nun zu tun ist, um auch weiterhin seinen Unterhalt sichern zu können.

Im besten Falle sollte man versuchen, mit seinem behandelnden Arzt eine stufenweise Wiedereingliederung an den alten Arbeitsplatz (auch Hamburger Modell genannt) einzurichten, um so stückweise wieder bis zur möglichen Vollzeitbeschäftigung zurückzukehren. Sofern durch weiterhin schlechte Krankheitszustände und Prognose eine Wiedereingliederung nicht möglich sein, sollte man an einen Rentenantrag, und zwar an eine Erwerbsminderungsrente (EM-Rente) denken. Diese kann bei teilweiser EIngliederung mit weniger Stunden in eine Teil-EM-Rente oder bei weiterhin unmöglicher Arbeitsleistung in eine Voll-EM-Rente ausfallen. Zu beachten ist, dass diese Rente eine Rente auf Zeit ist, d.h., dass der Gesundheitszustand ständig überprüft wird, um evtl. später wieder in den bisherigen Job zurückzukehren. Somit kann man die Vorstellung, manches CRPS-Erkrankten, „Jetzt ist alles vorbei, jetzt geh ich in Rente, und das wars„, entkräften, da es sich hier nicht um eine endgültige Altersrente handelt. Für den Rentenantrag bei der Deutschen Rentenversicherung, bzw. bei seiner jeweils zuständigen Rentenversicherungsanstalt sind diverse Formulare auszufüllen und Unterlagen zusammenzustellen. Die Internetseiten der Deutschen Rentenversicherung bieten hierzu halbwegs ausführliche Abschnitte mit notwendigen Formularpaketen, die man sich zusammenstellen kann. Erfahrungsgemäß sollte man sich für den Rentenantrag Unterstützung suchen, zum Beispiel beim Sozialverband VDK Deutschland oder beim Sozialdienst vieler Kliniken, oder auch bei den Informationscentern der Rentenversicherung in jeder größeren bundesdeutschen Stadt.

Man muss bedenken, dass so ein Rentenantrag seine Bearbeitungszeit braucht, und dass er beim ersten mal auch oftmals nicht das gewünschte Ergebnis hat oder sogar abgelehnt wird. Dann muss man sich erstmal wieder um fachlichkompetenten und/oder rechtilchen Beistand kümmern, um innerhalb der genannten Fristen Wiederspruch einzulegen.Was man dabei auf keinen Fall aus dem Auge verlieren sollte, ist das Ende der Krankengeldzahlung (Aussteuerung aus dem Krankengeld). Um nun die Zeit von der Aussteuerung bis zur möglichen Rentenzahlung zu überbrücken, gibt es im Sozialgesetzbuch wichtige Paragraphen zur sogenannten Nahtlosigkeitsregelung. Diese bedeutet kurz gesagt, eine Arbeitslosengeldzahlung (ALG I), trotz eines bestehenden Arbeitsvertrages, man aber wegen einer Minderung ihrer Leistungsfähigkeit dennoch nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.

Udo Geiger, Richter am Sozialgericht Berlin hat dazu zwei sehr hilfreiche Texte verfasst.

→Link zum Text »Paragraph 125 SGB III bei Minderung der Leistungsfähigkeit / Nahtlosigkeitsregelung« im PDF-Format

→Link zum Text »Soziale Absicherung bei Zusammentreffen von Arbeitslosigkeit und Krankheit« im PDF-Format

→Link zum »§145 SGB III«

Quelle: www.elo-forum.de (Erwerbslosenforum Deutschland), www.dejure.org (Gesetze und Rechtsprechung verzahnter denn je)

Aktueller Pressebericht des VDK zu »Änderungen beim ALG I §125 SGB III jetzt neu § 145 SGB III«

In diesem Beitrag geht es um die Beantragung von Arbeitslosengeld I trotz bestehendem Arbeitsverhältnis, sog. Nahtlosigkeitsregelung

Achtung: Änderungen beim ALG I – § 125 SGB III jetzt neu: § 145 SGB III

Achtung: Änderung beim Verfahrensablauf bei der Anwendung der Nahtlosigkeitsfälle

Es ist zutreffend, dass der Verfahrensablauf bei der Anwendung der Nahtlosigkeitsfälle geändert wurde. Eine Bewilligung des Arbeitslosengeldes im Rahmen des § 145 SGB III ist nunmehr grundsätzlich erst nach erfolgter ärztlicher Begutachtung – mit Aussage des ärztlichen Dienstes: Kunde kann länger als 6 Monate keine versicherungspflichtige Beschäftigung ausüben – möglich.

Damit Zahlungslücken, z.B. Ende des Krankengeldbezuges, vermieden werden, ist der Kunde bei der Arbeitslosmeldung über das Erfordernis der ärztlichen Begutachtung zu informieren und auch auf eine rasche Mitwirkung (Rückgabe des Gesundheitsfragebogens, Schweigepflichtentbindungserklärung etc.) seinerseits hinzuweisen.

Verzögert sich die ärztliche Begutachtung – länger als 3 Wochen – trotz Vorlage der Unterlagen durch den Kunden kann eine vorläufige Entscheidung nach § 328 Abs. 1 Nr. 3 SGB III getroffen werden.

Bei Leistungsgewährung im Rahmen der Nahtlosigkeitsregelung müsste spätestens innerhalb eines Monats nach Aufforderung durch die Bundesagentur für Arbeit der Reha-Antrag gestellt werden (§ 145 Abs. 2 SGB III). Die Aufforderung zur Reha-Antragstellung erfolgt in der Regel mit der Bewilligung des Arbeitslosengeldes.“

→Link zum Sozialverband VDK Deutschland

→Link zum weiterführenden Beitrag zur Nahtlosigkeitsregelung

Quelle: www.vdk.de, Landesverband Bayern

Leitlinie für die ärztliche Begutachtung von Menschen mit chronischen Schmerzen

Bei AWMF Online habe ich eine weitere wichtige Leitlinie gefunden, die zur Begutachtung von Menschen mit chronischen Schmerzen, herangezogen werden sollte. Auch wenn dieses Dokument öffentlich sowie in einer ärtzlichen bzw. wissenschaftlichen Datenbank veröfentlicht wurde, ist es fraglich, ob sich ein Gutachter oder Amtsarzt oder sonstige Personen, die sich mit der Klassifiezierung von CRPS bzw. chronischen Schmerzen, auch an diese Leitlinie hält und so auch zum Beispiel die McGill Schmerzskala im Blick hat.

→Link zur Leitlinie im PDF-Format

→Link zum AWMF-Portal

Quelle: AWMF online, Portal der wissenschaftlichen Medizin, www.sudeckselbsthilfe.de

 

Darüberhinaus habe ich eine weitere hilfreiche Publikation eines CRPS-Betroffenen gefunden, in dem es um die Bewertung einer CRPS-Erkrankung geht. Es zeigt sich, dass bei der Begutachtung eines Arbeitsunfalls bzw. einer Berufskrankheit in Form einer Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) bewertet wird und zu den gängigen Feststellungsverfahren gehört (Achtung Sonderfall zum Sozialgesetzbuch VII, Gesetzliche Unfallversicherung)

→Link zur Publikation im PDF-Format

→Link zum Sozialgesetzbuch (SGB VII), §8 Arbeitsunfall, §9 Berufskrankheit

Quelle: Martin, CRPS-Betroffener, www.sudeckselbsthilfe.de

Newsletter der Deutschen Schmerzliga »Gesundheitsnachrichten«

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